Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.
Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 12.01.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.
19:30:00 +++ Ö1
Saxofonist Kenny Garrett und Band im November 2025 im Wiener Konzerthaus
Seine Mitwirkung in der Band von Trompeter Miles Davis in dessen letzten Lebensjahren war für Kenny Garrett der entscheidende Karriereschub, seither hat der Altsaxofonist aus Detroit nicht nur in zahlreichen Bandprojekten von und mit Musikern wie Chick Corea und John Scofield mitgewirkt, er hat auch durch reife Einspielungen unter eigenem Namen seinen Ruf als einer der bedeutendsten Saxofonisten des Gegenwartsjazz gefestigt.
„Sounds from the Ancestors“ ist der Titel seines 2021 veröffentlichen Albums mit Hommagen an persönliche Leitfiguren wie Saxofonist John Coltrane, die Sängerinnen Aretha Franklin und Ella Fitzgerald sowie die Funk- bzw. Soul-Legenden Sly Stone und Marvin Gaye. Dieses Programm, geprägt von organisch entwickelten, Groove-unterfütterten Kompositionen mit weitem formalem Bogen, brachte der inzwischen 65-jährige Garrett am 20. November 2025 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses zur Aufführung, mit seinem mit Melvis Santa (Gesang, Keyboard), Keith Brown (Klavier), Jeremiah Edwards (Bass), Rudy Bird (Perkussion) und Michael Ode (Schlagzeug) besetzten Sextett. Das Publikum nahm den Abend mit viel Applaus auf.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz Spotlight: Musical Mind – Melba Liston zum 100. Geburtstag
Von Julia Neupert. „Renaissance Woman“ ist sie genannt worden, eine Universalgelehrte des Jazz. Melba Liston: virtuose Posaunistin, brillante Komponistin und Arrangeurin, eloquente Pädagogin. Geboren am 13. Januar 1926 in Kansas City, wurde sie zu einer der originellsten Stimmen ihrer Generation und prägte jahrzehntelang den Sound der Bands von Count Basie, Duke Ellington, Quincy Jones und Randy Weston – genauso wie sie später auch für Motown und Stax arbeitete. Von Kolleg*innen geschätzt, aber nie ein umjubelter Star, wird Melba Liston heute als eindrucksvolle Persönlichkeit der Black Music wiederentdeckt.
23:03:00 +++ Ö1
Der Großmeister der Zartheit wäre 100 Jahre alt – Morton Feldmans schwebende Klangwelten
Der Komponist Morton Feldman gilt als der Großmeister der Zartheit, der schwebend verknüpften Klänge. Für Klavier solo, für kleine gemischte Kammermusikbesetzungen und auch für großes Orchester entwarf er seine Musik der Oberfläche, wie er in Anspielung auf optische Künste gerne sagte. Morton Feldman war aber auch ein begnadeter Erzähler, Gesprächspartner und auch Polemiker.
Am 12. Jänner 2025 wäre Feldman 100 Jahre alt geworden. In einer „Langen Nacht der Neuen Musik“ geben wir der großflächigen Musik des 1987 verstorbenen Komponisten den ihr gebührenden Raum. Gestaltung: Rainer Elstner, Gabriel Schett
di – 13.01.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.
23:03:00 +++ Ö1
Der Großmeister der Zartheit wäre 100 Jahre alt – Morton Feldmans schwebende Klangwelten
Der Komponist Morton Feldman gilt als der Großmeister der Zartheit, der schwebend verknüpften Klänge. Für Klavier solo, für kleine gemischte Kammermusikbesetzungen und auch für großes Orchester entwarf er seine Musik der Oberfläche, wie er in Anspielung auf optische Künste gerne sagte. Morton Feldman war aber auch ein begnadeter Erzähler, Gesprächspartner und auch Polemiker.
Am 12. Jänner 2025 wäre Feldman 100 Jahre alt geworden. In einer „Langen Nacht der Neuen Musik“ geben wir der großflächigen Musik des 1987 verstorbenen Komponisten den ihr gebührenden Raum. Gestaltung: Gabriel Schett

mi – 14.01.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Ulla Pilz und Michael Neuhauser.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Magazin
Von Niklas Wandt. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!
23:03:00 +++ Ö1
Eine Woche art@CMS am CERN – 2025 revisited. Klangpartikel im Teilchenbeschleuniger.
Woher kommen wir? Und wie ist der Raum, in dem wir mit unserem Heimatplaneten Erde eingebettet sind, beschaffen? Wir reisen heute zwar nicht hinaus in das Weltall, sondern in die genau entgegengesetzte Richtung, um jedoch schließlich ebenfalls beim Anfang allen Seins anzukommen.
Aus welchen Bausteinen alles und damit auch wir zusammengesetzt sind versuchen die Wissenschaftler:innen am CERN herauszufinden, am weitläufigen Gelände der Europäischen Organisation für Kernforschung nahe Genf. Dort befindet sich der derzeit weltgrößte Teilchenbeschleuniger, der Large Hadron Collider (LHC), mit dem ein Zustand hergestellt werden kann, der jenem kurz nach dem Urknall ähnelt, so die Annahme.
Wir durften Mitte Februar 2025 an einer „SciArt Dialogue Week“ teilnehmen, zu der Teilchenphysiker, Fotograph und Künstler Michael Hoch im Rahmen seines Programmes „art@CMS“ geladen hat. CMS (Compact Muon Solenoid) ist der Name von einem der vier Teilchendetektoren des LHC. Seit 2012 verbindet art@CMS die Wissenschaftsgemeinschaft rund um CMS und weitere angrenzende Institutionen mit Kunstschaffenden, Kunststudierenden und Kunstlehrenden, um möglichst viele Menschen für die Teilchenphysik zu begeistern.
Für die „SciArt Dialogue Week“ Mitte Februar 2025 nach Genf gereist sind u.a. Studierende und Lehrende der Hochschule für Musik Karlsruhe, der Kunst Akademie Karlsruhe und der Florida State University. Und während wir Ihnen diesen radiophonen Rückblick auf eine sehr besondere Woche noch einmal präsentieren, findet auch schon die nächste „SciArt Dialogue Week“ statt, diesmal auf Initiative des ORF Festivals musikprotokoll im steirischen herbst, in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz (Univ.-Prof. Anke Eckardt) und der Universität Graz (Univ.-Prof. Mag.art. Dr.phil. Susanne Kogler und Univ.-Prof. DDr. Franz Winter). Die im Anschluss entstehenden künstlerischen Arbeiten und theoretischen Reflexionen der teilnehmenden Studierenden werden vom 8. bis zum 11. Oktober 2026 im Rahmen des ORF musikprotokoll in Graz präsentiert werden. Gestaltung: Susanna Niedermayr
do – 15.01.2026
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Blues`n`Roots
Von Dagmar Fulle. In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur).
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Klangkünstler David Tudor zum 100. Geburtstag. Ein Porträt
David Tudor gilt als begnadeter Pianist, musikalischer Katalysator, stand Pate bei der Erfindung der offenen Form und war ein Musikelektroniker der ersten Stunde. Er arbeitete intensiv mit John Cage und Karlheinz Stockhausen, widmete ihm fünf seiner berühmten Klavierstücke. Im Zuge der Erarbeitung der zweiten Klaviersonate von Pierre Boulez lernte er Französisch, um die Texte von Boulez im Original zu lesen. Morton Feldman sagte gar über ihn, dass er Cage und ihm Möglichkeiten eröffnet hätte, von denen sie „nie geträumt“ hätten. Nicht zuletzt nannten seine Freunde ihn wegen seiner Kochkünste „Chef“. Und trotz alledem scheint er von der Rezeption vergessen worden zu sein. Wer war dieser 1926 in Philadelphia geborene und 1996 gestorbene David Tudor eigentlich? Diese Sendung aus dem Jahr 2013 begibt sich auf die Spuren eines musikalischen Jahrhundertphänomens. Eine Sendung von Ulrich Müller
fr – 16.01.2026
14:05:00 +++ Ö1
Sängerin Madeleine Peyroux und die WDR-Bigband im Juni 2025 in Leverkusen
Als Teenager sang Madeleine Peyroux in Paris alte Jazz- und Bluessongs sowie Klassiker von Leonard Cohen, Bob Dylan und Tom Waits – ein Erbe, das ihre Programme bis heute prägt. Ihren Durchbruch feierte sie 2004 mit dem Album „Careless Love“. 2024 folgte nach einer sechsjährigen Pause ihr Album „Let’s Walk“, ein Werk, in dem sie die gesellschaftlichen Erschütterungen der letzten Jahre künstlerisch verarbeitet und musikalische Bezugspunkte wie Nina Simone, Louis Armstrong und Marian Anderson neu beleuchtet.
Im Rahmen des Konzerts am 5. Juni 2025 im Erholungshaus Leverkusen verband Peyroux ihren unverwechselbaren, warmen Ton mit den Klangfarben der Kölner WDR-Bigband unter der Leitung von Arrangeur Vince Mendoza, in einem Programm zwischen intimer Ballade und großformatigem Swing.
17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.
19:30:00 +++ Ö1
Matthias Loibner mit Tahereh Nourani, Sofia Labropoulou und Sarvin Hazin live zu Gast im Wiener RadioCafe
Er hat seinem Instrument, der Drehleier, neue Horizonte eröffnet und damit umgekehrt die Sphären von Jazz, Welt- und experimenteller Musik bereichert. Der aus Graz stammende, in Wien lebende Matthias Loibner präsentiert in der Jazztime im Wiener RadioCafe aktuelle Programme – im Gespräch mit Johann Kneihs sowie mit den Gästen Tahereh Nourani (Flöte und Bass), Sofia Labropoulou (Kanun) und Sarvin Hazin (Kamantsche).
22:01:00 +++ Ö1
Phil Collins feiert seinen 75. Geburtstag – Phil Collins: Drummer, Popstar und Reizfigur
Er war für einige Jahre der größte Popstar der Welt: Zwischen 1984 und 1989 verzeichnete Philip David Charles „Phil“ Collins sieben Nummer-eins-Hits in den US-amerikanischen Single Charts, in Europa war er zu dieser Zeit noch präsenter. Über 150 Millionen Tonträger hat er als Solokünstler verkauft. Und dann hatte er als Sänger und Schlagzeuger der Band Genesis auch noch zur gleichen Zeit einige Millionenseller am Start. Das ist die eine Seite. Doch Collins arbeitete in den 1970er Jahren auch mit Brian Eno und John Cale an ziemlich avantgardistischen Projekten, er spielte 10-minütige Jazzrock-Epen mit der Band Brand X, und eigentlich hat Collins nach einer frühen Karriere als Schauspieler im Kindesalter seine Musikkarriere als Schlagzeuger in der ursprünglich eher als sperrige Progrockband „Genesis“ mit Peter Gabriel als Leadsänger begonnen. Diese Überpräsenz in den 1980er Jahren hat Collins für einige jüngere Musikerkollegen, beispielweise die Brüder Noel und Liam Gallagher der Britpopband Oasis, zu einer Hassfigur gemacht. Mittlerweile ist der gesundheitlich schwer angeschlagene Phil Collins nicht mehr musikalisch aktiv. Sein 75. Geburtstag am 30. Jänner ist ein guter Zeitpunkt für eine objektive Würdigung seiner musikalischen Leistungen. Gestaltung: Klaus Wienerroither
sa – 17.01.2026
00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung). Phil Collins: Drummer, Popstar und Reizfigur
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Das schüchterne Genie – Der Gitarrist Tal Farlow
Von Hans-Jürgen Schaal. Tal Farlow, geboren 1921, galt in den 50er-Jahren als der größte Innovator an der Jazzgitarre. Er war der Schnellste, der harmonisch Erfindungsreichste, der spieltechnisch Eigenwilligste. Seine langen, beweglichen Finger brachten ihm den Ehrennamen „Octopus“ ein. Dabei war ein reiner Autodidakt. Er konnte nicht Noten lesen und passte nicht ins Schema des professionellen Musikgeschäfts. 1958 zog er sich aus der Jazzmetropole New York zurück in die Provinz und machte bis zu seinem Tod 1998 kaum noch neue Aufnahmen.
so – 18.01.2026
00:05:00 +++ Ö1
Sängerin Maja Jaku im Gespräch; Ancient To The Future beim Jazzfestival Saalfelden 2025
Seit 36 Jahren lebt die im Kosovo geborene Sängerin und Komponistin Marija Jakupovic, bekannt als Maja Jaku, in Österreich. Kürzlich hat Jaku, die auch als Professorin an der Jam Music Lab Private University for Jazz and Popular Music in Wien unterrichtet, ihr jüngstes Album „Blessed and Bewitched“ beim in Seattle beheimateten Label Origin Records vorgelegt, mit hochkarätiger internationaler Besetzung in Gestalt von Trompeter Michael Rodriguez, Pianist Alan Bartuš, Schlagzeuger Johnathan Blake, Bassist Dezron Douglas und Gastperkussionist Adrian Varady. Im Ö1 Jazznachtstudio erzählt Maja Jaku von ihrem lang gehegten Wunsch, mit geschätzten Kollegen in New York City aufzunehmen, und auch davon, dass sich dieses fünfte Album anfühlt, als wäre es ihr Debüt. Auch Jakus Songwriting ist Thema des Gesprächs, gewährt sie doch auf „Blessed and Bewitched“ tiefe Einblicke in ihre Seele – mit Texten, die um Wahrheit, Verletzlichkeit und Sinnsuche kreisen.
In der Konzertschiene der Ö1 Jazznacht steht ein Mitschnitt vom Jazzfestival Saalfelden 2025 auf dem Programm: Am 24. August vergangenen Jahres gastierte das Quartett Ancient To The Future um den Chicagoer Schlagzeuger Hamid Drake auf der Hauptbühne im Congress Saalfelden. Drakes Trommelklänge trafen auf traditionelle marokkanische Gnawa-Musik, von seinem langjährigen künstlerischen Partner Majid Bekkas auf der Gimbri (ein lautenähnliches, dreisaitiges Instrument aus Nordafrika) meisterlich dargeboten, verwoben mit Xhosa Coles Saxofon- und Flötenklängen, klangstark unterstützt von der in Brooklyn lebenden Jazz- und Rockgitarristin Ava Mendoza. Im Mittelpunkt stand dabei das Motto „Ancient to the Future“ (auch Titel eines 1987 vorgelegten Albums) des Art Ensemble of Chicago. Es geht dabei um die Auseinandersetzung mit der „Great Black Music“ und davon ausgehend um die Entdeckung musikalischen Neulands. So zu hören auch beim Quartett Ancient To The Future in Saalfelden.
17:10:00 +++ Ö1
Zum 80. Geburtstag der Ikone Dolly Parton
Bereits 1980 nannte das Rolling Stone-Magazin sie „the unsinkable Dolly Parton“
19:04 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big time Jazz: Samuel Restle Bigband beim Jazzpreis Baden-Württemberg
Von Henry Altmann. Am 6. November hat der Stuttgarter Posaunist Samuel Restle den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen bekommen – natürlich bei einem Konzert mit seiner Bigband. Wir präsentieren die Aufnahmen von diesem Konzert den feingliedrigen Kompositionen des Preisträgers; Musik die beides kann: Haken schlagen und Wind machen. Außerdem lernen Sie den ursprünglich in Hechingen geborenen Samuel Restle in dieser Sendung noch einmal näher kennen. Freuen Sie sich auf Bigband-Wogen so frisch wie das Salz der See!
19:05:00 +++ Ö1
Saxofonist und Klarinettist Christoph Pepe Auer mit Band im Studio 2 des ORF RadioKulturhauses in Wien
Der 1981 in Hall in Tirol geborene Saxofonist und Klarinettist Christoph Pepe Auer erweist der Ö1 Hausmusik die Ehre. Der Tiroler Musiker präsentiert mit seinem Ensemble White Noise neuere Kompositionen zwischen Jazz, Kammermusik und elektronischen Klangflächen. Im Fokus stehen die Klangfarben der Klarinettenfamilie – von der B-Klarinette über die Bass- bis zur Kontrabassklarinette – sowie fein gestaltete Themen mit viel Raum für Improvisation. Das Ensemble kombiniert akustische Instrumente mit analogem Synthesizer und arbeitet mit transparenten Texturen und klaren Formen, in groovende Rhythmik getaucht. White Noise sind: Christoph Pepe Auer (Altsaxofon, Klarinetten), Clemens Sainitzer (Violoncello), Michael Tiefenbacher (Klavier, Analogsynthesizer) und Christian Grobauer (Schlagzeug).
22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Experiment und Emotion – Die Saxofonistin Sakina Abdou
Von Odilo Clausnitzer. Wenn sie allein frei improvisiert, dann kann es zärtlich klingen und fordernd, abstrakt und ganz greifbar. Ihr Saxofon vibriert in mächtigen Doppelklängen oder flüstert vertraulich, und bei aller handwerklichen Kontrolle ist Leidenschaft in ihrem Spiel spürbar. Für Sakina Abdou, die nigerianisch-französische Saxofonistin aus Lille, war das Solospiel auf dem Tenor eine Entdeckungsreise zu sich selbst. Dabei musste sie sich von vielen Regeln aus ihrem Musikstudium (Alte Musik/Blockflöte, klassisches Saxofon und Jazz) emanzipieren.
23:03:00 +++ Ö1
Schönberg, Nono, die Ardittis und andere Dialoge – Das legendäre Streichquartett feiert verspätet sein Goldenes Jubiläum bei Wien Modern 2025 (4).
Zum Finale: Luigi Nonos großer Quartett-Klassiker, Zwiegespräche von Hilda Paredes – und Schönbergs „luft von anderem planeten“
Inhalt: 50 Jahre Arditti Quartet wollten das singuläre Kammermusikensemble und das Festival Wien Modern schon 2024 gemeinsam feiern – auf standesgemäße Weise an vier Abenden, zwei im Wiener Konzerthaus, zwei im Musikverein, mit vier Uraufführungen, kombiniert mit den vier nummerierten Streichquartetten Arnold Schönbergs. Doch dann kam leider kurzfristig ein gebrochener Arm des Cellisten dazwischen. Desto erfreulicher, dass sich das Projekt nun ein Jahr später in vollem Umfang nachholen ließ.
Beredt war an diesem letzten Abend schon der gewichtige Auftakt. „Die Struktur dieses neuen Stücks“, beschreibt Hilda Paredes ihre 2023/24 entstandenen „Diálogos apócrifos“, „besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Duette zwischen den Spielern, die musikalische Beziehungen zwischen ihnen aufbauen, aber auch das Material für die Tutti-Abschnitte liefern, die sich ihrerseits mit den verschiedenen Duett-Kombinationen abwechseln.“ Beredt ist auch Luigi Nonos epochales Streichquartett „Fragmente – Stille, an Diotima“ (1979780) – nicht nur, aber besonders durch die etwa 50 Hölderlin-Zitate, mit denen die Partitur übersät ist, die aber beim Spielen auf keinen Fall rezitiert werden sollen, sondern eher in Gedanken „gesungen“.
Und zum konkreten, real erklingenden Dichterwort des Stefan George zu greifen sah sich Arnold Schönberg gezwungen, als er mit seinem offiziellen Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10 (1907/08) die Gattungsgrenzen und zugleich auch die Tonalität auflöste: durch die Beiziehung eines Solosoprans und die Überwindung der harmonischen Schwerkraft. An jener Stelle im Finale, wo sich in Georges „Entrückung“ „duftige nebel lüpfen“, verlangt Schönberg: „Das Ganze muss wie ein Hauch sein. Nichts darf hervortretend spielen. Bloß der Gesang darf hervortreten, aber auch der nur durch die Klangfarbe, nicht durch die Klangstärke.“ (Mitschnitt aus dem Brahms-Saal des Wiener Musikvereins vom 4. November 2025) Gestaltung: Walter Weidringer
23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Grenzgänge auf vier Saiten – Der französische Geiger Mathias Lévy
Als „imaginäre Folklore“ wurde der musikalische Stil von Mathias Lévy schon einmal charakterisiert. Der französische Geiger hatte ursprünglich ein klassisches Violinstudium absolviert, bevor er den Jazz Manouche für sich entdeckte. Schon in der Jugend war ihm die Musik der Straße näher als die des Konzertsaals. Die Stilrichtung des Gypsy-Jazz, die sein Landsmann Django Reinhardt so nachhaltig geprägt hatte, öffnete Lévy die Tür in eine neue Welt. Darin fand er den Entfaltungsraum, der seiner Kreativität seither entscheidende Impulse verschafft. So verbindet der Geiger die rhythmische Energie und die emotionale Direktheit der Manouche-Musik mit einer an der Klassik geschulten virtuosen Technik und der Lust am Erkunden neuer Ausdrucksbereiche. Denn jedes neue Projekt und jede neue CD Lévys offenbart eine weitere überraschende Facette seines Einfallsreichtums. In der Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern unterschiedlicher Richtungen und Genres lässt Lévy völlig neue Klangwelten entstehen. Oft von traditionellen Musikstilen inspiriert, verbinden sie Elemente der Klassik und des Jazz mit einem experimentellen Ansatz. Mit seinen Grenzgängen ist Lévy einer der derzeit spannendsten französischen Musiker der jüngeren Generation. Eine Sendung von Michaela Fridrich
