Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1. Für den September fehlen aktuell die Daten allerdings bei Ö1.
Leider hat die ARD ihre Suchmaschine in Fragen Radio in der Zwischenzeit komplett geschreddert, nachdem sie in den vergangenen Jahren schon nicht mehr über Schlagworte funktioniert hat. Damit sind wir nun komplett auf Zulieferungen der Sendeanstalten angewiesen. Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.
Senderliste:
- ORF – Ö1
- Deutschlandfunk – „Fakten und mehr“
- Deutschlandfunk-Kultur – „Das Feuilleton im Radio“
- ndr Kultur – Hören und genießen
- ndr blue – Meet The Music
- radio bremen – Neugier lohnt sich.
- Radio 3 –
- mdr-kultur – Das Radio.
- WDR3 – Das Kulturradio
- hr2-kultur – Das Kulturradio für Hessen.
- SR2 Kulturradio – … gut zu hören.
- SWR kultur – Kultur neu entdecken
- BR-KLASSIK – Klassikstars geben auf BR-KLASSIK den Ton an. Attraktive Magazine bringen Interviews und Neuigkeiten aus dem Musikleben.
- Bayern 2 – Preisgekröntes Radio für Hörer, die mehr wissen wollen
Internet:
- Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
- Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung
mo – 01.09.25
23:03 – 00:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Straight Life – Der Saxofonist Art Pepper
Von Odilo Clausnitzer. Westcoast-Eleganz, Bluesfeeling und brennende Energie hat der Altsaxofonist Art Pepper in seinem Spiel vereint. Zu Jazz-Ruhm gelangt ist er in der Stan Kenton Big Band der frühen 1950er-Jahre. Seine Karriere verlief steil, wurde aber durch mehrere lange Gefängnisaufenthalte unterbrochen. Ein Comeback feierte er in den 1970er-Jahren – da war sein Sound härter und sein Stil zerrissener geworden. Einen Einblick in seine problematische Persönlichkeit gibt die schonungslose Autobiografie „Straight Life“, die in der Sendung auch thematisiert wird. Im August wäre Art Pepper 100 Jahre alt geworden.
23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Zeitreise mit Ramon Bauer und Tina Frank – 30 Jahre Editions Mego
Mego wurde 1995 von Peter Meininger und Ramon Bauer und Andi Pieper gegründet, Bauer und Pieper spielten damals bereits im Duo General Magic zusammen. Pita Rehberg, der auch die Produktion der ersten Mego-Platte, der legendären „Fridge Trax“ angeregt hatte, gehörte wenig später ebenfalls zum fixen Kern. Mego sollte ein Ort für experimentierfreudige elektronische und artverwandte Musik sein, für jene Musik, die man damals bei den diversen Raves am ehesten in den Chill Out Rooms hörte, bzw. beim phonoTAKTIK Festival oder im rhiz.
Es waren die Anfangstage des World Wide Web, immer mehr Menschen legten sich einen Heimcomputer zu und verbanden sich mit dem Internet, das die Gründer von Mego von der ersten Minute an für sich zu nutzen verstanden. Auch deshalb verkörperte das Label den damaligen Zeitgeist. Schnell wurde es zu einem musikalischen Zentrum einer Gemeinschaft an Kunst- und Kulturschaffenden, die den Aufbruch in eine neue Zukunft feierten. Zu den ersten Musikern, die auf Mego veröffentlichten, zählten neben General Magic und Pita selbst etwa Famers Manual, Christian Fennesz und Florian Hecker.
Seit 2006 war Pita Rehberg der alleinige Betreiber des Labels, das er in Editions Mego umbenannte. Nach seinem völlig überraschenden Tod im Sommer 2021, beschlossen seine langjährige Partnerin Isabelle Piechaczyk und seine Tochter Natasha Rehberg Editions Mego gemeinsam mir Morr Music weiterzuführen. Und so wird heuer das 30jährige Jubiläum mehrfach gefeiert, nach Berlin nun auch am kommenden Wochenende in Wien, im Rahmen des diesjährigen Unsafe and Sounds Festivals.
In dieser Zeit-Ton Zeitreise lassen wir die vergangenen drei Jahrzehnte noch einmal Revue passieren,- gemeinsam mit Ramon Bauer und Tina Frank, die für Mego und Editions Mego hunderte Vinyl- und CD-Cover designt hat und im Zusammenspiel mit zahlreichen Elektronikmusiker:innen internationale Maßstäbe im Bereich der audiovisuellen Performance setzte. Gestaltung: Susanna Niedermayr
di – 02.09.25
23:03 – 00:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Kansas City, New Orleans, London – Der Klarinettist Giacomo Smith
Von Sirius W. Pakzad. Der in London lebende Italo-Amerikaner Giacomo Smith gilt als einer der herausragenden Klarinettisten des aktuellen Jazz – ein Mann mit stupender Technik, unendlichem Flow und einem famosen Ausdrucksspektrum. In London betrieb der klassisch ausgebildete Virtuose lange eine Formation namens „Kansas Smitty’s“, die auf kuriose Weise zwischen Tradition und Moderne vermittelte und Smith’ Humorbegabung gerecht wurde. Heute pflegt der Enddreißiger sein Faible für Jazz Manouche, etwa zu hören auf einem gemeinsamen Album mit dem niederländischen Gypsy Swing-Gitarristen Mozes Rosenberg.
23:03:00 +++ Ö1
Neuerscheinungen und andere Entdeckungen – Aktuelle Aufnahmen zeitgenössischer Musik
Auch an diesem Dienstag präsentieren wir Ihnen wieder Neuerscheinungen und andere Entdeckungen aus dem Feld der neuen und experimentellen Musik. Gestaltung: Susanna Niedermayr
mi – 03.09.25
23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz – Das Magazin
Von Anja Buchmann. Das wöchentliches Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: In den Sommerwochen gibt es hier bei uns vor allem aktuelle Musik – außergewöhnliche und wichtige Neu-Veröffentlichungen aller Spielarten des Jazz. Von internationalen Stars und weniger bekannten regionalen Acts, von Funk bis Free, von traditionell bis experimentell – Nicht verpassen.
do – 04.09.25
23:03 – 24:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Neue Ufer – Tobias Meinharts neues Album „Sonic River“
Von Holger Zimmer. Wie klingt Rilke als Jazz-Stück? Was hat David Foster Wallace mit dem im Jazz so gewünschten „Flow“ zu tun? All dies erkundet das neueste Album: „Sonic River“ des deutschen Saxofonisten Tobias Meinhart. Sein 10. Album als Bandleader markiert einen Neuanfang – auch, weil er es als Debut auf seinem eigenen Plattenlabel veröffentlicht. Wichtig für seine Kreativität ist auch der Spagat zwischen Deutschland und Amerika, zwischen Berlin und New York.
fr – 05.09.25
23:03 – 00:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Radiofestival. Jazz: Weltwunder der tiefen Töne – Der Jazzbassist Jimmy Blanton
Von Hennig Sieverts. Sein Bass schiebt von unten und setzt von oben solistische Glanzlichter: Jimmy Blanton (1918-1942) revolutioniert in nur zweieinhalb Jahren (er stirbt 23jährig an Tuberkulose) das Jazzbass-Spiel und wird zum Vorbild für spätere Meisterbassisten wie Oscar Pettiford oder Ray Brown. Henning Sieverts erinnert an den Bass-Wunderknaben, erklärt, was sein Bass-Spiel so besonders macht und spielt zeitlos gute Aufnahmen mit dem vielleicht besten Ellington Orchestra aller Zeiten und mit den ersten Bass-Klavier-Duetten der Jazzgeschichte.
23:03:00 +++ Ö1
Zum 100. Geburtstag von B. B. King – B. B. King (1925-2015), einer der Pioniere des elektronischen Blues
Er war einer der drei Könige des elektrischen Blues: Neben Albert und Freddie komplettiert B. B. King dieses Triumvirat.
Das B. B. in seinem Namen steht für „Blues Boy“, und das ist wiederum eine Abbreviation für das Pseudonym „Beale Street Blues Boy“, mit dem Riley Benjamin King 1949 seine Karriere als Moderator bei einem Radiosender gestartet hatte. Erst in den 1950er Jahren setzte B. B. King ganz auf seine Musikkarriere, die kaum kommerzielle Einbrüche hatte, weil King seinen musikalischen Stil immer wieder ein wenig adaptierte, auch Popelemente nicht verschmähte, ohne seine Blues- und (vor allem vokal) Gospelwurzeln jemals zu verleugnen. Der Mann mit dem charakteristischen Vibrato auf seinem Gitarrenmodell der Firma Gibson, der ES-335, dem er den Kosenamen „Lucille“ gab, hat Generationen von Musikerinnen und Musikern beeinflusst. Bis ins hohe Alter war der 15-fache Vater musikalisch aktiv, 2015 starb er im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas. Am 16. September jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal. Die „Spielräume Nachtausgabe“ würdigt einen ikonischen Bluesmusiker. Gestaltung: Klaus Wienerroither
sa – 06.09.25
09:04 – 10:00 UHR +++ SWR KULTUR
SWR Kultur Musikstunde: Jazz global: Six Strings of Sahel – die Vielfalt der Westafrikanischen Gitarrenmusik
Von Konrad Bott. Wenn man den „Desert Blues“ im Nordwesten Afrikas unter die Lupe nimmt, scheinen die Musiker und Bands so vielfältig wie die Sandkörner der naheliegenden Sahara. Ob von den Tuareg oder den Griots – wir hören uns an, welche Musikkulturen sich in Mali, Algerien, Niger und Burkina Faso seit Jahrzehnten mit Jazz und Blues verbinden. Und wir verfolgen die Verbindungen und Unterschiede in allem, was unter dem Namen „Desert Blues“ in einen Topf gepackt wird.
18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Me and My Music – Elina Duni
Von Julia Neupert. „Meine Heimat ist meine Stimme“, sagt Elina Duni; ihre Musik ist in verschiedenen Traditionen zuhause. Die albanisch-schweizerische Sängerin wuchs als Tochter einer Schriftstellerin und eines Regisseurs in Tirana und Genf auf; ihre Songs interpretiert sie heute in zwölf Sprachen! Sie singt von Abschieden, Veränderungen und Erinnerungen – und zeigt dabei, wieviel Kraft in fragilen, lyrischen Momenten liegen kann. In unserer Sendereihe „Me and My Music“ hören wir Elina Duni im Zwiegespräch mit ihrer Musik.
so – 07.09.25
23:03:00 +++ Ö1
Highlights der Konfrontationen Nickelsdorf 2025 (2) – Experimentelle Spielfreude mit dem Schlippenbach Quintett und der Bläser-Gruppe Superluft.
Ende Juli fanden die 45. Konfrontationen statt. Zu diesem Jubiläum bot das Festival im burgenländischen Nickelsdorf ein dreitägiges Programm mit einigen der aktuell spannendsten und prominentesten Ensembles in den Bereichen der freien und improvisierten Musik. In zwei „Supernova“-Sendungen sind einige dieser Höhepunkte zu hören. Heute: Fünf Bands, darunter das Trio Franz Hautzinger, Vinicius Cajado und Lukas König, das Quartett Flight Mode sowie die Premiere von Fennesz mit Le Quan Ninh.
Das diesjährige Programm war eine äußerst vielschichtige Mischung aus Musikschaffenden, die entweder in diesen Konstellationen noch nie auf der Bühne der Jazzgalerie gestanden hatten oder solchen, die ihre internationalen Projekte präsentierten: Zum 45. Jubiläum warteten die Konfrontationen mit einem eindrucksvollen Line-Up auf. An die 45 Musikerinnen und Musiker waren zu erleben.
Auch heuer war Ö1 wieder vor Ort und hat ausgewählte Konzerte aufgenommen. In dieser „Supernova“ gibt es die Auftritte vom zweiten Abend, Samstag, dem 26. Juli.
Das Quintett des legendären Improvisations-Pianisten Alexander von Schlippenbach besteht aus deutschen und portugiesischen Musikern. Das erste gemeinsame Album nennt sich „Conundrum“ und erschien 2023 auf dem Lissabonner Label Creative Sources.
Dann spielte der Trompeter Franz Hautzinger mit dem Schlagzeuger Lukas König und dem Bassisten Vinicius Cajado. Hautzinger und König sind seit langem Fixgrößen der Wiener Improvisationsszene, bereichert seit einigen Jahren von dem aus Brasilien stammenden Cajado, der u.a. mit Joëlle Léandre ein Album aufgenommen hat.
Das Quartett Flight Mode mit Tony Buck (Schlagzeug), John Edwards (Bass), Elisabeth Harnik (Piano) und Harri Sjöström (Saxofon) brachte Mitte letzten Jahres „Live in Berlin 2023“ heraus. Dieses Album war das Resultat einer ausgedehnten Europa-Tournee. Heuer waren Flight Mode nun auch auf der Bühne der Jazzgalerie Nickelsdorf zu erleben.
Ein weiteres erstes Mal: Das Konzert des österreichischen Elektronikmusikers Fennesz mit dem Pariser Perkussionisten Lê Quan Ninh, dem Mitbegründer des auf Neue Musik spezialisierten, interdisziplinären Performance-Projekts ensemble]h[iatus.
Superluft wurde vom Trio zum Quintett: Posaunistin Anke Lucks und Saxofonistin Almut Schlichting gründeten 2022 mit dem Stimmkünstler Christian Reiner diese Gruppe. Ein Jahr später stieß der Schlagzeuger Christian Marien dazu und für den Konfrontationen-Auftritt spielten sie mit der Bass-Klarinettistin Susanna Gartmayr.
Den ersten Teil der Konzert-Aufnahmen von den 45. Konfrontationen präsentierten wir in Ö1 „Supernova“ am Sonntag, 31. August, mit u.a. Pat Thomas’ Quartett Ahmed und der Premiere des Ensembles Isabelle Duthoit, Steve Heather und Andy Moor. Gestaltung: Heinrich Deisl