Mord vor Ort. Foto: Hufner
Mord vor Ort. Foto: Martin Hufner

Die Jazz&Zeugs-Radiowoche vom 06.04.26 bis 12.04.26

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:



Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 06.04.2026


17:10:00 +++ Ö1
Randy Weston: Zwischen Brooklyn und Marrakesch

Randy Weston, eigentlich Randolph E. Weston, war ein US-amerikanischer Pianist, Komponist und musikalischer Visionär. Am 9. April 1926 wurde der bedeutende Brückenbauer zwischen Afrika und den USA in Brooklyn geboren und feiert heuer seinen 100. Geburtstag. Seine musikalischen Ursprünge sind im Rhythm & Blues zu verorten, wobei der Einfluss von Thelonious Monk ebenfalls entscheidend für seinen musikalischen Werdegang war.

Kompositionen wie „Hi-Fly“ – eine Anspielung auf seine Körpergröße von 2,03 Meter – „Little Niles“ oder „Under Blunder“ trugen maßgeblich zu seiner internationalen Bekanntheit bei. In den 1960er Jahren unternahm er mehrere Reisen nach Afrika, vertiefte seine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen afrikanischen Musiktraditionen und lebte ab 1968 für einige Jahre in Marokko, wo er die Musik der „Gnawa“ studierte. Das Album „Highlife“, in dem er westafrikanische Traditionen aufgriff, oder „African Cookbook“ mit dem Track „Marrakech Blues“ erinnern an diese für ihn bedeutsame Zeit.

Die „Spielräume Spezial“ mit einem Portrait über Randy Weston und seine musikalische Entwicklung von Brooklyn bis Marrakesch.

19:41– 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!

Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotlight: Allrounder mit Profil – Manfred Schoof zum 90. Geburtstag

Von Jörg Heyd. Kaum ein anderer hat diese Bandbreite: Manfred Schoof machte Zwölftonmusik mit Bernd Alois Zimmermann und Zwei-Ton-Musik für die Sendung mit der Maus; er spielte Big Band Jazz, improvisierte frei und brachte ein Gefühl für Melodie und Schönheit in den emanzipierten Jazz zurück – alles mit unverwechselbar persönlichem Sound, zu hören auf Meilenstein-Alben wie „Voices“ und „Horizons“. Daneben hat der Trompeter für’s Fernsehen komponiert und den Jazzstudiengang an der Kölner Musikhochschule geprägt. Am 6. April wird Manfred Schoof 90 – eine Sendung mit Highlights seiner eindrucksvollen Karriere.

22:05:00 +++ Ö1
Jet Lag All Stars Radio Show

23:03:00 +++ Ö1
Amerikas frühe Klangexperimente

Zeitgenössische Musik verstehen: Dietmar Hellmich erhellt zentrale und dezentrale Werke der Musikgeschichte. Diesmal zum Thema: Die amerikanischen „Ultramodernisten“

Dietmar Hellmich, Komponist und Musikwissenschaftler aus Wien, beleuchtet für „Soundart: Zeit-Ton“ im Kamingespräch mit Rainer Elstner zentrale und dezentrale Werke der Musikgeschichte.

Was verbinden wir mit „amerikanischer Musik“? Musik aus den U.S.A. wurde erst im 20. Jahrhundert bei uns prominent. Für die typische Hollywood-Musik, an die wir vielleicht zuerst denken, spielten österreichische Emigranten eine zentrale Rolle. Der „Appalachian Spring“ Aaron Coplands ist vom französischen Neoklassizismus Igor Strawinskys geprägt. In Paris lernten bedeutende amerikanische Komponisten bei Nadja Boulanger.

Sucht man nach einer weniger europäisch geprägten amerikanischen Musik, wird man bei der Afro-Amerikanerin Florence Price fündig, die einen „Juba Dance“ in ihre 1. Sinfonie integrierte, vor allem aber bei einer Gruppe von Komponisten und Komponistinnen, die das selbstreferenzielle System der europäischen Tradition von außen betrachteten und sich in ihrer Experimentierfreude nicht bremsen ließen: Charles Ives verarbeitete die Idee seines Vaters, Blaskapellen mit unterschiedlicher Musik simultan spazieren zu lassen.

Henry Cowell „erfand“ den Cluster, der entsteht, wenn man mit der Faust oder dem Unterarm Klavier spielt. Leo Ornstein und Dane Rudhyar verfeinerten diese klanglichen Erforschungen am Klavier auf jeweils persönliche Weise. Edgar Varèse widmete sich der Transformation von Klangmassen in lauten Besetzungen. Ruth Crawford entzündete ein Feuerwerk in ihrem Streichquartett und erlangte damit neben ihren männlichen Kollegen Klassiker-Status des „ultra-modernen“ Komponierens. Zeichen davon ist die Widmung seiner „Diaphonic Toccata“ des kanadischen Nachkriegs-Komponisten James Tenney an Ruth Crawford, die sich in den 30er-Jahren von ihrem experimentellen Stil abwandte und als vierfache Mutter Volksmusikbearbeitungen für kleine Kinder erstellte. Gestaltung: Dietmar Hellmich, Redaktion: Rainer Elstner


di – 07.04.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

23:03:00 +++ Ö1
„Unjust Malaise“ von Julius Eastman – Afroamerikanische Minimal Music. Die schillernden Welten des Julius Eastman.

„Unjust Malaise“, also in etwa: Ungerechte Not: Ein treffender Titel für ein Album, das 2005 auf drei CDs zum ersten und bisher einzigen Mal die Hauptwerke von Julius Eastman versammelt, bei denen er selbst beteiligt war. Eastman (1940-1990) ist der vielleicht unbekannteste Künstler der Minimal Music, und dabei arbeitete er mit Größen wie Morton Feldman und war für einen Grammy nominiert. Der afroamerikanische, offen schwule Komponist, Pianist und Sänger, der auch Teil der experimentellen Pop-Szene New Yorks war, und seine kraftvolle, ebenso sarkastische wie minutiös durchgearbeitete Musik werden seit einigen Jahren wiederentdeckt. Eine Spurensuche.

1968 kam Julius Eastman an die State University Of New York, wo er Teil einer Gruppe von Kunstschaffenden um Morton Feldman wurde. Kurz darauf arbeitete er mit Pauline Oliveros und war an Aufführungen von Werken von John Cage beteiligt. Eastman sang für Meredith Monk und eine von Pierre Boulez dirigierte Einspielung brachte ihm gar eine Grammy-Nominierung ein.

Doch ab den mittleren 1980er Jahren wurde sein Leben unstetig. Bei seiner Delogierung gingen große Teile seines Notenarchivs verloren, es folgten Jahre der Obdachlosigkeit und er starb praktisch unbemerkt.

Eastman war einer der ersten Schwarzen überhaupt in der Minimal Music. Flamboyant und konfrontativ ging es ihm darum, seine „Unsichtbarkeit“ sichtbar zu machen und er reflektierte dies in Stücken wie „Evil Nigger“ oder „Gay Guerilla“.

Seit einigen Jahren findet eine Wiederentdeckung von Julius Eastman statt, etwa wenn es um die Diskussion um afroamerikanische Kreative in der klassischen und zeitgenössischen Musik geht.

In diesem Zeit-Ton hören wir in das Album „Unjust Malaise“ mit bisher kaum gespielten Stücken wie das repetitive „Stay On It“, einem der ersten Werke Eastmans von 1973, das Improvisation und Pop-Ästhetiken verbindet. Dann zwei Stücke, die Eastman auch dirigierte: ein Blechbläser-Orchester in „If You’re So Smart, Why Aren’t You Rich?“ (1979) und eine quasi Vorwegnahme von Techno mit „The Holy Presence of Joan d’Arc“ (1981) für ein zehnköpfiges Cello-Ensemble.

Zusammen mit den ausführlichen Linernotes des damals mit Eastman befreundeten Komponisten und „Village Voice“-Journalisten Kyle Gann ist „Unjust Malaise“ eine der wesentlichen Veröffentlichungen zu Julius Eastman. Gestaltung: Heinrich Deisl


mi – 08.04.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa

Mord vor Ort. Foto: Hufner
Mord vor Ort. Foto: Hufner

do – 09.04.2026


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Blues ’n’ Roots

Von Dagmar Fulle. In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm ’n’ Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur).

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: „Ich lausche den Klängen der Welt um mich herum“ – Im Gespräch mit der ukrainischen Komponistin Anna Korsun

Ein Stück Zuhause in Tönen – „Terricone“ heißt das neueste Orchesterstück von Anna Korsun und es ist eine Hommage an die Berghalden der Kohlekraftwerke im Donbass. Den Osten der Ukraine hat die Komponistin vor Jahren verlassen, um in Kiew und München zu studieren, heute lebt sie mit ihrem russischstämmigen Ehemann in Deutschland. Sie komponiert für unterschiedliche Besetzungen, von Solo bis Orchester, einschließlich akustischer Instrumente, Stimme, Elektronik und Klangobjekte, und erarbeitet Projekte zwischen Theater, Choreografie, Videokunst und Literatur. Dabei liegt ihr Hauptinteresse in der reinen Abstraktheit der musikalischen Kunst, ohne konkrete Narrative, damit sich alternative Dimensionen für das Publikum entfalten können. Bei den wichtigsten europäischen Festivals für zeitgenössische Musik ist Anna Korsun zu Gast. Ihre Stücke werden von professionellen Musiker:innen sowie auch von Amateur:innen und Menschen ohne musikalische Ausbildung aufgeführt. Der Krieg, der gegen ihr Land geführt wird, hinterlässt mittlerweile deutliche Spuren im Schaffen der Ukrainerin. Darüber hinaus setzt sich Anna Korsun aktuell kompositorisch mit der Ressourcenverschwendung auseinander. Julia Schölzel spricht mit der Komponistin über nichtheilende Verwundungen, die persönliche Verantwortung für den Klimaschutz und die unstillbare Sehnsucht nach Klangsinnlichkeit. Eine Sendung von Julia Schölzel (Wdh. vom 2. Mai 2023)


fr – 10.04.2026


14:05:00 +++ Ö1
Pianist Antoni Donchev, Schlagzeuger Hristo Yotsov und Kontrabassist Peter Slavov 2024 in Sozopol, Bulgarien

Mitte der achtziger Jahre schlossen sich zwei zentrale Stimmen der bulgarischen Jazzszene zu einem Duo zusammen, das bald weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wurde: Pianist Antoni Donchev und Schlagzeuger Hristo Yotsov. Unter dem Namen Acoustic Version entwickelten sie früh eine musikalische Handschrift, die international Resonanz fand.

Mit den Jahren wuchs das Netzwerk rund um das Tandem: Donchev und Yotsov arbeiteten mit zahlreichen renommierten Kolleginnen und Kollegen, u. a. mit dem US-amerikanischen Trompeter Tom Harrell, dem schottischen Saxofonisten Tommy Smith und dem bulgarischen Kaval-Spieler Theodosii Spassov. Kontrabassist Peter Slavov zählte in den 1990er Jahren für eine kurze Phase zur Gruppe. Nach der gemeinsamen Zeit führte ihn sein Weg an das Berklee College of Music in Boston. Jahre später kam es zu einer erneuten Begegnung der drei Musiker, so auch bei diesem Konzert am 3. September 2024 im Archäologischen Museum in Sozopol an der bulgarischen Schwarzmeerküste, im Rahmen des Apollonia Festival of Arts.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

22:01:00 +++ Ö1
Der jubilierende Reverend Al Green – 80 Jahre Al Green

Mit neun Jahren hat er, wie so viele afroamerikanische Musikerinnen und Musiker, seine Karriere in der Gospelgruppe seines Vaters begonnen. Al Green wird am 13. April 1946 in Forest City, Arkansas als Albert Greene geboren. Wie auch bei seinem Sangeskollegen Marvin Gaye ist Greens Leben geprägt von dem Konflikt zwischen säkularer und weltlicher Musik: Sowohl Gott als auch irdische Genüsse hat Al Green voller Hingabe gepriesen. Sein streng religiöser Vater wirft ihn als Teenager aus der Familienband, weil er ihn beim Hören des Soulpioniers Jackie Wilson erwischt. Wilson, Sam Cooke oder James Brown gehören zu Greens frühen Einflüssen. Der Produzent Willie Mitchell hilft ihm dann, seinen unverkennbaren eigenen Stil zu finden. Al Greens Aufnahmen auf dem Label „Hi Records“, Songs wie „Let´s stay together“ oder „Take me to the river“, gelten als unverzichtbarer Teil (nicht nur) des Soulkanons. Auch aufgrund persönlicher Tragödien unterbricht Al Green mehrmals seine Karriere im Soulgenre, arbeitet als Reverend in seiner eigenen Kirche und veröffentlicht ausschließlich religiöse Songs. Im Jänner des heurigen Jahres wurde die EP „To love somebody“ veröffentlicht, wo Al Green unter anderem den gleichnamigen Klassiker der Bee Gees interpretiert. Die Spielräume Nachtausgabe würdigt einen der großen Stilisten der afroamerikanischen Musik. Gestaltung: Klaus Wienerroither


sa – 11.04.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung). 80 Jahre Al Green

14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
KlassikPlus – Musikfeature: „Pumpernickel und Sachertorte“ – Zum 300. Geburtstag von Charles Burney

Am Montag, den 24. Juli 1772 bestieg Dr. Charles Burney in München das Ordinari-Floß nach Wien. Der englische Musikgelehrte war unterwegs quer durch Europa, um in den Bibliotheken Quellen für seine mehrbändige Musikgeschichte zu studieren und um über den „Zustand der Musik“ zu berichten. Während dieser Reise traf er die wichtigsten musikalischen Repräsentanten des ausgehenden Barocks und der beginnenden Klassik. Auf der Floßfahrt rekapituliert er seine Reiseerlebnisse. Bei schimmligem Pumpernickel und Wein erzählt er von seinen Begegnungen mit Mozart, Farinelli, Hasse und Gluck. Als er nach sieben Tagen erschöpft in Wien ankommt, ist im „Goldenen Ochsen“ zumindest für sein leibliches Wohl wieder gesorgt. Eine Sendung von Andreas Pehl (Wdh. vom 12. April 2014)

18:20 – 19:00 UHR +++ SWR KULTUR
From Bebop to Nowtime – Die Geschichte der Rundfunk Bigbands (4/4)

Von Henry Altmann. Die Geschichte der deutschen Rundfunk-Bigbands ist der Weg aus dem Schatten der un-jazzigen Nazi-Zeit hinaus ins Licht, mit US-Swing in den Zwang des deutschen Unterhaltungsgeschäfts und von dort wieder in den international-zeitgenössischen Jazz. In dieser letzten Folge: Die verbliebenen vier deutschen Rundfunk-Bigbands sind heute so was wie die letzte Bastion aufwändiger Jazzproduktionen. Keine zusammengerufenen „Telephone Bands“, sondern etablierte öffentlich-rechtliche Klangkörper von Weltruf, die Woche für Woche neue, zeitgenössische Musik erarbeiten, aufnehmen und live präsentieren.

19:05 bis 20:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: Schräger Vogel und heiliger Bär: Tierische Klänge aus aller Welt

Ob als Gottheit verehrt oder seit Jahrtausenden gefürchtet – Tiere spielen in den meisten Kulturen dieser Erde eine ganz besondere Rolle. Zum Tag der Haustiere am 11. April begeben wir uns auf eine musikalische Safari: Wir tanzen mit riesigen Elefanten, falten tausend Kraniche in Japan, und im hohen Norden besingen wir mit den Samen die Kraft der Bären. Eine Sendung von Judith Rubatscher.

22:05:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen. Sowie die neue Vorab-Single „The Sun that in the East Does Rise“ aus dem im April 2026 in der Edition Ö1 erscheinenden Album „Life“ des Emiliano Sampaio Jazz Orchestra.

23:03:30 +++ Ö1
Anna Sophia Defant im Gespräch und mit ihrem Quartett s:e im ORF RadioKulturhaus

Die Pianistin, Improvisatorin, Sängerin und Komponistin Anna Sophia Defant stammt ursprünglich aus Saalfelden am Steinernen Meer im Salzburger Pinzgau. Seit ihrem Klavierstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien lebt und arbeitet sie in der österreichischen Hauptstadt, wo sie sich in den vergangenen Jahren dank ihrer stilistischen Vielfalt einen guten Namen erspielt hat. Anna Sophia Defant passt in keine Schublade, und das will sie auch nicht.

Ein musikalisch vielfarbiges Projekt ist Defants Quartett s:e, mit dem sie 2025 das gleichnamige Debütalbum beim Schweizer Label Unit Records vorlegte. Der Name s:e bezieht sich nach Anna Sophia Defant auf das Wort „See“, wie sie in einem Interview mit mica (music austria) erzählt und weiter: „Ein See vermittelt für mich eine gewisse – manchmal überraschend große – Tiefe und zugleich eine Geborgenheit, die unsere Musik für mich auch innehat.“

Im Rahmen der Reihe „5 Millionen Pesos“ für jungen Jazz in und aus Österreich begeisterte Anna Sophia Defant mit s:e – Defant (Klavier), Jakob Gnigler (Tenorsaxofon), Kenji Herbert (Gitarre) und Michael Prowaznik (Schlagzeuger) – am 20. März dieses Jahres im Studio 3 im ORF-RadioKulturhaus in Wien.

Marlene Schnedl präsentiert das Konzert und bittet Anna Sophia Defant zum Gespräch.


so – 12.04.2026


00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Anna Sophia Defant im Gespräch und mit ihrem Quartett s:e im ORF RadioKulturhaus

17:10:00 +++ Ö1
Zum 80. Geburtstag der italienischen Sängerin Caterina Caselli

Sie wurde 1966 über Nacht in ganz Italien zum Star. Beim „Festival Della Canzone Italiana“ in San Remo, dem deklarierten Vorbild für den Eurovision Song Contest, trat die 19jährige Caterina Caselli mit dem opulent arrangierten emanzipatorischen Titel „Nessuno mi può giudicare“ (Niemand darf mich verurteilen) vor ein soigniertes Publikum in Abendrobe und Smoking. Der Song avancierte in den Medien zur „Marseillaise der Beat-Generation“.

Caterina Caselli aus Sassuolo bei Modena, die am 10. April 2026 ihren 80. Geburtstag feiert, wurde zum Gesicht einer neuen Generation in Italien, die friedlich gegen Bevormundung und für Selbstbestimmung kämpfte. „Sono qui con voi“, Ich bin hier bei euch – dieses 1964 gesungene Versprechen an die junge Fangemeinde hielt sie ihre ganze Karriere hindurch ein. Ein frecher blonder Kurzhaarschnitt, der „casco d’oro“, wurde zu Casellis oft kopierten Markenzeichen.

Italien lag Mitte der 1960er Jahre im Beat-Fieber. Die gelobten Länder, aus denen viele Original-Songs stammten, waren Großbritannien und die USA. Caterina Caselli coverte die Rolling Stones, Neil Diamond oder Van Morrison, und mit ihrer nuancenreichen Stimme verlieh sie diesen Liedern eine authentische Prise Italianità. Bald wurden auch aufstrebende italienische Komponisten auf sie aufmerksam. Paolo Conte schrieb einen ihrer größten Erfolge.

19:32 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big-Time-Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!

Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Kollaborative Klanglandschaften – Die Saxofonistin Edith Steyer

Von Maxi Broecking. Klarinette mit Schraubenschlüssel? Saxofon mit Besteck? Edith Steyer erforscht die tonalen Möglichkeiten ihrer Instrumente durch Präparation mit Werkzeugen und Alltagsgegenständen. Sie mischt akustische Texturen mit erweiterten Spieltechniken und bearbeitet so ihren Sound während der Konzerte. Damit schafft sie komplexe Klanglandschaften – auch im Zusammenspiel mit Anderen.

23:03:00 +++ Ö1
Zeit-Ton Magazin – Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen

Jeden Sonntag präsentieren wir Ihnen in der ersten Zeit-Ton-Stunde ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und spannende Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marie-Theres Himmler

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