Seebrücke in Zingst. Foto: Hufner
Seebrücke in Zingst. Foto: Martin Hufner

Die kaumnochexistente Jazz-Radiowoche vom 01.12.2025 bis 07.12.2025

Die Übersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzt mit den tollen Sendungen zur Neuen Musik von BR-KLASSIK und Ö1.

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Aktuell bekommen wir Informationen von SWR Kultur, Ö1 und in Sachen Neue Musik von BR-KLASSIK und ebenfalls Ö1.

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Senderliste:


Internet:


  • Schweden: P2 sendet immer Dienstags von 21:00 bis 22:00 und Sonntags von 18:40 bis 20:00 ein Jazzkonzert
  • Ungarn: Bartok Radio sendet täglich von 23:00 bis 23:55 eine Jazzsendung

mo – 01.12.2025


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner.

19:30:00 +++ Ö1
Pianistin Francesca Tandoi und Trio bei den INNtönen 2025

Italien ist seit vielen Jahren bekannt für die große Anzahl an exzellenten Jazzpianisten und -pianistinnen, die es in erstaunlicher Konstanz hervorbringt. Eine der jüngsten in dieser Reihe ist die gebürtiger Römerin Francesca Tandoi, deren Hände am 20. Juli 2025 auf der Open-air-Bühne des INNtöne- Festivals am Buchmannhof im oberösterreichischen Diersbach über die Klaviatur wirbelten. Tandoi nennt nicht von ungefähr Oscar Peterson als wichtigen Einfluss – sowohl die technische Rasanz als der unwiderstehlich swingende Drive erinnern bei ihr an den 2007 verstorbenen kanadischen Großmeister des Jazzpianos. Wobei Tandoi auch für andere Töne gut ist: Gemeinsam mit ihrem bestens eingespielten Trio, in dem Bassist Stefano Senni und Schlagzeuger Giovanni Campanella als kongeniale Partner wirken, begeisterte sie das Publikum auch mit energievollen Eigenkompositionen und mit Stücken aus dem brasilianischen Song-Repertoire. Im Rahmen von „Overjoyed“ von Stevie Wonder ließ sich Tandoi zudem als Sängerin vernehmen. Ein frischer, dynamischer, mit viel Beifall aufgenommener Beitrag zum INNtöne-Programm 2025.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Spotligh. Der Sound der Helix – Bassist Sebastian Gramss

Von Odilo Clausnitzer. Die Beschäftigung mit dem sogenannten „Risset-Rhythmus“ hat dem Kölner Bassisten und Komponisten Sebastian Gramss eine faszinierende neue Welt eröffnet. Dabei erzeugt die Überlagerung mehrerer Rhythmen und Tempi die Illusion einer konstanten Beschleunigung. Mit gleich drei neuen Alben in Besetzungen von der Combo bis zur Großformation erforscht Gramss die Möglichkeiten dieses Strukturprinzips.

23:03:00 +++ Ö1
Kölner Pionierwerke der elektronischen Musik

Zeitgenössische Musik verstehen: Dietmar Hellmich erhellt zentrale und dezentrale Werke der Musikgeschichte. Diesmal: Kompositionen aus dem Studio für Elektronische Musik des WDR in Köln.

Das Studio für Elektronische Musik in Köln war seit den 1950er-Jahren berühmt berüchtigt für experimentelle Musik aus dem Lautsprecher, für “Radio Cologne Sound”, wie es Thomas Pynchon nannte. Tontechniker und Komponisten trafen im Studio zusammen, um ungehörte Klänge in stringente Konzeptionen zu zwingen, Freitags wurden Debatten geführt.

Zu den Komponisten, die jahrelang selbst im Studio Bänder klebten und mit den neuesten Gerätschaften Versuche anstellten, kamen Gäste mit zum Teil eher poetischem Zugang zur Technik – wobei der poetischste Titel der Track-List, “Morgenröte”, ironischerweise vom Techniker Heinz Schütz stammt, der, als Schöpfer eines Stücks zur Zeit der Studiogründung bekannt geworden, den Komponistenstatus stets von sich wies.

Im Detail betrachten wir das äußerst abstrakte Werk “Essay””(1957/58) von Gottfried Michael Koenig, das konsequenten Serialismus auf die Grundelemente des Klangs anwendet. Der Streifzug endet bei der ersten eingeladenen Komponistin, Younghi Pagh-Paan, die sich 1991 vom Studio Sternenklänge wünschte.  Gestaltung: Dietmar Hellmich, Redaktion: Rainer Elstner


di – 02.12.2025


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen.

23:03:00 +++ Ö1
„Nachhall“ von Ui-Kyung Lee

Das Siegerstück des 9. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb beim ORF musikprotokoll

Mit der Uraufführung des Preisträgerwerks des 9. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs des Landes Steiermark ging das ORF-musikprotokoll am 5. Oktober 2025 an der Kunstuniversität Graz zu Ende. Der junge südkoreanische Komponist Ui-Kyung Lee schrieb die Kammeroper „Nachhall“ auf ein Libretto von Jasmin Schädler mit viel Witz und Zitaten aus der Musikgeschichte.

Darin wird eine verlassene Wohnung zum Gedächtnisraum für das, was von einem Menschen bleibt. Ein Leichenfundortreiniger betritt diesen scheinbar toten Ort, unter dessen Oberfläche alles weiterlebt: Erinnerungen, Klänge, Fragmente einer Existenz. Der Raum offenbart immer neue Perspektiven. Figuren und Objekte tauchen auf wie aus den verborgenen Speichern eines Bewusstseins: grotesk, zärtlich, unheimlich. Zwischen Realität und Traum, zwischen dokumentarischer Präzision und surrealen Bruchstücken entwickelt sich die Reise des Protagonisten – eine langsame Identifikation mit dem Vergessenen und eine poetische Reflexion über das, was bleibt, wenn alles andere vergangen ist.

Claire Levacher dirigierte das Ensemble mit KUG-Gesangsstudierenden der Studienrichtungen Musiktheater und PPCM Vokal sowie KUG-Studierenden der Studienrichtung PPCM Instrumental. Mit Martin Simonovski, Fangyong Liang (Leichenfundortreiniger), Beatriz Gaudêncio Ramos, Gabriela Šipek (Frau K von der Bank B | Fliege 1),8 Mikayla Jensen-Large, Katie Richardson McCrea (Geist | ehemalige Liebhaberin) und Seung-Beom Lee (Postbote | Fliege 2).

Eine Teil-Wiedergabe der Kammeroper für verstärktes Ensemble, vier Sänger*innen und Elektronik „Nachhall“ von Ui-Kyung Lee. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


mi – 03.12.2025


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Ulla Pilz und Michael Neuhauser.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
ARD Jazz. Das Magazin

Von Niklas Wandt. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen!


do – 04.12.2025


17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
Blues’n’Roots

Von Dagmar Fulle. In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country.

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Horizonte: Die Komponistin und Pianistin Grete von Zieritz

Ein Porträt von Julia Schölzel

Seebrücke in Zingst. Foto: Hufner
Seebrücke in Zingst. Foto: Hufner

fr – 05.12.2025


14:05:00 +++ Ö1
Der österreichische und der bayerische Beitrag zum Euroradio Folk Festival 2025

Das Rudolstadt-Festival, allsommerlich veranstaltet in der gleichnamigen Stadt in Thüringen, hat sich als eines der wichtigsten europäischen Festivals für Folk-, Volks- und Rootsmusik jeglicher Art und aus aller Welt etabliert. Seit 2019 bietet es auch den Rahmen für das Euroradio Folk Festival, für welches europäische Radiostationen Künstlerinnen und Künstler entsenden.

Für Ö1 stand heuer am 4. Juli das Duo finkslinggs auf der Bühne der Rudolstädter Stadtkirche St. Andreas, zum Trio erweitert durch den steirischen Jodelspezialisten, Kontrabassisten und Nyckelharpa- Spieler Matthias Härtel. Evelyn Fink-Mennel (Gesang, Geige, Maultrommel) und Philipp Lingg (Gesang, Gitarre, Akkordeon) haben 2007 auf einer einmonatigen Indien-Tournee musikalisch zusammengefunden und sind seither unter dem Namen finkslinggs unterwegs, um mit Vorarlberger Volksmusik in erstaunlich großer stilistischer Bandbreite aufzuwarten.

Ergänzt wird diese Aufnahme durch Ausschnitte des Konzerts von Maxjoseph, einem Quartett, das zwei Tage später als Beitrag des Bayerischen Rundfunks in der Stadtkirche spielte. Nathanael Turban (Geige), Georg Unterholzner (Gitarre), Andreas Winkler (Steirische Harmonika) und Florian Mayrhofer (Tuba) verwirklichen frische Ideen von Volksmusik, verbinden sie in kammermusikalischer Manier mit Jazzharmonien und pulsierenden Rhythmen und vermischen so behutsam Vertrautes mit Neuem.

17:30:00 +++ Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.

19:30:00 +++ Ö1
Die vielen Saiten von Nina und Werner Feldgrill Live aus dem RadioCafe

Die Bassistin Nina Feldgrill hat sich in kürzester Zeit einen Namen in der österreichischen Jazzszene gemacht. 2024 hat sie das Ö1 Jazzstipendium gewonnen, es ermöglicht das Studium an der Jam Music Lab-Privatuniversität in Wien und eine CD-Produktion: In der Reihe „Jazz Cats of Tomorrow“ ist bei Quinton Records ihr erstes Soloalbum erschienen. Nina Feldgrill spielt darauf in verschiedenen Formationen, so mit ihrem Quartett River, und unter anderem auch mit dem Bassisten Werner Feldgrill – ihrem Vater.

Feldgrill senior ist seit Langem Teil des heimischen Musiklebens, als Bassist im Vienna Art Orchestra oder bei Marianne Mendt, Paper Moon, Falco, Harri Stojka, Herwig Gradischnig, Tini Kainrath.

Am Anfang der väterlich-töchterlichen musikalischen Beziehung steht gemeinsames Musikhören: Earth, Wind and Fire, Al Jarreau – und Jaco Pastorius, der Bassist und Bandkollege Joe Zawinuls bei Weather Report, bis heute eine Inspiration für Nina Feldgrill. Sie lernt zunächst Gitarre, wechselt dann zum anfangs vier-, später fünf-, schließlich sechssaitigen Bass – wie der Vater ihn spielt, der auch zum ersten Lehrer wird.

Inzwischen hat Nina Feldgrill als Komponistin und Interpretin eine eigene Formensprache abseits der Kategorien gefunden; der Jazzproduzent Jeff Levenson nennt sie eine „führende neue Stimme“.

Im gemeinsamen Spiel mit Keyboarder Erik Asatrian und im Gespräch mit Johann Kneihs klingen die vielen Saiten und Seiten von Vater Werner und Tochter Nina Feldgrill an.

21:20:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.

23:03:00 +++ Ö1
25 Jahre open music – Zeit-Ton Zeitreise mit Ute Pinter

Die Konzertreihe open music steht für open ears und das in vielerlei Hinsicht: Präsentiert wird aktuelle Musik jenseits strikter Trennung in E und U, komponierte und improvisierte Musik, Neue Musik und (Post)Avantgarde, Hoch-, Sub- und Populärkultur samt interdisziplinären Projekten an den unterschiedlichsten Orten in Graz, daraus ergibt sich eine Vielfalt an Projekten – bis zu 20 sind es jährlich – die auch immer ein Hörbild der Gegenwart sind.

Gegründet in den 1990er Jahren von Wim van Zutphen, übernommen von Wolfgang Hattinger, ist nunmehr seit 2000 Ute Pinter Organisatorin, Kuratorin und treibende Kraft hinter der Konzertreihe, die seit Herbst 2022 als Verein „open music. Verein zur Förderung aktueller Musik und Kunst“ geführt wird. Zudem ist Ute Pinter Generalsekretärin der „impuls academy“ und dem dazugehörigen „impuls festival“ in Graz: junge Musiker:innen und Komponist:innen aus der ganzen Welt setzen sich intensiv mit zeitgenössischer Musik in Theorie und Praxis auseinander.

In der heutigen Zeit-Ton Zeitreise rekapitulieren wir gemeinsam mit Ute Pinter die vergangenen 25 Jahre. Wie haben sich die Musikszenen in den Jahren verändert, entwickelt? Welche musikalischen Meilensteine gab es in den vergangenen Jahrzehnten und welche Netzwerke wurden innerhalb der Künste aufgebaut? Was treibt die zeitgenössische Musik heute an, im Vergleich zu vor 25 Jaren? Gestaltung: Marlene Schnedl


sa – 06.12.2025


09:05 – 10:00 UHR +++ SWR KULTUR
Musikstunde. Jazz global: Zithern im Jazzrausch

Von Babette Michel. Zithern bereichern den Jazz mit neuen Impulsen. Die Valiha, das prominenteste Musikinstrument Madagaskars, hat den Pianisten Omar Sosa auf einer Ostafrika-Reise beeindruckt. Mit dem Valiha-Meister Rajery hat er deshalb Duo-Stücke eingespielt. Auch orientalische Zithern sind im Jazz zu finden, wie die arabische Qanun des palästinensischen Musikers Firas Zreik und die persische Santur von Kioomars Musayyebi. Silke Eberhards Potsa Lotsa XL sowie das Duo Dal:um nutzen koreanische Zithern. Und auch die lettische Kokle, die finnische Kantele und die estnische Kannel öffnen Improvisationsräume.

14:05 bis 15:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Das Musikfeature: „was uns anrührt, dich und mich“ – Rainer Maria Rilke und die Musik der Worte

Das „Liebes-Lied“ ist eines der berühmtesten Gedichte von Rainer Maria Rilke. „Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht“, heißt es dort. Sprache und Musik: Bei Rilke fließen beide klanglichen Ausdrucksweisen ineinander. Ist es die Musik seiner Sprache oder eine Sprache der Musik, die eine schier unendliche Quelle für Musik oder Gesang zu Rilkes Texten war und ist? Dabei hatte der Dichter selbst ein ambivalentes Verhältnis zu Vertonungen seiner Lyrik. „Darf eigentlich jeder Komponist alles Gedicht, was ihm gerade passt, nehmen und in seinen Musikkonserven einlegen?“, empörte er sich bei seinem Verleger Anton Kippenberg. Musik als bloße Zutat zum Gedicht, darum geht es dem Cellisten und Komponisten Michael Denhoff allerdings nicht. Seit über 50 Jahren beschäftigt er sich musikalisch mit Rilkes Texten: „Der Anstoß, der von diesen wohlgewählten Worten ausging, hat mich animiert.“ Es ist ein Impuls, der bis heute immer wieder neu auch junge internationale Musikerinnen ergreift – eine poetische Schwingung, die über Generationen hinweg zu Klängen inspiriert. Eine Sendung von Bettina Mittelstraß

18:20 –19:00 UHR +++ SWR KULTUR
Jazz: Jazz Montez – Frischer Wind in der Frankfurter Jazz-Szene

Von Julian Camargo. Seit 2016 schafft es der Frankfurter Verein Jazz Montez, mit Jazz und jazzbeeinflusster Musik ein außer-gewöhnlich junges Publikum zu erreichen. Durch Veranstaltungen im Kunstverein Familie Montez, der Open-Air-Reihe Holidays im Hafenpark oder dem EL BARRIO-Festival am Museum für Angewandte Kunst, fördert der Verein auch bewusst junge, regionale Bands und veröffentlicht sie teilweise auch auf dem hauseigenen Label. Die vielfältigen Aktionen rund um Gründer Lorenzo Dolce werden mehr und mehr zu einer Säule der Jazzszene des Rhein-Main-Gebiets und erreichen auch bundesweit Aufmerksamkeit.

22:05:00 +++ Ö1
Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

Konzertempfehlungen für die kommende Woche, Buchbesprechungen, Kurznachrufe und aktuelle Meldungen.

23:03:30 +++ Ö1
Jazzjournalist Ljubiša Tošic im Gespräch, Pianist Antonio Faraò und sein Trio im November 2025 im Jazzhuus Lustenau

In der Ö1 Jazznacht-Reihe „Kennerinnen und Komplizen – Jazzmenschen im Gespräch“ ist heute mit Ljubiša Tošic einer der längstdienenden Jazzjournalisten Österreichs zu Gast im Studio. Tošic, in Belgrad geboren, in Prag und Wien aufgewachsen, studierte Jazzgitarre (am damaligen Konservatorium der Stadt Wien, heute MUK) und Musikwissenschaft (an der Universität Wien) und bekleidete anschließend von 1990 bis zu seiner Pensionierung am 1. November 2025 die Position des Musikredakteurs für Klassik und Jazz bei der Tageszeitung Der Standard. Mit Andreas Felber plaudert Ljubiša Tošic über die sich verändernden Bedingungen für jazzjournalistische Arbeit im Laufe der Jahrzehnte und warum es in diesem Metier kaum Nachwuchs gibt. Dazu bringt er eine persönliche Auswahl von Lieblingsmusik aus Jazzgeschichte und -gegenwart mit.

Weiters präsentiert Andreas Felber das Konzert des italienischen Pianisten Antonio Faraò und seines Trios mit Bassist Piero Orsini und Schlagzeuger Max Furian, aufgenommen am 14. November 2025 im Jazzhuus in Lustenau, veranstaltet vom Jazzclub Lustenau im Rahmen der Konzertreihe zum bemerkenswerten 50-jährigen Gründungsjubiläum.

Außerdem: Jazzige Songs von Sänger (und Stepptänzer!) Sammy Davis Jr., der am 8. Dezember 2025 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.


so – 07.12.2025


00:03 – 00:60 UHR +++ SWR-KULTUR
ARD Jazz. Die Nacht: Ganz nah dran – Best of Birdland

Von Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel. Seit 1958 gibt es in Neuburg an der Donau den Birdland Jazzclub und seit 1991 ist er im Gewölbekeller der ehemaligen Neuburger Hofapotheke zuhause. Heute senden wir Highlights vom 15. Birdland Radio Jazz Festival, unter anderem mit Musik von den Pianistinnen Kris Davis und Gee Hye Lee, Bassistin Lisa Wulff, Sängerin Camille Bertault, Schlagzeuger Jens Düppe und Gitarrist Lage Lund. In den ersten zwei Stunden dieser langen Jazznacht wird der Schlagzeuger Wolfgang Haffner gefeiert. Am 7. Dezember wird dieser prägende und einflussreiche fränkische Schlagzeuger 60 Jahre alt.

00:05:00 +++ Ö1
(Fortsetzung); Jazzjournalist Ljubiša Tošic im Gespräch, Pianist Antonio Faraò und sein Trio im November 2025 im Jazzhuus Lustenau

17:10:00 +++ Ö1
16 Lieder für 16 Tage gegen Gewalt

Zwischen dem 25.11. und dem 10. Dezember macht die Welt aufmerksam auf Gewalt gegen Frauen. Der 25. November 1960 ist der Tag der Ermordung der drei Schwestern Mirabal, vom militärischen Geheimdienst in der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter getötet. Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Kolumbien im Jahr 1981 riefen die Teilnehmerinnen dieses Todesdatum zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt. Das Ende dieser Periode ist der internationale Tag der Menschenrechte, bereits 1948 erstmals von den Vereinten Nationen begangen. Jede Gedenkperiode steht unter einem Motto. Heuer ist das Thema: „Gemeinsam gegen digitale Gewalt gegen alle Frauen und Mädchen“.

Violence Against Women in the Work of Women Artists – Janice Lieberman

19:05:00 +++ Ö1
Violinist Johannes Fleischmann und Pianist Philipp Scheucher im Studio 2 des Wiener RadioKulturhauses

Eine Live-Aufnahme aus dem Studio 2 des RadioKulturhauses voller kantabler Linien, virtuoser Kanten und historischer Bezüge – mit dem Geiger Johannes Fleischmann und dem Pianisten Philipp Scheucher. Das Programm spannt einen Bogen von romantischer Freundschaftskunst bis zur pointillistischen Moderne und endet mit Manuel Ponces „Estrellita“ in der legendären Bearbeitung von Jascha Heifetz – in bester Zugabentradition.

Im Zentrum steht ein Gruß an den Geiger Joseph Joachim: das Allegro aus der „F.A.E.-Sonate“, jener berühmten Gemeinschaftskomposition, die Albert Dietrich, Robert Schumann und Johannes Brahms „in Erwartung der Ankunft des verehrten und geliebten Freundes“ schufen, wie es im Titel des Manuskripts heißt. Das Motto „F.A.E.“ ist die Abkürzung für „Frei, aber einsam“, Joseph Joachims persönliches Motto in jener Zeit.

19:46 – 20:00 UHR +++ SWR KULTUR
Big Time Jazz. Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen!

Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

22:03 – 23:00 UHR +++ SWR KULTUR
NOWJazz: Sonic Wilderness

Von Niklas Wandt. Diese Reihe unternimmt Expeditionen in Randgebiete und Zwischenwelten des Jazz: Improv, Electronica, Klangkunst, Noise, Ambient oder Rock – hier kommen Neuveröffentlichungen und Entdeckungen zu Gehör, die sonst on air kaum zu haben sind. Abenteuerliche Klänge für abenteuerlustige Ohren.

23:03 bis 00:00 Uhr +++ BR-KLASSIK
Musik der Welt: „Der Schrei nach Zucker“ – Zum 100. Geburtstag der Salsa-Sängerin Celia Cruz

Sie verkörperte den Rhythmus der Karibik, inszenierte sich auf der Bühne in extravaganten Outfits mit hoch aufgetürmten Perücken-Frisuren und trug ein Stück Kuba in die Welt. Celia Cruz wurde in einfachen Verhältnissen in Havanna geboren, hatte erste Erfolge in den Cabarets der kubanischen Hauptstadt und sang mit der legendären Gruppe „La Sonora Matancera“ die traditionellen Rumbas, Boleros oder Guarachas ihres Heimatlandes. Nach der Machtübernahme Fidel Castros emigrierte sie in die USA, wo sie zur „Queen of Salsa“ aufstieg und zur Ikone wurde. Nach Kuba kam sie nur noch ein einziges Mal zurück. Ihr Markenzeichen war der Ausruf „Azúcar“, mit dem sie ihr Publikum anheizte, und hinter diesem Schrei nach Zucker steckt eine ganz besondere Geschichte.

Am 21. Oktober wäre Celia Cruz hundert Jahre alt geworden. Eine Sendung von Florian Heurich

23:03:00 +++ Ö1
Im Liquid Center mit Elektro Guzzi

Die Live-Präsentation des neuen Albums „Liquid Center“ von Elektro Guzzi im ORF RadioKulturhaus

Techno, virtuos gespielt mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, – mit diesem einzigartigen musikalischen Konzept begeisterten Elektro Guzzi, das Trio von Bernhard Hammer, Jakob Schneidewind und Bernhard Breuer, Anfang der 2000er Jahre das Publikum dies- und jenseits der österreichischen Landesgrenze. Im Laufe der Jahre haben Elektro Guzzi ihr musikalisches Spektrum sukzessive erweitert, immer mehr Effektgeräte und auch Synthesizer kamen hinzu und es gab mehrere Kooperationen, etwa mit Yoruba Percussion, den Posaunisten Hilary Jeffery, Daniel Riegler and Martin Ptak und Ingrid Schmoliner.

Und auch die Musik auf dem neuen Album „Liquid Center“ ist geprägt von Experimentierfreudigkeit und Forschungsdrang. Bernhard Hammer, Jakob Schneidewind und Bernhard Breuer haben nach einem Weg gesucht, wie sie ihre „analoge Live-Energie“ in ein Klangbild übertragen können, „das sowohl die physische Präsenz einer Band im Raum als auch die kühle Abstraktion von Techno erlebbar macht“. Entstanden ist dabei eine Musik, die ausgesprochen warm wirkt und die gleichsam nach vorne treibt, wie in die Tiefe zieht; die voller überraschender Klangereignisse steckt und dabei trotzdem die pulsierende Kraft von elektronischer Club-Musik versprüht. Am 20. November haben Elektro Guzzi ihr neues Album „Liquid Center“ mit einem Konzert im ORF RadioKulturhaus präsentiert. Gestaltung: Susanna Niedermayr

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