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Jazzzeitung

2013/02  ::: seite 16

rezensionen

 

Inhalt 2013/02

Inhaltsverzeichnis

Sternlein STANDARDS

Editorial / break / Nachrichten aus der Jazzszene /Jazz-ABC: Charlie Ventura no chaser: Europa und der Jazz standards: Giant Steps farewell: Günther KlattLeo von Knobelsdorff

Sternlein TITELSTORY: <Mit Swing in die Zukunft
Das Parov Stelar-Projekt belebt die Clubszene

Sternlein GESCHICHTE -
New York – Kopenhagen – New York
Dextivity: Gedanken zum 90. Geburtstag des Saxophonisten Dexter Gordon (2)

Sternlein DOSSIER: It’s a man’s world
Instrumentalistinnen im frühen Jazz · Von Hans-Jürgen Schaal

Sternlein Berichte
Nachwort zur Ausstellung „ECM – Eine kulturelle Archäologie“ //50. Jazz it!-Konzert in Germering // Max von Mosch Orchestra im Leeren Beutel Regensburg // 8. Festival Women in Jazz // Billy Martin’s Wicked Knee & Mostly Other People Do The Killing beim Salzburger Jazzit

Sternlein Portraits / Jubilee
Efrat Alony// German Jazz Trophy 2013 für Lee Konitz //Youn Sun Nah // Fotograf Guy Le Querrec

Sternlein Jazz heute und Education
Abgehört: Ein singender Trompeter
Chet Bakers Scat-Solo über „Dancing On The Ceiling ...

Rezensionen und mehr im Inhaltsverzeichnis

Neue Noten

Andy Mayerl/Christian Wegscheider: Reihe „Jazz Club – Jazz spielend erlernen“, Edition DUX, Spiralbindung, incl. 2 CDs (73 bzw. 43 Min.), 19,90 Euro (Bandleader 21,80 Euro)

Dieser positiv mehrdeutige Titel darf wörtlich genommen werden im Sinne von „beim Spielen“ und zugleich „spielerisch“. Für alle, die einen Einstieg in den Jazz suchen. Stabile, ansprechende Ausgaben mit Spiralbindung vertragen oftmaliges Aufschlagen, Durchblättern, Durchspielen, Durchsuchen, Notieren. Ein übersichtliches, gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis hilft beim zielgerichteten Üben und Finden (Schwerpunkte der Reihe: Swing-Phrasierung, Tempo & Rhythmus, Improvisation mit der Blues-Tonleiter bzw. mit Akkordzerlegungen sowie Form, Effekte & Verzierungen). Die Track List hat sogar Seitenangaben – ein winziges Detail nur, aber in der Praxis so hilfreich. Der Anhang bietet u.a. optionale Soli – eine praktische Hilfestellung auf dem Weg zur eigenen Technik, zum eigenen Stil. Geeignet für leicht fortgeschrittene Musiker auf dem jeweiligen Instrument. Die Repertoirestücke sind überwiegend Eigenkompositionen, ergänzt durch Klassiker wie das „Pink Panther Theme“ oder „It don’t mean a thing“ sowie zahlreiche konkrete Übungen. Die Ausgaben der Reihe Jazz Club gibt es für elf Instrumente – sie können untereinander kombiniert und so den vorhandenen instrumentalen Gegebenheiten mühelos angepasst werden. Wer darüber hinaus instrumentenspezifisch weiterjazzen will, kann das im Selbststudium oder mit einem Instrumentallehrer vertiefen. In dieser Reihe sind erhältlich: Ausgaben für Querflöte, Klarinette, Altsax, Tenorsax, Trompete, Posaune, Gitarre, Violine, Klavier, Bass, Schlagzeug (ohne Workshop) sowie Bandleader. Incl. 2 CDs mit Vollversionen und Playalongs. Die treffen genau den Ton, der Lust auf mehr macht: eingängige Stücke mit packendem
Groove. Praktisch gedacht, praktisch gemacht – eine gute Einstiegshilfe in den Jazz und in den Ensemble-Gedanken. Mehr unter www.dux-verlag.de

Hans-Günther Kölz (Arr.): Edith Piaf, aus der Reihe „Akkordeon pur“, Holzschuh Verlag, 43 Seiten, 12 Euro

Kennen Sie Édith Giovanna Gassion? Müssen Sie nicht. Sie ist besser bekannt unter dem Namen Edith Piaf (1915 bis 1963). Acht ihrer bekanntesten Lieder gibt es nun in schönen Arrangements für Akkordeon mit Liedtexten (französisch) und Akkordangaben. Empfohlen für Fortgeschrittene. Die vorliegende Ausgabe überzeugt neben der Stückauswahl und Notenqualität auch durch den Verzicht auf Drumherum: nur Noten, sonst kein Füllmaterial. Die zwischen die Notenzeilen eingefügten Liedtexte wünscht man sich hin und wieder allerdings in etwas größerer Schrift. Das trübt aber nicht den Gesamteindruck. Insgesamt eine schöne Idee, Klassiker auf diese Art musikalisch wiederzubeleben. Piaf und ihr musikalisches Erbe haben das nicht nötig; aber es ist musikeditorisch hochinteressant, die vermeintlich bekannten Melodien in einem neuen instrumentalen Gewand zu präsentieren. Enthält die Lieder Hymne à l’amour, La foule, La vie en rose, L’homme à la moto, Milord, Non, je ne regrette rien, Padam ... Padam, Sous le ciel de Paris.

Bernd Willimek: „Flavours of Zanzibar“ für Big Band und Piano, Eigenverlag, Download, kostenfrei bzw. 10/25 Euro

Wenn Sie beim Hören des exotischen Namens „Zanzibar“ und der gleichnamigen Komposition in kürzester Zeit Assoziationen vor Ihrem inneren Auge haben, auch ohne je dort gewesen zu sein, dann geht es Ihnen umgekehrt wie dem Komponisten: Er wurde ursprünglich ganz real durch Bilder von Sansibar (ja, dem Teilstaat Tansanias im indischen Ozean) klanglich inspiriert und hat seine visuellen Eindrücke deshalb in diese Komposition gegossen. Allerdings steht hinter dem nun vorliegenden notierten Ergebnis ein Prozess von etwa zehn Jahren. Für den Hörer bedeutet das einen klanglich großformatigen Ausflug in eine melodische, gut hörbare Notenwelt im Big-Band-Sound mit schwerem Klavierpart. Zur Verfügbarkeit der Noten hat sich der Komponist Folgendes ausgedacht: Er bietet den ersten Satz, „Stone Town – St Joseph‘s Cathedral“ (Partitur und Einzelstimmen), zum kostenfreien Download auf seiner Internetseite www.willimek music.de an. Das gesamte Werk (Partitur in Spiralbindung und Einzelstimmen) mit den drei Sätzen „Stone Town – St. Joseph‘s Cathedral“, „Drums At Midnight“ und „Stroll On The Beach“ als Printversion gibt es zum Preis von 25 € (zzgl. Versandkostenanteil); alternativ auch das Notenmaterial des gesamten Werkes als Daten-CD zum Selbstausdrucken zum Preis von 10 € (zzgl. Versandkostenanteil). Alle drei Sätze können überdies kostenfrei als (momentan noch) gesampelte Version u u (wav-Dateien als Hörproben) ebenfalls von seiner Internetseite heruntergeladen werden. Kostenloser Download der Noten des ersten Satzes, Bezugsadresse für die gesamte Partitur und Einzelstimmen und für die Daten-CD zum Selbstausdrucken sowie weitere Informationen unter www.willimekmusic.de. Viel Vergnügen bei der Ohren-Reise durch die „Flavours of Zanzibar“!

Johan Nijs: Extreme Saxophone: 19 great Solos for the active Musician, Scherzando (über de Haske), 25 Seiten, ca. 14,99 Euro

Ein Heft, so kurz und knapp wie der Titel. Keine Akkordangaben, keine Begleitung: also echt Solo. Mittlerer Schwierigkeitsgrad. Pro Stück eine Seite (Ausnahme „Mountain Biking“). Johan Nijs hat hier 19 Stücke geschrieben, die vom Sport handeln, und zwar von besonderen Herausforderungen: er vertonte Aktivitäten wie Bungeejumping, Rafting, Skydiving und Vieles mehr. Mittendrin überrascht „Sailing“ mit einem 5/4-Takt. Tempo, Phrasierung und Dynamik sind grundsätzlich als Hilfestellung angegeben, können aber mit zunehmender solistischer Sicherheit selbst verfeinert werden. So liefert der Sport Impulse für melodische Jazz-Soli. Wer hätte das gedacht.

Monika Krämer

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