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Jazzzeitung
2013/02 ::: seite 12
kurz, aber wichtig
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Finalisten des BMW Welt Jazz Awards
An insgesamt sechs Sonntagsmatineen von Januar bis März 2013 präsentierte der BMW Welt Jazz Award im Doppelkegel der BMW Welt herausragende und ganz unterschiedliche Vertreter ihres Fachs.
Jetzt stehen die beiden Finalisten fest, die sich am 20. April 2013 im Auditorium der BMW Welt gegenüberstehen werden: Es sind das Daniel Erdmann-Samuel Rohrer Quartett und das Ari Hoenig Quartet.
Der BMW Welt Jazz Award ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden, von dem 10.000 der Erstplatzierte und 5.000 der Zweitplatzierte erhält
Karten gibt es in der BMW Welt und bei München Ticket unter 089-54 81 81 81 oder
www.muenchenticket.de
Paul Kuhn mit Berendt-Preis geehrt
Musiker können, wenn sie Geburtstag haben, nicht einfach feiern, sondern müssen in der Regel selbst spielen. Paul Kuhn, der am 12. März 85 Jahre alt geworden ist, hält es genau so und hat seine kleine März-April-Tournee darum eine Geburtstagstournee genannt. Und weil man so einen Geburtstag gern im größeren Kreise feiert, ist Kuhn nicht im Trio unterwegs, sondern mit einer großen Besetzung: Außer der Rhythmusgruppe (Tom Wohlert, Gitarre, Martin Gjakonovski, Bass, Willy Ketzer, Schlagzeug) ist eine fünfköpfige Bläser-Sektion dabei (Rüdiger Baldauf, Dusko Gojkovic, Trompete, Jiggs Whigham, Posaune, Gustl Mayer, Peter Weniger, Saxofon), die zwischendurch immer mal eine Ahnung von Bigband-Klang auf die Bühne bringt, sowie ein Streicher-Ensemble aus Mitgliedern des Filmorchesters Babelsberg. Und die vergleichsweise glamourös auftretende italienische Vokalistin Roberta Gambarini. Paul Kuhn ist ganz und gar ein Musiker der alten Schule. Weder war er je ein erstaunlicher Virtuose noch ein missverstandenes Avantgarde-Genie, das in die Untiefen des Entertainment geraten ist, sondern immer ein Musiker, der seinem Publikum etwas Gutes tun und sich dabei nicht schlecht fühlen wollte. Sein Klavier-Stil ist flüssiger, lakonisch-eleganter und andeutungsreich verknappter Swing, angereichert mit schönen harmonischen und nicht allzu ausfallenden rhythmischen Ideen. Dafür, dass und wie er das alles nun schon so lange tut, bekam er am 13. März in Baden-Baden den Joachim-Ernst-Berendt-Preis verliehen. H.L.
21. Django Reinhardt Memorial Augsburg
3. bis 5. Mai 2013
Im Parktheater Augsburg-Göggingen/
Kartentelefon: 0821/90 62 222
• Freitag, 3.5.2013: Django Deluxe
Costel Nitescu / David Reinhardt Quartet
• Samstag, 04.05.2013: Robin Nolan Trio
Evan Christopher‘s Django à la Créole
• Sonntag, 05.05.2013: Hot Club de Vienne
• Gypsy Jazz Gitarrenworkshop
Robin Nolan
• Fotoausstellung im Foyer
Hinrich Wulff: Django’s Guitar
• Internationale Gitarrenbauer stellen aus
Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis 2013
Am 12. März wurde der 5. Europäische Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis 2013 und der Solistenpreis vergeben. Am Samstag, den 16. März erhielt Gregory Porter den Impala Sales Award Double Silver der Independent Music Companies Association.
Auch das Jubiläums-Finale des 5. Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises wurde zu einem spannenden Ereignis. Das Burghauser Publikum unterstützte im bis auf den letzten Platz belegten Stadtsaal die fünf Finalisten Slavicon (Deutschland), Tilman Herpichböhms Jilman Zilman (Deutschland), das Laurent Derache Trio (Frankreich), Lorenz Heigenhubers Down By Lo (Frankreich/Deutschland) und das Matiss Cudars Quartet (Lettland, Belgien, Luxemburg) mit tosendem Applaus.
Der hochkarätigen Jury fiel die Entscheidung überaus schwer und erwählte schlussendlich das Quartet um den Gitarristen Martiss Cudars zum Gewinner des hochdotierten Preises (15.000EUR) und des Eröffnungskonzerts zur Internationalen Jazzwoche 2013 am heutigen Mittwoch – vor Cassandra Wilson.
Als Begründung nannte die Jury: „Diese Band versteht es, Geschichten zu erzählen, ihre Zuhörer mit jeder Note, mit jeder Pause zu fesseln. Eine perfekt ausbalancierte Einheit aus reiner Spielfreude und hoher Virtuosität. Ihre Stärke: die feine Abstimmung, die unzähligen Nuancen, die kommunikative Spielhaltung. Am Matiss Cudars Quartet kann man sich kaum satt hören.“
Der französische Akkordeonist Laurent Derache erhielt den nur bei herausragender Leistung vergebenen Solistenpreis von 1.000 EUR. Die Jury: „Akkordeon im Jazz hat sich verändert. Es ist aus dem Kontext der Folklore herausgetreten und hat sich zu einem ernst zu nehmenden Instrument der improvisierten Musik entwickelt. Laurent Derache ist einer dieser jungen Musiker, der das Akkordeon in neue Bereiche führt: rockig, eine Prise Funk, viel Kraft, eine Haltung, die mit großer Selbstverständlichkeit unerwartete Klangräume erschließt. Das hat Eigensinn, also Solist wie im eigenen Trio, und den nötigen Esprit, um dem Ernst ein Augenzwinkern hinzuzufügen.“
Damit nicht genug! Am Samstag, den 16.03. wird Gregory Porter im Rahmen seines Konzerts in der Wackerhalle mit dem Impala Sales Award Double Silver für über 40.000 verkaufte Alben in Europa geehrt. Vergeben von der Independent Music Companies Association und als Teil der drei Impala Awards dokumentiert der Impala Sales Award die europaweite
Anerkennung und
Hochachtung vor
Verkaufserfolgen der
unabhängigen
Musikindustrie.
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