{"id":5694,"date":"2015-03-12T14:28:37","date_gmt":"2015-03-12T13:28:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=5694"},"modified":"2015-03-12T14:33:04","modified_gmt":"2015-03-12T13:33:04","slug":"jazz-im-duesseldorfer-goethe-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2015\/03\/jazz-im-duesseldorfer-goethe-museum\/","title":{"rendered":"Jazz im D\u00fcsseldorfer Goethe-Museum"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_5695\" aria-describedby=\"caption-attachment-5695\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5695\" data-permalink=\"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2015\/03\/jazz-im-duesseldorfer-goethe-museum\/triosence05\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?fit=2767%2C1800&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2767,1800\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;6.3&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DMC-FZ50&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1193746340&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;25.2&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.04&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"triosence05\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Waren auch schon im Goethe-Museum zu Gast: Trioscene.&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?fit=840%2C546&amp;ssl=1\" class=\"size-thumbnail wp-image-5695\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"Waren auch schon im Goethe-Museum zu Gast: Trioscene.\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=144%2C144&amp;ssl=1 144w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=96%2C96&amp;ssl=1 96w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=24%2C24&amp;ssl=1 24w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=36%2C36&amp;ssl=1 36w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=48%2C48&amp;ssl=1 48w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=64%2C64&amp;ssl=1 64w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=32%2C32&amp;ssl=1 32w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?resize=128%2C128&amp;ssl=1 128w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/triosence05.jpg?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5695\" class=\"wp-caption-text\">Waren auch schon im Goethe-Museum zu Gast: Triosence.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Von Dietrich Schlegel &#8211; Eine erfolgreiche originelle Konzertreihe<\/p>\n<p>Das Goethe-Institut schickt viele, nicht zuletzt auch junge deutsche Jazzmusiker durch die ganze Welt. In \u00f6rtlich bescheidenerem Rahmen, aber weitaus intensiver mit dem Namen des Dichterf\u00fcrsten verbunden, pr\u00e4sentiert sich seit vergangenem Jahr eine Jazzkonzert-Reihe in D\u00fcsseldorf, in dem Mitte des 18. Jahrhunderts vom K\u00f6lner Kurf\u00fcrsten Karl Theodor errichteten Jagdschloss J\u00e4gerhof. In dessen prachtvollen R\u00e4umen befindet sich die umfangreichste private Goethe-Sammlung Deutschlands, eine Stiftung des Verlegerpaares Anton und Katharina Kippenberg. Barbara Steingie\u00dfer, angesehene Kultur- und Jazzjournalistin, \u00fcberdies promovierte Literaturwissenschaftlerin, hatte die Idee, in diesem von etablierter Kultur gepr\u00e4gten Ambiente zeitgen\u00f6ssischen Jazz erklingen zu lassen. Der Direktor des Goethe-Museums D\u00fcsseldorf, Prof. Dr. Christof Wingertszahn, war sofort begeistert. Seitdem machen Poster mit dem Schattenriss eines Saxophon spielenden Goethe \u2013 auch das eine Idee Steingie\u00dfers &#8211; auf die Jazzkonzerte im J\u00e4gerhof in der Jacobistra\u00dfe aufmerksam.<\/p>\n<p>Den viel versprechenden Auftakt im Mai des vergangenen Jahres bestritt der israelische, in D\u00fcsseldorf lebende Pianist Omer Klein, mit Haggai Cohen Milo (b) und Amir Bresler (dr). Im November folgte Triosence: Bernhard Sch\u00fcler (p), Ingo Senst (b) und Stephan Emig (dr). Am letzten Donnerstag dann schien der Beweis erbracht, dass sich \u201eJazz im Goethe-Museum\u201c als Konzertreihe etabliert hat. Der intime, ansonsten der Kammermusik vorbehaltene Saal im zweiten Stock des Schlosses war erneut bis auf den letzten Platz besetzt. Der wiederum enthusiastische Beifall des sichtbar Generationen umfassenden Publikums h\u00e4tte fast das erlesene Porzellan in den rechts und links in die W\u00e4nde eingelassenen Vitrinen erzittern lassen. Diesmal galten Aufmerksamkeit und Begeisterung dem schwedisch-kubanisch-deutsch besetzten, bereits dreimal mit JazzECHOS und drei Jazz Awards in Gold ausgezeichneten Tingvall Trio.<\/p>\n<p>Pianist Martin Tingvall, Schlagzeuger J\u00fcrgen Spiegel und Omar Rodriguez Calvo am Bass brannten ein wahres Feuerwerk ab, zumeist beginnend und endend mit filigranem Tasten- und Saitenspiel und sich dazwischen ergie\u00dfend in wahren Klangkaskaden, voller Energie und inspirierter Improvisation, doch letztlich geb\u00e4ndigt durch den kraftvoll antreibenden Spiegel am Drumset, und geb\u00fcndelt durch den nicht von ungef\u00e4hr mittig platzierten Bassisten Omar Calvo. Jener erhielt f\u00fcr seine h\u00e4ufigen Soli, auch die zarten gestrichenen, reichlich Sonderapplaus. Seit 2003 spielen die drei in Hamburg ans\u00e4ssigen Musiker zusammen, sind musikalisch aufs engste miteinander verkn\u00fcpft, ein Muster an integriertem und interaktivem Trio-Jazz, sich auf unz\u00e4hligen Konzerttournees, auch mit dem Goethe-Institut, immer wieder erneuernd, vor allem aber immer bewusst den Zuh\u00f6rern zugewandt. Davon zeugte nicht nur der Auftritt in D\u00fcsseldorf, sondern die 2013 herausgekommene Live-CD \u201eTingvall Trio in Concert\u201c, mit der die bisher f\u00fcnf im Studio aufgenommenen Platten sinnvoll erg\u00e4nzt werden, auch die neueste \u201eBeat\u201c, von der einige Titel in D\u00fcsseldorf vorgestellt wurden (alle CDs bei Skip records).<\/p>\n<p>Mit den jetzt schon zum Stammpublikum gewordenen Zuh\u00f6rern ist Barbara Steingie\u00dfer, der die k\u00fcnstlerische Leitung der Konzertreihe obliegt, sehr gespannt, wie sich nach drei Klaviertrios beim n\u00e4chsten, dem vierten Konzert Saxophon und Trompete klanglich in die Akustik des intimen barocken Konzertsaals einf\u00fcgen werden. Am 5. Juli treten n\u00e4mlich die \u201eEchoes of Swing\u201c auf. Der Geheime Rat aus Weimar, ein Musikliebhaber und \u2013kenner, empfand keine Scheu vor neuen T\u00f6nen, was sich vielfach belegen l\u00e4sst. In ihrer Begr\u00fc\u00dfung hatte die Goethe-Kennerin Steingie\u00dfer ihn mit dem Vers zitiert: \u201eIm Zimmer wie im hohen Saal, \/ H\u00f6rt man sich nimmer satt, \/ Und man erf\u00e4hrt zum erstenmal, \/ Warum man Ohren hat.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Dietrich Schlegel &#8211; Eine erfolgreiche originelle Konzertreihe Das Goethe-Institut schickt viele, nicht zuletzt auch junge deutsche Jazzmusiker durch die ganze Welt. In \u00f6rtlich bescheidenerem Rahmen, aber weitaus intensiver mit dem Namen des Dichterf\u00fcrsten verbunden, pr\u00e4sentiert sich seit vergangenem Jahr eine Jazzkonzert-Reihe in D\u00fcsseldorf, in dem Mitte des 18. Jahrhunderts vom K\u00f6lner Kurf\u00fcrsten Karl Theodor errichteten Jagdschloss J\u00e4gerhof. In dessen prachtvollen R\u00e4umen befindet sich die umfangreichste private Goethe-Sammlung Deutschlands, eine Stiftung des Verlegerpaares Anton und Katharina Kippenberg. 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