{"id":5583,"date":"2015-02-24T11:33:28","date_gmt":"2015-02-24T10:33:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=5583"},"modified":"2015-02-24T11:34:02","modified_gmt":"2015-02-24T10:34:02","slug":"farewell-clark-terry","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2015\/02\/farewell-clark-terry\/","title":{"rendered":"Farewell Clark Terry"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"5584\" data-permalink=\"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2015\/02\/farewell-clark-terry\/4-2-3\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?fit=283%2C407&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"283,407\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;4.2.3&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"4.2.3\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?fit=283%2C407&amp;ssl=1\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-5584\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"4.2.3\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=144%2C144&amp;ssl=1 144w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=96%2C96&amp;ssl=1 96w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=24%2C24&amp;ssl=1 24w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=36%2C36&amp;ssl=1 36w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=48%2C48&amp;ssl=1 48w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=64%2C64&amp;ssl=1 64w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=32%2C32&amp;ssl=1 32w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/terrry1.jpg?resize=128%2C128&amp;ssl=1 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Aus gegebenem Anlass aus unserem Archiv hervorgeholt: ein Portrait von Reinhard K\u00f6chl aus der JazzZeitung September 1998<\/strong> &#8211; <span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Was Clark Terry bei Duke, Basie und den anderen lernte, reicht er bedingungslos an eine neue Generation von Musikern\/H\u00f6rern weiter. Ausgerechnet der &#8222;Spiegel&#8220; mit seinem stets wie eine Leuchtreklame vor sich hergetragenen Anspruch von Kultur als bierernster Angelegenheit legte vor gut zwei Jahren den Finger in die Wunde. Warum das Publikum heute nur mehr ver\u00e4chtlich die Nase r\u00fcmpfe, wenn ein Jazzmusiker in seine Show gepflegte Unterhaltungselemente einstreue, fragte Peter B\u00f6lke, der letzte wirkliche Jazzfan in den Redaktionsstuben des Hamburger Nachrichtenmagazins. Vor allem bei Farbigen sei dies krass. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Kaum bet\u00e4tige sich n\u00e4mlich einer von ihnen als Anekdotenerz\u00e4hler oder Grimassenschneider, w\u00fcrde sofort das uralte Klischee vom grinsenden, immerlustigen Onkel Tom auferstehen. Dabei, so befand B\u00f6lke, br\u00e4chte doch gerade ein wohldosierter Anteil an Jokes und Anekdoten Leben in jede der mitunter wirklich stocksteifen Darbietungen. Das Fazit klang deshalb wie ein Fanal f\u00fcr mehr Lockerheit: &#8222;La\u00dft ihnen ihre Show!&#8220; Obwohl explizit keine Namen genannt wurden, wu\u00dfte jeder halbwegs Eingeweihte, wen der &#8222;Spiegel&#8220; mit diesem Appell meinte: Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und Clark Terry, die Gaudiburschen schlechthin an der Trompete. Drei, die nie danach strebten, mit ihrer hohen Kunst ausschlie\u00dflich eigene Gel\u00fcste zu s\u00e4ttigen. Sie suchten vielmehr stets den Kontakt zu den Menschen, zehrten vom Feedback, freuten sich, wenn sich andere \u00fcber ihre Musik freuten, und \u00fcberzogen die streng intellektuell ausgerichtete Kaste des Jazz mit Optimismus, Frohsinn und Leichtigkeit, ohne freilich in ihrem Vortrag Differenzierungen, Sensibilit\u00e4t und Brillanz auszuklammern. Armstrong und Gillespie sind tot, und damit ist das schwer zu fixierende Genre des Jazz-Entertainment fast vom Aussterben bedroht. Wenn es da nicht noch Clark Terry g\u00e4be. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">In Neuburg<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Zum ersten Mal traf ich den aus St. Louis stammenden Schalk im M\u00e4rz 1994 in Neuburg an der Donau. Mit den &#8222;Newport Festival Allstars&#8220; sollte er dort gastieren, nat\u00fcrlich Ellington-Reminiszenzen aus erster Hand zelebrieren und mit einem jugendlichen Scharfmacher, dem zu dieser Zeit noch weitgehend unbekannten, 50 Jahre j\u00fcngeren Trompeter-Kollegen Nicolas Payton, den Schalltrichter kreuzen. Obwohl Clark Terrys Beine zu jener Zeit begannen, sich langsam gegen die Rastlosigkeit ihres Besitzers zu wehren, schien ihn dies weder in seiner Umtriebigkeit zu hemmen, noch seine nie aufgesetzt wirkende, chronisch gute Laune zu beeintr\u00e4chtigen. Zum Ende meines f\u00fcr eine Radiosendung mitgeschnittenen Interviews kam ihm pl\u00f6tzlich die Idee, zwei Teaser, also Programmank\u00fcndigungen, nach amerikanischem Broadcast-Muster zu sprechen. Zun\u00e4chst einen &#8222;konservativen&#8220; (&#8222;Hi, this is Clark Terry, you are listening to the \u2018Blue Hour\u2019, the best jazzshow on the planet!&#8220;), dann einen &#8222;hippen&#8220;, rasend-schnell konstruiert aus Silben, Texten, Textfragmenten und Genuschel. Terry nennt diesen Vokalstil seit 1964, als er mit Oscar Peterson die LP &#8222;Trio Plus One&#8220; einspielte, &#8222;Mumbles&#8220; und macht sich damit \u00fcber die alten Bluesbarden lustig, &#8222;die nach den ersten Strophen nicht mehr so richtig zu verstehen waren.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Am Schlu\u00df folgte dann ein lang gezogenes, tief gebrummtes, kehliges &#8222;Man, you gotta hear some goooood stuff!&#8220; Meine Tochter, damals zwei Jahre alt, liebte diesen Teaser \u00fcber alles, weil er sie, aber auch viele Erwachsene, so herrlich zum Lachen bringen konnte. Fast scheint es, als versuche Clark Terry, am 14. Dezember 1920 geboren, grund-s\u00e4tzlich, den Widrigkeiten des Lebens mit einem massiven Schutzschild aus Humor zu begegnen. Wie anders h\u00e4tte sich eine entbehrungsreiche Kindheit zusammen mit neun Geschwistern in der Hochphase der Rezession in den zwanziger Jahren sonst \u00fcberhaupt meistern lassen? Wenn der 78j\u00e4hrige erz\u00e4hlt, da\u00df &#8222;meine Familie \u00e4rmer war, als die Kirchenm\u00e4use in Ru\u00dfland,&#8220; dann spricht daraus auch der leise Stolz eines \u00dcberlebensk\u00fcnstlers, der es geschafft hat, diesen schwierigen Verh\u00e4ltnissen zu entfliehen und sich durch knochenharte Arbeit den Ruf eines der wichtigsten Jazzmusiker des ausklingenden Jahrhunderts zu erwerben. Da\u00df seine Karriere bereits mit einem Gag begann, kommt deshalb kaum von ungef\u00e4hr: schon als kleiner Junge formte Clark durch ein aufgerolltes St\u00fcck Gartenschlauch seine ersten T\u00f6ne. An der Vashion High School in St. Louis galt sein Interesse zu-n\u00e4chst einer Ventilposaune, aber wenig sp\u00e4ter entdeckte er bereits den magischen Zauber der Trompete. Um die Privatstunden daf\u00fcr finanzieren zu k\u00f6nnen, versuchte sich der kr\u00e4ftige Bursche zun\u00e4chst als Preisboxer, wechselte jedoch schnell in das nicht minder risikoreiche Metier der lokalen Musikszene seiner Heimatstadt, unter anderem als Begleiter von Ida Cox. Statt eines Fronteinsatzes bekam Clark Terry ab 1942 die Gelegenheit, in einer Allstar-Band der US-Navy unter der Leitung von Willie Smith sein enormes Potential zu verfeinern. Sp\u00e4ter, als 25j\u00e4hriger, machte er durch Engagements bei Lionel Hampton, George Hudson, Charlie Barnet, Eddie &#8222;Cleanhead&#8220; Vinson und Charlie Ventura so stark auf sich auf-merksam, da\u00df Count Basie 1948 den jungen Trompeter in sein Sextett um Buddy DeFranco, Freddie Greene, Jimmy Lewis, Gus Johnson und Bob Graff holte. Die Liaison mit dem Count hielt drei Jahre, in denen sich Terrys gro\u00dfe Liebe zum Fl\u00fcgelhorn entwickelte, weil ihm dieses Instrument einen noch intimeren, nah am emotionalen Ausdruck der Saxophonisten liegenden Sound gestattete. Es folgte 1951. &#8222;Ich erfuhr, da\u00df sich Duke Ellington f\u00fcr mich interessierte. Doch die Ann\u00e4herung gestaltete sich zun\u00e4chst ausgesprochen schwierig. Ellington hatte mich zuvor bei Basie geh\u00f6rt, wollte aber seinem alten Freund keine Musiker abwerben. Hinzu kam noch, da\u00df Basie kurz zuvor meine Gage um zehn auf 125 Dollar angehoben hatte. Ich war zu jener Zeit allerdings sehr ersch\u00f6pft und brauchte dringend Urlaub. So kam ein Deal zustande: ich k\u00fcndigte bei Basie und machte einen Monat Pause. Und diese Pause bezahlte mir Dukes Agent mit 200 Dollar. Was lag also n\u00e4her, als fortan bei ihm zu spielen. Ich sah mich jedoch nie als Nachfolger von Rex Stewart mit seiner Halbventil-Technik.Diese Geschichte hat Leonard Feather erfunden, und sie h\u00e4ngt mir seither wie ein Blutegel am Hals.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Bei Ellington<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Clark Terry blieb bis 1959 bei Ellington. Ein Verh\u00e4ltnis, das stets auf gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung basierte. W\u00e4hrend der Duke seinen Trompeter als einen &#8222;Musiker au\u00dferhalb jeder Kategorie&#8220; pries, betont Terry oft und gerne, &#8222;da\u00df es Duke war, der effektiv aus mir einen gro\u00dfen Mann machte.&#8220; Er habe nie Stimmen f\u00fcr die erste, zweite, dritte oder vierte Trompete geschrieben, sondern ganz individuell f\u00fcr ihn sowie dessen legend\u00e4re Kollegen Cat Anderson, Shorty Baker und Ray Nance. &#8222;Er formte uns nach seinen Vorstellungen, und wir haben uns bereitwillig formen lassen,&#8220; bekennt der Meister vokaler Tongebungen und Stimmungen. &#8222;Von ihm haben wir aber auch erst erfahren, was Swing \u00fcberhaupt bedeutet.&#8220; Ob Basie oder Duke, Art Tatum, Charlie Parker, Lester Young, Earl Hines, Thelonious Monk, Horace Silver, Gerry Mulligan, Ray Charles, Ella Fitzgerald, Gil Evans oder sogar Cecil Taylor, mit denen er spielte, oder sein Job als erster festangestellter farbiger Jazzmusiker im NBC-Orchester von Skitch Henderson in Johnny Carsons &#8222;Tonight Show&#8220; ab 1960; derart einschneidende Begegnungen und Erlebnisse pr\u00e4gen Clark Terrys zweites Gesicht. Denn neben dem begnadeten Entertainer, der wie kein Zweiter virtuose Noten in positive Stimmungen zu packen versteht, existiert da noch der selbstlose F\u00f6rderer junger Talente. Als engagierter Lehrer weiht Terry junge Trompeter am nach ihm benannten Jazzinstitut in Des Moines\/ Iowa in die Geheimnisse der Zirkularatmung ein, als anerkannter Fachmann verfa\u00dfte er Standardwerke wie &#8222;Let\u2019s Talk Trumpet: From Legit To Jazz, Interpretation Of The Jazz Language&#8220;, unz\u00e4hligen Kollegen rund um den Globus half er mit seiner immensen Erfahrung, ihren pers\u00f6nlichen Stil zu entwickeln. Selbst an Miles Davis ging dessen missionarischer Eifer nicht spurlos vorbei. Er bezeichnete ihn als seinen mithin wichtigsten Einflu\u00df. Clark Terry wei\u00df genau, da\u00df seine Kunst nur dann wirklich einen unverg\u00e4nglichen Wert besitzt, wenn sie auch in die Zukunft hin\u00fcberstrahlt. Dem in M\u00fcnchen lebenden Trompeter Dusko Gojkovic hat sich ein Satz des langj\u00e4hrigen Mentors und Wegbegleiters unausl\u00f6schlich ins Ged\u00e4chtnis eingebrannt. Als er sich eines Tages bei Terry f\u00fcr die vielen verborgenen Hilfestellungen revanchieren wollte, legte ihm dieser die Hand auf die Schulter und sagte: &#8222;Wei\u00dft Du was? Wenn eines Tages auch so ein junger, begabter Trompeter zu Dir kommt und Dich fragt, wie etwas gespielt wird, dann gib ihm alles weiter, was Du wei\u00dft. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: New York,Times New Roman;\">Damit kannst Du Deine Schuld begleichen. Trag die Fackel weiter!&#8220;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus gegebenem Anlass aus unserem Archiv hervorgeholt: ein Portrait von Reinhard K\u00f6chl aus der JazzZeitung September 1998 &#8211; Was Clark Terry bei Duke, Basie und den anderen lernte, reicht er bedingungslos an eine neue Generation von Musikern\/H\u00f6rern weiter. Ausgerechnet der &#8222;Spiegel&#8220; mit seinem stets wie eine Leuchtreklame vor sich hergetragenen Anspruch von Kultur als bierernster Angelegenheit legte vor gut zwei Jahren den Finger in die Wunde. Warum das Publikum heute nur mehr ver\u00e4chtlich die Nase r\u00fcmpfe, wenn ein Jazzmusiker in seine Show gepflegte Unterhaltungselemente einstreue, fragte Peter B\u00f6lke, der letzte wirkliche Jazzfan in den Redaktionsstuben des Hamburger Nachrichtenmagazins. Vor allem bei Farbigen sei dies krass. Kaum bet\u00e4tige sich n\u00e4mlich einer von ihnen als Anekdotenerz\u00e4hler oder Grimassenschneider, w\u00fcrde sofort das uralte Klischee vom grinsenden, immerlustigen Onkel Tom auferstehen. Dabei, so befand B\u00f6lke, br\u00e4chte doch gerade ein wohldosierter Anteil an Jokes und Anekdoten Leben in jede der mitunter wirklich stocksteifen Darbietungen. 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Ausgerechnet der &#8222;Spiegel&#8220; mit seinem stets wie eine Leuchtreklame vor sich hergetragenen Anspruch von Kultur als bierernster Angelegenheit legte vor gut zwei Jahren den Finger in die Wunde. Warum das Publikum heute nur mehr ver\u00e4chtlich die Nase r\u00fcmpfe, wenn ein Jazzmusiker in seine Show gepflegte Unterhaltungselemente einstreue, fragte Peter B\u00f6lke, der letzte wirkliche Jazzfan in den Redaktionsstuben des Hamburger Nachrichtenmagazins. Vor allem bei Farbigen sei dies krass. Kaum bet\u00e4tige sich n\u00e4mlich einer von ihnen als Anekdotenerz\u00e4hler oder Grimassenschneider, w\u00fcrde sofort das uralte Klischee vom grinsenden, immerlustigen Onkel Tom auferstehen. Dabei, so befand B\u00f6lke, br\u00e4chte doch gerade ein wohldosierter Anteil an Jokes und Anekdoten Leben in jede der mitunter wirklich stocksteifen Darbietungen. 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Zu einer Tagung","author":"Redaktion JazzZeitung","date":"4. April 2014","format":false,"excerpt":"Aus der aktuellen Printausgabe der JazzZeitung (auch digital erh\u00e4ltlich unter diesem Link): ein Artikel von Jonas Pirzer (UDJ) - Zur Tagung der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Evangelischen Akademie Loccum war die Union Deutscher Jazzmusiker eingeladen, um \u00fcber Lebens- und Arbeitsbedingungen von Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker zu berichten. 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Oktober 2015","format":false,"excerpt":"Von Stefan Pieper - Zum letzten Mal geht ab dem 5. November die \u0160koda Allstar Band auf Tour. Danach zieht sich der Autokonzern endg\u00fcltig aus dem Bereich des Jazz-Sponsoring zur\u00fcck. Damit ist der hochkar\u00e4tig besetzten Combo aus internationalen Jazzgr\u00f6\u00dfen die M\u00f6glichkeit zur weiteren Existenz als tourneefreudige Liveband genommen. Ulrich Beckerhof,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Portrait&quot;","block_context":{"text":"Portrait","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/thema\/portrait\/"},"img":{"alt_text":"Foto: Frank Pusch","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/beckerhoff-by-frank-pusch-02-150x150.jpg?resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5583"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5583\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5585,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5583\/revisions\/5585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5583"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=5583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}