{"id":3996,"date":"2014-06-01T08:00:00","date_gmt":"2014-06-01T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=3996"},"modified":"2014-05-30T15:50:26","modified_gmt":"2014-05-30T13:50:26","slug":"improvisation-ueber-improvisation-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2014\/06\/improvisation-ueber-improvisation-4\/","title":{"rendered":"Improvisation \u00fcber Improvisation #4"},"content":{"rendered":"<p>Eine gelungene Jazz-Improvisation ist wie eine sch\u00f6ne Bl\u00fcte.<\/p>\n<p>Sie entsteht als Frucht der Arbeit, die die Pflanze vorher geleistet hat \u2013 als Samenkorn angefangen, m\u00fchsam Wurzeln gebildet und sich als Keimling an die Oberfl\u00e4che getraut, in Millimeterschritten Blatt f\u00fcr Blatt ausgebildet, an Gr\u00f6\u00dfe und Widerstandskraft gewonnen, bis sie schlie\u00dflich stark genug war zu knospen. Fortan hat sie all ihre Kraft in die Ausbildung der Knospe gelegt, bis diese reif genug war, sich zu einer Bl\u00fcte zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Dieser lange, schwierige und vor allem unbedingt notwendige Prozess ist mindestens ebenso bewundernswert wie die eigentliche Bl\u00fcte. Aufmerksame G\u00e4rtner freuen sich \u00fcber jeden kleinen Schritt, den die Pflanze macht. Meist aber werden die Nutznie\u00dfer \u2013 die Bienen, die Hummeln, das Publikum \u2013 erst dann auf die Pflanze aufmerksam, wenn die Bl\u00fcte sich bereits ge\u00f6ffnet hat. Das ist jedoch nicht weiter verwunderlich, schlie\u00dflich erregt nichts an der Pflanze so viel Aufsehen wie seine Bl\u00fcte.<br \/>\nEine offene Bl\u00fcte legt das Erbgut der Pflanze f\u00fcr jeden sichtbar frei und erm\u00f6glicht es Betrachtern wie Nutznie\u00dfern, Freude an ihr zu haben und den jeweils eigenen Nutzen aus ihr zu ziehen. <\/p>\n<p>Jede Pflanze hat ihre \u201eZielgruppe\u201c von Nutznie\u00dfern. Sie wird jedoch, hinreichend g\u00fcnstige Wachstumsbedingungen vorausgesetzt, auch dann so bl\u00fchen, wie sie m\u00f6chte, wenn gerade keine Nutznie\u00dfer in der N\u00e4he sind \u2013 sie kann gar nicht anders.<\/p>\n<p>Blattl\u00e4use geh\u00f6ren zu den verbreitetsten Sch\u00e4dlingen einer Pflanze. Bleiben sie unentdeckt, vermehren sie sich rasant, saugen den Pflanzensaft aus und f\u00fchren im schlimmsten Fall zum Eingehen der Pflanze.<br \/>\nAufmerksame Beobachtung, Pflege und das richtige Ma\u00df an D\u00fcngung \u2013 nicht zu wenig und nicht zu viel \u2013 erh\u00f6hen daher die Chancen auf besonders \u00fcppige Bl\u00fctenpracht.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter dann verbl\u00fcht die Bl\u00fcte, ihre Farben beginnen zu verblassen, sie welkt und verliert ihre Bl\u00e4tter. Dieser Vorgang ist nat\u00fcrlich und unaufhaltsam. Was bleibt, ist die Erinnerung an ihre einzigartige Sch\u00f6nheit. Und, je nach Art, die Hoffnung auf weitere Bl\u00fcten. Manche Pflanzen gehen nach einem Jahr ein, andere sprie\u00dfen Jahr f\u00fcr Jahr erneut. (Haben am Ende also alle Religionen recht?)<\/p>\n<p>Niemandem w\u00fcrde es einfallen, die Relevanz einer bl\u00fchenden Pflanze anzuzweifeln. Sie erf\u00fcllt in dem gro\u00dfen Kosmos Natur eine oder mehrere klare Aufgaben; ihr Fehlen h\u00e4tte gravierende Konsequenzen f\u00fcr unser \u00d6kosystem.<\/p>\n<p>Ich freue mich schon auf die n\u00e4chste Bl\u00fcte und bin gespannt, wie sie aussehen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gelungene Jazz-Improvisation ist wie eine sch\u00f6ne Bl\u00fcte. Sie entsteht als Frucht der Arbeit, die die Pflanze vorher geleistet hat \u2013 als Samenkorn angefangen, m\u00fchsam Wurzeln gebildet und sich als Keimling an die Oberfl\u00e4che getraut, in Millimeterschritten Blatt f\u00fcr Blatt ausgebildet, an Gr\u00f6\u00dfe und Widerstandskraft gewonnen, bis sie schlie\u00dflich stark genug war zu knospen. 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November 2014","format":false,"excerpt":"Es gibt so Tage, da liegt das leere wei\u00dfe Blatt Papier vor einem und es f\u00e4llt einem partout nichts ein, womit man es f\u00fcllen k\u00f6nnte. F\u00fcr diese Tage \u2013 und so einer ist bl\u00f6derweise heute, f\u00fcr mich \u2013 helfen verschiedene Strategien. Eine davon ist das continuous writing. Bei dieser Aufgabe\u2026","rel":"","context":"In &quot;Blog&quot;","block_context":{"text":"Blog","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/thema\/blog\/"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":4514,"url":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2014\/09\/improvisation-ueber-improvisation-8\/","url_meta":{"origin":3996,"position":4},"title":"Improvisation \u00fcber Improvisation #8","author":"Benjamin Schaefer","date":"1. September 2014","format":false,"excerpt":"Jerome Kerns \u201eAll the things you are\u201c ist ein Musikst\u00fcck, das einem im Jazzkontext h\u00e4ufig begegnet \u2013 ein sogenannter Standard. Wie so viele St\u00fccke aus dem Great American Songbook wurde es urspr\u00fcnglich f\u00fcr ein Broadway-Musical (\u201eVery warm for May\u201c, 1939) geschrieben. Das Musical war schnell vergessen, der Song aber erwies\u2026","rel":"","context":"In &quot;Blog&quot;","block_context":{"text":"Blog","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/thema\/blog\/"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":3685,"url":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2014\/04\/improvisationen-ueber-improvisation-einleitung\/","url_meta":{"origin":3996,"position":5},"title":"Improvisationen \u00fcber Improvisation &#8211; Einleitung","author":"Benjamin Schaefer","date":"1. April 2014","format":false,"excerpt":"Die Improvisation ist ein zentrales Merkmal des Jazz. Sie erm\u00f6glicht es den beteiligten Musikern, trotz wenig vorgeschriebenem Material oder sogar ganz ohne auskomponierte Vorlage sinnvoll miteinander zu musizieren. Entgegen einer landl\u00e4ufigen Meinung hat Improvisation absolut nichts mit Beliebigkeit zu tun. Dass das f\u00fcr unge\u00fcbte Ohren bisweilen so klingen mag, ist\u2026","rel":"","context":"In &quot;Blog&quot;","block_context":{"text":"Blog","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/thema\/blog\/"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3996"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3997,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3996\/revisions\/3997"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3996"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=3996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}