{"id":26137,"date":"2021-11-14T12:00:07","date_gmt":"2021-11-14T11:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=26137"},"modified":"2021-11-12T10:35:33","modified_gmt":"2021-11-12T09:35:33","slug":"die-radiowoche-vom-15-11-2121-11-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/11\/die-radiowoche-vom-15-11-2121-11-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 15.11.21\u201321.11.2021"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 46. Wie es mit der Live-Musik weitergeht, das kann sich schnell \u00e4ndern. Das Radio dagegen spielt und spielt und spielt.<br \/>\nDie Wochen\u00fcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mo \u2013 15.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>12:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, \u201eOrchester-Stratege\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. F\u00fcr viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund f\u00fcnfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerth\u00e4usern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. Seine Aufgabe: so viele Berufsch\u00f6re und -orchester wie m\u00f6glich in den neuen Bundesl\u00e4ndern zu erhalten.<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner. <\/strong><\/p>\n<p>19:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>On stage Daniel Zamir &amp; Shalosh beim Jazzfestival Leibnitz 2021 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Trio Shalosh hat sich seit der Ver\u00f6ffentlichung des Deb\u00fctalbums \u201eThe Bell Garden\u201c (2014) rasch zu einer der erfolgreichsten jungen Bands des israelischen Jazz entwickelt: Aus Tel Aviv stammend, nennen Pianist Gadi Stern, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag die Musik von Nirvana, The Bad Plus und Johannes Brahms gleicherma\u00dfen als Einflussfaktoren -und gehen entsprechend unpuristisch zu Werke, indem sie zwischen kraftvollen Indie-Rock-Rhythmen und kammermusikalischer Sensibilit\u00e4t wechseln.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 2. Oktober 2021 bescherte das junge Trio dem von Otmar Klammer kuratierten Jazzfestival Leibnitz im Rahmen des \u201eJazzisrael\u201c-Schwerpunkts eine Europa-Premiere: Das Konzert im Hugo-Wolf -Saal des Kulturzentrums Leibnitz war das erste von Gadi Stern und Co. in der Alten Welt mit Sopransaxofonist Daniel Zamir: Dieser ist durch seine Zusammenarbeit mit John Zorn und Ver\u00f6ffentlichungen f\u00fcr dessen Label Tzadik bekannt und fr\u00f6nt einer besonderen Mischung aus Jazz und spiritueller j\u00fcdischer Musik. Marlene Schnedl pr\u00e4sentiert das mitrei\u00dfende Konzert. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert: Musik der Zeit [2] Tetras<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Extreme sind bei den vier Streichern des JACK Quartet aus New York gut aufgehoben. Sie beherrschen den kultivierten Klang des Streichquartetts, die gesamte Bandbreite der Ger\u00e4usche ebenso wie die extravaganten Glissandolinien, die Iannis Xenakis in Tetras fordert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dass die Gattung lebendig bleibt, daf\u00fcr sorgen der Spanier H\u00e8ctor Parra und die US-Amerikanerin Patricia Alessandrini mit neuen Werken, die auch Elektronik einbeziehen. Dazwischen setzt die Irin Jennifer Walshe ein Solo f\u00fcr die jungen Schlagzeugerin Vanessa Porter, f\u00fcr das sie alle visuellen und elektroakustischen Register zieht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">H\u00e8ctor Parra: String Quartet N\u00ba 4 \u201eUn concertino di angeli contro le pareti del mio cranio\u201c, Kompositionsauftrag des WDR, Urauff\u00fchrung | Jennifer Walshe: Werk f\u00fcr Schlagzeug, Elektronik und Video, Kompositionsauftrag des WDR, Urauff\u00fchrung | Iannis Xenakis: Tetras f\u00fcr Streichquartett | Patricia Alessandrini: A Complete History of Music f\u00fcr Streichquartett und Elektronik, Kompositionsauftrag des WDR, Urauff\u00fchrung. Vanessa Porter, Schlagzeug; JACK Quartet. Aufnahme aus dem K\u00f6lner Funkhaus<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Auf der Suche nach der Grenzenlosigkeit \u2013 Die Junge Norddeutsche Philharmonie<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Elisabeth Hahn. Grenzen sprengen, Traditionen hinterfragen. Diese Ziele verfolgt die Junge Norddeutsche Philharmonie seit ihrer Gr\u00fcndung vor \u00fcber 10 Jahren. Mit interdisziplin\u00e4ren Konzertformaten, partizipativer Orchesterstruktur und einem eigenen Festival zeigt das Jugendorchester seine Vision einer jungen Klassikszene.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit der Suche nach innovativen Konzertformaten steht die Junge Norddeutsche Philharmonie nicht allein in der Klassikszene. Doch die konsequente und unabh\u00e4ngige Arbeit an einem eigenen Profil macht das Jugendorchester durchaus einzigartig. Mit dem \u201eDetect Classic Festival\u201d erschlie\u00dft die jnp ein neues Publikum durch die Verbindung von Klassik und Electro. Bei regelm\u00e4\u00dfigen Roundtables diskutieren die Musiker und Musikerinnen unter dem Titel \u201e#jnpowerhouse\u201d \u00fcber tradierte Strukturen und politisches Engagement.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz Now Aus dem Dschungel der Neuver\u00f6ffentlichungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: FEE. &amp; hr-Bigband | Julian Siegel Jazz Orchestra | Bill Carrothers &amp; Vincent Courtois. Jazz-Now. Am Mikrofon: Karmen Mikovic<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, \u201eOrchester-Stratege\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. F\u00fcr viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund f\u00fcnfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerth\u00e4usern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. Seine Aufgabe: so viele Berufsch\u00f6re und -orchester wie m\u00f6glich in den neuen Bundesl\u00e4ndern zu erhalten.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Alban Bergs vielschichtiges Meisterwerk \u2013 Neue Musik auf der Couch. Thomas Wally analysiert die Lyrische Suite f\u00fcr Streichquartett (1926) von Alban Berg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wenige Werke der Musikgeschichte weisen eine solche Vielschichtigkeit auf, wie die Lyrische Suite von Alban Berg. Dieser Komposition, welche freitonale Passagen mit Zw\u00f6lftontechnik verbindet, liegt ein autobiographisches Erlebnis zugrunde, dessen Intensit\u00e4t sich in der Gestaltung verschiedener musikalischer Parameter nachsp\u00fcren l\u00e4sst: Nicht nur die Auswahl einzelner T\u00f6ne, sondern auch die Anzahl der Takte, die Metronomzahlen, musikalische Zitate und nicht zuletzt formale Prozesse sind von der Begegnung Alban Bergs mit Hanna Fuchs-Robettin inspiriert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Thomas Wally, neben seiner T\u00e4tigkeit als freischaffender Komponist und Violinist auch an der Wiener Musikuniversit\u00e4t als Senior Lecturer in musiktheoretischen F\u00e4chern aktiv, betrachtet die Lyrische Suite von Anton Webern aus (h\u00f6r)analytischer Perspektive: Was h\u00f6ren wir, wenn wir dieses Werk h\u00f6ren? Worauf k\u00f6nnen wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den H\u00f6rer\/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem gesch\u00e4rften Fokus wahrgenommen werden kann. Gestaltung: Thomas Wally; Redaktion: Rainer Elstner<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazztoday \u2013 Junger Jazz preisgekr\u00f6nt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Highlights aus dem Finale vom Jungen M\u00fcnchner Jazzpreis 2021. Mit den Finalisten Karoline Weidt Quartett, Luca Zambito Quartett und Lukas Langguth Trio. Aufnahme vom 12. November 2021 im Jazzclub der M\u00fcnchner Unterfahrt. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 16.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dkf-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: \u201e&#8230; um Musik und Menschen in Bewegung zu bringen\u201c \u2013 Zur Aktualit\u00e4t von Cornelius Cardews Partitur \u201eTreatise\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gisela Nauck. Der englische Komponist gilt als Inbegriff des politischen Komponisten, hatte er doch das \u00c4sthetische und das Politische immer als unmittelbar zusammengeh\u00f6rend betrachtet. Angefangen hatte er als Kompositionssch\u00fcler von Karlheinz Stockhausen. Unter dem Einfluss chinesischer Philosophie, der Musik John Cages und seiner Erfahrungen mit freier Improvisation hatte sich Cardew in den 60er-Jahren jedoch von der seriellen Schule losgesagt, um eine musikalische Sprache zu entwickeln, die auf In-Determination beruht. Cardew ging es insbesondere darum, dem Interpreten ein H\u00f6chstma\u00df an Freiheit zu gew\u00e4hren. Seine Kompositionen sollten eine soziale Qualit\u00e4t bef\u00f6rdern: n\u00e4mlich zur reflektierenden Kommunikation der Interpreten untereinander beitragen, was dem Interpreten ein H\u00f6chstma\u00df an Freiheit gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen: Damenwahl!<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Viera Jan\u00e1rcekov\u00e1<\/strong>: \u201eBezirzungen\u201c (Stefanie Schumacher, Akkordeon); <strong>Konstantia Gourzi<\/strong>: \u201eEvening at the Window II\u201c, op. 75 b (Nils M\u00f6nkemeyer, Viola; Konstantia Gourzi, Klavier, Percussion); <strong>Gloria Coates<\/strong>: Symphonie Nr. 14 \u2013 \u201eSymphony in Microtones\u201c (M\u00fcnchener Kammerorchester: Christoph Poppen); <strong>Dorothee Eberhardt<\/strong>: Streichquartett Nr. 3 (\u00c9xQuartet); <strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eAmbivalenz\u201c (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier); <strong>Helga Pogatschar<\/strong>: \u201eKarl Valentin 1945 \u2013 Liebeserkl\u00e4rung an M\u00fcnchen\u201c (Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Sprecher; Salome Kammer, Sopran; M\u00fcnchner Chorbuben und Chorm\u00e4dchen; via-nova-chor M\u00fcnchen; Capella Vocale M\u00fcnchen; Ein Kammerensemble: Michael Gl\u00e4ser)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. <\/strong><\/p>\n<p>19:15 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Das Feature: Das Sterben der Olivenb\u00e4ume \u2013 Ein Bakterium zerst\u00f6rt die uralte Kulturlandschaft in Apulien<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Cara Westerkamp und Claudio Rizzello. Regie: Philippe Br\u00fchl. Produktion: Deutschlandfunk 2021<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Olivenhaine im s\u00fcdlichen Apulien waren einst ein Zeichen des kulturellen Wohlstandes der Region, heute gleichen sie Friedh\u00f6fen: Ein eingeschlepptes Bakterium l\u00e4sst die alten, knorrigen B\u00e4ume absterben. Ausgerechnet Umweltsch\u00fctzer k\u00f6nnten die Katastrophe noch versch\u00e4rft haben. Jahrhundertealte Olivenb\u00e4ume pr\u00e4gen seit jeher das Landschaftsbild und die Identit\u00e4t der Menschen in Apulien, der Region am Stiefelabsatz Italiens. F\u00fcr Bauern wie Angelo Paiano sind die seit Generationen vererbten Olivenhaine sein Zuhause, die B\u00e4ume seine Familie. All das wurde nun in wenigen Jahren vernichtet \u2013 durch Xylella fastidiosa, ein winziges exotisches Bakterium, gegen das es kein Gegenmittel gibt. Millionen B\u00e4ume sind bereits infiziert. Im verzweifelten Kampf gegen Xylella stehen sich Bauern, Umweltsch\u00fctzer und Wissenschaftler unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Wirksame Gegenma\u00dfnahmen gegen die Ausbreitung der Seuche wurden so lange verschleppt \u2013 mit gravierenden Auswirkungen f\u00fcr die ganze Region, ihre Kultur, den Tourismus und Familien wie die Paianos, die vom Olivenanbau leben.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Zusammen individuell \u2013 Spezialensembles in der zeitgen\u00f6ssischen Musik und warum sie so boomen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eInnovativ, flexibel und selbstverst\u00e4ndlich mit flachen Hierarchien.\u201c Klingt wie aus der Stellenanzeige eines jungen, hippen Start-ups rausgeklaut? Ist es auch. Okay, \u201edigital\u201c fehlte noch. Doch auch im von Anachronismen durchzogenen Musikbetrieb suchen Musikerinnen und Musiker nach anderen, neuen Strukturen fernab des klassischen Top-Down, wollen selbstbestimmt und agil arbeiten. Spezialensembles zum Beispiel. Als Motor initiieren sie neue St\u00fccke, bespielen au\u00dfergew\u00f6hnliche Settings und probieren neue Formen der Besetzung und des Zusammenspiels aus. Und das teilweise sogar ganz ohne Chef (aka DirigentIn). Wie das funktioniert, davon erz\u00e4hlen die Musikerinnen und Musiker der Ensembles ascolta, Zafraan, LUX:NM und Christian Lillinger und Christopher Dell mit ihren verschiedenen Projekten. Eine Sendung von Kristin Amme<\/p>\n<p>20:05 bis 21:30 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik und Diversity \u2013 Wie k\u00f6nnen wir die Klassik vielf\u00e4ltiger gestalten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bei einem Blick in den Konzertbetrieb wird schnell klar: People of Color sind in der Klassik wenig pr\u00e4sent \u2013 ob im Publikum, im Orchestergraben oder durch Kompositionen und Engagements im Spielplan. Welche Stellschrauben m\u00fcssen angepasst werden, um das zu \u00e4ndern? \u00dcber Erfahrungen, Strategien und gelebte Ver\u00e4nderung reden die Kulturmanagerin Helene M\u00f6nkemeyer vom Instagram-Format \u201eDiversity Classical Music\u201c, die Literatur- und Musikwissenschaftlerin Neneh Sowe, Andr\u00e9 Uelner, Agent f\u00fcr Diversit\u00e4tsentwicklung der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, und die Sopranistin Julia Bullock. Sie gestaltet zusammen mit Pianist Bretton Brown den musikalischen Rahmen. Moderation: Kathi Roeb<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Jazz Live: Feeling, Blues und Abstraktion \u2013 Common Ground im Loft K\u00f6ln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sebastian Gille, Saxofone; Achim Kaufmann, Klavier; Matthias Nowak, Kontrabass;\u00a0 Bill Elgart, Schlagzeug. Aufnahme vom 21.8.2021 aus dem Loft, K\u00f6ln. Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Filigrane Rubato-Nummern, widerspenstiger Blues und freie Explosionen: Das generations\u00fcbergreifende Quartett Common Ground deckt ein weites Feld des zeitgen\u00f6ssischen Jazz mit Leidenschaft ab. Gegr\u00fcndet wurde es 2016 von dem K\u00f6lner Bassisten Matthias Nowak und dem Tenorsaxofonisten Sebastian Gille. Beide luden ihre Wunschpartner ein, die Band zu komplettieren: Pianist Achim Kaufmann, ausgezeichnet mit den renommiertesten Preisen der deutschen Jazzlandschaft, ist ein ebenso kompromissloser wie feinsinniger Musiker von enormer Bandbreite. Der in Deutschland lebende US-Amerikaner Bill Elgart hatte seine Karriere in den 60er-Jahren an der Seite von Paul Bley und Gary Peacock begonnen und ist bekannt f\u00fcr sein melodieorientiertes, offenes Schlagzeugspiel. Das Konzert im K\u00f6lner Loft fand im Anschluss an eine CD-Produktion und erstmals wieder vor Publikum statt.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Musikszene: Besser singen lehren \u2013 Die Arbeit der Margreet Honig Foundation<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Andrea Braun. Sie haben Gesang studiert, sind erfolgreiche S\u00e4ngerinnen oder S\u00e4nger \u2013 und dann stehen sie vor einem Sch\u00fcler und wissen nichts zu sagen: Eine frustrierende Erfahrung, aber keine \u00dcberraschung, urteilt die niederl\u00e4ndische Gesangsp\u00e4dagogik-Legende Margreet Honig. Denn selbst gut zu singen, bedeutet noch nicht, diese F\u00e4higkeit auch vermitteln zu k\u00f6nnen. In der Gesangsausbildung an Konservatorien und Musikhochschulen k\u00e4men didaktische Aspekte heute immer noch zu wenig vor. Ein Problem, das auch deutsche Musikp\u00e4dagogen umtreibt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Deshalb gr\u00fcndete die heute 83-J\u00e4hrige vor drei Jahren in Amsterdam die Margreet Honig Foundation. Eine Stiftung, die in Workshops und Kursen lehrt, wie man gut unterrichtet. Die Nachfrage ist gro\u00df, die Liste ihrer Lehrer-Sch\u00fcler prominent.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz and More An den R\u00e4ndern des Jazz <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: Christian Br\u00fcckner &amp; Michael Wollny | Anna Gr\u00e9ta | Stan Getz Quartet &amp; Astrud Gilberto. CDs. Am Mikrofon: Martin Kersten<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Logothetis-Urauff\u00fchrung bei Wien Modern \u2013 Wien Modern 2021. Das oenm und Rupert Huber, inspiriert von Anestis Logothetis<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anestis Logothetis h\u00e4tte am 27. Oktober seinen 100. Geburtstag gefeiert. Er wurde als Sohn griechischer Eltern in Ostrumelien geboren. 1934 \u00fcbersiedelte die Familie nach Thessaloniki. 1942 begann Anestis Logothetis mit dem Bauwesen-Studium an der Technischen Hochschule in Wien, doch schon bald wandte er sich g\u00e4nzlich der Musik zu und schloss 1951 seine Studien an der Musikhochschule ab. Er entwickelte ein eigenes System der graphischen Notation und war ein Pionier im Bereich der elektroakustischen Komposition.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bei Wien Modern ist Logothetis ein Schwerpunkt gewidmet. F\u00fcr ein Konzert im Wiener Reaktor am 4. November 2021 haben Rupert Huber und das \u0153nm . \u0153sterreichisches ensemble fuer neue musik mit den Solisten Michael Krenn (Saxofon) und Josef Steinb\u00f6ck (Tuba) ein Programm rund um Logothetis entwickelt. Neben neuen Werken von Charles Uzor, Maria de Alvear, Rupert Huber, Robert Moran und Alexander Hermann war eine Urauff\u00fchrung eines Logothetis-Werkes zu erleben: \u201eKassandraauge\u201c f\u00fcr Harfe und Bassklarinette mit oder ohne Begleitung anderer Instrumente, ein Werk aus dem Jahr 1992. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: News &amp; Roots \u2013 Zum 65. Geburtstag von Rick Hollander<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gl\u00fcckw\u00fcnsche an den amerikanischen Meister-Schlagzeuger, der seit 30 Jahren in M\u00fcnchen zu Hause ist. Mit Tim Armacost, Brian Levy und anderen. Pr\u00e4sentiert von Henning Sieverts<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 17.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Roland Schmidt<\/strong>: \u201eDer Gaukler\u201c, Eulenspiegeleien (Hiro Sato, Trompete; Wilfried Kr\u00fcger, Horn; Anton Laubenbacher, Posaune); <strong>Cornelius Hummel<\/strong>: \u201eAcht Musiken f\u00fcr 9 Streicher\u201c (il capriccio: Friedemann Wezel); <strong>Vivienne Olive<\/strong>: \u201eThe Dream Gardens\u201c (Annie Gicquel, Klavier); <strong>Tobias PM Schneid<\/strong>: \u201esacred landscapes\u201c (Hanno Simons, Violoncello; ensemble trioLog m\u00fcnchen); <strong>Zsolt G\u00e1rdonyi<\/strong>: Divertimento \u00fcber Tanzweisen aus Siebenb\u00fcrgen (Elisabeth Fuchs, Fl\u00f6te; Angelika Ruhland, Oboe; Iwan Linnenbank, Klarinette; Sabine M\u00fcller, Fagott; Stefan W\u00fcrger, Horn); <strong>Horst Lohse<\/strong>: \u201eLa morte d\u2019Orfeo\u201c (Julius Berger, Violoncello; Roland Schmidt, Martin Homann, Schlagzeug; N\u00fcrnberger Symphoniker: Klauspeter Seibel); <strong>Hans Ludwig Schilling<\/strong>: \u201eMetamorphosen \u00fcber ein altes Liebeslied\u201c (Bl\u00e4servereinigung der N\u00fcrnberger Symphoniker)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. <\/strong><\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Classic Sounds in Jazz: Das NUEJazz Festival 2021 in N\u00fcrnberg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahmen und Interviews vom 27. bis 30. Oktober 2021 in der Kulturwerkstatt auf AEG und dem Z-Bau. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer und Beate Sampson<\/p>\n<p>20:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazz aus N\u00fcrnberg: Live-Mitschnitte \u2013 Das NUEJazz Festival 2021 in N\u00fcrnberg<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahmen und Interviews vom 27. bis 30. Oktober 2021 in der Kulturwerkstatt auf AEG und dem Z-Bau. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer und Beate Sampson<\/p>\n<p>21:05 \u2013 22:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>NOWJazz: Preview SWR NEWJazz Meeting 2021 mit der Vibrafonistin Sasha Berliner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von G\u00fcnther Huesmann. Das legend\u00e4re Klanglabor des S\u00fcdwestrundfunks \u2013 das SWR NEWJAZZ Meeting \u2013 wird 2021 von der aus San Francisco stammenden Vibrafonistin Sasha Berliner kuratiert. Seit sie nach New York gezogen ist, hat sich die 23-j\u00e4hrige Komponistin und Bandleaderin zu einer Kraftquelle im Brennpunkt des kreativen Jazzgeschehens entwickelt. Wir werfen einen Blick auf ihre k\u00fcnstlerische Entwicklung. Und wir fragen, was Sasha Berliner beim 52. SWR NEWJazz Meeting vorhat, wenn sie mit New Yorker Musikerinnen und Musikern eine Woche lang im Rundfunkstudio des SWR experimentiert und anschlie\u00dfend mit dieser Band im Sendegebiet tourt.<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Alte Musik: \u201eVater der italienischen Oper\u201c \u2013 Johann Simon Mayr<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Martin Hoffmann. Dass Johann Simon Mayr nach seinem Tod im Jahr 1845 in Vergessenheit geriet, ist tragisch, aus heutiger Sicht aber durchaus nachvollziehbar. Hatte Napoleon das musikalische Potenzial des 1763 im bayerischen Mendorf bei Ingolstadt geborenen \u201eVaters der italienischen Oper\u201d erkannt, als er ihn als Operndirektor von Bergamo weg nach Paris locken wollte, verga\u00dfen die im nationalen Rausch des Risorgimento taumelnden Italiener den Deutschen im blutigen Kampf gegen die Habsburger doch sehr schnell. Nat\u00fcrlich konnte man im Italien des secondo Ottocento mit \u201eSimone Mayr\u201c keine wirkm\u00e4chtig nationale Identifikationsfigur aufbauen. Diese Rolle sollte Giuseppe Verdi \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Spielweisen: Heimspiel \u2013 die ROC Berlin \u2013 Schostakowitschs \u201eZehnte\u201c mit dem DSO<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Dmitri Schostakowitsch<\/strong>: Symphonie Nr. 10 e-Moll; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin; Musikalische Leitung: Elim Chan. Mitschnitt vom 30.10.2021 in der Berliner Philharmonie. Am Mikrofon: Martina Brandorff<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bilder menschlichen Leids durchziehen Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 10 e-Moll. Wie wirken zuweilen sehnsuchtsvoll und getragen wie im ersten Satz, dann nahezu aggressiv militant, wie im zweiten Satz \u2013 jedoch durchgehend t\u00e4nzerisch. Schostakowitschs zehnte Symphonie entstand wenige Monate nach dem Tod Stalins im M\u00e4rz 1953. Von den gesellschaftlichen Umbr\u00fcchen dieser Zeit ist die Komposition gepr\u00e4gt, doch ist sie keinesfalls eine blo\u00dfe Stalin-Karikatur. Tiefgehend pers\u00f6nlich ist das viers\u00e4tzige Werk, in dem Schostakowitsch die Sehnsucht zu seiner ehemaligen Sch\u00fclerin und Vertrauten Elmira Nesirova durch einen Hornruf erklingen l\u00e4sst, der ihre Initialen vertont. Auch seine eigene Identit\u00e4t verschl\u00fcsselte der Komponist in einem wiederkehrenden musikalischen Motiv. Der durchgehend t\u00e4nzerischer Charakter und klanggewaltige Kontraste bezeichnen die zehnte Symphonie Schostakowitschs \u2013 mit Ankl\u00e4ngen an die \u00c4sthetiken Mahlers und Tschaikowskys.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazzfacts What\u2019s going on? \u2013 Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">20 Jahre Clean Feed Records. Kaja Draksler (li.) und Susana Santos Silva. 20j\u00e4hriges Bestehen des portugiesischen Plattenlabels Clean Feed Records<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Gestaltung: Philipp Weismann<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 18.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: constructions<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin. Aufzeichnung vom 16.06.2021. Hanna Hartman: Blackout (2020) f\u00fcr verst\u00e4rkte Bassklarinette, Cello, Klavier und Objekte (Urauff\u00fchrung) | Stefan Streich: Lerche, Spur und Geister (2021) f\u00fcr mikrofoniertes Ensemble (Urauff\u00fchrung). Ensemble Mosaik<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Stephan Wunderlich<\/strong>: \u201eStrukturwandel\u201c (Stephan Wunderlich, Stimme, Blockfl\u00f6te, Klavier, Schlagzeug); Hans Winterberg: Streichquartett (Sonnleitner Quartett); <strong>Ferit T\u00fcz\u00fcn<\/strong>: \u201eAnatolia\u201c (M\u00fcfide \u00d6zg\u00fcc, Sopran; M\u00fcnchner Philharmoniker: Hikmet Simsec); <strong>Joseph Suder<\/strong>: Drei Lieder (Hirotaka Nakamoto, Bariton; Jaruko Ochi, Klavier)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. <\/strong><\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: Zukunftsmusik? Das digitale Konzerterlebnis auf dem Pr\u00fcfstand<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Konzertbesuch ganz entspannt im Pyjama vom gem\u00fctlichen Sofa aus. Keine hustenden, mit Bonbonpapier raschelnden Sitznachbarn. Daf\u00fcr darf man das Geschehen selbst jederzeit lautstark kommentieren, mit einem leckeren Glas Wein in der Hand. Was sich nach dem perfekten Rahmen f\u00fcr maximalen Konzertgenuss anh\u00f6rt, ist w\u00e4hrend des Corona-Lockdowns bei vielen Musikfans einer gro\u00dfen Ern\u00fcchterung gewichen: ins eigene Wohnzimmer gestreamte Musikevents mit noch so hochkar\u00e4tigen Ensembles entfalten einfach nicht jene Magie wie ein live vor Ort erlebter Konzertabend. Ob das auch anders ginge? K\u00f6nnen gestreamte Konzerte auch intensive Erlebnisse bescheren? Genau dieser Frage geht eine gro\u00df angelegte internationale Studie unter der Federf\u00fchrung von Martin Tr\u00f6ndle nach. Wir sprechen mit dem Wissenschaftler dar\u00fcber, ob und wie das digitale Konzerterlebnis in Zukunft eine echte Alternative zum konventionellen Konzert sein k\u00f6nnte. Eine Sendung von Michaela Fridrich<\/p>\n<p>19:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen: Forschung und Gesellschaft \u2013 Magazin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">19:30 Zeitfragen. Feature: Das taumelnde Teilchen von Chicago \u2013 Wie ein Experiment aus den USA die Fundamente der Physik ersch\u00fcttert<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Frank Grotel\u00fcschen. Im April dieses Jahres ver\u00f6ffentlichte ein US-Experiment nahe Chicago Messdaten, die sich durch das heutige Weltbild der Physik \u2013 das Standardmodell \u2013 nicht so recht erkl\u00e4ren lassen. Steckt eine neue, vielleicht sogar revolution\u00e4re Theorie dahinter, die ungel\u00f6ste R\u00e4tsel der Physik l\u00fcften wird?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein winziges Teilchen namens Myon, das in einem scheibenf\u00f6rmigen Magneten kreist und sich dabei ein kleines bisschen schneller um seine eigene Achse dreht als erwartet. Was nach einer unbedeutenden Kuriosit\u00e4t klingt, k\u00f6nnte die Grundfesten der Physik ins Wanken bringen: Im April des Jahres machte ein US-Experiment nahe Chicago mit Messdaten von sich reden, die sich durch das heutige Weltbild der Physik \u2013 das Standardmodell \u2013 nicht so recht erkl\u00e4ren lassen. Unter anderem besagt dieses Modell, dass die uns umgebende Materie aus Elektronen sowie den ber\u00fchmten Quarks besteht, zusammengehalten durch fundamentale Naturkr\u00e4fte wie den Elektromagnetismus.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bislang hat sich das Standardmodell bestens bew\u00e4hrt, seit Jahrzehnten konnte es h\u00f6chst zuverl\u00e4ssig s\u00e4mtliche Messungen aus dem Mikrokosmos erkl\u00e4ren. Doch bei den taumelnden Teilchen aus Chicago scheint die etablierte Theorie zu versagen \u2013 ihre Voraussagen weichen ganz offenbar von den Messwerten des Experiments ab. Schon spekuliert die Fachwelt \u00fcber die Gr\u00fcnde: Sollten neue, bis dato unbekannte Elementarteilchen dem Myon hinter den Kulissen zus\u00e4tzlichen Schwung verleihen? Und steckt gar eine neue, revolution\u00e4re Theorie dahinter, die weit \u00fcber das Standardmodell hinausgeht und am Ende deutlich mehr Ph\u00e4nomene erkl\u00e4ren und manch dr\u00e4ngendes Physikgeheimnis l\u00fcften wird? Die Physikgemeinde jedenfalls ist in hellem Aufruhr: \u00dcberall auf der Welt versuchen Fachleute fieberhaft, die r\u00e4tselhaften Messwerte zu erkl\u00e4ren und so ein neues physikalisches Weltbild zu schmieden.<\/p>\n<p>20:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt \u2013 Wenn K\u00fcnstliche Intelligenz Musik macht<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mensch versus Maschine \u2013 Kreativit\u00e4t versus K\u00fcnstliche Intelligenz. Oder kann man doch beides miteinander vereinen? Das Ensemble Modern geht dem AI-Ph\u00e4nomen in einem neuen St\u00fcck des Komponisten Johannes Motschmann auf den Grund.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>JazzFacts: Ein Klang wie Holznektar \u2013 Der Saxofonist und Komponist Leonhard Huhn<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Niklas Wandt. Stilistisch ist Leonhard Huhn unm\u00f6glich festzulegen: Die praktischen Interessen des Saxofonisten reichen von Straight Ahead Jazz \u00fcber Neue Musik und freie Improvisation bis zu Rock und Metal. Zusammengehalten wird diese Vielfalt durch einen hochkultivierten Ton \u2013 und einen trockenen Humor. Der zeigt sich auch in seiner skurrilen Titelgebung. Aus seiner Feder stammen St\u00fccke wie \u201eNegative Elefanten\u201c oder \u201eHolznektar\u201c. Huhn kommt aus Berlin und studierte bis 2011 in K\u00f6ln, wo er bis heute in einer Vielzahl von Projekten aktiv ist. Dazu geh\u00f6ren das Trio Die Fichten mit Stefan Sch\u00f6negg, Kontrabass, und Dominik Mahnig, Schlagzeug, das Quartett Schmid\u2019s Huhn, das er gemeinsam mit dem Saxofonisten Stefan Karl Schmid leitet, verschiedene frei improvisierende Kammerensembles und die Fusionband C.A.R., die sich auf Krautrock und Elektropop bezieht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seinem schlanken, eleganten Altsaxofonton h\u00f6rt man die Verwurzelung in der coolen Tradition von Lee Konitz und Paul Desmond an. Mit verschiedenen erweiterten Techniken und Pr\u00e4parationen \u00f6ffnet Leonhard Huhn sein Spiel aber auch f\u00fcr das Mikrotonale und Ger\u00e4uschhafte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seit 2013 geh\u00f6rt er zum K\u00f6lner IMPAKT Kollektiv, das Konzertreihen mit improvisierter Musik organisiert und ein eigenes Label betreibt.<\/p>\n<p>21:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik | Die Ratio wird romantisch Deutschlands Neue Musik der Siebziger (1 von 4)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zwischen dem Aufruhr der Studierenden bei den Darmst\u00e4dter Ferienkursen 1970 und der Gr\u00fcndung des Ensemble Modern 1980 erstreckt sich in Deutschland (West wie Ost) ein \u00e4u\u00dferst bewegtes Jahrzehnt der Neuen Musik.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Musik der Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>John Adams Coolidge<\/strong>: \u201eSlonimskys Ear Box\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Andris Nelsons); <strong>Brett Dean<\/strong>: \u201eDramatis personae\u201c (H\u00e5kan Hardenberger, Trompete; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Andris Nelsons); \u201eNow Comes the Dawn\u201c (George Gibbon, Knabensopran; The Choir of King\u2019s College Cambridge: Stephen Cleobury)<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz Now Aus dem Dschungel der Neuver\u00f6ffentlichungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: Mareike Wiening Quintet | Kazemde George | Fearless Trio. Am Mikrofon: Daniella Baumeister<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Pfeife, Roboter, Stimme: Winfried Ritsch und Lissie Rettenwander bei Wien Modern \u2013 Wien Modern 2021. \u201eGesang der Orgel\u201c von Winfried Ritsch und Lissie Rettenwander.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eGesang der Orgel\u201c ist eine f\u00fcr das Festival wien modern konzipierte Klanginstallation f\u00fcr mehr als 200 modulierbare Orgelpfeifen und S\u00e4ngerin. Das vom Medienk\u00fcnstler und Computer-Forscher Winfried Ritsch und der Klang- und Stimmk\u00fcnstlerin Lissie Rettenwander erarbeitete Werk ist gleicherma\u00dfen eine robotische Skulptur wie ein Konzert, bei dem computergesteuerte Orgelpfeifen und Gesangsperformance aufeinandertrafen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F\u00fcr \u201eGesang der Orgel\u201c verteilte Winfried Ritsch im Wiener Veranstaltungsraum Reaktor Holz-, Metall- und Rohrregister einer Hradetzky-Kirchenorgel. Jedes Register wird \u00fcber ein Computernetzwerk gesteuert, wodurch unterschiedliche Lautst\u00e4rken, Klangfarben und Stimmungen einzeln oder im Ensemble spielbar werden. Die Gestaltungsm\u00f6glichkeiten reichen von modulierbaren Clustern \u00fcber Glissandi bis zu sprachartigen Phrasen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bei der Er\u00f6ffnung der Klanginstallation gab Lissie Rettenwander eine stimmliche Live-Vertonung. In den darauffolgenden Tagen integrierten sich algorithmisch die robotischen Klanglandschaften der Orgelpfeifen mit denen von Rettwanders Stimme, die sich \u00fcber mehrere R\u00e4ume des Reaktors zogen und am vierten Tag mit einer weiteren Gesangsperformance abschlossen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Winfried Ritsch ist Mitbegr\u00fcnder der Plattformen mur.at und Atelier Algorythmics, unterrichtet an der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Graz und hat seit den 1980er Jahren zahlreiche Instrumente und Software-Programme entwickelt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Lissie Rettenwander wurde 2013 mit der Vinyl Edition des Innsbrucker Festivals Heart of Noise geehrt. In ihrer Kunst verbindet sie ihren ausgepr\u00e4gten Hintergrund in Volksmusik mit Ausdrucksweisen aktueller Experimentalmusik. Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: All that Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Grandseigneur des deutschen Jazz \u2013 das Quartett von Rolf K\u00fchn im Jazzclub Birdland in Neuburg an der Donau. Mit Rolf K\u00fchn (Klarinette), Lisa Wulff (Kontrabass), Frank Chastenier (Klavier) und Tupac Mantilla (Schlagzeug und Percussion). Aufnahme vom 10. September 2021. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 19.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Here History Began (2\/2) \u2013 Hommage an den Klangkunstpionier Halim El-Dabh<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Vivian Caccuri Jessica Ekomane und Theo Eshetu. Konzept und Kuration: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Kamila Metwaly. Produktion: SAVVY Contemporary \/ Deutschlandfunk Kultur 2021. L\u00e4nge: 54\u201930. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Komponist, Musiker, Philosoph, P\u00e4dagoge: Halim El-Dabh (1921\u22122017) arbeitete unerm\u00fcdlich mit zukunftsweisenden Kl\u00e4ngen und ihrer Bedeutung. Zum 100. Geburtstag w\u00fcrdigen ihn K\u00fcnstlerinnen und Musiker der Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er z\u00e4hlt zu den gro\u00dfen Innovatoren der Musik im 20. und 21. Jahrhundert. Halim El-Dabh schuf das erste Werk der elektroakustischen Musik, arbeitete mit der Tanzlegende Martha Graham und komponierte einen bahnbrechenden Soundtrack f\u00fcr die audiovisuelle Installation am Fu\u00df der Pyramiden von Gizeh.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dennoch ist der in \u00c4gypten geborene, in den USA heimisch gewordene Musiker bis heute weitgehend unbekannt. In einem langj\u00e4hrigen Forschungsprojekt mit Ausstellungen, Konzerten und Radiosendungen haben sich Kuratorinnen und K\u00fcnstler der Gegenwart mit El-Dabhs Werk auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Dorothee Eberhardt<\/strong>: \u201ePasitos\u201c (Zolt\u00e1n Kov\u00e1cs, Klarinette; Axel Gremmelsbacher, Klavier, Meerestrommel); <strong>Dijana Bo\u0161kovic<\/strong>: \u201eNo Tinnitus\u201c (Miku Nishimoto-Neubert, Kalvier; Georg M\u00fcller, Klangschale); <strong>Dorothea Hofmann<\/strong>: \u201eSchritte im Grasland\u201c (Carmen Amrein, Johanna H\u00f6bel, Thomas Vogel, Komale Akakpo, Hackbrett); <strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eTohuwabohu\u201c (via-nova-Chor M\u00fcnchen; M\u00fcnchner Rundfunkorchester: Anu Tali); <strong>Konstantia Gourzi<\/strong>: \u201eMelodies from the Sea\u201c (Nils M\u00f6nkemeyer, Viola; Konstantia Gourzi, pr\u00e4p. Klavier; William Youn, Klavier, Percussion); <strong>Gertraud Kaltenecker<\/strong>: Aus \u201eSpirale\u201c (Rudolf Schmelzl, Bassbariton; Eberhard Kraus, Klavier; Studio Neue Musik Oberpfalz)<\/p>\n<p>14:05:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>In Concert: Ellen Andrea Wang &amp; Pixel bei Jazzbaltica 2017 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Abend des 24. Juni 2017 ist beim norddeutschen JazzBaltica-Festival auf dem Gel\u00e4nde der Evers-Werft in Timmendorfer Strand-Niendorf herausragende Musik zu h\u00f6ren. Die norwegische Kontrabassistin und S\u00e4ngerin Ellen Andrea Wang pr\u00e4sentiert ihre Band Pixel, mit Harald Lassen (Saxofon, Gesang), Jon Audun Baar (Schlagzeug) sowie Jonas Kilmork Vemoey (Trompete). Und mit einem erfreulich trockenem, Funk-affinen Sound, den man wohl auch als Hommage an den Beat der sp\u00e4ten 1970er deuten k\u00f6nnte. Die Kompositionen stammen in erster Linie von Ellen Andrea Wang, Harald Lassen steuerte noch zwei Nummern bei, die zwischen Jazz, Pop und Singer\/Songwriter-Sph\u00e4ren angesiedelt sind. Raffinierte Bl\u00e4sers\u00e4tze, teilweise mit Harmonizer aufgefettet, sowie gl\u00e4nzende Soli veredeln dieses Konzert-Highlight. Gestaltung: Helmut Jasbar<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. <\/strong><\/p>\n<p>22:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Heilige, verheimlichte Lieder \u2013 Die Pariser S\u00e4ngerin Mil\u00e9na Kartowski-A\u00efach<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sigrid Brinkmann. (Wdh. vom 11.12.2016). Sie betritt gern abgeschlossene Welten, macht Grenzen durchl\u00e4ssig, bringt Getrenntes zusammen. \u00dcber mehrere Jahre hinweg hat sich die junge S\u00e4ngerin Mil\u00e9na Kartowski-A\u00efach ein Repertoire an chassidischen Liedern erarbeitet, die bis dahin verborgen waren. Daf\u00fcr hat sie Frauen ultraorthodoxer Gemeinden besucht und sie dazu gebracht, ihr Melodien vorzusingen, sie hat in wissenschaftlichen Arbeiten nach vergessenen Texten gesucht und sie f\u00fcr ihre Stimme neu komponiert. Aber mit der Erforschung und Neu-Interpretation dieses Liedgutes h\u00f6rt ihre Arbeit nicht auf: Sie realisierte ein Chorprojekt mit muslimischen Frauen in einem Fl\u00fcchtlingslager, sie tritt als J\u00fcdin gemeinsam mit einem muslimischen Oud-Spieler auf. F\u00fcr all das braucht man nicht nur musikalische Entdeckerlust und Beharrlichkeit, sondern auch viel Mut.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Milestones \u2013 Jazzklassiker: Eleganz und W\u00e4rme \u2013 Der Trompeter Ack van Rooyen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Karsten M\u00fctzelfeldt. Sein weicher Ton auf Fl\u00fcgelhorn und Trompete sucht seinesgleichen, mit ihm hat der Niederl\u00e4nder Ack van Rooyen die Musik unz\u00e4hliger Big Bands und Combos gepr\u00e4gt \u2013 gerade auch in Deutschland. 2021 konnte er als aktiver Musiker seinen 91. Geburtstag feiern. Perlende, elegante Linien mit einem Klang voller W\u00e4rme und einem Hauch Melancholie sind Ack van Rooyens Spezialit\u00e4t. Der Bruder des Arrangeurs und langj\u00e4hrigen WDR-Big-Band-Leiters Jerry van Rooyen spielte in den 60er-Jahren beim SFB in Berlin, anschlie\u00dfend beim SDR in Stuttgart. In den 70er-Jahren wurde er einem breiteren Publikum bekannt als Mitglied des United Jazz + Rock Ensemble und von Peter Herbolzheimers Rhythm Combination &amp; Brass. Seine besten Kontakte zur deutschen Szene pflegt Ack van Rooyen bis heute \u2013 u.a. in einem gemeinsamen Quintett mit dem Saxofonisten Paul Heller. In der Sendung sind H\u00f6hepunkte seiner Diskographie zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Blues\u2019n\u2019Roots Blue Notes in vielen Farben | heute mit: Natalia M. King<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Brooklyn nach Paria, vom Rock zum Jazz zum Blues \u2013 Natalia M. King<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Alles kann passieren\u00a0 \u2013 Wien Modern 2021. Eine Chorprobe von Norbert Sterk Doron Rabinovici und Florian Klenk<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Norbert Sterk (*1968) lauschte den Reden von Politikern, so als w\u00e4ren sie Arien. Rhythmische Eigenheiten, Farbe und Klang wurden von dem Komponisten in Musik \u00fcbersetzt, Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Dabei tauchten viele Fragen auf: Werden L\u00fcgen allein am Klang der Stimme h\u00f6rbar? Schl\u00e4gt die Stimmung auf die Stimme? Wann scheint eine Stimme gleichsam zu stolpern, br\u00fcchig oder hysterisch zu kippen, in z\u00f6gernder oder in forcierter Weise Unsicheres hinwegzureden?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sterks \u201eChorprobe\u201c f\u00fcr 12 Vokalist*innen, Ensemble &amp; Dirigent (Idee: Florian Klenk\/Libretto: Doron Rabinovici) ist daher als Hineinlauschen unter die Au\u00dfenhaut zu lesen. Das Ergebnis: Ein Orkan der Stimmen, ein klingender Seismograph, ein vibrierender Detektor.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Werk kam am 8. November im Rahmen von Wien Modern 2021 im ORF Radiokulturhaus zur Urauff\u00fchrung. Gestaltung: Andreas Maurer<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazz auf Reisen \u2013 Cool und gar nicht k\u00fchl \u2013 das Trio von Saxofonist Lenny Popkin beim Jazzfest Passau<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Lenny Popkin (Tenorsaxofon), Gilles Naturel (Kontrabass) und Carol Tristano (Schlagzeug). Aufnahme vom 27. Juli 2021 aus dem Rathaushof in Passau. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 20.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>01:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Deutschlandfunk Radionacht: Jazz \u2013 \u201eIch bin der gr\u00f6\u00dfte Bassspieler der Welt!\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Erinnerungen an Jaco Pastorius (1951-1987). \/ Wahre Liebe: Charlie Watts (1941-2021) und der Jazz \/ Neue CDs von Giovanni Guidi, Hank Roberts, Craig Taborn, Emma-Jean Thackray u.a.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Karl Lippegaus. \u201eMein Name ist Jaco Pastorius III und ich bin der gr\u00f6\u00dfte Bassspieler der Welt\u201c, so stellte sich der Schlaks aus Florida einst seinem Idol Joe Zawinul von Weather Report vor. Tats\u00e4chlich konnte er auf dem bundlosen E-Bass aus dem Kopf eine Bach-Fuge oder das Charlie Parker-Solo \u00fcber \u201eDonna Lee\u201c spielen, in atemberaubendem Tempo, geschickt und genau wie ein Weltklasse-Violinist. Als er bei Weather Report einstieg, avancierte er zum Superstar und Co-Produzenten der Band. Seine Aufnahmen mit der S\u00e4ngerin Joni Mitchell gelten als Meisterwerke. 1979 gab er ein spektakul\u00e4res Solokonzert bei den Berliner Jazztagen. Durch Alkohol und Kokain ruiniert starb der geniale Bassist 1987 mit nur 35 Jahren, nachdem ihn ein T\u00fcrsteher in New York lebensgef\u00e4hrlich verletzt hatte. Der Dokumentarfilm \u201eJaco\u201c (2014), finanziert von Metallica-Bassist Robert Trujillo, zeigt Aufstieg und Fall des gro\u00dfen Jazzmusikers. Am 1. Dezember 2021 w\u00e4re er 70 Jahre alt geworden.<\/p>\n<p>14.00 Uhr, Das \u00d61 H\u00f6rspiel<br \/>\n<strong>\u201eJa hei\u00dft ja und\u2026\u201c von Carolin Emcke. <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Petra Morz\u00e9, Katharina Knap u.a.. Technik: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Bearbeitung und Regie: Kerstin Sch\u00fctze (ORF 2021) \u201eJa hei\u00dft ja \u2026 und\u201c ist eine akustische Spurensuche, ein Ringen um pr\u00e4zise Beschreibungen in der Debatte \u00fcber prek\u00e4re Geschlechterverh\u00e4ltnisse, \u00fcber Lust und Macht. Der 2016 von Carolin Emcke als Essay ver\u00f6ffentlichte Text dient als Vorlage f\u00fcr ein H\u00f6rspiel, in dem der Ansto\u00df zur #MeToo-Bewegung noch einmal in Erinnerung gerufen, die Auswirkungen offen diskutiert werden. Frauen sprechen \u00fcber Frauen, \u00fcber Erfahrungen und Pr\u00e4gungen \u2013 \u00fcber falsche Rollenbilder, Medienhypes und Gewohnheiten. \u00dcber Badem\u00e4ntel und die eigene Schuld. \u00dcber Tugend und Terror. Regisseurin Kerstin Sch\u00fctze komponiert mit Emckes Worten und Originalt\u00f6nen, betreibt Recherche f\u00fcr und mit den H\u00f6rer\/innen.<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: \u201eCasta Diva\u201c zum Dessert? Risiken und Nebenwirkungen der Tafelmusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Georg Philipp Telemann hat seine Tafelmusik geschrieben, damit sich die Speisenden auch richtig wohl f\u00fchlen beim Essen. In fr\u00fcheren Zeiten waren die Mahlzeiten wichtige Anl\u00e4sse, zu denen Musik aufgef\u00fchrt wurde. Heute ist das seltener der Fall, aber Musik ist in Restaurants allgegenw\u00e4rtig. Manche G\u00e4ste versetzt sie in gute Stimmung. Andere finden Musik, die im Hintergrund l\u00e4uft, extrem nervend. Es gibt sogar eine Organisation, die \u201emusikfreie\u201c Restaurants auflistet. Passen \u201eCasta Diva\u201c, die Schicksalssymphonie oder die Kleine Nachtmusik zum Drei-G\u00e4nge-Men\u00fc? Restaurantinhaber m\u00fcssen entscheiden, ob Klassik ihrem Lokal die entsprechende Aura verleiht oder eher st\u00f6ren k\u00f6nnte. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Musik im Restaurant zudem h\u00f6chst unterschiedlich wahrgenommen wird. BR-KLASSIK ist Empfindungen wie Empfindlichkeiten auf der Spur. Eine Sendung von Elgin Heuerding<\/p>\n<p>17:05 bis 17:55 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Jazz &amp; Politik: Politisches Feuilleton<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel. Diese Sendung h\u00f6ren Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Live Jazz Henri Texier Trio | Les Lilas, Frankreich, Februar 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Henri Texier Trio | Henri Texier, db | S\u00e9bastien Texier, sax | Gautier Garrigue, dr | Le Triton, Les Lilas, Frankreich, Februar 2021<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert: KLAENG Festival<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das K\u00f6lner KLAENG Kollektiv besteht nicht nur zum Gro\u00dfteil aus WDR Jazzpreistr\u00e4gern, die Musiker haben sich auch einen Namen als Festivalveranstalter gemacht. Wir sind live beim KLAENG Festival 2021 im K\u00f6lner Stadtgarten dabei!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die regionale mit der internationalen Szene verbinden und dabei (Genre-)Grenzen \u00fcberwinden. Das ist das Ziel des j\u00e4hrlich stattfindenden K\u00f6lner KLAENG Festivals. Die sieben Musiker des KLAENG Kollektivs bieten dabei K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler eine B\u00fchne, die sie, wie sie selbst sagen, gerne mal live sehen w\u00fcrden. So entsteht ein pers\u00f6nliches, handverlesenes wie vielf\u00e4ltiges Festivalprogramm, von dem wir Ausschnitte in WDR 3 Konzert pr\u00e4sentieren. Aufnahmen aus dem K\u00f6lner Stadtgarten<\/p>\n<p>22:00 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Die besondere Aufnahme: Alfred Schnittke<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ausschnitte aus den Filmmusiken zu \u201eTagessterne\u201c, \u201eDer Liebling des Publikums\u201c und \u201eVater Sergius\u201c. Rundfunkchor Berlin; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin; Leitung: Frank Strobel. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 im Haus des Rundfunks Berlin. Gespr\u00e4chsgast: Frank Strobel<\/p>\n<p>22:03 \u2013 23:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>Jazztime: The Twin Planet \u2013 Jack DeJohnettes Band Special Edition\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J\u00fcrgen Schaal. Jack DeJohnette, auch heute noch einer der angesagtesten Schlagzeuger im Jazz, gr\u00fcndete 1979 eine ganz besondere Band mit zwei Saxofonisten. Er nannte sie seine \u201eSpecial Edition\u201c. David Murray und Arthur Blythe waren die Bl\u00e4ser der Startformation. Sp\u00e4ter folgten Chico Freeman, John Purcell, Greg Osby, Gary Thomas und andere. Auf wunderbar undogmatische Weise bereitete diese Special Edition die Jazzgeschichte auf \u2013 mit einer Originalit\u00e4t, die zuweilen ans Bizarre grenzt. \u00dcber die Mitglieder seiner Band sagte DeJohnette: \u201eAls Pers\u00f6nlichkeiten und als Musiker waren sie alle Charaktere.\u201c<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Forum neuer Musik 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Eres Holz<\/strong>: \u201eDunkle Risse\u201c (UA). Kompositionsauftrag des Deutschlandfunks. Asasello Quartett: Rostislav Kozhevnikov \u2013 Violine; Barbara Streil \u2013 Violine; Justyna Sliwa \u2013 Viola; Teemu My\u00f6h\u00e4nen \u2013 Violoncello<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahme vom 26.10.2021 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, K\u00f6ln. Am Mikrofon: Hanno Ehrler<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Eres Holz\u2019 Streichquartett \u201eDunkle Risse\u201c beginnt der k\u00fcnstlerische Teil des Forums neuer Musik 2021. Die diesj\u00e4hrige Ausgabe steht unter dem Motto \u201eWollen wir den Tod \u00fcberwinden?\u201c und verkn\u00fcpft die Thematik des menschlichen Sterbens mit trans- und posthumanem Denken. Holz, geboren 1977 in Israel, befasst sich k\u00fcnstlerisch seit L\u00e4ngerem mit Fragen von Grenz\u00fcberschreitung, Tod und Identit\u00e4t. Damit das Leben nicht zum toten Dasein verk\u00fcmmere, pl\u00e4diert er daf\u00fcr, auch negative Aspekte wie die Verg\u00e4nglichkeit in den Fokus zu nehmen. Sein vom Deutschlandfunk beauftragtes f\u00fcnfs\u00e4tziges St\u00fcck unterbricht, so Holz, das \u201eKontinuum der Kl\u00e4nge\u201c. Es \u201eoszilliert zwischen H\u00f6hen und Tiefen, zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit\u201c und f\u00fchrt seine H\u00f6rer und H\u00f6rerinnen in Grenzbereiche des Existenziellen. Die Urauff\u00fchrung bzw. Ersteinspielung mit dem K\u00f6lner Asasello Quartett erklingt auf den Ausspielwegen des Deutschlandfunks.<\/p>\n<p>22:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>11. Birdland Radio Jazzfestival: Jazz extra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musik von Timo Vollbrecht, Louise Jallu 4tet, Stefano Bollani, John Scofield-Dave Holland Duo und anderen. Moderation: Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel. Fortsetzung um 0.03 Uhr auf Bayern 2<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>The Artist\u2019s Corner | Cirque<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die elektroakustische Musik von Mich\u00e8le Bokanowski<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Open Sounds: Blaues Rauschen 2021 #1<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Duo Freya Hattenberger \/ Peter Simon macht in einem bioakustischen Experiment auf Beziehungen zu nicht-humanen Lebewesen aufmerksam. Caroline Profanter webt das Publikum in ein Netz mikrotonaler Feedbacks ein, bis nicht mehr zwischen Ursprung und Echo zu unterscheiden ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Alles Lebendige braucht Kommunikation. Selbst wenn es kein Sprachorgan besitzt, hat es eine Stimme. Biologische Prozesse lassen Schallereignisse entstehen und liefern Lebenszeichen. In einem laborartigen Aufbau untersucht das Duo Simon \/ Hattenberger mit Methoden der Bioakustik die Lauterzeugung von Mikroben und treten mit ihnen in einen k\u00fcnstlerisch-experimentellen Dialog. Ihre \u201eStimmen\u201c sind die Instrumente, die die beiden stimulieren und orchestrieren. H\u00f6rbar wird eine Manifestation des Lebens an sich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Quadrophones Flirren und Schwirren f\u00fcllt den Raum. Klang wird Skulptur, die uns zugleich in ihr Inneres hineinzieht. Das filigrane Klanggewebe bringt vier im Raum verteilte Objekte zum Schwingen. Caroline Profanters Projekt pendelt an der Grenze des Wahrnehmbaren zwischen den Polen fixierter Sounds einer Installation und improvisatorischer Freiheit. Die elektronischen mikrotonalen Kl\u00e4nge erzeugen einen Feedback-Circuit \u2013 aus den vier Klangk\u00f6rper wird ein t\u00f6nender Organismus, der sich kontinuierlich ver\u00e4ndert, moduliert durch elektronische Interferenzen der Umgebung. Mikroskopische Field Recordings kontrastieren und erg\u00e4nzen die Klangskulptur durch Spatialisierung \u00fcber die raumspezifische Lautsprecherkonfiguration. Die Performance entf\u00fchrt uns in ein Spiel der Wahrnehmung zwischen organischen und synthetischen Klangformen und den Grauzonen dazwischen.. Aufnahme vom 29. September aus dem Atelier Automatique, Bochum<\/p>\n<p>23:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Lange Nacht: \u201eInto the Deep\u201c \u2013 Eine Lange Nacht \u00fcber Tiefe in der Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">von Olaf Karnik und Volker Zander. Regie: Philippe Br\u00fchl. Wiederholung vom 13.\/14.04.2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Klassik \u00fcber Jazz und Blues bis zu Folk und Rockmusik \u2013 seit jeher gilt Tiefe als besonderes Qualit\u00e4tskriterium. Wo es Musik gelingt, tiefe Empfindungen auszudr\u00fccken und hervorzurufen oder tiefgr\u00fcndig Erfahrungen zu reflektieren, dringen T\u00f6ne und Texte tief in die Seele ihrer Zuh\u00f6rer ein. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zelebriert und recodiert besonders die afro-amerikanische Popularmusik die Qualit\u00e4t der Deepness (Tiefe) in Blues, Spiritual Jazz, Soul oder House. Diese Tendenz \u00fcberschneidet sich zum Teil mit einer ganz anderen Dimension von Tiefe \u2013 den Bassfrequenzen. Ob im Kirchenraum, im Kino oder im Club, Bass zielt auf Bauch und Herz und l\u00e4sst Gemeinschaften vor Furcht und Freude erzittern. Von einer Kultur der tiefen T\u00f6ne kann die Rede sein, wo sich in der Pop-Musik der Bass heute von seiner einstigen Begleitfunktion emanzipiert und zum dominanten Sound in Reggae, Hip-Hop, Dubstep und anderen Spielarten elektronischer Tanzmusik entwickelt hat. Eine \u201eLange Nacht\u201c \u00fcber unterschiedliche Tiefendimensionen in der Musik. Die dritte Stunde der Langen Nacht beruht auf dem Feature von Olaf Karnik und Volker Zander \u201eBass ist Boss \u2013 Die Kultur der tiefen T\u00f6ne\u201c das 2018 in der Sparte Radio Music f\u00fcr den Prix Europa nominiert war.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 21.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:03 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>radioJazznacht extra: 11. Birdland Radio Jazz Festival<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Live-Musik und Hintergr\u00fcnde von einem ungew\u00f6hnlichen Jazz-Spielort. Highlights und R\u00fcckblicke auf das Beste vom Festival. Moderation: Ulrich Habersetzer und Roland Spiegel<\/p>\n<p>00:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Lange Nacht: \u201eInto the Deep\u201c \u2013 Eine Lange Nacht \u00fcber Tiefe in der Musik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">von Olaf Karnik und Volker Zander. Regie: Philippe Br\u00fchl. Wiederholung vom 13.\/14.04.2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Klassik \u00fcber Jazz und Blues bis zu Folk und Rockmusik \u2013 seit jeher gilt Tiefe als besonderes Qualit\u00e4tskriterium. Wo es Musik gelingt, tiefe Empfindungen auszudr\u00fccken und hervorzurufen oder tiefgr\u00fcndig Erfahrungen zu reflektieren, dringen T\u00f6ne und Texte tief in die Seele ihrer Zuh\u00f6rer ein. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zelebriert und recodiert besonders die afro-amerikanische Popularmusik die Qualit\u00e4t der Deepness (Tiefe) in Blues, Spiritual Jazz, Soul oder House. Diese Tendenz \u00fcberschneidet sich zum Teil mit einer ganz anderen Dimension von Tiefe \u2013 den Bassfrequenzen. Ob im Kirchenraum, im Kino oder im Club, Bass zielt auf Bauch und Herz und l\u00e4sst Gemeinschaften vor Furcht und Freude erzittern. Von einer Kultur der tiefen T\u00f6ne kann die Rede sein, wo sich in der Pop-Musik der Bass heute von seiner einstigen Begleitfunktion emanzipiert und zum dominanten Sound in Reggae, Hip-Hop, Dubstep und anderen Spielarten elektronischer Tanzmusik entwickelt hat. Eine \u201eLange Nacht\u201c \u00fcber unterschiedliche Tiefendimensionen in der Musik. Die dritte Stunde der Langen Nacht beruht auf dem Feature von Olaf Karnik und Volker Zander \u201eBass ist Boss \u2013 Die Kultur der tiefen T\u00f6ne\u201c das 2018 in der Sparte Radio Music f\u00fcr den Prix Europa nominiert war.<\/p>\n<p>00:05:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Die \u00d61 Jazznacht:\u00a0 Jakob Zimmermann im Studio, Luis Bonilla\/Sigi Feigl Quintett im Juni 2021 in Graz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Studio-Gast ist der Pianist und Keyboarder Jakob Zimmermann. Der 21-J\u00e4hrige aus Bludenz, der seit Kurzem in Wien lebt, hat trotz seiner jungen Jahre bereits einen erstaunlichen Karriereweg hinter sich gebracht. Im Gespr\u00e4ch mit Christian Bakonyi zeichnet er selbigen nach und spricht auch \u00fcber seine in der Edition \u201e\u00d61 -Jazz Contemporary\u201c erschienene Deb\u00fct-CD \u201eResistance\u201c. Der Konzertmitschnitt, aufgenommen von den Kollegen des Landesstudios Steiermark, stammt aus dem Tube\u2019s in Graz. Da spielte am 2. Juni 2021 das Quintett von Saxofonist Sigi Feigl und Posaunist Luis Bonilla gro\u00df auf, angetrieben von einer ebenso formidablen, mit Sascha Mutic (Klavier), Wolfram Derschmidt (Kontrabass) und Karlheinz Miklin jr. (Schlagzeug) besetzten Rhythmusgruppe. Ein weiterer Programmpunkt ist dem Pianisten, Organisten und S\u00e4nger Malcolm \u201eMac\u201c John Rebennack Jr. alias Dr. John gewidmet: Die im Juni 2019 verstorbene Musiklegende aus New Orleans w\u00e4re am 20. November 80 Jahre alt geworden. Gestaltung: Christian Bakonyi<\/p>\n<p>07:30 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Kakadu f\u00fcr Fr\u00fchaufsteher: K\u00f6nnen Pflanzen h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Silvia Kurschus. Moderation: Fabian Schmitz. Egal ob man die Bl\u00e4tter untersucht, den Stamm oder die Bl\u00fcten \u2013 Fakt ist, Pflanzen haben keine Ohren. Dennoch behaupten viele Menschen, dass Pflanzen sehr wohl auf Ger\u00e4usche und Musik reagieren. Doch ist es wirklich so, dass Pflanzen, die mit Musik beschallt werden, einen schnelleren Wuchs zeigen und mehr Fr\u00fcchte mit mehr Aroma bilden? Und wenn dem so ist, wie h\u00f6ren Pflanzen ohne Ohren?<\/p>\n<p>13:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Kaisers Kl\u00e4nge \u2013 Musikalische Entdeckungsreisen Reigen seliger Geister \u2013 Musik aus dem Schattenreich<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Niels Kaiser. Sprechen k\u00f6nnen sie ja nicht mehr. Also melden sich die Verstorbenen mit Musik aus dem Jenseits zur\u00fcck. Sie schweben einher zu einem Reigen seliger Geister oder schwingen ihr wei\u00dfes Gebein zum n\u00e4chtlichen Tanz auf dem Kirchhof. Auch der Tod selbst mit seiner Geige ist ein leidenschaftlicher Musikant. Skurril bis schalkhaft klingt die Musik aus dem Schattenreich, aber auch traurig und sehnsuchtsvoll.<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Interpretationen: Lieder zwischen Liebe und Tod <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die \u201eTurangal\u00eela-Symphonie\u201c von Olivier Messiaen. Gast: Kent Nagano, Dirigent. Moderation: Margarete Zander<\/p>\n<p>17:10:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Spielr\u00e4ume Spezial: TV is the thing this year! <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Ausrufung des 21. November zum \u201eWelttag des Fernsehens\u201c im Jahr 1996 durch die Vereinten Nationen ging nicht ganz ohne Widerspruch vonstatten. Trotz des hehren Ziels, damit Frieden, Sicherheit, soziale Entwicklung und kulturellen Austausch f\u00f6rdern zu wollen, lehnten elf Nationen (darunter Deutschland) diesen Welttag ab. Auch in der Popmusik scheint TV-Skepsis zu \u00fcberwiegen: \u201eYou will obey me while I lead you, and eat the garbage that I feed you\u201c sang Frank Zappa 1973 \u00fcber das Fernsehen als Werkzeug der Manipulation. Wie viel begeisterter klang da noch Dinah Washington zwei Jahrzehnte fr\u00fcher in der Aufbruchsstimmung der fr\u00fchen 50er-Jahre: \u201eRadio was great, now it\u2019s out of date. TV is the thing this year!\u201c Doch sogar ihre Euphorie bezog sich weniger auf das Programm als auf den Fernsehtechniker ihres Vertrauens und dessen raffinierte Tricks im Umgang mit ihrer sensiblen Antenne &#8230; Gestaltung: Michael Neuhauser<\/p>\n<p>19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>hr-Bigband Konzerte und Produktionen u.a. mit: Timeless \u2013 John Abercrombie Teil 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Konzerte und Produktionen u.a. mit: Timeless \u2013 John Abercrombie | hr-Bigband w\/ Martin Scales, cond. by Jim McNeely | Livestream aus dem hr-Sendesaal, Frankfurt, Mai 2021, Teil 2<\/p>\n<p>19:26 \u2013 20:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: Gesch\u00e4tzt. Untersch\u00e4tzt \u2013 Der Pianist Wynton Kelly<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Henry Altmann. Auf den Alben \u201eKind of Blue\u201c von Miles Davis und \u201eGiant Steps\u201c von John Coltrane hat Wynton Kelly 1959 Jazzgeschichte mitgeschrieben. Der Pianist war ein Meister der \u201elocked hands\u201c, des Verteilens der Akkordt\u00f6ne auf zwei H\u00e4nde. Kollegen sch\u00e4tzten ihn \u00fcber alle Ma\u00dfen. \u201eEr legt hinter dem Solisten Blumen aus\u201c, sagte Schlagzeuger Philly Joe Jones. Kelly spielte mit den Gr\u00f6\u00dften und kam trotz eigener Alben nie ganz gro\u00df raus. Er war ein K\u00f6nig der Begleiter \u2013 und starb v\u00f6llig verarmt im Alter von 39 Jahren. Was er hinterlie\u00df sind Delikatessen des subtil groovenden, farbenreichen Jazz.<\/p>\n<p>19:34:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00d61 Kunstsonntag: Radiosession: Dennis Brandner, Philipp Kienberger und Hubert Br\u00fcndlmayer im Studio 2 des Wiener Funkhauses <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Manche Ideen brauchen Zeit, um zu reifen: 15 Jahre ist es her, seit sich der Saxofonist Dennis Brandner und der Kontra- und E-Bassist Philipp Kienberger in der gemeinsamen Heimatstadt Wolfsberg in K\u00e4rnten kennengelernt haben. Beide waren damals getrieben vom Willen, Musik -insbesondere improvisierte Musik -in all ihren Facetten zu verstehen. Kurze Zeit nach der Begegnung und einem ersten Versuch, eine gemeinsame Band auf die Beine zu stellen, zog Brandner nach New York, wo er seither lebt und arbeitet. Der Wunsch, zusammen zu arbeiten, blieb -und wurde 2021 endlich Realit\u00e4t: Dennis Brandner und der mittlerweile in Wien beheimatete Philipp Kienberger haben sich daf\u00fcr den kongenialen Schlagzeuger Hubert Br\u00fcndlmayer ins Boot geholt. Rastlosigkeit, Virtuosit\u00e4t und Energie pr\u00e4gen die Kompositionen des Trios: Beeinflusst von den Musiken dieser Welt, setzen die Musiker konsequent ihre eigene Vorstellung davon in Szene. Gestaltung: Helmut Jasbar<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Unterm Radar II<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin. Aufzeichnung vom 22.10.2021. <strong>Andrzej Panufnik<\/strong>: \u201eHarmony\u201c, Poem f\u00fcr Kammerorchester | <strong>Micha\u0142 Spisak<\/strong>: Andante und Allegro | <strong>Andrzej Panufnik<\/strong>: Konzert f\u00fcr Violine und Orchester | <strong>Hanns Eisler<\/strong>: Ernste Ges\u00e4nge f\u00fcr Bariton und Streichorchester | <strong>Miloslav Kabel\u00e1\u010d<\/strong>: Sinfonie Nr. 4. G\u00fcnter Papendell, Bariton; Piotr Plawner, Violine; Kammersymphonie Berlin; Schlesisches Kammerorchester Katowice. Leitung: J\u00fcrgen Bruns<\/p>\n<p>20:55:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00d61 Kunstsonntag: Milestones: Dr. John: \u201eDuke Elegant\u201c (1999) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Jahr 1999 ver\u00f6ffentlicht Mac Rebennack alias Dr. John anl\u00e4sslich des 100. Geburtstags von Duke Ellington das Tribute-Album \u201eDuke Elegant\u201c. Und der ber\u00fchmte S\u00e4nger-Pianist aus New Orleans erfindet dabei mit routinierter Leichtigkeit Klassiker und Rarit\u00e4ten aus dem Oeuvre des Duke neu. Dr. Johns Cover-Versionen sind keine traditionsbewussten \u201eJazz-Finger\u00fcbungen\u201c, sondern funkige Neuinterpretationen, die der Musik von Ellington erfrischend gut tun.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Niveau ist durchgehend hoch und inspiriert, wof\u00fcr auch Musiker wie Saxofonist Ronnie Cuber und Gitarrist Bobby Broom verantwortlich sind. Einer der musikalischen H\u00f6hepunkte ist die unglaublich l\u00e4ssige Version von \u201eIt Don\u2019t Mean a Thing (If It Ain\u2019t Got That Swing)\u201c. Die Groove-Legende aus New Orleans verneigt sich stilvoll vor dem Gro\u00dfmeister des orchestralen Jazz. Am 20. November h\u00e4tte der 2019 verstorbene Mac Rebennack seinen 80. Geburtstag gefeiert. Gestaltung: Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Konzertdokument der Woche: Forum neuer Musik 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Sarah Nemtsov<\/strong>: \u201eRoses for my Funeral\u201c \u2013 Konzeption: Sarah Nemtsov und Heinrich Horwitz. Wortregie: Noam Brusilovsky. Decoder Ensemble: Sonja Lena Schmid, Violoncello; Leopold Hurt, Zither; Sebastian Berweck, Klavier\/Keyboard; Jonathan Shapiro, Schlagwerk. Aufnahme der Radiofassung vom 17.-21.10.2021 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Am Mikrofon: Leonie Reineke<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eRoses for my Funeral\u201d ist ein durchkomponiertes Gef\u00fcge aus Musik, Schauspiel, Text, Performance und Licht \u2013 und inhaltlich der Ausgangspunkt f\u00fcr das Forum neuer Musik unter dem Motto \u201eWollen wir den Tod \u00fcberwinden?\u201c. F\u00fcr Sarah Nemtsov ist \u201eRoses\u201c ein Einspruch gegen die Normierung von Trauer, gegen die Tabuisierung von Tod und Verg\u00e4nglichkeit. Die Komponistin, Regisseurin Heinrich Horwitz und das Hamburger Decoder Ensemble verstehen ihr St\u00fcck weniger als beklemmend und d\u00fcster, vielmehr als Assoziationsraum und als Pl\u00e4doyer f\u00fcr das Leben \u2013 angereichert mit Kraft, Zorn und sogar Komischem. Dies artikuliert sich in Kl\u00e4ngen und Worten, die laut, fragil und vielschichtig sind und Genregrenzen nicht kennen. F\u00fcr das Forum neuer Musik 2021 wurde das vom<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musikfonds und der Ernst von Siemens Musikstiftung gef\u00f6rderte Projekt in einer Radiofassung produziert, die hier auf den Ausspielwegen des Deutschlandfunks ausgestrahlt wird.<\/p>\n<p>22:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel-Premiere | Imperium von Christian Kracht (Teil 1\/2) Radikaler Vegetarier gr\u00fcndet Sekte in \u00dcbersee<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter Imperium verstand man im antiken Rom urspr\u00fcnglich die Amtsgewalt eines Beamten, sp\u00e4ter generell den r\u00f6mischen Herrschaftsbereich (Imperium Romanum), davon abgeleitet weitere Gro\u00df- und Weltreiche. Krachts Imperium kommt als ironisch gebrochene S\u00fcdseeballade daher, in bewusster Anlehnung (inklusive Zitate) an z.B. Joseph Conrad, Jack London und die Comicfigur Corto Maltese des italienischen Comiczeichners Hugo Pratt.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Die Lieblingswerke von Peter Burwik \u2013 Peter Burwik empfiehlt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Peter Burwik studierte bei Hans Swarowsky in Wien Dirigieren und promovierte in Theaterwissenschaft an der Universit\u00e4t Wien. 1968 gr\u00fcndete er das Wiener Universit\u00e4tsorchester, 1971 das ensemble XX. jahrhundert, das heuer 50. Geburtstag feiert und dessen Direktor er bis heute ist. An der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien war Burwik als ao. Professor im Rahmen von \u201eInterpretation und Auff\u00fchrungspraxis Neuer Musik\u201c verantwortlich f\u00fcr den Aufbau der F\u00e4cher \u201eKompositionspraktikum\u201c sowie \u201eMusik der Gegenwart\u201c. In diesem \u201eZeit-Ton extended\u201c stellt Burwik Musik und Interpretationen vor, die ihn gepr\u00e4gt haben. Gestaltung: Rainer Elstner<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Neue Musik: Begleitungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Hier ist alles anders. Der Hintergrund wird zum Vordergrund. Bei den St\u00fccken fehlt mitunter die Melodie, die Begleitung wird zum \u201eThema\u201c. Bahn frei f\u00fcr das, was sonst \u201edarunter\u201c liegt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Rolf Riehm montiert f\u00fcr sein Schubert Teilelager Begleitfiguren eines Schubert-Liedes zu einem \u201eWechselspeil von N\u00e4he und Ferne\u201c. Helmut Lachenmann stellt in Notturno das Prinzip Solokonzert auf den Kopf: Das Orchester wird von der Solistin \u201ebegleitet\u201c, sie bereitet vor, gleicht aus, modifiziert, \u201er\u00fcckt das Ganze in eine andere Perspektive und wirkt so als eine Art Schl\u00fcsselfigur.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Wolff stellt in Accompaniments den Pianisten vor ein spezielles Multitasking: Er muss hier frei singen und sich dabei auch noch selbst mit Klavier und Schlagzeug begleiten. Auf die Spitze getrieben wird das Umkehr-Prinzip in Johannes Kreidlers Minusbolero. Der Konzeptk\u00fcnstler subtrahiert die Melodie von Ravels Bolero. \u00dcbrig bleibt \u201eein Bolero-Skelett mit dem bekannt-markanten Rhythmus sowie dem unnachahmlichen Crescendo, im Unh\u00f6rbaren begonnen und ins Brachiale gesteigert\u201c. Das Original, von dem Ravel einmal selbst sagte, es enthalte keine Musik, wird ad absurdum gef\u00fchrt. Nur eine Provokation oder braucht, fragt Kreidler keck, das St\u00fcck, weil es \u201eso bekannt ist, dass die Kenntnis der Melodie vorausgesetzt werden kann\u201c, diese am Ende gar nicht mehr?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Ausschnitten aus: Rolf Riehm: Schubert Teilelager f\u00fcr Streicher; Ensemble Oriol, Leitung: Sebastian Gottschick | Helmut Lachenmann: Notturno, Musik f\u00fcr Julia f\u00fcr kleines Orchester mit Violoncello solo; Karolina \u00d6hmann; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Lin Liao | Christian Wolff: Accompaniments for pianist, singing and playing percussion; Frederic Rzewski, Stimme, Klavier und Schlagzeug | Johannes Kreidler: Minusbolero f\u00fcr Orchester; SWR Symphonieorchester, Leitung: Rupert Huber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 46. Wie es mit der Live-Musik weitergeht, das kann sich schnell \u00e4ndern. Das Radio dagegen spielt und spielt und spielt. 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