{"id":26093,"date":"2021-11-07T12:00:44","date_gmt":"2021-11-07T11:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=26093"},"modified":"2021-11-12T10:36:30","modified_gmt":"2021-11-12T09:36:30","slug":"die-radiowoche-vom-08-11-2114-11-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/11\/die-radiowoche-vom-08-11-2114-11-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 08.11.21\u201314.11.2021"},"content":{"rendered":"<h1>Die Radiowoche vom 07.11.21\u201314.11.2021<\/h1>\n<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 45. Man hat ja sonst auch keinen Spa\u00df daran, wenn so viel fehlt. Hier die pers\u00f6nliche Auswahl im Bereich Musik, Feature und anderes Kluges im Radio in der zweiten Novemberwoche, wo die Abende bekanntlich l\u00e4nger werden und k\u00e4lter und dunkler.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mo \u2013 08.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>12:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, \u201eOrchester-Stratege\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. F\u00fcr viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund f\u00fcnfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerth\u00e4usern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. Seine Aufgabe: so viele Berufsch\u00f6re und -orchester wie m\u00f6glich in den neuen Bundesl\u00e4ndern zu erhalten.<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz und Rainer Elstner. <\/strong><\/p>\n<p>20:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>In Concert: Jazzfest Berlin \u2013 Bobo Stenson Trio<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Pierre Boulez Saal. Aufzeichnung vom 04.11.2021. Moderation: Matthias Wegner<\/p>\n<p>21:30 Uhr\u00a0 | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Routine im Alltag, aber niemals auf der B\u00fchne \u2013 Die Sopranistin Anna-Lena Elbert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ilona Hanning. Yoga, home workouts und Lieder. F\u00fcr die Sopranistin Anna-Lena Elbert geh\u00f6rt das zusammen. Auch musikalisch m\u00f6chte sie sich noch nicht festlegen. Ihr Repertoire ist vielseitig, von der Renaissance bis zur zeitgen\u00f6ssischen Musik. Sie ist Solistin und Mitglied eines Vokalquartettes. In der neuen Oper von Gordon Kampe \u201eSpring doch\u201c singt sie an der Bayerischen Staatsoper die Titelrolle. Eine gro\u00dfe Leidenschaft ist f\u00fcr die M\u00fcnchnerin auch das Lied, deshalb studiert sie derzeit an der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater M\u00fcnchen im Master Liedgestaltung.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz Now Aus dem Dschungel der Neuver\u00f6ffentlichungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: FEE. &amp; hr-Bigband | Julian Siegel Jazz Orchestra | Bill Carrothers &amp; Vincent Courtois. Jazz-Now. Am Mikrofon: Karmen Mikovic<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, \u201eOrchester-Stratege\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. F\u00fcr viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund f\u00fcnfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerth\u00e4usern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. Seine Aufgabe: so viele Berufsch\u00f6re und -orchester wie m\u00f6glich in den neuen Bundesl\u00e4ndern zu erhalten.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Zwischen R\u00fcckblick und Vorausschau. 100 Jahre Donaueschinger Musiktage (2) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gestaltung: Nina Polaschegg. 100 Jahre lang z\u00e4hlen die Donaueschinger Musiktage nun schon als zentraler Fixpunkt im Jahreskreis zeitgen\u00f6ssischer Musik. Ein Festival voller Urauff\u00fchrungen, das sich nach und nach neuen Entdeckungen und Formaten widmete. Ob Elektronische Musik, neuer freier Jazz oder Klanginstallationen. Ob sp\u00e4t aber dennoch seit einiger Zeit Musik aus Frauenhand entworfen oder Grenzgebieten zu Performance und Improvisation. In der Jubil\u00e4umsausgabe trugen die Veranstalter nicht nur der Historie des Festivals Rechnung, sondern sp\u00fcrten in verschiedenen Formaten dem Hier &amp; Jetzt nach \u2013 und das bedeutet im Jahr 2021 Fragen nach zeitgen\u00f6ssischem Komponieren rund um den Globus zu stellen. \u201eZeit-Ton\u201c bringt Ausschnitte der vier Tage w\u00e4hrenden Festivalausgabe (14.-17. Oktober 2021).<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazztoday \u2013 Neues aus K\u00f6ln<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit der Band \u201eAcht\u201c des Klarinettisten Oliver Leicht, mit \u201eFour on the Outside\u201c und mit dem Quartett des Trompeters Markus Stockhausen. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 09.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Unter freiem Himmel \u2013 Neue Musik im \u00f6ffentlichen Raum<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hubert Steins. Projekte im \u00f6ffentlichen Raum konfrontieren eine breitere \u00d6ffentlichkeit mit Neuer Musik. Seit der Corona-Krise gelten sie auch als Alternative zum Streaming-Konzert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bereits seit den 70er-Jahren gelten musikalische Interventionen in den \u00f6ffentlichen Raum als probates Mittel der zeitgen\u00f6ssischen Musik, sich einer breiteren \u00d6ffentlichkeit zu stellen. Dank der von L\u00e4ndern und St\u00e4dten aufgelegten F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Kultur im \u00f6ffentlichen Raum positionierte sich nun die Neue Musik auch im Zuge der pandemiebedingten Einschr\u00e4nkungen verst\u00e4rkt mit Projekten im \u00f6ffentlichen Raum. Sind solche Konzepte als Alternative zum Streaming-Konzert nur Notbehelf oder aber eine Chance, das zeitgen\u00f6ssische Musikschaffen aus der viel beschworenen Isolation zu befreien? Und mit welchen Strategien kann und soll f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum komponiert werden?<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Christoph Reiserer<\/strong>: \u201eHere We Are\u201c (Christoph Reiserer, Saxofon; Gunnar Geisse, Gitarre; Stefan Blum, Schlagzeug); <strong>Klaus-Peter Werani<\/strong>: \u201e3R\u00e4ume\u201c (Klaus-Peter Werani, Viola); <strong>Nikolaus Brass<\/strong>: \u201eVon wachsender Gegenwart\u201c (M\u00fcnchener Kammerorchester: Alexander Liebreich); <strong>Gunnar Geisse<\/strong>: \u201eStetiges Jetzt \u2013 Diskrete Zeit\u201c (Geoff Goodman, Gitarre; Gunnar Geisse, Gitarre, Eletronik); <strong>Stephan Stiens<\/strong>: \u201eHallraum \u2013 Ins Offene\u201c (Guitar Company); <strong>Nicolaus Richter de Vroe<\/strong>: \u201eAvenir\u201c (Wolfgang Mitterer, Orgel; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Johannes Kalitzke)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. <\/strong><\/p>\n<p>20:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Konzert: H\u00f6rprobe \u2013 Konzertreihe mit deutschen Musikhochschulen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Live aus dem gro\u00dfen Saal der Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. <strong>Dmitrij Schostakowitsch:<\/strong> 2. Satz \u201eAllegro con brio\u201c aus \u201eKlaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67\u201c \u2013 Delyria Trio | <strong>Lydia Balz<\/strong> (*1984): \u201edurch pausen\u201c f\u00fcr Klarinette und Schlagzeug (Urauff\u00fchrung) \u2013 M\u00e1ty\u00e1s \u00c1brah\u00e1m, Klarinette, Younyoung Choi, Schlagzeug | <strong>Felix Mendelssohn Bartholdy<\/strong>: Klaviertrio c-Moll op. 66; daraus: 1. Satz Allegro energico e con fuoco oder 4. Satz Finale. Allegro appassionato \u2013 Hanari Trio | <strong>Mieczys\u0142aw Weinberg<\/strong>: Partita f\u00fcr Klavier op. 54 (Ausz\u00fcge) \u2013 Annalisa Cocciolo, Klavier | <strong>Joseph Haydn<\/strong>: 2. Satz aus Streichquartett op. 76 Nr. 3 \u201eKaiserquartett\u201c \u2013 Malion Quartett | <strong>Hanns Eisler<\/strong>: Lieder nach Texten von Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky \u2013 Alina Huppertz, Sopran; Hilko Dumno, Klavier | <strong>Georg Muffat<\/strong>: a.d. Florilegium primum die Suite \u201eSperantis gaudia\u201c \u2013 Judith von der Goltz, Violine; Rebecca Raimondi, Violine; Florent Laplanche, Viola; Maider D\u00edaz de Gre\u00f1u, Viola; Sylvia Demgenski, Violoncello; Seulki Bae, Cembalo | Josef Tal: Fanfare f\u00fcr Blechbl\u00e4sersextett \u2013 Ensemble der Musikhochschule. Moderation: Miriam Stolzenwald<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert: Mit Johannes Zink \u2013 Glimpses of a Half-Forgotten Future<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Mokale Koapeng<\/strong>: Komeng | <strong>Arnold van Wyk<\/strong>: Five Elegies for String Quartet | <strong>P\u00e9ter Louis van Dijk<\/strong>: iinyembezi\u00a0 | <strong>Priaulx Rainier<\/strong>: Quartet for Strings. Signum Quartett. Aufnahme aus dem K\u00f6lner Funkhaus<\/p>\n<p>20:05 \u2013 21:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: Schaffhauser Jazzfestival 2021 \u2013 Andreas Tschopp Bubaran &amp; Nicolas Masson Quartett<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Mit seinem Bubaran Projekt demonstriert der Posaunist Andreas Tschopp \u00e4u\u00dferst variantenreich, wie sich das imponierende Klangbild eines indonesischen Gamelan Orchesters in abstrahierter Form auch auf ein Jazz-Quintett \u00fcbertragen l\u00e4sst. Der Sound, den der Leader im Verbund mit den Protagonisten seiner Band erzielt, hat eine \u00e4hnlich trancehafte Wirkung. In Nicolas Massons atmosph\u00e4rischen Saxofon-Chorussen schwingt die Jazz-Tradition ebenso mit wie der Bezug zum freien Spiel. Eine wundervolle Erg\u00e4nzung dazu bilden Colin Vallons superbe Piano-Motive und der dezente Groove des Rhythmus-Teams.<\/p>\n<p>20:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Akademiekonzert des Bayerischen Staatsorchesters<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Leitung: Vladimir Jurowski. Solistin: Sophie Pacini, Klavier: <strong>Dmitrij Schostakowitsch<\/strong>: Scherzo, op. 7; Zwei Streichoktetts\u00e4tze, op.11; \u201eTahiti-Trott\u201c, op. 16; Zwei St\u00fccke von Domenico Scarlatti, op. 17; Aus \u201eDas neue Babylon\u201c, Stummfilmmusik; Aus \u201eDie Wanze\u201c, Schauspielmusik<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was f\u00fcr ein spannender Neustart an der Bayerischen Staatsoper! Rund um die Er\u00f6ffnungspremiere der aktuellen Spielzeit, Dmitrij Schostakowitschs Groteske \u201eDie Nase\u201c, hat der neue Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski ein Konzertprogramm entwickelt, das die stilistische Vielseitigkeit des jungen Komponisten aufregend dokumentiert. Im zweiten Akademiekonzert pr\u00e4sentiert Jurowski Werke, denen man anh\u00f6rt, dass Schostakowitsch als Jugendlicher im Kino gejobbt hat und dort als Stummfilmpianist zu den bewegten Bildern blitzschnell passende Kl\u00e4nge finden musste. Man sp\u00fcrt sofort, mit welcher Lust er das ganze musikgeschichtliche Erbe gepl\u00fcndert und in sein Schaffen integriert hat. Und \u00fcberall kommt seine so fr\u00fch ausgepr\u00e4gte Orchestrierungskunst zur Geltung: von den Bearbeitungen zweier Cembalosonaten von Scarlatti \u00fcber die freche Schauspielmusik zu Wladimir Majakowskis Zauberkom\u00f6die \u201eDie Wanze\u201c und die Musik zum Stummfilmdrama \u201eDas neue Babylon\u201c bis hin zu Jazz-Paraphrasen wie dem popul\u00e4ren \u201eTahiti-Trott\u201c und anderen orchestralen Talentproben. Die obligaten Klavierparts \u00fcbernimmt die M\u00fcnchner Pianistin Sophie Pacini. Die ersch\u00fctternde Tiefe von Schostakowitschs sp\u00e4terem Schaffen, die ganze Tragik seines Lebens: Hier, in dieser \u00fcbersprudelnden Musizierlust, nimmt sie ihren Anfang. Auf frappierende Weise erinnert Jurowski daran, dass diese selten zu h\u00f6renden Werke ein wesentlicher Teil seiner k\u00fcnstlerischen Pers\u00f6nlichkeit sind. BR-KLASSIK \u00fcbertr\u00e4gt live aus dem M\u00fcnchner Nationaltheater.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: Schweres Blech und fette Beats \u2013 Jazzrausch Big Band<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufnahme vom 7.8.2021 beim Rheingau Musik Festival im Kurhaus Wiesbaden. Am Mikrofon: Jan Tengeler. Eine \u201eKernschmelze von Bigband-Sound mit House und Techno\u201c hat sich die M\u00fcnchner Jazzrausch Big Band auf die Fahnen geschrieben. Auf das Hypnotische ihrer Musik verweist schon der Name. Ihr Sound vermischt die geballte Kraft von einem guten Dutzend Bl\u00e4serinnen und Bl\u00e4sern mit tanzbaren Beats von Schlagzeug und Computer \u2013 so geschickt, dass man als Zuh \u00f6rer oft nicht merkt, wie das genau funktioniert. Auch auf stilistischer Ebene bewegt sich die Gro\u00dfformation elegant zwischen den Genres: hier ein Zitat von Beethoven, dort eine Anspielung an Wagner, Songs voll deutscher Sprachfetzen wechseln mit jazztypischem Big Band-Sound, dazu stampfende Technorhythmen. All das wird mit unb\u00e4ndiger Spielfreude pr\u00e4sentiert. Dass dabei der Funke nicht nur in Clubs aufs Publikum \u00fcberspringt, sondern sogar in einem Kurhaus, bewies das Ensemble im Rahmen des Rheingau Musik Festivals 2021.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Musikszene: Klingender Kitt \u2013 J\u00fcdische Kunstmusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thilo Braun. \u201e1700 Jahre j\u00fcdisches Leben in Deutschland\u201d \u2013 unter diesem Titel finden im Jahr 2021 zahlreiche Veranstaltungen statt, die an die lange und wechselvolle j\u00fcdisch-deutsche Geschichte erinnern. Die konkrete Zahl bezieht sich auf ein r\u00f6misches Dekret aus dem Jahr 321, das eine j\u00fcdische Gemeinde in K\u00f6ln erw\u00e4hnt; es ist der \u00e4lteste Beleg einer j\u00fcdischen Gemeinschaft n\u00f6rdlich der Alpen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musik hilft dem j\u00fcdischen Volk in der Diaspora, sich als Gemeinschaft zu behaupten und auszudr\u00fccken. Uralte Melodien rufen das kulturelle Erbe ins Ged\u00e4chtnis, Liedtexte formulieren die Sehnsucht nach Zion oder prangern Antisemitismus an. Die Suche nach j\u00fcdischen Kl\u00e4ngen f\u00fchrt vom mittelalterlichen Minnesang \u00fcber die Assimilation zur Zeit Moses Mendelssohns und seines Enkels Felix bis zur Katastrophe des Holocausts und f\u00fchren letztlich zu der Frage, wie j\u00fcdisches Leben im Deutschland des 21. Jahrhunderts gelebt werden kann.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Faszination Neue Musik \u2013 Michael Finnissy: \u201eThe History of Photography in Sound\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es ist ein gigantisches St\u00fcck Klaviermusik, schon von den Dimensionen her: Elf Teile. F\u00fcnfeinhalb Stunden. Und die voll unendlich komplizierten Rhythmen, zahllosen Anspielungen und Zitaten, einem Universum von Bedeutungsebenen. \u201eThe History of Photography in Sound\u201c hei\u00dft das Magnum Opus von Michael Finnissy, und schon die paradoxe Titelformulierung weist darauf hin, dass der britische Komponist, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert, nicht immer den einfachsten, sondern gern auch mal einen verschlungenen Weg w\u00e4hlt. Sieben Jahre, von 1995 bis 2002, hat Finnissy an diesem Klavierzyklus gearbeitet. Er hat dabei gesellschaftliche, philosophische, \u00e4sthetische und politische Themen aufgegriffen, \u00fcber Kolonialismus, Filmtheorie oder Homosexualit\u00e4t reflektiert, zugleich den Fundus der westlichen Musikgeschichte von Bach \u00fcber Sullivan bis Ives ebenso verarbeitet wie amerikanische Spirituals oder traditionelle afrikanische Musik. Und doch hat Finnissy ein Werk von hohem Abstraktionsgrad geschaffen, ein St\u00fcck absoluter Musik, das seinen eigenen Gesetzen gehorcht. Der Pianist Ian Pace, unerschrockener Spezialist f\u00fcr knifflige Partituren, hat den Mammutzyklus vor 20 Jahren in London uraufgef\u00fchrt und kennt das Werk wie kein Zweiter. In der Reihe \u201eFaszination Neue Musik\u201c, pr\u00e4sentiert von BR Franken, f\u00fchrt er uns in und durch Finnissys eindrucksvollen labyrinthischen Kosmos. Eine Sendung von Ian Pace und Thorsten Preu\u00df<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz and More An den R\u00e4ndern des Jazz <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: Christian Br\u00fcckner &amp; Michael Wollny | Anna Gr\u00e9ta | Stan Getz Quartet &amp; Astrud Gilberto. CDs. Am Mikrofon: Martin Kersten<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Zwischen R\u00fcckblick und Vorausschau. 100 Jahre Donaueschinger Musiktage (3)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">100 Jahre lang z\u00e4hlen die Donaueschinger Musiktage nun schon als zentraler Fixpunkt im Jahreskreis zeitgen\u00f6ssischer Musik. Ein Festival voller Urauff\u00fchrungen, das sich nach und nach neuen Entdeckungen und Formaten widmete. Ob Elektronische Musik, neuer freier Jazz oder Klanginstallationen. Ob sp\u00e4t aber dennoch seit einiger Zeit Musik aus Frauenhand entworfen oder Grenzgebieten zu Performance und Improvisation. In der Jubil\u00e4umsausgabe trugen die Veranstalter nicht nur der Historie des Festivals Rechnung, sondern sp\u00fcrten in verschiedenen Formaten dem Hier &amp; Jetzt nach \u2013 und das bedeutet im Jahr 2021 Fragen nach zeitgen\u00f6ssischem Komponieren rund um den Globus zu stellen. \u201eZeit-Ton\u201c bringt Ausschnitte der vier Tage w\u00e4hrenden Festivalausgabe (14.-17. Oktober 2021). Gestaltung: Nina Polaschegg<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: News &amp; Roots \u2013 Neues aus dem hohen Norden<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit dem d\u00e4nischen Schlagzeuger Knorre Kirk, dem norwegischen Pianisten Thomas Torstrup, dem norwegischen Gitarristen Eivind Aarset und mit der japanischen Pianistin Makiko Hirabayashi, die in Kopenhagen lebt. Auswahl und Moderation: Henning Sieverts<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 10.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Eberhard Klemmstein<\/strong>: Sinfonie Nr. 6 (Vogtland Philharmonie: Dorian Keilhack); <strong>G\u00fcnter Thim<\/strong>: \u201eDiletto musicale\u201c (Heidi Gr\u00f6ger, Viola da gamba); <strong>Marcus Maria Rei\u00dfenberger<\/strong>: \u201eMEM 29\u201c (Anna G\u00fctter, Sopran; Stefanie Ernst, Alt; Milen Bozhkov, Tenor; Michael Lion, Bass; Coburger Bachchor; Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg: Peter Stenglein); <strong>Holmer Becker<\/strong>: Zwei Duos (Sojka Quartett); <strong>Waldram Hollfelder<\/strong>: Konzert f\u00fcr Schlagzeug und Zupforchester (Michael Albert, Schlagzeug; Bayerisches Landeszupforchester: Gerhard Vogt)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. <\/strong><\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Classic Sounds in Jazz: Deepest Blue<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Musik von John Coltrane, Kenny Burrell, Joe Pass, Carla Bley, Abbey Lincoln und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Studio Babelsberg \u2013 Aufzeichnung vom 17.10.2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Ursula Mamlok<\/strong>: \u201eGrasshoppers\u201c, sechs Humoresken f\u00fcr gro\u00dfes Orchester | <strong>Erich Walter Steinberg<\/strong>: \u201eMein Volk\u201c, f\u00fcnf Lieder nach Gedichten von Else Lasker-Sch\u00fcler f\u00fcr Sopran und Orchester | <strong>Rosy Wertheim<\/strong>: \u201eDie Insel der Vergessenheit\u201c f\u00fcr Sopran und Orchester \/ \u201eEr rauscht und rauscht\u201c f\u00fcr Sopran und Orchester. Mimit Sheffer, Sopran. Deutsches Filmorchester Babelsberg. Leitung: Robert Reimer<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert mit Claudia Belemann \u2013 WDR 3 Funkhauskonzert<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Johann Sebastian Bach<\/strong>: 4 Fugen aus der \u201eKunst der Fuge\u201c, BWV 1080 | <strong>Thomas Agerfeldt Olesen<\/strong>: Plappergeister, Urauff\u00fchrung | <strong>Robert Schumann<\/strong>: Streichquartett A-Dur, op. 41,3 | <strong>Niels Wilhelm Gade<\/strong>: Willkommen und Abschied. Leipziger Streichquartett. Aufnahme aus dem K\u00f6lner Funkhaus<\/p>\n<p>21:05 \u2013 22:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>NOWJazz Magazin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Bert Noglik. Neues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelm\u00e4\u00dfig pr\u00e4sentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen \u00fcber bevorstehende Events, Rezensionen \u00fcber Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer Alben.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazzfacts What\u2019s going on? \u2013 Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">20 Jahre Clean Feed Records. Kaja Draksler (li.) und Susana Santos Silva. 20j\u00e4hriges Bestehen des portugiesischen Plattenlabels Clean Feed Records<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: Jazz aus N\u00fcrnberg: Live-Mitschnitte \u2013 \u201eSisters in Jazz\u201c beim 8. Vibraphonissimo Festival<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Nicole Joh\u00e4nntgen (Saxofon), Stina Andersdotter (Bass), Naoko Sakata (Piano), Izabella Effenberg (Vibrafon) und Dorota Piotrowska (Schlagzeug). Aufnahme vom 7. Oktober im Ofenwerk N\u00fcrnberg. Moderation und Auswahl: Beate Sampson<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 11.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: constructions \u2013 Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufzeichnung vom 16.06.2021. <strong>Malte Giesen<\/strong>: Tesserakt (2021) f\u00fcr gro\u00dfes Ensemble und akusmatische Elektronik (Urauff\u00fchrung) | <strong>Marco D\u00f6ttlinger<\/strong>: corpus III (2020); f\u00fcr Ensemble, Live-Elektronik und Raumresonanzen (Urauff\u00fchrung). Ensemble Mosaik<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Bayerische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Dietrich Ammende<\/strong>: \u201eRondino\u201c, Sieben Lieder (Lorenz Fehenberger, Tenor; Dietrich Ammende, Klavier); <strong>Kurt Br\u00fcggemann<\/strong>: \u201e13 Portr\u00e4ts nach Bildnissen von Freundinnen meiner Frau\u201c (Robert Jobst, Klavier); <strong>Wolfgang Zoubek<\/strong>: Nocturnes (Bayerisches \u00c4rzteorchester: Reinhard Steinberg); <strong>Franz Alfons Wolpert<\/strong>: Sonate, op. 18 (Willy Horv\u00e1th, Violine; Otto A. Graef, Klavier); <strong>Erna Woll<\/strong>: \u201eMein Gott, lass mich ausgehn\u201c (M\u00fcnchner Frauenchor: Katrin Wende-Ehmer)<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. <\/strong><\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: Verdis Erbe \u2013 Eine musikalische Spurensuche in Parma<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gleich f\u00fcr zwei Jahre ist Parma die Kulturhauptstadt Italiens: 2020 und 2021. Das, was im Corona-Jahr 2020 nicht umgesetzt werden konnte, geht 2021 \u00fcber die B\u00fchne. Denn die Musiktradition Parmas reicht weit zur\u00fcck und die Kulturszene ist lebendig \u2013 das reicht leicht f\u00fcr zwei Jahre. Im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens in Parma steht seit seiner Entstehung das Teatro Regio, begr\u00fcndet 1821 von Napoleons zweiter Ehefrau Maria Luigia. Von Anfang an machten die Auff\u00fchrungen im Teatro Regio \u2013 bis heute eines der renommiertesten Italiens \u2013 \u00a0aus Parma eine besondere Stadt der Musik. Untrennbar ist das Theater mit dem Namen Giuseppe Verdis verbunden, dem bis heute die besondere Verehrung in der Stadt gilt. Die Begeisterung f\u00fcr Opern geht hier durch alle sozialen Schichten und f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung zahlreicher Musikvereine, von denen der \u201eClub dei 27\u201c, nach der Anzahl der Verdi-Opern, der bekannteste ist. 1834 wurde der Genueser Niccol\u00f2 Paganini in Parma Generalmusikdirektor. Ein nach ihm benannter Gitarrenwettbewerb findet seit zwanzig Jahren statt. Nicht zu vergessen die Stiftung Arturo Toscanini und das Konservatorium Arrigo Boito, benannt nach Verdis Librettisten, sie widmen sich der F\u00f6rderung junger K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. BR-KLASSIK nimmt Sie mit zu einem Spaziergang durch die Stadt, der an die gro\u00dfen Namen erinnert und in der Begegnung mit Musikkennern zeigt, wie die Musikkultur in Parma lebt. Eine Sendung von Dorette Deutsch<\/p>\n<p>20:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt \u2013 Wenn K\u00fcnstliche Intelligenz Musik macht<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mensch versus Maschine \u2013 Kreativit\u00e4t versus K\u00fcnstliche Intelligenz. Oder kann man doch beides miteinander vereinen? Das Ensemble Modern geht dem AI-Ph\u00e4nomen in einem neuen St\u00fcck des Komponisten Johannes Motschmann auf den Grund.<\/p>\n<p>20:03 Uhr\u00a0 | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Paris \/ Prag: Reale und surreale Beziehungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Hamburger Kunsthalle. Aufzeichnung vom 04.11.2021. <strong>V\u00edt\u011bzslava Kapr\u00e1lov\u00e1<\/strong>: Groteske Passacaglia | <strong>Bohuslav Martin\u016f<\/strong>: \u201efilm en miniature\u201c | <strong>Albert Roussel<\/strong>: \u201eDoute\u201c | <strong>Louis Durey<\/strong>: \u201e\u00c0 Francis Poulenc\u201c | <strong>Arthur Honegger<\/strong>: \u201e\u00c0 Albert Roussel\u201c | <strong>Germaine Tailleferre<\/strong>: \u201eHommage \u00e0 Debussy\u201c | <strong>Erik Satie<\/strong>: \u201eAvant-Derni\u00e8res Pens\u00e9es\u201c | <strong>V\u00edt\u011bzslava Kapr\u00e1lov\u00e1<\/strong>: Kleines Lied \/\u201cOstinato Fox\u201c \/ Vier April-Pr\u00e4ludien | <strong>Jaroslav Je\u017eek<\/strong>: \u201eBugatti-Step\u201c | <strong>Bohuslav Martin\u016f<\/strong>: \u201eIn Memoriam\u201c | <strong>V\u00edt\u011bzslava Kapr\u00e1lov\u00e1<\/strong>: \u201eAlla Marcia fun\u00e8bre\u201c. Steffen Schleiermacher, Klavier und Moderation<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert mit Claudia Belemann. Ruhrtriennale 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Edgar Var\u00e8se<\/strong>: Po\u00e8me \u00e9lectronique | <strong>Iannis Xenakis<\/strong>: Metastaseis | <strong>Anton Bruckner<\/strong>: Sinfonie Nr. 2 c-Moll. Bochumer Symphoniker, Leitung: Tung-Chieh Chuang. Sounddesign: Kees Tazelaar. Aufnahme aus der Jahrhunderthalle, Bochum<\/p>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Ravel im R\u00fcckspiegel \u2013 Der Pianist Dominik Wania<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Bert Noglik. Der polnische Pianist Dominik Wania verbindet in seinen Improvisationen Klassik und Jazz, als w\u00e4re beides schon immer eins gewesen. An der Musikakademie in Krakau wurde er als klassischer Pianist ausgebildet, anschlie\u00dfend absolvierte er ein Jazz-Masterstudium bei Danilo P\u00e9rez in Boston. In seinem Spiel vereint er Improvisationstalent, exzellente Technik und klangfarbenreiche Fantasie und setzt so die gro\u00dfe Klaviertradition seines Heimatlandes fort. Mit seinem Album \u201eRavel\u201d von 2014 widmete sich Wania den Verbindungslinien zwischen der Musik von Maurice Ravel und dem Jazz, die er auch in seiner Doktorarbeit erforschte. Die Platte wurde in Polen mit den h\u00f6chsten Musikpreisen bedacht, als Deb\u00fct des Jahres und als Jazzplatte des Jahres gefeiert. Mit ihr nahm Wania Kurs auf eine beachtliche Solokarriere.<\/p>\n<p>21:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik | Die Ratio wird romantisch Deutschlands Neue Musik der Siebziger (1 von 4)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zwischen dem Aufruhr der Studierenden bei den Darmst\u00e4dter Ferienkursen 1970 und der Gr\u00fcndung des Ensemble Modern 1980 erstreckt sich in Deutschland (West wie Ost) ein \u00e4u\u00dferst bewegtes Jahrzehnt der Neuen Musik.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Jazz Now Aus dem Dschungel der Neuver\u00f6ffentlichungen <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">heute mit: Mareike Wiening Quintet | Kazemde George | Fearless Trio. Am Mikrofon: Daniella Baumeister<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Klanguntersuchungen: musikprotokoll 2021. Meisterhafte Drones und Soundw\u00e4lle von Phill Niblock.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Protagonist der US-amerikanischen Minimal Music: Die Kompositionen Phill Niblocks, der wie kaum ein anderer der vergangenen 50 Jahre die Drone-Musik definiert hat und zu einem Vorreiter aktueller Experimentalelektronik wurde, zeichnen sich durch mikrotonale Verschiebungen, m\u00e4andernde Str\u00f6me an Klangmassen und Sound-Monolithen von zwingender k\u00fcnstlerischer Sch\u00f6n- und Erhabenheit aus. Er ist auch als Fotograf und Kurator t\u00e4tig. Das musikprotokoll ehrt Phill Niblock mit zwei Konzerten, die im \u201eZeit-Ton\u201c pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit 25 Jahren kam Phill Niblock 1958 nach New York, wo er die dortige Jazzszene in Fotos und Filmen portr\u00e4tierte. Seit 1973 kuratiert er in seinem Loft Konzerte und betreibt die Plattform Experimental Intermedia. 2014 wurde er mit dem Foundation for Contemporary Arts John Cage Award ausgezeichnet, einem der prestigetr\u00e4chtigsten US-Preise f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Komposition. 2003 war Niblock beim musikprotokoll, 2021 kehrt er mit zwei Werken zum Grazer Festival zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Drones und Soundw\u00e4lle: \u201eExploratory Project\u201c ist ein Ensemblewerk f\u00fcr 20 Stimmen, das vom London Contemporary Orchestra im Ligeti-Saal des Mumuth aufgef\u00fchrt wurde. Das auf aktuelle Musik spezialisierte Orchester interpretierte wahre Klang-Untersuchungen. Und \u201eBrowner\u201c (2020) ist ein aktuelles Album Niblocks, das auf Kl\u00e4ngen eines Quartetts aus Violoncello, Fl\u00f6te und Fagott beruht. Dieses bislang als Stereo-St\u00fcck vorliegende Werk erfuhr auf der 48 Lautsprecher-Kan\u00e4le umfassenden Ambisonics-Anlage des Dom im Berg v\u00f6llig neue Raumqualit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Diese beiden St\u00fccke zeigen anschaulich, zwischen welchen Polen sich die Audiokunst Phill Niblocks bewegt: Ausgehend von meist einzelnen, absoluten T\u00f6nen, bauen sich im Verlauf der St\u00fccke massive wie psychedelische, eruptive wie entspannende Konglomerate aus Sound-Strukturen auf. Im \u201eZeit-Ton\u201c sind beide St\u00fccke sowie \u00fcberblickshaft Ausschnitte aus vorangegangenen Arbeiten zu h\u00f6ren. Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: All that Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Handel ist der Jahreszeit voraus. Die Lebkuchen stehen seit Wochen in den L\u00e4den und kaum sind die K\u00fcrbisse wegdekoriert, sind schon Lichterketten und Kunstschnee an der Reihe. Kein Wunder, dass da auch die Musik mitzieht, um den Anschluss an die Launen der Beschaulichkeit nicht zu verlieren. Till Br\u00f6nner zum Beispiel hat bereits sein zweites Weihnachts-Album im Angebot, Norah Jones g\u00f6nnt sich die Luxus eigener Christmas-Songs und manch einer wie Mathias Eick braucht gar keinen heiligen Nikolaus, um fluffig getragen zu klingen. Aber es gibt noch mehr f\u00fcr den Sprint vom Herbst in den Advent. Moderation und Auswahl: Ralf Dombrowski<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 12.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Here History Began (1\/2) \u2013 Hommage an den Klangkunstpionier Halim El-Dabh<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Fari Bradley, Jo Namy, Matana Roberts, Sam Shalabi, Alice Shields. Konzept und Kuration: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Kamila Metwaly. Produktion: SAVVY Contemporary \/ Deutschlandfunk Kultur 2021. L\u00e4nge: 54\u201930. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Komponist, Musiker, Philosoph, P\u00e4dagoge: Halim El-Dabh (1921\u22122017) arbeitete unerm\u00fcdlich mit zukunftsweisenden Kl\u00e4ngen und ihrer Bedeutung. Zum 100. Geburtstag w\u00fcrdigen ihn K\u00fcnstlerinnen und Musiker der Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er z\u00e4hlt zu den gro\u00dfen Innovatoren der Musik im 20. und 21. Jahrhundert. Halim El-Dabh schuf das erste Werk der elektroakustischen Musik, arbeitete mit der Tanzlegende Martha Graham und komponierte einen bahnbrechenden Soundtrack f\u00fcr die audiovisuelle Installation am Fu\u00df der Pyramiden von Gizeh.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dennoch ist der in \u00c4gypten geborene, in den USA heimisch gewordene Musiker bis heute weitgehend unbekannt. In einem langj\u00e4hrigen Forschungsprojekt mit Ausstellungen, Konzerten und Radiosendungen haben sich Kuratorinnen und K\u00fcnstler der Gegenwart mit El-Dabhs Werk auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese: Fr\u00e4nkische Komponisten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong> E. Erwin Walther<\/strong>: Concerto (Tobias Kaiser, Fl\u00f6te; Claire Sirjacobs, Oboe; Enrico Toffano, Fagott; Matthew Sadler, Trompete; der\/gelbe\/klang: Armando Merino); <strong>Horst Lohse<\/strong>: \u201eDie sieben Tods\u00fcnden\u201c (Christoph Maria Moosmann, Orgel); <strong>Andr\u00e1s Hamary<\/strong>: Hommage \u00e0 Jan\u00e1cek (Ensemble Kontraste); <strong>Heinrich Hartl<\/strong>: \u201eDie Leichtigkeit der Dinge im Fall ist nicht die unsere\u201c, op. 131 (Elisen Quartett); <strong>Gernot Tschirwitz<\/strong>: \u201eWolken\u201c, Wortfantasie nach Hermann Hesses \u201ePeter Camenzind\u201c (Sven Witzemann, Klavier); <strong>Helmut Bieler<\/strong>: \u201ePermutationen\u201c (Kammerorchester Hubert: Helmut Bieler)<\/p>\n<p>14:05:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>In Concert: Sting 2012 live in Nyon <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Nachschlag zum 70. Geburtstag von <strong>Gordon Matthew Thomas Sumner<\/strong> alias Sting am 2. Oktober: Am 19. Juli 2012 gastiert die britische Pop-Ikone samt Band beim Pal\u00e9o Festival im schweizerischen Nyon. Sting gibt einen R\u00fcckblick auf sein musikalisches Schaffen, zu h\u00f6ren sind einerseits Songs wie \u201eMessage in a Bottle\u201c aus seiner Zeit mit dem legend\u00e4ren Trio The Police, als dessen Kopf er einst seine Weltkarriere gestartet hat. Andererseits Songs aus Stings nicht minder erfolgreicher Karriere als Solok\u00fcnstler, darunter \u201eEnglishman in New York\u201c oder \u201eFields of Gold\u201c. Die hochkar\u00e4tige Band besteht aus langj\u00e4hrigen Weggef\u00e4hrten, etwa Gitarrist Dominic Miller oder Schlagzeuger Vinnie Colaiuta. Sting, der zu dieser Zeit wieder selbst in die Bass-Saiten greift, entt\u00e4uscht als Live-Musiker auch an diesem Abend nicht. Gestaltung: Klaus Wienerroithe r<\/p>\n<p>17:30:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. <\/strong><\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Letzte Werke \u2013 Dichtung und Wahrheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Schwanengesang? Opus ultimum? Opus summum? Ob vollendet oder unvollendet: \u201eLetzte\u201c Werke sind schwer zu fassen. Nicht selten geh\u00f6ren sie zu den besten und r\u00e4tselhaftesten Werken der Musikgeschichte, da sie nicht (mehr) von dieser Welt zu sein scheinen. \u201eDie eine Neunte geschrieben haben, stehen dem Jenseits zu nah. Vielleicht w\u00e4ren die R\u00e4tsel dieser Welt gel\u00f6st, wenn einer von denen, die sie wissen, die Zehnte schriebe. Und das soll wohl nicht so sein\u201c, so Arnold Sch\u00f6nberg 1912 in seiner Prager Gedenkrede auf Gustav Mahler. In dieser Sendung reflektieren Komponistinnen und Musiker unserer Zeit \u00fcber die Mythen, Requien und klingenden Verm\u00e4chtnisse \u2013 und die eigene Verg\u00e4nglichkeit. Die Bratschistin Tabea Zimmermann, das Klavierduo Tal &amp; Groethuysen, die Komponistinnen Konstantia Gourzi und Adriana H\u00f6lszky, der Cellist Michael Bach, der Komponist Nikolaus Brass und der Musikwissenschaftler Wolfgang Rathert erkunden \u201eletzte\u201c Werke von Johann Sebastian Bach bis John Cage. Eine Sendung von Noemi Schneider<\/p>\n<p>19:15 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Mikrokosmos \u2013 Die Kulturreportage: Expo 2020 in Dubai \u2013 Gigantismus und Nachhaltigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Julia Neumann. Deutschlandfunk 2021. Die Expo 2020 steht unter dem Ziel der Nachhaltigkeit. Austragungsort ist Dubai, das sich gerne als \u201eSustainable City\u201c vermarktet, aber auch mit einer k\u00fcnstlichen Insel in Palmenform und einer Skihalle mitten in der W\u00fcste wirbt. Was steckt hinter dem versprochenen Umweltschutz?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter dem Ausstellungsmotto \u201eGedanken verbinden, die Zukunft gestalten\u201c, wird dieses Jahr die Expo ausgetragen, die 2020 nicht stattfinden konnte. Die Vereinigten Arabischen Emirate als Schaufenster des technologischen Fortschritts von \u00fcbermorgen. \u201eNachhaltigkeit, Mobilit\u00e4t und Chancen\u201c sind die Oberthemen, unter denen 190 L\u00e4nder ihre Ideen f\u00fcr die Zukunft zeigen k\u00f6nnen. Der Veranstaltungsort Dubai steht jedoch eher f\u00fcr eine futuristische Vision, wie man sie im 20. Jahrhundert ertr\u00e4umte: in erster Linie gigantomanisch und verschwenderisch. Die Vereinigten Arabischen Emirate geh\u00f6ren zudem zu den L\u00e4ndern mit dem weltweit gr\u00f6\u00dften Pro-Kopf-Fu\u00dfabdruck von CO2-Emissionen und einem extrem hohen Wasserverbrauch. Wie geht das zusammen mit den klimaneutralen Pavillons auf der Expo?<\/p>\n<p>20.04 | WDR 3<br \/>\n<strong>Konzert live. Mit Helga Heyder-Sp\u00e4th \u2013 Tage Alter Musik in Herne 2021 \u2013 Zur\u00fcck zur Natur! \u2013 Spiel der Elemente<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die franz\u00f6sischen Barockkomponisten waren Meister darin, die Welt, die sie umgibt, in ihrer Musik zu beschreiben. Das beweist Korneel Bernolet zusammen mit der Sopranistin D\u00e9borah Cachet und dem Orchester Il Gardellino.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWarum in die Ferne schweifen? Hier entfaltet sich das ganze Universum vor Euren Augen!\u201c, hei\u00dft es in der Kantate \u201eLa Muse de l\u2019Op\u00e9ra\u201c von Louis-Nicolas Cl\u00e9rambault. \u201eHier\u201c, das meint die Pariser Academie Royale, auf deren B\u00fchne das Werk 1716 die ganze Bandbreite dramatischer Effekte entfaltet: Kampf, Jagd und H\u00f6llenschrecken, kontrastiert mit einer l\u00e4ndlichen Tanzszenerie und lieblichem Vogelgesang. Bei den Tagen Alter Musik in Herne stellen die Sopranistin D\u00e9borah Cachet und Il Gardellino Gesang und Tanz als wesentliche Elemente der franz\u00f6sischen Barockmusik vor. Auch die Sonne kommt dabei ins Spiel, als Hommage an den \u201eRoi Soleil\u201c Ludwig XIV. Gleich zu Beginn \u00fcberschreitet das belgische Spitzenorchester mit \u201eLes \u00e9l\u00e9ments\u201c aber erst einmal die Grenzen dessen, was im 18. Jahrhundert eigentlich musikalisch zul\u00e4ssig war: Jean-F\u00e9ry Rebel stellt darin unter anderem das Chaos vor der Sch\u00f6pfung dar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Werke von Jean-F\u00e9ry Rebel, Louis-Nicolas Cl\u00e9rambault und Fran\u00e7ois Couperin.\u00a0 D\u00e9borah Cachet, Sopran; Il Gardellino Orchestra, Leitung: Korneel Bernolet. \u00dcbertragung aus dem Kulturzentrum<\/p>\n<p>20:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Das Feature: Soundwalks f\u00fcr Daheimgebliebene \u2013 Zehn Anleitungen f\u00fcr Ausnahmen und andere Zust\u00e4nde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sven Amtsberg, Jim Avignon, Agnes Meyer-Brandis und Jens Brand, katharinajej, Stefan Kaegi, Schorsch Kamerun, Swoosh Lieu, LIGNA, Jan-Peter E.R. Sonntag und Philine Velhagen. Produktion: Deutschlandfunk 2020<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Keine Clubs, keine Kulturveranstaltungen, kein Fu\u00dfball. Kita geschlossen, Reisen verboten, mit Freunden treffen sowieso. In so einer Situation kann eigentlich nur noch Kunst helfen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Haben Sie schon mal versucht, mit Teppich oder Zimmerwand Kontakt aufzunehmen? Oder Ihr Spiegelbild in vielen Stimmen sprechen lassen? Sie sind nicht allein, versprochen! Und wenn doch, gehen Sie doch einfach mal vor die Haust\u00fcr, verjagen Sie alle anderen mit einem Anti-Sound. Oder knipsen Sie doch nach Belieben aus, was Ihnen nicht gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In zehn Tracks werden Sie angeleitet, das Beste aus Ihrer Situation zu machen. Was dieses Beste genau sein k\u00f6nnte, erfahren Sie nur, wenn Sie jetzt Ihre Kopfh\u00f6rer aufsetzen. Sofort!<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Am Puls der Zw\u00f6lftonmusik \u2013 Die Geschichte der Pianistin Rita Kurzmann<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Egbert Hiller. Sie stellte Anton Webern ihre Wohnung f\u00fcr Vortr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung. Sie fertigte den Klavierauszug von Alban Bergs ber\u00fchmtem Violinkonzert an \u2013 und sie studierte das Werk am Klavier mit Webern und dem Geiger Louis Krasner f\u00fcr die geplante Urauff\u00fchrung in Barcelona ein. Vor allem aber war die Pianistin Rita Kurzmann selbst eine versierte Interpretin. Indes, wie so viele Frauen ihrer Generation, stand sie im Schatten der m\u00e4nnlichen Kollegen. Zun\u00e4chst wirkte Rita Kurzmann in Wien. Vor dem Klavierstudium sch\u00e4rften einige Semester Chemie, Physik und Philosophie den Blick auf die Welt \u2013 und auf das, was sie zusammenh\u00e4lt. Von Wien aus emigrierte sie 1936 nach Buenos Aires. Dort wirkte sie als Pianistin, P\u00e4dagogin und Musikpublizistin. Ihr wichtigster Sch\u00fcler war der Dirigent Michael Gielen, der sich ebenfalls zeitlebens f\u00fcr die zeitgen\u00f6ssische Musik einsetzte. In Buenos Aires starb Rita Kurzmann 1942, 42-j\u00e4hrig.<\/p>\n<p>22:30 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Blues\u2019n\u2019Roots Blue Notes in vielen Farben | heute mit: Natalia M. King<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Brooklyn nach Paria, vom Rock zum Jazz zum Blues \u2013 Natalia M. King<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00c9liane Radigues akustisches Schaffen in Bludenz \u2013 Bludenzer Tage zeitgem\u00e4\u00dfer Musik (1) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Bludenzer Tage zeitgem\u00e4\u00dfer Musik 2020 mussten Corona-bedingt um ein Jahr verschoben werden. Vom 7. bis 10. Oktober 2021 pr\u00e4sentierte das Festival sieben Auftragswerke im Rahmen von sechs Konzerten. Das Programm erinnerte an wichtige Meilensteine in der Zusammenarbeit zwischen dem Festival und einzelnen Komponist\/innen bzw. Ensembles. Am 9. Oktober stand in der Remise Bludenz u.a. das Werk von \u00c9liane Radigue im Zentrum, interpretiert von Julia Eckhardt, Rhodri Davies, Carol Robinson und Enrico Malatesta. Zwei St\u00fccke aus der \u201eOccam Delta\u201c-Serie der franz\u00f6sischen Komponistin und Wegbereiterin der elektronischen Musik wurden pr\u00e4sentiert. Das eine stammt aus dem Jahr 2012, das zweite war eine Weltpremiere. Radigue arbeitete fr\u00fcher fast ausschlie\u00dflich mit ARP 2500 Modular Synthesizer und Band und kam erst sp\u00e4ter in ihrem Leben bei der akustischen Komposition an \u2013 die Werke stammen aus dieser akustischen Phase ihres Schaffens. Gestaltung: Stefan H\u00f6fel<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazztime: BR Jazzclub \u2013 Auf den Punkt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Schlagzeug-Legende Daniel Humair zusammen mit Posaunist Samuel Blaser, Kontrabassist Heiri K\u00e4nzig und Pianist Emil Sp\u00e1nyi bei EBE-JAZZ 21, dem internationalen Jazzfestival in Ebersberg und Grafing. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 13.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>10:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Klassik-Pop-et cetera: Am Mikrofon: Der Kulturunternehmer Steven Walter<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vor dem Scheitern hat Steven Walter keine Angst. F\u00fcrchten m\u00fcsse man sich eher vor dem Stillstand, glaubt der 35-j\u00e4hrige Musiker und Kulturmanager. Als Sohn zweier Amerikaner wurde Steven Walter in der N\u00e4he von Stuttgart geboren. Seine Kindheit verbrachte er in einem kleinen schw\u00e4bischen Dorf, f\u00fcr sein Cellostudium ging er sp\u00e4ter nach Detmold und Oslo. W\u00e4hrenddessen gr\u00fcndete er mit Minh Schumacher ein Kammermusikfestival in Esslingen am Neckar. Mittlerweile ist das PODIUM Esslingen zw\u00f6lf Jahre alt und hat sich zu einer internationalen Produktionsplattform gemausert. Auf Konferenzen, an Hochschulen und bei Festivals spricht Steven Walter \u00fcber innovative Konzertformate und die Zukunft der klassischen Musik. Von Visionen und Neuerungen tr\u00e4umt auch das Beethovenfest Bonn: Zum 1. November dieses Jahres hat es daher Steven Walter zum Intendanten berufen.<\/p>\n<p>14.00 Uhr, Das \u00d61 H\u00f6rspiel<br \/>\n<strong>\u201eNur kurze Zeit noch \u2013 Zwischen Theogonie und Mythos Apokalypse\u201c <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Peter Kaizar, mit Texten von Hesiod, Johannes von Patmos und Peter Kaizar. Mit Vera Borek, Pippa Galli, Brigitte Karner und Peter Simonischek. Bearbeitung: Peter Kaizar und Britta Kettner. Regie: Peter Kaizar (Autorenproduktion im Auftrag des ORF) (\u00dcbertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aus dem Chaos erw\u00e4chst Ordnung. Geschichten vom Ursprung, Mythen, erz\u00e4hlen vom Woher und Wohin und sind in allen Kulturen zu finden. Der Mythos erz\u00e4hlt vom Ende her. Der Ablauf ist nicht umkehrbar, es gibt kein Entrinnen. Der Mythos folgt der Zeit. Schon die Genesis definiert die Zeit. Sieben Tage braucht die Sch\u00f6pfung, sieben Trompeten k\u00fcnden vom Ende. Das eine birgt das andere.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Offenbarung des Johannes steht in der Tradition der j\u00fcdischen Apokalyptik, wie sie durch das Buch Daniel gepr\u00e4gt worden war, und ist der einzige genuin prophetische Text, der f\u00fcr das Christentum Bedeutung erlangt hat. Das auf der Insel Patmos vor Ephesus ca. 95 n. Chr. entstandene Sendschreiben an die sieben christlichen Gemeinden in Kleinasien, eine Weissagung gegen das r\u00f6mische Imperium und den Kaiserkult, bedient sich universeller Bilder und Chiffren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Zahl Sieben steht in der j\u00fcdisch-christlichen Tradition f\u00fcr Ganzheit und Vollkommenheit, d. h. gemeint und adressiert war die ganze Welt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Basierend auf der Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch des Neuen Testaments (\u00dcbersetzung: Martin Luther), sowie auf Ausz\u00fcgen aus Theogonie von Hesiod (\u00dcbersetzung: Herbert Kaizar) und aus Peter Kaizars \u201eIm Fischteich Vogel sein\u201c konzipierten die Dramaturgin Brita Kettner und der Komponist und Regisseur Peter Kaizar das Radiost\u00fcck \u201eNur kurze Zeit noch \u2013 Zwischen Theogonie und Mythos Apokalypse\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Sieben hat die Menschheit seit jeher fasziniert, und in vielen Kulturen ist ihre Bedeutung nachweisbar: In China wird mit ihr das menschliche Leben verbunden, die Maya kennen den siebenschichtigen Himmel, im babylonischen Kalender gelten der siebente Tag und ein\u00a0 Vielfaches davon als Ungl\u00fcckstage, im Judentum ist er der geheiligte Tag, Rom wurde auf sieben H\u00fcgeln gebaut, im Islam ist die Sieben ebenso von Bedeutung wie in der Mithrasreligion. Diese Aufz\u00e4hlung lie\u00dfe sich noch lang fortsetzen. Dementsprechend sind Komponisten und Komponistinnen, Musiker und Musikerinnen aus verschiedenen L\u00e4ndern, Kontinenten, Kulturen und Religionen eingeladen, einzelne Abschnitte der Offenbarung zu vertonen, die ausgew\u00e4hlten Texte werden von Vera Borek, Pippa Galli, Brigitte Karner und Peter Simonischek in der Regie von Peter Kaizar zum Klingen gebracht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Zahlensymbolik wird in die Kompositionen von Dhafer Youssef, Patrice H\u00e9ral, Joanna Lewis und dem Koehne Quartett, Akemi Takeya, Peter Kaizar, Georg Graf, Achim Tang, Otto Lechner, Anton Burger, Zolt\u00e1n Lantos und Jatinder Thakur einbezogen. Ausgehend von den Zahlen Drei, Vier und Sieben, die in der Apokalypse besondere Bedeutung haben, werden rhythmische, melodische und harmonische R\u00e4ume geschaffen.<\/p>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Letzte Werke \u2013 Dichtung und Wahrheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Schwanengesang? Opus ultimum? Opus summum? Ob vollendet oder unvollendet: \u201eLetzte\u201c Werke sind schwer zu fassen. Nicht selten geh\u00f6ren sie zu den besten und r\u00e4tselhaftesten Werken der Musikgeschichte, da sie nicht (mehr) von dieser Welt zu sein scheinen. \u201eDie eine Neunte geschrieben haben, stehen dem Jenseits zu nah. Vielleicht w\u00e4ren die R\u00e4tsel dieser Welt gel\u00f6st, wenn einer von denen, die sie wissen, die Zehnte schriebe. Und das soll wohl nicht so sein\u201c, so Arnold Sch\u00f6nberg 1912 in seiner Prager Gedenkrede auf Gustav Mahler. In dieser Sendung reflektieren Komponistinnen und Musiker unserer Zeit \u00fcber die Mythen, Requien und klingenden Verm\u00e4chtnisse \u2013 und die eigene Verg\u00e4nglichkeit. Die Bratschistin Tabea Zimmermann, das Klavierduo Tal &amp; Groethuysen, die Komponistinnen Konstantia Gourzi und Adriana H\u00f6lszky, der Cellist Michael Bach, der Komponist Nikolaus Brass und der Musikwissenschaftler Wolfgang Rathert erkunden \u201eletzte\u201c Werke von Johann Sebastian Bach bis John Cage. Eine Sendung von Noemi Schneider<\/p>\n<p>17:05 bis 17:55 | Bayern 2<br \/>\n<strong>Jazz &amp; Politik: Politisches Feuilleton<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Lukas Hammerstein. Musikauswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<p>18:05 bis 19:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Jazz und mehr: Die Substanzstarken<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Musik von Carla Bley, Fred Hersch, Rolf K\u00fchn, June Tabor, Claude Debussy und anderen. Moderation und Auswahl: Roland Spiegel<\/p>\n<p>19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Live Jazz Henri Texier Trio | Les Lilas, Frankreich, Februar 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Henri Texier Trio | Henri Texier, db | S\u00e9bastien Texier, sax | Gautier Garrigue, dr | Le Triton, Les Lilas, Frankreich, Februar 2021<\/p>\n<p>20:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel: Die letzten Worte von Dutch Schultz \u2013 Von wittmann\/zeitblom<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Realisation: die Autoren. Mit: Oliver Stritzel, Alice Dwyer, Hans Jochen Wagner, Konstantin B\u00fchler, Tobias Oertel, Trystan P\u00fctter, Christian Wittmann<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musik: Blake Vorrell (vox), Cobra Killer (vox), Bela Brauckmann (dr), zeitblom (electronics). Ton und Technik: Boris Wilsdorf. Produktion: WDR 2013. L\u00e4nge: 52\u2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">New York, Oktober 1935. Dutch Schultz, Gangsterk\u00f6nig der Bronx, liegt, von mehreren Kugeln getroffen, zwanzig Stunden lang im Sterben. Ein Polizei-Stenograph sitzt an seinem Bett und notiert alles, was er sagt. 1200 W\u00f6rter, ein einmaliges Dokument.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">William S. Burroughs macht aus den letzten Worten des Gangsterbosses 1970 ein Drehbuch. Er zerschneidet es, klebt es wieder zusammen. Am Ende wird aus der Beschreibung der letzten 20 Stunden vor dem Tod ein nie realisierter Film \u00fcber Aufstieg und Fall des K\u00f6nigs der Bronx. 2013 wird aus dem Drehbuch ein H\u00f6rspiel: Darin wird das Leben und Sterben des \u201eDutchman\u201c zum Prototyp weltweiter Verbrecherbiographien. Doch im Gegensatz zu heutigen Gangstern kannte Dutch Schultz noch keine globalisierte Welt, keine Netzwerke. F\u00fcr ihn war New York City das Zentrum der Macht, an dem er um jeden Preis festhielt. Vielleicht war auch das ein Grund f\u00fcr seinen Untergang.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Wittmann, geboren 1967 in M\u00fcnchen, Schauspieler, Regisseur, H\u00f6rspielmacher. Zeitblom (Georg Falk-Huber), 1962 in Rosenheim geboren, Komponist, Musiker, Autor, Produzent. Als wittmann\/zeitblom realisieren sie seit 2010 zusammen Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. Au\u00dferdem erarbeiten sie audiovisuelle Installationen und Live-Performanceprojekte, auch im \u00f6ffentlichen Raum. 2020 H\u00f6rspielpreis der Kriegsblinden f\u00fcr \u201eAudio.Space.Machine\u201c (Deutschlandfunk\/NDR\/SWR in Zusammenarbeit mit IMF 2019). Zuletzt: \u201eOcean World (Deutschlandfunk\/NDR 2021, in Kooperation mit Oceans21).<\/p>\n<p>22:00 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Die besondere Aufnahme: Hans G\u00e1l: Klavierquartett op. 13 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Hans G\u00e1l: Klavierquartett op. 13 \u2013 Aperto Klavierquartett: Frank-Immo Zichner, Klavier; Frank Reinecke, Violine; Stefan Fehlandt, Viola; Jonathan Weigle, Violoncello. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 im Gro\u00dfen Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin<\/p>\n<p>22:03 \u2013 23:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Jazzgr\u00f6\u00dfen, die nie eine waren \u2013 Musik von Austin Peralta, Emily Remler, Bernardo Sassetti u.a.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Henry Altmann. Man kennt sie, beziehungsweise man kennt sie nicht, Musiker*innen, die nie so bekannt wurden wie sie bedeutend waren. Das kann an einem fr\u00fchen Tod liegen oder daran, dass jemand das Richtige zur falschen Zeit am falschen Ort spielte, oder auch nur Pech hatte. Herbie Nichols, Emily Remler, Dick Twardzik, Austin Peralta, Bernardo Sassetti oder Bolton Dupree sind \u201emusicians\u2019 musicians\u201c: einem kleinen Kreis bekannte Gr\u00f6\u00dfen, die einen musikalischen Fu\u00dfabdruck hinterlie\u00dfen, den die \u00d6ffentlichkeit aber kaum verfolgte. Eine Sendung auf der Spur gro\u00dfer Musikerinnen und Musiker, die es verdient haben, geh\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Forum neuer Musik 2021 \u2013 Wollen wir den Tod \u00fcberwinden?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Sarah Nemtsov<\/strong>: \u201eKammer\u201c \u2013 Decoder Ensemble | <strong>Eres Holz<\/strong>: \u201eDunkle Risse\u201c (Ausschnitt) \u2013 Asasello Quartett | Jamilia Jazylbekova: \u201eAlau\u201c (Ausschnitt) | <strong>Sergej Maingardt<\/strong>: \u201eTransfleisch\u201c (Ausschnitt)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Frank K\u00e4mpfer. Sterben und Tod, in der Wohlstandsgesellschaft verdr\u00e4ngt, geh\u00f6ren zum Menschsein. Verg\u00e4nglich zu sein verleiht unserem Leben Sinn. Perspektivisch scheint die Grenze des Lebens aber wie ein letztes Tabu \u2013 werden wir sie jemals durchbrechen? Die zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnste haben l\u00e4ngst Visionen dazu, inklusive der neuen Musik. Dennoch sind 25 Jahre vergangen, seitdem sich die Projektgruppe Neue Musik Bremen 1996 mit diesen Fragen in Theorie und musikalischer Praxis befasste. Das Forum neuer Musik des Deutschlandfunks nimmt den Stab auf, mit dem Wissen von heute. Es besch\u00e4ftigt sich aktuell mit Abschied, Sterben und Tod und es fragt zugleich nach dem Umbruch im Selbstverst\u00e4ndnis des Menschen, den trans- und posthumane Konzepte verhei\u00dfen. Festivalleiter Frank K\u00e4mpfer gibt eine Einf\u00fchrung in die neuen, j\u00fcngst im Deutschlandfunk Kammermusiksaal produzierten Arbeiten von Sarah Nemtsov, Eres Holz und Sergej Maingardt. Angesichts der Unkalkulierbarkeit des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie ist das Forum 2021 demn\u00e4chst ausschlie\u00dflich im Radio und online zu erleben: im Programm des Deutschlandfunks und auf deutschlandfunk.de\/forum-neuer-musik.<\/p>\n<p>23:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>The Artist\u2019s Corner | Cirque<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die elektroakustische Musik von Mich\u00e8le Bokanowski<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Open Sounds: Studio Elektronische Musik. Stromlinie reloaded [15] Sebastian Meissner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Autokontrast, Autopoieses, Bizz Circuits, Klimek, Open Source, Random Industries, Random_Inc \u2013 all das ist Sebastian Meissner. Hinter der F\u00fclle der Pseudonyme verbirgt sich einer der vielseitigsten Musiker der j\u00fcngeren elektronischen Musik. Von den Glitch- und Noise-Kaskaden, mit denen er \u2013 gemeinsam mit Ekkehard Ehlers als Autopoiesis \u2013 seine Karriere begann, bis zum Minimal House, den er als Klimek beim K\u00f6lner Label Kompakt ver\u00f6ffentlicht. Im Mittelpunkt dieses Portr\u00e4ts des 1969 in Polen geborenen K\u00fcnstlers stehen seine politisch-historischen Arbeiten, die u. a. der Stadt Jerusalem und dem Krakauer Ghetto gelten und in denen Meissner Field recordings und elektronische Kl\u00e4nge zu einem t\u00f6nenden Diskurs verwebt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Autopoiesis: Ausschnitt aus \u201eLive A Noir\u201c, Elektronische Musik; Ekkehard Ehlers und Sebastian Meissner, Computer und Elektronik | Random Industries: Selected Random Works, Elektronische Musik | Random_Inc: Auswahl aus \u201eWalking in Jerusalem\u201c, Elektroakustische Komposition | Bizz Circuits: Bizz Circuits Play Intifada Offspring, Elektronische Musik | Sebastian Meissner: Auswahl aus \u201eInto the Void\u201c, Elektroakustische Komposition | Klimek: Music To Fall Asleep, Elektronische Musik<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Eine j\u00fcdische Geschichte \u2013 1) Shlomo Anskis Expeditionen und die Emanzipation der aschkenasischen Volksmusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vergilbte Noten, hundert Jahre alte Autographe, Handschriften von Liedern, Texten, synagogalen Ges\u00e4ngen und instrumentalen Klezmer-Melodien aus der ehemaligen Sowjetunion werden jetzt erst langsam geborgen und musikologisch ausgewertet. Ein Abenteuer f\u00fcr Forscher und Musikologen, aber auch f\u00fcr die Musiker selbst. Wunderbare Klavierwerke f\u00f6rderte der Pianist Jascha Nemtsov aus verstaubten Archiven zutage. Werke der sogenannten \u201eNeuen j\u00fcdischen Schule\u201c, vergessene klassische Musik, die so nur aufgrund der Feldforschungen zwischen Baltikum und Schwarzem Meer entstehen konnte. Mit Stift, Papier und Wachsrollenphonografen zogen ab 1911 Komponisten, Dichter, Musikologen und Studenten \u00fcber Land und sammelten j\u00fcdische Volksmusik und synagogale Musik der Shtetl ein. Erst seit dem Ende der Sowjetunion entdeckt man sie nun langsam wieder. Manchmal begegnen Lieder und Melodien heute auf diese Weise sich selbst: Einmal konserviert, auf Wachsrollenphonografen, so wie sie damals vor \u00fcber hundert Jahren aufgenommen wurden \u2013 und dann eben in vielf\u00e4ltig ver\u00e4nderter Form, so wie sie den Lauf der Zeiten \u00fcberstanden. Die Emanzipation der j\u00fcdischen Volksmusik zur Kunstmusik aber war Sache der Komponisten, sie liegt gut 100 Jahre zur\u00fcck. Damals lag sie im Gleichschritt mit der Emanzipation der ungarischen Volksmusik durch die Komponisten Bart\u00f3k und Kod\u00e1ly, die auch mit Aufnahmeger\u00e4ten \u00fcber Land zogen, oder mit der norwegischen nationalen Schule, der deutschen, der tschechischen und der russischen. Nur, die Entwicklung der eigenst\u00e4ndigen j\u00fcdischen Schule wurde unterbrochen und heute suchen Forscher und Musiker die Fragmente und f\u00fcgen sie sorgf\u00e4ltig wieder zusammen. Volksmusik und Kunstmusik f\u00fchren uns wieder in die alte Welt der Shtetl und zu wundersamen Kl\u00e4ngen. Eine Sendung von Friederike Haupt<\/p>\n<p>23:40:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Die \u00d61 Jazznacht: Pianistin Anna Maurer im Interview und konzertant im Wiener RadioKulturhaus <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Name Anna Maurers ist u. a. aus der Besetzung der Klangkantine der Wiener Rapperin Yasmo bekannt, 2019 legte die 26-j\u00e4hrige Ober\u00f6sterreicherin indessen auch eine eigene Visitenkarte in Gestalt des Deb\u00fctalbums \u201eVisionariness\u201c vor. Darauf zu h\u00f6ren: Spritzige, farbenreiche Musik in klassischer Jazzklaviertrio-Besetzung, zug\u00e4nglich und zugleich anspruchsvoll, von ber\u00fchmten abendl\u00e4ndischen Tonsetzern nicht nur in der Hommage \u201eSkrjabin\u201c inspiriert, andererseits unterschiedlichste rhythmische Aggregatzust\u00e4nde durchlaufend. Grund genug, Anna Maurer in die Reihe \u201e5 Millionen Pesos\u201c einzuladen, in der sie am 22. Oktober 2021 im Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses ihr K\u00f6nnen mit den erprobten Trio-Mitstreitern Thomas Milacher (Bass) und Martin Kleibl (Schlagzeug) demonstrierte. Zus\u00e4tzliche Energie und Ideen lie\u00dfen bei einigen St\u00fccken zwei G\u00e4ste einflie\u00dfen: S\u00e4ngerin Verena Loipetsberger und Trompeter Simon Pl\u00f6tzeneder. Verena G\u00f6ltl pr\u00e4sentiert die Aufnahme der Darbietung, zugleich Anna Maurers Masterabschlusskonzert im Rahmen ihres Studiums am Institut f\u00fcr Popularmusik der Musikuniversit\u00e4t Wien, und bittet die junge, hochtalentierte Musikerin zum Gespr\u00e4ch. Gestaltung: Verena G\u00f6ltl<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 14.11.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Die \u00d61 Jazznacht (Fortsetzung) Pianistin Anna Maurer im Interview und konzertant im Wiener RadioKulturhaus <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Name Anna Maurers ist u. a. aus der Besetzung der Klangkantine der Wiener Rapperin Yasmo bekannt, 2019 legte die 26-j\u00e4hrige Ober\u00f6sterreicherin indessen auch eine eigene Visitenkarte in Gestalt des Deb\u00fctalbums \u201eVisionariness\u201c vor. Darauf zu h\u00f6ren: Spritzige, farbenreiche Musik in klassischer Jazzklaviertrio-Besetzung, zug\u00e4nglich und zugleich anspruchsvoll, von ber\u00fchmten abendl\u00e4ndischen Tonsetzern nicht nur in der Hommage \u201eSkrjabin\u201c inspiriert, andererseits unterschiedlichste rhythmische Aggregatzust\u00e4nde durchlaufend. Grund genug, Anna Maurer in die Reihe \u201e5 Millionen Pesos\u201c einzuladen, in der sie am 22. Oktober 2021 im Studio 3 des Wiener RadioKulturhauses ihr K\u00f6nnen mit den erprobten Trio-Mitstreitern Thomas Milacher (Bass) und Martin Kleibl (Schlagzeug) demonstrierte. Zus\u00e4tzliche Energie und Ideen lie\u00dfen bei einigen St\u00fccken zwei G\u00e4ste einflie\u00dfen: S\u00e4ngerin Verena Loipetsberger und Trompeter Simon Pl\u00f6tzeneder. Verena G\u00f6ltl pr\u00e4sentiert die Aufnahme der Darbietung, zugleich Anna Maurers Masterabschlusskonzert im Rahmen ihres Studiums am Institut f\u00fcr Popularmusik der Musikuniversit\u00e4t Wien, und bittet die junge, hochtalentierte Musikerin zum Gespr\u00e4ch. Gerstaltung: Verena G\u00f6ltl<\/p>\n<p>13:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>Kaisers Kl\u00e4nge \u2013 Musikalische Entdeckungsreisen Reigen seliger Geister \u2013 Musik aus dem Schattenreich<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Niels Kaiser. Sprechen k\u00f6nnen sie ja nicht mehr. Also melden sich die Verstorbenen mit Musik aus dem Jenseits zur\u00fcck. Sie schweben einher zu einem Reigen seliger Geister oder schwingen ihr wei\u00dfes Gebein zum n\u00e4chtlichen Tanz auf dem Kirchhof. Auch der Tod selbst mit seiner Geige ist ein leidenschaftlicher Musikant. Skurril bis schalkhaft klingt die Musik aus dem Schattenreich, aber auch traurig und sehnsuchtsvoll.<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Rock et cetera: Schlagzeug &amp; Gitarre hoch Zwei \u2013 Die finnische Rockband The Holy<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Anja Buchmann. Gleich zwei Schlagzeuger und zwei Gitarristen bietet die finnische Band The Holy \u2013 dazu eine Bassistin, die zudem die Keyboards bedient: Aus der Hauptstadt Helsinki kommen die f\u00fcnf, haben bereits die wichtigsten finnischen Festivals vom Ilosaarirock bis zum Flow Festival bespielt und sind auch in weiteren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern aufgetreten. Die f\u00fcnf jungen Musiker erf\u00fcllen die Erwartungen, die man an eine Band mit doppelter Gitarren- und Schlagzeug-Besetzung hat \u2013 und gleichzeitig auch wieder nicht: The Holy, gegr\u00fcndet w\u00e4hrend der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2014 aus einer Schnapsidee heraus, spielt hoch energetisch und druckvoll, l\u00e4sst jedoch Raum f\u00fcr Nuancen und den oft hymnischen Gesang von Eetu Henrik Iivari.<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Interpretationen: Von Shakespeare verzaubert \u2013 Das Violinkonzert von Frank Martin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast: Harald Eggebrecht, Musikpublizist. Moderation: Ruth Jarre<\/p>\n<p>17:10:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Multiinstrumentalist, sympathischer Gangster und Mythos Fred Buscaglione <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er war einer der gefragtesten Entertainer Italiens in der zweiten H\u00e4lfte der 1950er Jahre -nicht nur als S\u00e4nger: Fred Buscaglione war \u00fcberall: in der Werbung, im Fernsehen und im Film. Seine Rolle: Der sympathische Angeber, der im Herzen butterweiche Gangster, der Niemandem wirklich gef\u00e4hrlich werden konnte. Dabei wirkt er stilbildend: M\u00e4nner lie\u00dfen sich d\u00fcnne Schnauzer stehen, pomadisierten sich die Haare wie er, und trugen auch so schicke zweireihige Nadelstreifenanz\u00fcge.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als B\u00fchnenfigur war er das Gegenst\u00fcck zur popul\u00e4ren Musik seiner Zeit, die zumeist die ergangenheit mit abgedroschenen Reimen romantisierte. Seine Lieder \u00fcber harte Kerle, die r\u00fccksichtslos mit ihren Feinden umgingen, aber der Gnade von Frauen und Alkohol hilflos ausgeliefert, sind wie kurze Krimis, die nicht selten t\u00f6dlich enden. Mit unendlich viel Swing in der Stimme, gab Buscaglione ironisierend den harten Kerl, immer mit Zigarette im Mundwinkel, ein bisschen Clark Gable, ein wenig Humphrey Bogart.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Buscaglione kam am 23. November 1921 in Turin zur Welt, wo er eine doppelte musikalische Ausbildung erhielt: Drei Jahre studierte er am Verdi-Konservatorium und ging auch in die Lehre der Praxis: Er spielte in den Jazzorchestern der Nachtclubs der Stadt, Kontrabass, Geige, Klavier und Trompete.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seine gro\u00dfe Karriere dauerte kaum ein halbes Jahrzehnt und endete so filmreif wie tragisch am Morgen des 3. Februar 1960 in Rom, im wei\u00dfen Anzug in seinem extravaganten lavendelfarbenen Ford Thunderbird. Auf dem Weg ins Studio krachte er in einen mit Baumaterial beladenen Lastwagen. Und sein Mythos begann. Gestaltung: Bernhard Eppensteiner<\/p>\n<p>18:30 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel: Wir gehen, wir gehen \u2212 ein Leben lang! Eine Begegnung mit Hans J\u00fcrgen von der Wense<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ruth Johanna Benrath. Regie: Christine Nagel. Mit: Niklas Kohrt, Mariel Jana Supka, Gerd Wameling. Komposition: Mario Bertoncini. Musiker: ZAUM-Ensemble \u2212 Luisa Santacesaria (Piano), Carlota C\u00e1ceres (Perkussion), Lorenzo Colombo (Perkussion). Ton: Jean Szymczak. Produktion: Deutschlandfunk Kultur\/HR 2019. L\u00e4nge: 88\u201908<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ruth Johanna Benraths H\u00f6rspiel auf den Spuren von Hans J\u00fcrgen von der Wense ist eine lyrische Hymne an das Wandern und an den best\u00e4ndigen Wandel in der Natur, der die Gedanken in Schwung h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eWer wandert, der nimmt wahr.\u201c Hans J\u00fcrgen von der Wense (1894\u22121966) war Schriftsteller, Komponist, \u00dcbersetzer aus \u00fcber 100 Sprachen und Dialekten \u2212 und leidenschaftlicher Wanderer. Er strebte in seinen fragmentarischen Texten eine Art \u201eWeltmitschrift\u201c an. Das Wandern war f\u00fcr von der Wense Inbegriff von Freiheit und Welterfahrung, die Landschaft ein philosophisches Erlebnis. Die Autorin l\u00e4sst sich von seiner Assoziationslust anstecken. Zwei Dichter verschiedener Jahrhunderte begegnen sich.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ruth Johanna Benrath, geboren 1966 in Heidelberg, ist Autorin, Theater- und H\u00f6rspielmacherin. 2009 erschien ihr erster Roman \u201eRosa Gott, wir loben dich\u201c, zwei Jahre sp\u00e4ter \u201eWimpern aus Gras\u201c. Zahlreiche Stipendien und Preise, darunter 2019 der Schw\u00e4bische Literaturpreis f\u00fcr ihre Erz\u00e4hlung \u201eAUFTAUEN\u201c. Ihr H\u00f6rspiel \u201eGEH DICHT DICHTIG!\u201c (ORF\/BR 2019) wurde als H\u00f6rspiel des Jahres 2019 ausgezeichnet.<\/p>\n<p>19:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>hr-Bigband Konzerte und Produktionen u.a. mit: Timeless \u2013 John Abercrombie Teil 2<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Konzerte und Produktionen u.a. mit: Timeless \u2013 John Abercrombie | hr-Bigband w\/ Martin Scales, cond. by Jim McNeely | Livestream aus dem hr-Sendesaal, Frankfurt, Mai 2021, Teil 2<\/p>\n<p>19:34:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00d61 Kunstsonntag: Radiosession:Tom\u00e1 mit Ensemble im Studio 2 des Wiener Funkhauses <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tom\u00e1 Ivanovs Lo-Fi-Jazz versucht die Klangm\u00f6glichkeiten und die \u201everrauschte\u201c Klang\u00e4sthetik der elektronischen Musik im Allgemeinen und des klassischen Hip-Hop im Besonderen mit den harmonischen Freiheiten der Improvisation zu verbinden. Der austro-bulgarische Gitarrist und Produzent hat an der Anton-Bruckner-Privatuniversit\u00e4t Linz bei Christoph Cech Komposition studiert und heuer im Juni unter dem Namen Tom\u00e1 sein erstes Album \u201eAtom\u201c ver\u00f6ffentlicht. F\u00fcr die \u00d61 Radiosession hat Tom\u00e1 ein imposantes Ensemble zusammengestellt: Neben dem Schlagzeuger Lukas Handlbauer, den Bassisten Jakob Pressmair und Federico Perinelli sowie den S\u00e4ngerinnen Esther Esrah und Viviane Toebich sind auch zwei aus New York angereiste Musiker zu h\u00f6ren: der Pianist und Keyboarder Matt Godfrey sowie der Vokalist I am TIM. Gestaltung: Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Dlf-kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Festival M\u00e4hrischer Herbst<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jan\u00e1\u010dek Theater, Br\u00fcnn. Aufzeichnung vom 17.10.2021. <strong>Tigran Mansurjan<\/strong>: \u201eAnd Then I Was in Time Again\u201c f\u00fcr Viola und Streichorchester | <strong>Awet Terterjan<\/strong>: Sinfonie Nr. 3 f\u00fcr Duduk, Zurna und gro\u00dfes Orchester | <strong>Aram Chatschaturjan<\/strong>: Sinfonie Nr. 2 e-Moll.\u00a0 Luca Ranieri, Viola; Armenische Nationalphilharmonie; Leitung: Eduard Topchjan<\/p>\n<p>20:55:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00d61 Kunstsonntag: Milestones Mary Osborne: \u201eA Girl and Her Guitar\u201c (1959) <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Man konnte sie an der Seite von Mary Lou Williams, Billie Holiday oder Coleman Hawkins erleben, unter ihrem eigenen Namen existieren aber nur wenige Aufnahmen. Ihr Deb\u00fct als Bandleaderin, welches in der Folge unter dem verniedlichenden Titel \u201eA Girl and Her Guitar\u201c vom Warwick -Label vermarktet wurde, ver\u00f6ffentlichte sie gar erst im Alter von 38 Jahren auf Langspielplatte. Die Rede ist von der US-amerikanischen Jazzgitarristin Mary Osborne, die im Zentrum dieser Sendung mit Gerhard Graml steht. 1921 in North Dakota geboren, war Osborne nach einem Zusammentreffen mit dem Gitarristen Charlie Christian schon fr\u00fch von seinem melodi\u00f6sen Improvisationsstil beeinflusst und teilte auch in jungen Jahren die B\u00fchne mit ihrem Mentor. Mary Osborne entwickelte sich w\u00e4hrend des \u00dcbergangs von der Swing-zur Bebop-\u00c4ra zu einer von Kritikern und Kollegen hochgesch\u00e4tzten K\u00fcnstlerin, die ihre furchtlose Virtuosit\u00e4t auf dem Instrument wie auch ihre Gesangsstimme in fr\u00fchen Fernsehauftritten einzusetzen wusste und so zu einem Fixstern in den Jazzclubs der New Yorker 52nd Street wurde. Ende der 50er Jahre war f\u00fcr Mary Osborne nicht nur eine Phase der Familiengr\u00fcndung, es ergab sich auch die M\u00f6glichkeit zur Aufnahme einer Langspielplatte unter eigenem Namen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Osborne leitet darauf mit kr\u00e4ftigem Ton ein prominent besetztes Quartett durch ein swingendes k\u00fcnstlerisches Manifest, mit Verweisen auf R&amp;B, Blues und andere popul\u00e4re Musikstile der damaligen Zeit. Mit dem Pianisten Tommy Flanagan, dem Schlagzeuger Jo Jones und dem Rhythmusgitarristen Danny Barker pr\u00e4sentiert sie auf \u201eA Girl and Her Guitar\u201c insgesamt elf St\u00fccke voll lyrischer Eleganz, subtiler Zur\u00fcckhaltung und feurigem Drive, die belegen, dass dieses Album als Wiederentdeckung nicht nur f\u00fcr Gitarrenfans bedeutsam ist. Mary Osborne war in ihrer Generation eine singul\u00e4re Erscheinung, und auf dieser Ver\u00f6ffentlichung aus dem Jahr 1959 ist die uneingeschr\u00e4nkte Begeisterung f\u00fcr ihr Instrument und dessen musikalische M\u00f6glichkeiten in wunderbarer Weise erlebbar. Gestaltung: Gerhard Graml<\/p>\n<p>22:00 | hr2-kultur<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel-Premiere | Imperium von Christian Kracht (Teil 1\/2) Radikaler Vegetarier gr\u00fcndet Sekte in \u00dcbersee<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unter Imperium verstand man im antiken Rom urspr\u00fcnglich die Amtsgewalt eines Beamten, sp\u00e4ter generell den r\u00f6mischen Herrschaftsbereich (Imperium Romanum), davon abgeleitet weitere Gro\u00df- und Weltreiche. Krachts Imperium kommt als ironisch gebrochene S\u00fcdseeballade daher, in bewusster Anlehnung (inklusive Zitate) an z.B. Joseph Conrad, Jack London und die Comicfigur Corto Maltese des italienischen Comiczeichners Hugo Pratt.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Das vegetabile Klanguniversum des Gem\u00fcseorchesters \u2013 Ein Konzertabend im ORF RadioKulturhaus mit The Vegetable Orchestra<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Minimal Techno, Ambient, Noise, Pop, elektroakustische und Neue Musik, gespielt mit K\u00fcrbistrommel, Paprikahorn, Zellerbongo und Karottenfl\u00f6te, um hier nur einige wenige Instrumente zu nennen: An einem Konzertabend Ende September im ORF RadioKulturhaus in Wien lud The Vegetable Orchestra, hierzulande auch bekannt unter dem Namen Gem\u00fcseorchester, zu einer rund einst\u00fcndigen Reise durch sein klanglich so facettenreiches Schaffen, gew\u00fcrzt mit Anekdoten aus der bereits 23j\u00e4hrigen Bandgeschichte. Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<p>23.03 | WDR 3<br \/>\n<strong>Studio Neue Musik mit Sophie Emilio Beha: Faltungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Trotz seiner vielen Falten ist das Akkordeon, 1829 von Cyrill Demian in Wien patentiert, ein junges Instrument. Seit seiner Geburt hat es eine gro\u00dfe Entwicklung durchlebt. An seiner Integration im Musikbetrieb hat Teodoro Anzellotti ma\u00dfgeblichen Anteil.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ende 2020 hat Anzellotti im WDR Funkhaus mehrere Werke f\u00fcr Solo-Akkordeon eingespielt. Die Aufnahmen offenbaren die enorme Bandbreite des Instruments. Seine Klangvielfalt kommt in Georges Aperghis\u2019 Merry go round zum Ausdruck, in dem karussellartige Wiederholungsmuster sich geringf\u00fcgig ver\u00e4ndern und verschieben. Wie der Balg des Instruments falten sich Kl\u00e4nge aus und wieder ein. Das Akkordeon ist eine Kombination aus Blas- und Tasteninstrument. Deutlich wird dies in Cladi von Vykintas Baltakas. Hier mischen sich zu einer m\u00e4andernden Linie im hohen Register Tastenger\u00e4usche. In Anna Korsuns fragilem St\u00fcck Hauchd\u00fcnn schrauben sich sirrende Spitzent\u00f6ne immer weiter in die H\u00f6he. Einatmen, ausatmen. Auf, zu: Johannes Boris Borowski vertont in Lied eine einsame Schneelandschaft: taumelnde T\u00f6ne voller Farbenreichtum. Bei Origami, der alten japanischen Kunst des Papierfaltens, werden Gegenst\u00e4nde und K\u00f6rper aus einfachstem Material gestaltet. Ohne zus\u00e4tzliche Mittel, ohne Schnitte und Klebstoff entstehen mitunter hochkomplexe Gegenst\u00e4nde und Figuren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Georges Aperghis<\/strong>: Merry Go Round f\u00fcr Akkordeon solo | <strong>Johannes Boris Borowski<\/strong>: Lied f\u00fcr Akkordeon solo | <strong>Anna Korsun<\/strong>: Hauchd\u00fcnn f\u00fcr Akkordeon solo | <strong>Miroslav Srnka<\/strong>: Origami f\u00fcr Akkordeon solo | <strong>Vykintas Baltakas<\/strong>: solo f\u00fcr Akkordeon solo. Teodoro Anzellotti, Akkordeon<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Eine j\u00fcdische Geschichte \u2013 2) Shmuel Barzilai und die Emanzipation des synagogalen Gesangs<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Sendung von Friederike Haupt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Radiowoche vom 07.11.21\u201314.11.2021 Ein kleiner Blick in die Radiowoche 45. Man hat ja sonst auch keinen Spa\u00df daran, wenn so viel fehlt. Hier die pers\u00f6nliche Auswahl im Bereich Musik, Feature und anderes Kluges im Radio in der zweiten Novemberwoche, wo die Abende bekanntlich l\u00e4nger werden und k\u00e4lter und dunkler. Die \u00dcbersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr. mo \u2013 08.11.2021 12:00 | hr2-kultur Doppelkopf: Am Tisch mit Gerald Mertens, \u201eOrchester-Stratege\u201c Am 3. Oktober 1990 trat die ehemalige DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. F\u00fcr viele Menschen begann eine Zeit der Unsicherheit, unter ihnen auch diejenigen, die in einem der rund f\u00fcnfzig Kulturorchester an Opern- und Konzerth\u00e4usern spielten. Am 4. Oktober 1990 trat der junge, musikbegeisterte Jurist Gerald Mertens seine Stelle bei der Deutschen Orchestervereinigung an. 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