{"id":25985,"date":"2021-10-17T12:00:21","date_gmt":"2021-10-17T10:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=25985"},"modified":"2021-10-15T10:33:41","modified_gmt":"2021-10-15T08:33:41","slug":"die-radiowoche-vom-18-10-2124-10-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/10\/die-radiowoche-vom-18-10-2124-10-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 18.10.21\u201324.10.2021"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 42. Nach kurzer krankheitsbedingter Pause geht es erst wieder langsam an. Dies ist die reduzierte Radiowoche, wenn nur die Daten eingepflegt werden, die von den Redaktionen angeliefert werden und \u201ebenutzbar\u201c sind. Die kommen von BR-KLASSIK, der SWR-Jazzredaktion und dem \u00d6sterreichischen Rundfunk, ORF mit \u00d61. Man k\u00f6nnte umgekehrt meinen: Reicht auch! Bis bald, Ihr Radiotr\u00fcffler, Martin Hufner.<\/p>\n<p>Apropos: Ausgiebig mit vielen Sendungen wird der 90. Geburtstag von <strong>Sofia Gubaidulina <\/strong>bedacht. Das freut mich.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mo \u2013 18.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:30 | \u00d61<br \/>\n<strong>Clemens Rofners CLERQ und Pol.D beim Outreach-Festival 2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Zentrum des Er\u00f6ffnungsabends des diesj\u00e4hrigen Outreach-Festivals stand am 5. August 2021 eine mit Spannung erwartete Premiere: Der Tiroler Bassist Clemens Rofer, bekannt u. a. aus dem Quartett HI5, stellte mit CLERQ sein erstes allein verantwortetes Projekt vor. Unterst\u00fctzt von Kai Schumacher (Klavier), Sebastian Schneider (Mono-Synthesizer) und Simon Springer (Schlagzeug), choreografierte Rofner eine rund 48-min\u00fctige, basslastige Groove-Soundscape, organisch entwickelt, akkurat und vielf\u00e4ltig ausgearbeitet, und mit Adam Holzmans per Video zugespieltem Keyboard-Solo als gewitzter Pointe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F\u00fcr den Ausklang des Abends sorgte sp\u00e4ter das Wiener Quartett Pol.D alias Polykleitos Dialog von Bassist Tobias Vedovelli, der mit Saxofonist \u0160tep\u00e1n Flagar, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Michael Prowaznik klug disponierten, kraftvollen Modern Jazz zu Geh\u00f6r brachte.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>\u00d61 Talent vertont Racheakt \u2013 musikprotokoll 2021. Ensemble Zeitfluss<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Internationale und lokale Positionen zu verkn\u00fcpfen ist das Ziel des Grazer Ensemble Zeitfluss und Dirigent Edo Micic. Die deutsche Komponistin Isabel Mundry ist in diesem mit die andere saite konzipierten Programm ebenso vertreten wie die junge, aus Shanghai stammende Klaus Lang-Sch\u00fclerin Xu Weiwei \u2013 sie reflektiert in \u201eoh, city\u201c Tempo und Dynamik des Stadtlebens. Der in Graz lebende Anselm Schaufler hat drei Chansons auf Texte von Christian Teissl komponiert \u2013 mit dem Bild einer zerkratzten, gesprungenen Schellackplatte im Kopf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tanja Elisa Glinsner, Gewinnerin des \u00d61 Talenteb\u00f6rse Kompositionspreises, wird als Gesangssolistin ein eigenes Werk urauff\u00fchren: \u201eDie Nacht bricht ein \u2026\u201c basiert auf Grillparzers \u201eMedea\u201c und ist ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Titelfigur, die, so Glinsner, \u201ein einer m\u00e4nnerdominierten Gesellschaft, grausam zum psychischen Zusammenbruch gef\u00fchrt, im verzweifelten Racheakt den Punkt \u00e4u\u00dferster Selbstverleugnung erreicht und doch gerade darin zur Handelnden, zur Akteurin wird\u201c. Ein \u00d61 Mitschnitt vom 9. Oktober 2021 aus dem MUMUTH in Graz.Gestaltung: Franz Josef Kerstinger<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 29.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>20:05 \u2013 21:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session. Das Brad Mehldau Trio 2005 beim Festival Enjoy Jazz <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Brad Mehldau geh\u00f6rt zu den Stammg\u00e4sten des Festivals Enjoy Jazz; \u00fcber die die Jahre ist der Pianist zu einem \u201eSecret Festival Artist in Residence\u201c geworden. Als Solist, im Duo und vor allem mit seinem Trio war der Amerikaner immer wieder zu Gast. So auch 2005, als der damals 35-j\u00e4hrige Mehldau sein neues Trio mit dem Kontrabassisten Larry Grenadier und dem Schlagzeuger Jeff Ballard in der Alten Feuerwache Mannheim vorstellte.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: \u201eEs war nicht immer leicht, aber ich war gl\u00fccklich\u201c \u2013 Zum 90. Geburtstag der Komponistin Sofia Gubaidulina<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sie ist 27 Jahre alt, als sie nach dem Studium am Moskauer Konservatorium Ende der 1950er-Jahre als freischaffende Komponistin ihren Weg sucht. Kein leichtes Unterfangen f\u00fcr jemanden, der fernab der Metropole im russisch-tatarischen Schmelztiegel aufgewachsen ist. Erst recht f\u00fcr eine Frau. Sofia Gubaidulina kann wenig anfangen mit der engstirnigen Doktrin sowjetischer Kulturfunktion\u00e4re. Der Komponist Dmitri Schostakowitsch jedoch macht ihr Mut und ermuntert sie, ihren Weg zu gehen. \u201eIn der Musik habe ich am meisten die Tragik der Existenz gesch\u00e4tzt\u201c, sagt Gubaidulina. Einer internationalen \u00d6ffentlichkeit wird die russische Komponistin bekannt, als sie Anfang der 90er mit Unterst\u00fctzung von Musikern wie dem Geiger Gidon Kremer in den Westen geht. Seit 30 Jahren lebt Gubaidulina in Appen bei Hamburg. Das Wichtigste zum Komponieren, sagt sie, sei die Natur und die Stille. BR-KLASSIK hat Sofia Gubaidulina getroffen und gratuliert mit einer Sendung zum 90. Geburtstag. Eine Sendung von Ulrich M\u00f6ller-Arnsberg<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Ein Aquarium als Musikinstrument \u2013 musikprotokoll 2021. Das f\u00fchrende griechische Kammermusikensemble dissonArt in Graz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Konzert der letztj\u00e4hrigen \u201eHidden Sounds\u201c-Ausgabe des ORF musikprotokoll musste Corona-bedingt ins \u201eNomadic Sounds\u201c-Programm wandern. Die k\u00fcnstlerischen Geheimagenten der \u201eHidden Sounds\u201c bewiesen dabei ihre Aktualit\u00e4t: In \u201eFaulty Waterwork\u201c macht Lo\u00efc Destremau ein Aquarium zum Instrument \u2013 und zum Symbol f\u00fcr eine Welt, der das Wasser bis zum Hals steht. Ein zweites Werk des franko-d\u00e4nischen Komponisten zeigte, wie viel musikalische Substanz in einer kurzen Sprachaufnahme von Leonard Bernstein steckt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der D\u00e4ne Christian Winther Christensen l\u00e4sst Beethovens Genius in geisterhaft schwebenden Klavierakkorden eines historischen Fl\u00fcgels auferstehen, w\u00e4hrend die deutsche Komponistin Carola Bauckholt in \u201eTreibstoff\u201c Fortbewegungsarten von Lebewesen in vorw\u00e4rtsdr\u00e4ngende Kammermusik \u00fcbersetzt, und die serbische Shape-K\u00fcnstlerin Svetlana Mara\u0161 zwischen Organisationsprinzipien akustischer und elektronischer Klangwelten switcht. Es spielte das Ensemble dissonArt, eine der f\u00fchrenden Kammermusikformationen Griechenlands. Ein \u00d61 Mitschnitt vom 9. Oktober 2021 aus dem MUMUTH in Graz.Gestaltung: Rainer Elstner<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 20.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21:05 \u2013 22:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>NOWJazz. #zusammenspielen \u2013 Charles Ives in Progress. Mit dem Quartett Bendixen\/Grund\/Lillinger\/Westergaard<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Nina Polaschegg. Unter dem Motto \u201eMut\u201c steht die zweite Staffel unserer SWR2-Studioproduktionsreihe \u2013 und man denkt dabei sicher nicht zuallererst an die Musik eines Versicherungskaufmanns. Aber Charles Ives war ja im Nebenberuf auch Komponist mit mutigen Konzepten, die bis heute Musiker*innen inspirieren. Der Pianist Christoph Grund, die S\u00e4ngerin Birthe Bendixen, der Schlagzeuger Christian Lilliger und der Kontrabassist Jonas Westergaard nehmen in ihrem Projekt Ives\u2019 Idee des \u201eWork in progress\u201c ernst, den Gedanken, dass sich ein Werk immer aus sich selbst heraus weiterentwickeln, erneuern, verwandeln kann.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Mit einem R\u00fcckblick auf die Donaueschinger Musiktage, die heuer 100. Geburtstag gefeiert haben.Gestaltung: Nina Polaschegg<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 21.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>KlassikPlus: Braune Bohnen \u2013 Wie die Musik zum Kaffee kam<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was w\u00e4re unsere Musik ohne Kaffeegenuss? Seit der \u201ebraune T\u00fcrkentrank\u201c das barocke Europa erobert hat, weht ein aromatischer Hauch von ger\u00f6steten Arabica-Bohnen durch Komponistenstuben und Konzerts\u00e4le. Johann Sebastian Bach huldigte dem neumodischen Getr\u00e4nk mit seiner ber\u00fchmten Kaffeekantate, Richard Wagner trank seinen Mokka auf Venedigs Markusplatz. Und wenn wir vom Kaffeehaus reden, dann haben wir einen spezifischen Klang im Ohr, den vom Salonorchester und seinem Stehgeiger. Kaffee animiert und inspiriert. Dank seiner Wirkung hat der coffeinhaltige \u201eStoff\u201c so manchem Komponisten \u00fcber Schaffenskrisen und Einfallslosigkeit hinweggeholfen. Denn ohne einen Schluck Kaffee zur richtigen Zeit s\u00e4he das Repertoire der abendl\u00e4ndischen Musik sicherlich anders aus. Eine Sendung von Markus Vanhoefer<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Zum 90. Geburtstag von Sofia Gubaidulina<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sofia Gubaidulina: \u201eIn tempus praesens\u201c (Anne-Sophie Mutter, Violine; London Symphony Orchestra: Valery Gergiev); \u201eDe profundis\u201c (Elsbeth Moser, Bajan); \u201eKl\u00e4nge des Waldes\u201c (Marianne Henkel, Fl\u00f6te; Oliver Triendl, Klavier)<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Ein Komponistinnen-Interpretinnen-Trio \u2013 \u201eFast Forward\u201c. Jeunesse-Konzert mit Werken von Unterpertinger, Winter und Klement im RadioKulturhaus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dem Werk von Judith Unterpertinger, Manon-Liu Winter und Katharina Klement war das Jeunesse-Konzert der Reihe \u201eFast Forward\u201c am 16. Oktober 2021 im Wiener RadioKulturhaus gewidmet. Unterpertingers neues St\u00fcck \u201emotetten-kabinett\u201c f\u00fcr drei Stimmen nach einem Text von Barbara Hundegger wurde als gemeinsamer Kompositionsauftrag von Jeunesse und \u00d61 uraufgef\u00fchrt. Die drei Komponistinnen waren an diesem Abend auch als Improvisations-Trio deppseafishK gemeinsam auf der RadioKulturhaus-B\u00fchne zu erleben.Gestaltung: Andreas Maurer<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 22.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 | \u00d61<br \/>\n<strong>Cleveland Watkiss, China Moses u. a. beim EFG London Jazz Festival 2020<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine prominent besetzte Vokal-Jazz-Gala fand im Rahmen des EFG London Jazz Festival am 13. November 2020 in der Cadogan Hall in der britischen Kapitale statt. Guy Barker leitete das eigens gegr\u00fcndete EFG London Jazz Festival Ensemble und begleitete mit Verve und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen ein Staraufgebot an Jazzs\u00e4nger\/innen: Neben China Moses, Zara MacFarlane und Vanessa Haynes waren deren m\u00e4nnliche Kollegen David McAlmont und Cleveland Watkiss zu vernehmen, wie auch der zu diesem Zeitpunkt erst 21-j\u00e4hrige britische Shootingstar Luca Manning.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Palette der Songs, die an diesem Abend erklangen, reichte von St\u00fccken von Billie Holiday bis Carla Bley, von Soul-Legende Bill Withers bis zum Great American Songbook. Ein Fest f\u00fcr Freunde des Vokal- Jazz!<\/p>\n<p>19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Swingin\u2019 Harlem \u2013 Ein musikalisches Portr\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eLet\u2019s go slumming\u201c, so lautete die versnobte Devise der wei\u00dfen New Yorker Boh\u00e8me w\u00e4hrend des aufgeputschten Jazz-Zeitalters. \u201eLet\u00b4s go slumming\u201c, das bedeutete, man nehme \u201ethe A train\u201c, die U-Bahn-Linie A, und fahre Manhattan-aufw\u00e4rts Richtung Norden. Denn dort, im afroamerikanischen Harlem, gab es die angesagtesten Clubs mit den hei\u00dfesten Bands. Harlem, das waren Duke Ellington und Cab Calloway, das waren der \u201eCotton Club\u201c und die ber\u00fcchtigten \u201erent parties\u201c, Feten in den eigenen vier W\u00e4nden. Unter den vergn\u00fcgungss\u00fcchtigen Jungen und Sch\u00f6nen galt Harlem als Synonym f\u00fcr die Innovation des Swing, f\u00fcr synkopisch hetzende Rhythmen, schneidende Big-Band-S\u00e4tze und berauschende Bl\u00e4ser-Soli. Die Sendung \u201eHarlem, Symphonie in Swing und Stomp\u201c verbringt jedoch nicht nur wilde N\u00e4chte in wilden Clubs, dar\u00fcber hinaus erz\u00e4hlt sie die spannende Geschichte eines einst biederen wei\u00dfen New Yorker Vorortes, der um 1900 zur \u201eNeger-Kapitale der Welt\u201c wurde. Zudem schildert sie eine schwarze Gesellschaft, die in ihrem kulturellen Anspruch und sozialen Erscheinungsbild heterogener ist, als es aus unserer europ\u00e4ischen Perspektive erscheinen mag. Von Gospel bis zur afroamerikanischen Kunstmusik \u2013 Harlem hat viele musikalische Gesichter. Eine Sendung von Markus Vanhoefer<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>musikprotokoll 2021: Gebilde aus Ger\u00e4uschen \u2013 MOPCUT<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">MOPCUT ist das Trio des Schlagzeuges Lukas K\u00f6nig, der Cellistin und S\u00e4ngerin Audrey Chen und des Gitarristen Julien Desprez. Beim musikprotokoll pr\u00e4sentierten MOPCUT mit \u201eJitter\u201c ihr zweites Album: Strukturierte Elemente als Leitfaden f\u00fcr Improvisationen und starke B\u00fchnenperformance. Gegr\u00fcndet haben sich MOPCUT im Zuge ihres Auftritts beim Donaufestival 2018. Kurz danach erschien mit \u201eAccelerated Frames of Reference\u201c das Deb\u00fct-Album auf Trost Records.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der in Wien lebende Schlagzeuger Lukas K\u00f6nig verwendet Jazz als eine Verbindungsmatrize zwischen HipHop und (elektronischer) Klangkunst; siehe seine zahlreichen Projekte wie K\u00f6nig Riegler, Compost 3 oder sein Solo-Album \u201eMessing\u201c (2020, Ventil Records).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die taiwanesisch-amerikanische Cellistin und Stimmk\u00fcnstlerin Audrey Chen lebt in Berlin, hat mit dem Posaunisten Henrik Munkeby N\u00f8rsteb\u00f8 das Projekt Beam Splitter und mit dem Vokalisten Phil Minton einige Alben eingespielt. F\u00fcr das Magazin \u201eThe Wire\u201c sind ihre Stimm-Darbietungen von gro\u00dfer k\u00f6rperlicher und fordernder Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Pariser Improvisations-Gitarrist Julien Desprez ist Mitbegr\u00fcnder des Kollektivs Coax, das vom franz\u00f6sischen Kulturministerium mit dem Titel \u201eCompagnie Nationale\u201c ausgezeichnet wurde und er spielte mit dem Gitarristen No\u00ebl Akchot\u00e9 und der Saxofonistin Mette Rasmussen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Str\u00f6me und Schwankungen: Die Musik von MOPCUT ist ein Brennpunkt zwischen klangarchitektonischen Verweisen, rhythmischen Pr\u00e4zisierungen und ekstatischem Gesang. Im Grazer Dom im Berg spielten MOPCUT beim musikprotokoll das Release-Konzert von \u201eJitter\u201c. Mit dabei der Laserk\u00fcnstler Bernhard Rasinger, der als BR Laser mit K\u00f6nig zusammenarbeitet und die ebenso energetische wie energische Musik des Trios visuell umsetzte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Lukas K\u00f6nig und Audrey Chen sind beide Shape Artists 2021, Julian Desprez war es 2017. Shape ist eine Plattform f\u00fcr spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, das 2014 vom musikprotokoll mitgegr\u00fcndet wurde. Sie wird durch das Programm \u201eCreative Europe\u201c der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert.Gestaltung: Heinrich Deisl<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 23.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Das Musik-Feature: Swingin\u2019 Harlem \u2013 Ein musikalisches Portr\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eLet\u2019s go slumming\u201c, so lautete die versnobte Devise der wei\u00dfen New Yorker Boh\u00e8me w\u00e4hrend des aufgeputschten Jazz-Zeitalters. \u201eLet\u00b4s go slumming\u201c, das bedeutete, man nehme \u201ethe A train\u201c, die U-Bahn-Linie A, und fahre Manhattan-aufw\u00e4rts Richtung Norden. Denn dort, im afroamerikanischen Harlem, gab es die angesagtesten Clubs mit den hei\u00dfesten Bands. Harlem, das waren Duke Ellington und Cab Calloway, das waren der \u201eCotton Club\u201c und die ber\u00fcchtigten \u201erent parties\u201c, Feten in den eigenen vier W\u00e4nden. Unter den vergn\u00fcgungss\u00fcchtigen Jungen und Sch\u00f6nen galt Harlem als Synonym f\u00fcr die Innovation des Swing, f\u00fcr synkopisch hetzende Rhythmen, schneidende Big-Band-S\u00e4tze und berauschende Bl\u00e4ser-Soli. Die Sendung \u201eHarlem, Symphonie in Swing und Stomp\u201c verbringt jedoch nicht nur wilde N\u00e4chte in wilden Clubs, dar\u00fcber hinaus erz\u00e4hlt sie die spannende Geschichte eines einst biederen wei\u00dfen New Yorker Vorortes, der um 1900 zur \u201eNeger-Kapitale der Welt\u201c wurde. Zudem schildert sie eine schwarze Gesellschaft, die in ihrem kulturellen Anspruch und sozialen Erscheinungsbild heterogener ist, als es aus unserer europ\u00e4ischen Perspektive erscheinen mag. Von Gospel bis zur afroamerikanischen Kunstmusik \u2013 Harlem hat viele musikalische Gesichter. Eine Sendung von Markus Vanhoefer<\/p>\n<p>22:03 \u2013 23:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime. Guitar Jubilee \u2013 2021, ein Jahr in dem gro\u00dfe Jazzgitarrist*innen 100 geworden w\u00e4ren<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J\u00fcrgen Schaal. Musik von Herb Ellis, Mary Osborne, Tal Farlow u. a. 1921 war das Geburtsjahr einer ganzen Reihe gro\u00dfer Jazzgitarrist*innen. Sie alle waren im Teenager-Alter, als die Gitarre elektrisch verst\u00e4rkt wurde und der Bebop die Musikwelt revolutionierte \u2013 diese Sounds haben sie gepr\u00e4gt und ihr Leben lang inspiriert. Wir h\u00f6ren Aufnahmen von Herb Ellis, dem sprichw\u00f6rtlichen Modern-Mainstream-Gitarristen, von Mary Osborne, der ersten Frau an der Bebop-Gitarre, von Tal Farlow, den sie den \u201eOctopus\u201c nannten, von George Barnes, der schon als Zehnj\u00e4hriger mit einer elektrischen Gitarre herumexperimentierte. Sie alle w\u00e4ren 2021 einhundert Jahre alt geworden.<\/p>\n<p>23:03 | \u00d61<br \/>\n<strong>Interviews mit Heimo Trixner und Bertl M\u00fctter, Edi Nulz beim Jazzfestival Saalfelden 2016<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Jazznacht-Studio nimmt diesmal im Rahmen der Reihe \u201eSidewomen and Sidemen \u2013 Tragende Szenes\u00e4ulen\u201c Gitarrist Heimo Trixner Platz, der seit vielen Jahren Fixpunkt der Wiener Jazzszene ist, in j\u00fcngster Zeit u. a. als Teil der Bands von Gina Schwarz, Ulrich Drechsler und Sebastian Simsa. Mit Katharina Osztovics spricht Trixner \u00fcber aktuelle Projekte, musikalische Inspirationsquellen und den Stellenwert von Empathie sowie der F\u00e4higkeit zuzuh\u00f6ren. Welche Qualit\u00e4ten es als Musiker und P\u00e4dagoge braucht, um Wegbegleiter f\u00fcr die n\u00e4chste Generation an Gitarristen und Gitarristinnen zu sein, und doch selbst als K\u00fcnstler nicht auf der Strecke zu bleiben \u2013 auch das wird Gespr\u00e4chsthema sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zweiter Gespr\u00e4chsgast ist Bertl M\u00fctter, der in Zeiten der Pandemie Zuflucht im kulturhistorischen Bauch von \u00d6sterreich gesucht und gefunden hat. Von April bis Juni 2020 hat M\u00fctter mit seiner Posaune den Wiener Stephansdom durchwandert, dabei die akustischen Eigenschaften der Hallen und Nischen erforscht, von der Herzogsgruft bis zur T\u00fcrmerstube. Das Resultat dieser klingenden Kathedralenvermessung ist unter dem Titel \u201eaus|cul|ta|tio|nes\u201c als Solo-CD erschienen. Welche Ein- und Ausblicke Bertl M\u00fctter im Zuge der einsamen Rundg\u00e4nge durch den riesigen Dom gewonnen hat, \u00fcber dies und anderes \u2013 etwa auch seine bevorstehenden \u201eWien Modern\u201c-Projekte \u2013 steht er im Rahmen eines Jazztime-Gespr\u00e4chs im KlangTheater des Wiener RadioKulturhauses Andreas Felber Rede und Antwort. Sie h\u00f6ren eine Aufzeichnung des Gespr\u00e4chs vom 15. Oktober 2021.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der \u00d61-Konzertmitschnitt im Anschluss kommt vom Jazzfestival Saalfelden 2016: Das 2011 in Graz gegr\u00fcndete Trio Edi Nulz, bestehend aus Siegmar Brecher (Bassklarinette), Julian Adam Pajzs (Gitarre) und Valentin Schuster (Schlagzeug), hatte damals gerade das dritte Album \u201eAn der vulg\u00e4ren Kante\u201c ver\u00f6ffentlicht. Am 27. August 2016 gaben die bis heute als experimentierfreudige Grenzg\u00e4nger zwischen Jazz, Rock und Punk geltenden Musiker das Programm im Congress Saalfelden zum Besten und pr\u00e4sentierten sich dabei in ausgezeichneter Form.<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Der Gorilla, die Blumen und die vielen Erben \u2013 Zum 100. Geburtstag des franz\u00f6sischen Chanson-Dichters und \u2013 S\u00e4ngers Georges Brassens<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vor hundert Jahren wurde der franz\u00f6sische Chanson-Dichter und \u2013 S\u00e4nger Georges Brassens geboren, der 1981 eine Woche nach seinem 60. Geburtstag starb. Nur mit Gitarre und sanfter Gesangsstimme wurde er vom augenzwinkernden Gro\u00dfb\u00fcrgerschreck einst zum Massen-Idol, das bis heute von vielen verehrt und dieses Jahr in Frankreich mit vielen Veranstaltungen, Sendungen und B\u00fcchern gefeiert wird. Auch au\u00dferhalb Frankreichs, von Chile und den USA bis Polen und Deutschland \u00fcbersetzen und singen Interpreten aller Generationen die swingenden, nur scheinbar manchmal groben, meist aber z\u00e4rtlichen und literarisch anspruchsvollen Lieder des schnurrb\u00e4rtigen Poeten noch. Denn kaum einer hat in reicheren Bildern und mit sch\u00f6neren Melodien von Liebe, Tod und menschlichen Au\u00dfenseitern erz\u00e4hlt als Brassens. Eine Sendung von Roland Spiegel<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 24.10.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 | \u00d61<br \/>\n<strong>(Fortsetzung) Interviews mit Heimo Trixner und Bertl M\u00fctter, Edi Nulz beim Jazzfestival Saalfelden 2016;<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Jazznacht-Studio nimmt diesmal im Rahmen der Reihe \u201eSidewomen and Sidemen \u2013 Tragende Szenes\u00e4ulen\u201c Gitarrist Heimo Trixner Platz, der seit vielen Jahren Fixpunkt der Wiener Jazzszene ist, in j\u00fcngster Zeit u. a. als Teil der Bands von Gina Schwarz, Ulrich Drechsler und Sebastian Simsa. Mit Katharina Osztovics spricht Trixner \u00fcber aktuelle Projekte, musikalische Inspirationsquellen und den Stellenwert von Empathie sowie der F\u00e4higkeit zuzuh\u00f6ren. Welche Qualit\u00e4ten es als Musiker und P\u00e4dagoge braucht, um Wegbegleiter f\u00fcr die n\u00e4chste Generation an Gitarristen und Gitarristinnen zu sein, und doch selbst als K\u00fcnstler nicht auf der Strecke zu bleiben \u2013 auch das wird Gespr\u00e4chsthema sein.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zweiter Gespr\u00e4chsgast ist Bertl M\u00fctter, der in Zeiten der Pandemie Zuflucht im kulturhistorischen Bauch von \u00d6sterreich gesucht und gefunden hat. Von April bis Juni 2020 hat M\u00fctter mit seiner Posaune den Wiener Stephansdom durchwandert, dabei die akustischen Eigenschaften der Hallen und Nischen erforscht, von der Herzogsgruft bis zur T\u00fcrmerstube. Das Resultat dieser klingenden Kathedralenvermessung ist unter dem Titel \u201eaus|cul|ta|tio|nes\u201c als Solo-CD erschienen. Welche Ein- und Ausblicke Bertl M\u00fctter im Zuge der einsamen Rundg\u00e4nge durch den riesigen Dom gewonnen hat, \u00fcber dies und anderes \u2013 etwa auch seine bevorstehenden \u201eWien Modern\u201c-Projekte \u2013 steht er im Rahmen eines Jazztime-Gespr\u00e4chs im KlangTheater des Wiener RadioKulturhauses Andreas Felber Rede und Antwort. Sie h\u00f6ren eine Aufzeichnung des Gespr\u00e4chs vom 15. Oktober 2021.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der \u00d61-Konzertmitschnitt im Anschluss kommt vom Jazzfestival Saalfelden 2016: Das 2011 in Graz gegr\u00fcndete Trio Edi Nulz, bestehend aus Siegmar Brecher (Bassklarinette), Julian Adam Pajzs (Gitarre) und Valentin Schuster (Schlagzeug), hatte damals gerade das dritte Album \u201eAn der vulg\u00e4ren Kante\u201c ver\u00f6ffentlicht. Am 27. August 2016 gaben die bis heute als experimentierfreudige Grenzg\u00e4nger zwischen Jazz, Rock und Punk geltenden Musiker das Programm im Congress Saalfelden zum Besten und pr\u00e4sentierten sich dabei in ausgezeichneter Form.<\/p>\n<p>19:36 \u2013 20:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: Dynamischer Groove \u2013 Der Schlagzeuger Buddy Rich<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Schon als Kleinkind demonstrierte Buddy Rich (1917-1987) in den Vaudeville-Shows seiner Eltern als Steppt\u00e4nzer sein rhythmisches Feeling. Als Twen verlieh er den Orchestern von Artie Shaw und Tommy Dorsey Glanz. \u00dcber die ph\u00e4nomenale technische Brillanz seines Schlagzeugspiels gerieten Fans ebenso ins Schw\u00e4rmen wie ber\u00fchmte Kollegen. Auch als Big Bands nicht mehr angesagt waren, ebbte Richs Leidenschaft f\u00fcr Gro\u00dfformationen nicht ab. Speziell in den Sechzigerjahren begeisterte er mit neuen Arrangements und mit der Strahlkraft eines im modernen Swing-Stil kreierten Orchesterklangs.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Sofia Gubaidulinas Musik als Gegenwelt \u2013 Die innere Wahrheit der Musik. Zum 90. Geburtstag der Komponistin Sofia Gubaidulina<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Tief beeindruckt und ber\u00fchrt hat die Urauff\u00fchrung des gro\u00df besetzten Orchesterwerks \u201eDer Zorn Gottes\u201c durch das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien bei Wien modern 2020: Mit schmetternden Blechbl\u00e4sern, Glockenkl\u00e4ngen und irisierendem Streicherflirren hatte Sofia Gubaidulina ein klingendes Mahnmal f\u00fcr die Menschlichkeit geschaffen. Verst\u00e4rkt war die Wirkung durch den erneuten Beschluss, Konzerte nur ohne Publikum stattfinden zu lassen, und der Anschlag in der Wiener Innenstadt nur wenige Tage zuvor, der die Stadt in einen Schockzustand versetzt hatte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gubaidulina hatte ihr sp\u00e4tes Werk in Beziehung zu dem gleichnamigen instrumentalen Satz ihres 15-teiligen Oratoriums \u201e\u00dcber Liebe und Hass\u201c gestellt, auf den sie die Vertonung des Friedensgebets von Franz von Assis in vier Sprachen \u2013 als Katharsis, die nach Gottes Zornesausbruch die Kraft der Liebe beschw\u00f6rt \u2013 folgen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vor 90 Jahren in Tschistopol in der Tatarischen Republik geboren, z\u00e4hlt Gubaidulina zu den bedeutendsten K\u00fcnstlerinnen unserer Zeit. F\u00fcr sie ist die Auff\u00fchrung von Musik, \u201edie bedeutendste Form des Widerstandes der Menschheit gegen den geistigen Verfall \u00fcberhaupt. Musikalische T\u00e4tigkeit ist enorm wichtig und heilend f\u00fcr die Welt\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Sie studierte in der Hauptstadt der Tatarischen Republik Kasan Klavier und Komposition und danach in Moskau bei einem Assistenten von Dmitri Schostakowitsch. Da die \u00c4sthetik ihrer Werke nicht den Vorstellungen des Sowjet-Regimes entsprach, war die Komponistin massiven Verboten durch die Beh\u00f6rden ausgesetzt. Doch trotz aller Schwierigkeiten und keiner Aussicht auf die Auff\u00fchrung ihrer Kompositionen in ihrer Heimat, blieb sie im Land und verdiente ab den 1960er Jahren als freischaffende Komponistin vor allem mit Filmmusik ihren Lebensunterhalt. Schostakowitsch ermutigte sie einst, ihren Weg beharrlich trotz aller Widrigkeiten weiterzugehen. Dies tat sie und erst sp\u00e4t, mit Beginn der 1980er Jahre wurden ihre Kompositionen au\u00dferhalb Russlands mehr und mehr gespielt. Gro\u00dfe Unterst\u00fctzung erfuhr sie durch Freunde wie etwa den umtriebigen lettischen Geiger Gidon Kremer, der viele ihrer Werke zur Auff\u00fchrung gebracht hat, unter anderem bei seinem Festival im burgenl\u00e4ndischen Lockenhaus. 1992 emigrierte sie schlie\u00dflich von Moskau in die N\u00e4he von Hamburg, wo sie heute noch in einem kleinen Haus lebt \u2013 und best\u00e4ndig arbeitet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eOb ich modern bin oder nicht, ist mir gleichg\u00fcltig. Wichtig ist mir die innere Wahrheit meiner Musik\u201c, diese Aussage der Komponistin k\u00f6nnte als Grundsatz \u00fcber ihren Werken stehen. Sie sind gepr\u00e4gt von einer tief empfundenen Religiosit\u00e4t, einer verinnerlichten Spiritualit\u00e4t. Ihr war und ist die Kunst eine Gegenwelt, der eine beinahe religi\u00f6se Funktion zukommt, die innere Einkehr, ein in sich Hineinh\u00f6ren erm\u00f6glicht. In ihrer Musik verbinden sich mystisches Gedankengut, \u00f6stliche Philosophien und eine tiefe Religiosit\u00e4t, daher verwundert es nicht, dass es so gut wie keine absolute Musik von ihr gibt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein \u201eZeit-Ton\u201c-Portr\u00e4t anl\u00e4sslich des 90. Geburtstag von Sofia Gubaidulina.Gestaltung: Marie-Therese Rudolph.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 42. Nach kurzer krankheitsbedingter Pause geht es erst wieder langsam an. Dies ist die reduzierte Radiowoche, wenn nur die Daten eingepflegt werden, die von den Redaktionen angeliefert werden und \u201ebenutzbar\u201c sind. Die kommen von BR-KLASSIK, der SWR-Jazzredaktion und dem \u00d6sterreichischen Rundfunk, ORF mit \u00d61. Man k\u00f6nnte umgekehrt meinen: Reicht auch! Bis bald, Ihr Radiotr\u00fcffler, Martin Hufner. Apropos: Ausgiebig mit vielen Sendungen wird der 90. Geburtstag von Sofia Gubaidulina bedacht. 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