{"id":25476,"date":"2021-08-22T12:00:44","date_gmt":"2021-08-22T10:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=25476"},"modified":"2021-08-18T12:00:55","modified_gmt":"2021-08-18T10:00:55","slug":"die-radiowoche-vom-23-08-2129-08-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/08\/die-radiowoche-vom-23-08-2129-08-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 23.08.21\u201329.08.2021"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 34. Die ARD-Radio-Suchmaschine ist jetzt endg\u00fcltig Geschichte und tot.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mo \u2013 23.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Musik-Panorama: \u201eAn ihrer Wiege stand Mahler, an ihrer Bahre Mengele\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Wort-Ton-Collage mit Werken von Bach, Mozart, Mahler, Beethoven, Brahms, Sarasate u.a. zum Gedenken an die Geigerin Alma Ros\u00e9<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Corinna Harfouch, Rezitation; Latica Honda-Rosenberg, Violine; Hideyo Harada, Klavier; Aufnahme vom 6.6.2021 aus dem Shalom Europa beim Mozartfest W\u00fcrzburg<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Klaus Gehrke. Alma Ros\u00e9 ist die Nichte Gustav Mahlers. 1906 wird sie in Wien geboren. Ihr Vater, der Wiener Philharmoniker Arnold Ros\u00e9, gibt ihr Geigenunterricht. Ein Leben auf der Flucht beendet ihre vielversprechende Karriere als herausragende Interpretin. Als eine von sechs Millionen Juden stirbt sie im Naziregime. Get\u00f6tet im Zeichen einer menschenverachtenden Ideologie. Sechs Millionen Einzelschicksale, zu denen auch die Biografie Alma Ros\u00e9s geh\u00f6rt. In Auschwitz ist sie Leiterin des \u201eM\u00e4dchenorchesters\u201d. Die Musikerinnen bleiben vorerst von der T\u00f6tungsmaschinerie verschont. Alma Ros\u00e9 \u00fcberlebt das KZ nicht. In einer Wort-Ton-Collage, die auch Zeugnis vom Missbrauch der Musik zur Nazizeit ablegt, zeichnen Corinna Harfouch, Latica Honda-Rosenberg und Hideyo Harada das Leben und Leiden Alma Ros\u00e9s nach.<\/p>\n<p>21:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Einstand: Francisco Fullana, Violine<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Eug\u00e8ne Ysa\u00ffe<\/strong>: Sonate f\u00fcr Violine solo, op. 27 | <strong>Johann Sebastian Bach<\/strong>: Partita Nr. 3 E-Dur f\u00fcr Violine solo, BWV 1006. (Ausschnitte) | <strong>Isaac Alb\u00e9niz<\/strong>: Asturias Leyenda Nr. 5 aus der Suite Espag\u00f1ola op. 47 arrangiert von Patrick Loiseleur\/ Francisco Fullana<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Francisco Fullana, Violine. Der spanische Geiger Francisco Fullana wurde auf Mallorca geboren. Er studierte in Madrid und New York. Sein neuestes Album \u201eBach\u2019s Long Shadow\u201c erschien im Mai 2021.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musica nova Helsinki (1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musica nova Helsinki lockt alle zwei Jahre mit \u201eneuester Musik und zeitgen\u00f6ssischen Klassikern\u201c nicht nur finnischer Provenienz. Gegr\u00fcndet wurde das Festival 1981 als Helsinki Biennale mit dem Anspruch, eine Br\u00fccke zwischen der \u201einteressantesten zeitgen\u00f6ssischen Musik\u201c und anderen Kunstgattungen zu schlagen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die 25 Konzerte und Veranstaltungen mussten sich heuer wegen COVID-19 Sicherheitsbestimmungen vor allem im Radio, im Internet und im Fernsehen ihr Publikum suchen. Rund 31.000 Musikinteressierte wurden vom 2. bis 12. Februar 2021 via TV und Internet, sch\u00e4tzungsweise 200.000 via Radio erreicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eZeit-Ton\u201c bringt in zwei Ausgaben \u00dcberblick, Kommentar und Ausblick \u00fcber das letzte von Andr\u00e9 de Ridder verantwortete Festival, der seit 2017 k\u00fcnstlerischer Leiter des Festivals war. Gestaltung: Peter Kislinger<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: T\u00f6ne der Erinnerung \u2013 Der Gitarrist Ferenc Sn\u00e9tberger<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Roland Spiegel. Er spielte im Deutschen Bundestag, als dort zum ersten Mal ein Vertreter der Sinti und Roma sprach \u2013 2011, zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Jetzt hat er gemeinsam mit einem klassischen Streichquartett eine Komposition neu aufgenommen, die er 1995 zum Holocaust-Gedenkjahr schrieb: \u201eIn memory of my people\u201c. Der in Berlin lebende ungarische Gitarrist Ferenc Sn\u00e9tberger stammt aus einer Roma-Familie. In der Liszt-Akademie in Budapest entstanden die Aufnahmen seiner aktuellen CD: Gro\u00dfen Jubel gab es dort f\u00fcr eine h\u00f6chst bewegende Musik.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 24.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Materialhaufen \u2013 Uwe Raschs multimediale Adaption der \u201eWinterreise\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Julian K\u00e4mper. (Wdh. v. 05.04.2016). Uwe Rasch entwirft einen multimedialen Raum zur Reflexion \u00fcber das kalte Unterwegssein \u2013 mit Hundechor, Spielzeug und Fleischwolf.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Bremer Komponist Uwe Rasch hat einen Sinn f\u00fcr den buchst\u00e4blichen Sinn der Sprache, der oft im Gebrauch untergeht. Auch geht es um das Erleben von Sprachlosigkeit und den Versuch ihrer \u00dcberwindung. Dem liegt die Erfahrung zugrunde, dass sich traditionelle expressive Muster f\u00fcr den Ausdruck unserer widerspr\u00fcchlichen Wirklichkeit zunehmend als ungeeignet erweisen. Der Komponist setzt dagegen eine Arbeitsweise, die stark konzeptuell ausgerichtet ist. Die St\u00fccke gleichen Versuchsanordnungen, deren Kern bereits in den Ausgangskonstellationen sichtbar wird. Seit 2009 arbeite Uwe Rasch an einem Werkzyklus: eine multimediale Adaption der \u201eWinterreise\u201d \u2013 ein multimedialer Raum zur Reflexion \u00fcber das kalte Unterwegssein \u2013 mit Hundechor, Spielzeug und Fleischwolf.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 Uhr | BAYERN 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Peter Stangel<\/strong>: \u201eLilith-Concerto\u201c (Mark Tiktiner, Violine; Die Taschenphilharmonie: Peter Stangel); <strong>Eva Sindichakis<\/strong>: \u201eAmbivalenz\u201c (Julia Rebekka Mai, Viola; Arno Waschk, Klavier); <strong>Wilfried Hiller<\/strong>: \u201eChagall-Zyklus\u201c (Oliver Klank, Klarinette; Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie: Mark Mast); <strong>Antje Uhle<\/strong>: \u201eDer Geist der Stille\u201c (Martina Koppelstetter, Alt; Trio con brio); <strong>Minas Borboudakis<\/strong>: \u201eChorochronos I\u201c (Alice Sara Ott, Mona Asuka Ott, Klavier; Peter Sadlo, Klaus Schw\u00e4rzler, Schlagzeug); <strong>J\u00f6rg Widmann<\/strong>: Lied (Bamberger Symphoniker: Jonathan Nott)<\/p>\n<p>01:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Tonart: Jazz \u2013 Moderation: Manuela Krause<\/strong><\/p>\n<p>19:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen. Wirtschaft und Umwelt \u2013 Telegram \u2013 Darknet im Hosentaschenformat<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Tassilo Hummel. Der Messengerdienst Telegram hat k\u00fcrzlich die Marke von 500 Millionen Nutzerinnen und Nutzern \u00fcberschritten, auch in Deutschland hat er viele Fans. Die App sieht schick aus, bietet viele praktische Tools, doch ihr gr\u00f6\u00dftes Pfund ist ein anderes: Sie gilt als vollkommen zensurfrei und sicher. Die russischen Telegram-Betreiber, deren Server weltweit an unbekannten Orten stehen, br\u00fcsten sich, noch nie mit Beh\u00f6rden kooperiert zu haben. Das verleiht der App ein rebellisches Image, macht sie gleicherma\u00dfen beliebt bei Aktivisten, Kriminellen und Extremisten. Alle vertrauen der App, die inzwischen zunehmend finanzielle Absichten hegt. Zu Recht?<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Morgenland Festival Osnabr\u00fcck \u2013 Schloss Osnabr\u00fcck, Innenhof<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aufzeichnungen vom 09.-17.07.2021. <strong>Iva Bittova<\/strong>, Violine und Gesang; <strong>Mohammad Reza Mortazavi<\/strong>, Tombak und Daf | <strong>Mohannad Nasser<\/strong>, Ud; <strong>Frederik K\u00f6ster<\/strong>, Trompete | <strong>Wu Wei<\/strong>, Scheng; Neue Hofkapelle Osnabr\u00fcck. Leitung: Christian Heinecke | <strong>Simin Tander<\/strong>, Gesang; <strong>Rabih Lahoud<\/strong>, Gesang; <strong>Florian Weber<\/strong>, Klavier<\/p>\n<p>20:10 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel: Fortune oder Die T\u00fccke des Objekts \u2013 Von Ingomar von Kieseritzky<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: Walter Niklaus. Mit Hermann Lause, Irm Hermann, Philipp Schepmann, J\u00fcrgen Holtz, Ernst Jacobi, Rolf Hoppe, Gerd Baltus, Martin Seifert<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Komposition: <strong>Steffen Schleiermacher<\/strong>. Ton und Technik: N.N. Produktion: MDR 2003. L\u00e4nge: 46\u201931<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">H\u00f6rspiel von Ingomar von Kieseritzky. Weimar 1854: Drei englische Sammler suchen h\u00e4nderingend nach Devotionalien aus der Weimarer Klassik. Doch die gro\u00dfen Geister sind leider verstorben und s\u00e4mtliche irdischen Hinterlassenschaften gr\u00fcndlich abgegrast.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Drei englische Sammler \u2013 Sir Keith, Lady Elisabeth und Sekret\u00e4r Jones \u2013 sind auf Akquisitions-Tour durch Deutschland und landen am th\u00fcringischen Musenhof, um ein paar brauchbare Objekte f\u00fcr ihre in England geplanten Ausstellungspavillons \u201eWeimarer Interieurs\u201d aufzutreiben. Doch sie sind ein paar Jahre zu sp\u00e4t dran, die gro\u00dfen Geister weilen bereits in der n\u00e4chstbesseren Welt. Was ihnen ihr Reisef\u00fchrer durch klassische Gefilde, ein Bibliothekar a.D. namens Strehlow, noch vermitteln kann, sind Bekanntschaften mit Liebhabern obskurer Objekte, welche sich zwar kaufen, jedoch in angemessen w\u00fcrdiger Form keinesfalls pr\u00e4sentieren lassen. Indes, einer lebt noch aus der gro\u00dfen alten Zeit: Johann Peter Eckermann.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ingomar von Kieseritzky (1944-2019), geboren in Dresden, lebte seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Er schrieb Romane und Erz\u00e4hlungen und war einer der produktivsten deutschen H\u00f6rspielautoren. F\u00fcr \u201eDas Buch der Desaster\u201d erhielt er 1989 den Bremer Literaturpreis; sein H\u00f6rspiel \u201eCompagnons und Concurrenten oder Die wahren K\u00fcnste\u201d (SWR\/DLR 1996) wurde mit dem H\u00f6rspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Jazz Live: J\u00fcrgen Friedrich \u201eSemisong\u201c (1\/2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Christian Mehler, Trompete; Matthias Bergmann, Trompete; John-Dennis Renken, Trompete; Bastian Stein, Trompete; Nils Wogram, Posaune; Shannon Barnett, Posaune; Moritz Wesp, Posaune; Jan Schreiner, Tuba; Johannes Ludwig, Saxofon; Sebastian Gille, Saxofon; Leo Huhn, Saxofon; Uli Kempendorff, Saxofon; Steffen Schorn, Saxofon; Pablo Held, Klavier; David Helm, Kontrabass; Fabian Arends, Schlagzeug; Aufnahme vom 16.5.2021 aus dem Loft, K\u00f6ln<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer. (Teil 2 am 31.8.2021). Was passiert, wenn ein Komponist auf die Intuition seiner Spieler vertraut? Bei \u201eSemisong\u201c lie\u00df J\u00fcrgen Friedrich seinem illustren Large Ensemble viel spontanen Gestaltungsraum. Das Ergebnis: stimmige, atemberaubend vielfarbige Musik. Der K\u00f6lner J\u00fcrgen Friedrich hat als Pianist und Komponist zahlreiche internationale Preise erhalten. Schon auf seiner Deb\u00fctplatte \u201eSummerflood\u201c (1999) wirkte kein Geringerer als Kenny Wheeler mit. F\u00fcr \u201eSemisong\u201c versammelte er eine Traumbesetzung brillanter Solisten der deutschen Szene, darunter die Posaunisten Shannon Barnett und Nils Wogram, die Saxofonisten Steffen Schorn und Sebastian Gille und den Pianisten Pablo Held. Sie dr\u00fccken der Musik in ausgedehnten Passagen ihre pers\u00f6nlichen Stempel auf.<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feature: Too Old To Die Young \u2013 Joost und Terry: Punks seit \u00fcber 40 Jahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ralf Bei der Kellen. Regie: der Autor. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021. L\u00e4nge: ca. 54\u201930. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als Jugendliche waren sie Punks. Und heute \u2013 sind sie es immer noch. Terry und Joost trafen sich im legend\u00e4ren Ratinger Hof in D\u00fcsseldorf, drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter wieder in Berlin-Friedrichshain.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eNo Future!\u201c lautete einer der Wahlspr\u00fcche der Punks, als es mit dieser Jugendbewegung auch in Deutschland losging. 1976 ist lange her, und die Zukunft, an die man damals nicht glaubte, ist l\u00e4ngst Geschichte. Joost und Terry geh\u00f6ren zu den Urgesteinen der deutschen Punkszene. Kennengelernt haben sie sich im Ratinger Hof in D\u00fcsseldorf, als die Toten Hosen noch ZK hie\u00dfen. Sie geh\u00f6ren zu den \u201e\u00dcberlebenden\u201c des Punk. Heute wohnen beide in Berlin. Joost geht auf die 60 zu, Terry hat neulich drei Mal seinen 20. Geburtstag gefeiert. Ralf Bei der Kellen hat die beiden drei Jahre lang begleitet \u2013 im Alltag, bei der Arbeit, auf Konzerten. Und sie und sich gefragt, was vom Punk geblieben ist und wie die Zukunft denn jetzt aussieht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u00a0Ralf Bei der Kellen, Jahrgang 1970, geboren und aufgewachsen in Bramsche, einer nieders\u00e4chsischen Kleinstadt. Hat Anglistik, Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert (und abgeschlossen!). Vom Unifunk Osnabr\u00fcck kam er als freier Autor zum DeutschlanDeutschlandfunk Kultur Kultur, wo er seit 2001 Mitarbeiter der Redaktion Religion und Gesellschaft ist. Autor von Features zum Thema Hausbesetzung, Geschichte der Gartenstadt, Damenkapellen, H\u00f6rerbeteiligung im Rundfunk. Seit 2017 Moderator des \u201eSonntagsr\u00e4tsels\u201c beim Deutschlandfunk Kultur.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Musik der Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Georges Aperghis<\/strong>: \u201eFaux mouvement\u201c (Ensemble Musikfabrik); \u201eGraffitis\u201c (Pilip Hornsey, Schlagzeug); \u201eLe corps \u00e0 corps\u201c (Se-Mi Hwang, Stimme, Trommel); \u201eBabil\u201c (Carl Rosman, Klarinette; Ensemble Musikfabrik: Sian Edwards); \u201eRequiem furtiv\u201c (Ensemble Musikfabrik); \u201eR\u00e9citation 9\u201c (Carl Rosman, Stimme)<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Musikszene: Die habens m\u00fcssen machen, wie er wolt \u2013 Josquin Desprez, ein Meister der Vokalpolyphonie, starb vor 500 Jahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Helga Heyder-Sp\u00e4th. Er sei \u201eder noten meister, die habens m\u00fcssen machen, wie er wolt; die andern Sangmeister m\u00fcssens machen, wie es die noten haben w\u00f6llen.\u201c Das soll Martin Luther \u00fcber Josquin Desprez gesagt haben. Schon zu Lebzeiten genoss der franko-fl\u00e4mische Musiker hohes Ansehen, und er war einer der ersten Komponisten, die als selbstbewusste K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeit auftraten. Die \u201eMusikszene\u201d fragt nach, warum Josquins Musik alle, die sich auf die ferne Klangwelt der Renaissance einlassen, bis heute fasziniert.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musica nova Helsinki (2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Musica nova Helsinki lockt alle zwei Jahre mit \u201eneuester Musik und zeitgen\u00f6ssischen Klassikern\u201c nicht nur finnischer Provenienz. Gegr\u00fcndet wurde das Festival 1981 als Helsinki Biennale mit dem Anspruch, eine Br\u00fccke zwischen der \u201einteressantesten zeitgen\u00f6ssischen Musik\u201c und anderen Kunstgattungen zu schlagen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die 25 Konzerte und Veranstaltungen mussten sich heuer wegen COVID-19 Sicherheitsbestimmungen vor allem im Radio, im Internet und im Fernsehen ihr Publikum suchen. Rund 31.000 Musikinteressierte wurden vom 2. bis 12. Februar 2021 via TV und Internet, sch\u00e4tzungsweise 200.000 via Radio erreicht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eZeit-Ton\u201c bringt in zwei Ausgaben \u00dcberblick, Kommentar und Ausblick \u00fcber das letzte von Andr\u00e9 de Ridder verantwortete Festival, der seit 2017 k\u00fcnstlerischer Leiter des Festivals war. Gestaltung: Peter Kislinger<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: Jazz and the City \u2013 Der Vibrafonist und St\u00e4dteforscher Christopher Dell<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Mauretta Heinzelmann. Improvisation als urbane Praxis \u2013 das erforscht Christopher Dell. Er ist habilitierter Wissenschaftler und einer der virtuosesten Improvisatoren der Republik. Wenn er mit den Schlegeln \u00fcber sein Instrument flitzt, hat er mehr im Sinn: Wie gestalten improvisierte Kl\u00e4nge die Stadt? Der Vibrafonist ist ein passionierter St\u00e4dteforscher. Dell sagt: \u201eWir sind die Stadt, wir machen die Stadt, auch durch Musik, lebendig und st\u00e4ndig neu.\u201c Das erkl\u00e4rt er auch gern beim Spielen. Wie verbindet der Leiter des \u201eInstituts f\u00fcr Improvisationstechnologie\u201c musikalische Luftschl\u00f6sser mit Lebensr\u00e4umen in der Stadt?<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 25.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Chormusik: Zum 500. Todestag Josquin Desprez \u2013 Faszination \u00fcber die Jahrhunderte hinweg<\/strong><\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 Uhr | BAYERN 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Gustav Gunsenheimer<\/strong>: Konzert Nr. 1 (Sabine Spath, Klavier; Dmitriy Nedelev, Pauken; Th\u00fcringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); <strong>Heinrich Hartl<\/strong>: \u201eGalacto burico\u201c, op. 56 (Georg Huber, Vibrafon; Florian M\u00fcller, Marimbaphon); <strong>Ernst Ueckermann<\/strong>: \u201eJapanischer Liederzyklus\u201c (Elisabeth Grimm, Sopran; Ernst Ueckermann, Klavier); <strong>Helmut Bieler<\/strong>: \u201eMusik f\u00fcr f\u00fcnf\u201c (Max Hecker, Fl\u00f6te; Kurt Kalmus, Oboe; Eduard Brunner, Klarinette; Karl Kolbinger, Fagott; Kurt Richter, Horn); <strong>Wolfram Graf<\/strong>: Suite symphonique (Martin Seel, Fl\u00f6te; Chie Honda, Klavier); <strong>Claus K\u00fchnl<\/strong>: \u201eReflexionen\u201c (Academia Sancta Katharina: Werner Andreas Albert)<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Pop-Kultur Berlin<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Live aus dem Kesselhaus der Kulturbrauerei \u2013 Alexander Scheer und Band: \u201eI\u2019m only Dancing \u2013 Scheer singt Bowie\u201c | Albertine Sarges und Band: \u201eThe Sticky Fingers\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Moderation: Juliane Reil. Pop-Kultur: \u201eein Bindestrich zwischen Perspektiven von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern und der Gesellschaft\u201c. Deutschlandfunk Kultur \u00fcbertr\u00e4gt live den Er\u00f6ffnungsabend dieses wichtigen Festivals f\u00fcr avancierten Pop.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: \u201eZeit wird knapp\u201c \u2013 Vor 40 Jahren: Goebbels &amp; Harth vertonen Brecht<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael R\u00fcsenberg. Kirchenorgel, Cembalo, Synthesizer, Jazz-Instrumente, aber auch Dampframme, Pistolensch\u00fcsse, kreiselnde Bierflaschen, mittendrin die Stimme des Schauspielers Ernst St\u00f6tzner \u2013 ein solches Eintauchen von Lyrik in ein vibrierendes akustisches Dickicht war bis dahin unerh\u00f6rt. Mit Brecht &amp; Eisler hatten Heiner Goebbels und Alfred Harth sich schon vorher befasst, mit ihren nunmehr eigenen musikalischen Ideen haben sie in puncto Lyrik &amp; Sound Standards gesetzt, die auch 40 Jahre sp\u00e4ter noch von manchen verfehlt werden. Die Textauswahl damals besorgte Joachim-Ernst Berendt.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 26.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Neue Musik: Ensemble Mosaik \u2013 Up to Ten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Kesselhaus in der Kulturbrauerei, Berlin. Aufzeichnung vom 16.06.2021. <strong>Marco D\u00f6ttlinger<\/strong>: corpus III \u2013 (Urauff\u00fchrung) | <strong>Stefan Streich<\/strong>: Lerche, Spur und Geister \u2013 (Urauff\u00fchrung). <strong>Ensemble Mosaik<\/strong><\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 Uhr | BAYERN 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Herbert Baumann<\/strong>: Variationen \u00fcber ein Thema von Franz Schubert (Jan Pol\u00e1\u0161ek, D\u00e1vid Adorj\u00e1n, Alan Bergius, Birgit Sa\u00dfmannshaus, Steffan Ristau, Christoph Probst, Felix F\u00fchle, Wolfgang D\u00fcthorn, Verena Obermeyer, Meinhard Holler, Thomas Klein, Violoncello); <strong>Jan Koetsier<\/strong>: Introduktion und Variationen \u00fcber das \u201eVy\u0161ehrad\u201c-Thema, op. 71 (Cristina Bianchi, Harfe; NoPhilBrass); <strong>Peter Jona Korn<\/strong>: Acht Bagatellen, op. 11 (Barbara Korn, Klavier); <strong>Ulrich Sommerlatte<\/strong>: Variationen \u00fcber das Lied \u201eSolang der Alte Peter\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lorin Maazel); <strong>Rudi Spring<\/strong>: \u201eVorerinnerung\u201c (Camerata Bregenz: Christoph Eberle); <strong>Meinrad Schmitt<\/strong>: Variationen \u00fcber ein Renaissance-Thema (Max Hecker, Fl\u00f6te; Kurt Kalmus, Oboe; Gerd Starke, Klarinette; Karl Kolbinger, Fagott; Gottfried Langenstein, Horn); <strong>Oskar Sigmund<\/strong>: \u201eLa Folia\u201c (Joachim Schrems, Violine; Eberhard Kraus, Klavier)<\/p>\n<p>19:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Zeitfragen. Forschung und Gesellschaft \u2013 Narzissmus \u2013 Das krankhafte Kreisen ums Ich<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Johannes Nichelmann. Die Zahl der Menschen mit narzisstischer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung steigt, hei\u00dft es. Aber ob das stimmt und ob es \u00fcberhaupt ein Problem ist \u2013 das ist umstritten. Denn viele Eigenschaften von Narzissten passen sehr gut in die heutige Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Narzissmus \u2013 war sp\u00e4testens in aller Munde, als Donald Trump US-Pr\u00e4sident wurde und sich Psychologinnen und Psychologen weltweit darin \u00fcberboten, ihm per Ferndiagnose eine narzisstische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung zu diagnostizieren. Zwar ist Narzissmus als St\u00f6rung ausf\u00fchrlich in diagnostischen Klassifikationskatalogen beschrieben, die Grenzen zu anderen psychischen Erkrankungen allerdings \u2013 zu ADHS, bipolarer oder Borderline-St\u00f6rung etwa \u2013 sind oft flie\u00dfend. Zudem \u2013 und noch komplizierter vielleicht: Es ist oft gar nicht so leicht zu unterscheiden, ob jemand eine narzisstische Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung hat \u2013 oder eben einfach ein besonders ausgepr\u00e4gtes Selbstbewusstsein, das ja durchaus f\u00f6rderlich ist, um \u201eim Leben voranzukommen\u201c. Nicht umsonst sind es h\u00e4ufig beruflich sehr erfolgreiche Menschen, denen Narzissmus attestiert wird. Und wenn es stimmt, wie es hei\u00dft, dass der Anteil der Narzissten in der Bev\u00f6lkerung seit Jahren zunimmt \u2013 ist es dann nicht ohnehin angebracht zu fragen, welche Strukturen und Anforderungen in den Gesellschaften der Gegenwart ein N\u00e4hrboden f\u00fcr narzisstische Verhaltensweisen sind?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ist Narzissmus tats\u00e4chlich die dunkle Seite des Selbstbewussteins, wie Psychologen lange angenommen haben? Oder eher, wie andere Forschungsbefunde nahelegen, eine Verhaltensweise, die besonders verletzliche und labile Menschen an den Tag legen? Denen es mitunter sogar gelingt, sich mit Unsicherheit, Scheu und \u00dcbersensibilit\u00e4t in den Mittelpunkt des Interesses zu r\u00fccken? Und: Was macht die eigene Bedeutung eigentlich so bedeutsam? Ein Feature \u00fcber das Kreisen ums Ich.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>JazzFacts: Fragebogen: Jan Klare<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Thomas Loewner. Der M\u00fcnsteraner Saxofonist <strong>Jan Klare<\/strong> pr\u00e4gt die Jazzszene Nordrhein-Westfalens seit vielen Jahren. Mit seinen Projekten lotet er gerne Extreme aus. Dazu geh\u00f6rt die variable Big Band The Dorf, deren Stil er \u201eKrautrock-Jazz-Trance-Noise\u201c nennt. Im \u201eJazzFacts Fragebogen\u201c spricht er \u00fcber sein Faible f\u00fcr \u201eSoundpainting\u201c und die Band als \u201esoziale Skulptur\u201c. Jan Klares Aktivit\u00e4ten sind vielf\u00e4ltig und umfangreich. 2020 ver\u00f6ffentlichte er ein Solo-Saxofon-Album. Zu seinen Combos z\u00e4hlt die Band 1000 mit einem Repertoire von Monteverdi bis Coleman. Er ist Mitglied von Deep Schrott, dem \u201eeinzigen Kontrabass-Saxofon-Quartett des Universums\u201c. Die von Klare gegr\u00fcndete, schillernde Gro\u00dfformation The Dorf ist ein sich personell stetig ver\u00e4ndernder Klangk\u00f6rper, der funktioniere wie eine \u201esich selbst organisierende Schwarmintelligenz\u201c. Im Dunstkreis von The Dorf ist in den letzten Jahren au\u00dferdem ein musikalisches Biotop entstanden, das \u201eUmland\u201c. Hierzu geh\u00f6ren ein eigenes Plattenlabel und ein Festival.<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Freispiel: Kurzstrecke 113<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Feature, H\u00f6rspiel, Klangkunst \u2013 Die Sendung f\u00fcr H\u00f6rst\u00fccke aus der freien Szene<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Zur Verleihung der Goethe-Medaille an Toshio Hosokawa<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit dem offiziellen Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland ehrt das Goethe-Institut Pers\u00f6nlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Toshio Hosokawa ist einer der bekanntesten zeitgen\u00f6ssischen Komponisten aus Japan und ein herausragender Vertreter der deutsch-japanischen Kulturbeziehungen. Sein Werk umfasst Opern, Orchester- und Solo-Werke, Kammer- und Filmmusik sowie Arbeiten f\u00fcr traditionelle japanische Instrumente. Seine Musiksprache greift die zen-buddhistische symbolhafte Deutung der Natur ebenso auf wie das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur. Seine 2018 in Stuttgart uraufgef\u00fchrte Oper \u201eErdbeben. Tr\u00e4ume\u201c etwa entstand nach einem Libretto des Schriftstellers Marcel Beyer und in Anlehnung an Heinrich von Kleists \u201eErdbeben in Chili\u201c. Eine Sendung von Johann Jahn<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Historische Aufnahmen: Sternstunden<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Antonio Vivaldi<\/strong>: Sonate f\u00fcr Violine und Basso continuo D-Dur, RV 10. Bearbeitung f\u00fcr Violine und Klavier von Ottorino Respighi. Erica Morini, Violine; Leon Pommers, Klavier. Studioaufnahme von 1964. <strong>Peter Tschaikowsky<\/strong>: Konzert f\u00fcr Violine und Orchester D-Dur, op. 35; Erica Morini, Violine; RIAS-Symphonie-Orchester; Leitung: Ferenc Fricsay. Live-Aufnahme vom 13.10.1952 aus dem Titania-Palast Berlin<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Christiane Lehnigk. <strong>Erica Morini<\/strong> war das, was man gemeinhin Wunderkind nannte, eine Bezeichnung, die Belastung und Werbemagnet zugleich sein konnte. Dass eine Geigerin als Solistin auf dem Podium stand, das war in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts noch ein seltener Anblick. Morini wurde 1905 in Wien geboren, studierte zun\u00e4chst bei Otakar \u0160ev\u00e8ik und deb\u00fctierte schon fr\u00fch bei den Berliner Philharmonikern sowie dem Gewandhausorchester. Die Begegnung mit Arthur Nikisch geh\u00f6rte zu den pr\u00e4genden Begegnungen ihres Lebens. Morini geh\u00f6rte zu den ersten Geigerinnen, die sich in den bedeutenden Musikzentren in Europa und \u00dcbersee behaupten konnten. Ihre internationale Karriere sollte \u00fcber f\u00fcnf Jahrzehnte andauern. Morinis Auftritt auf der B\u00fchne war stets dezent und unaufdringlich, obwohl sie sehr temperamentvoll war. Gelobt wurde sie f\u00fcr ihren seidigen Ton und ihre musikalische Vitalit\u00e4t.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Experimentielles bei den Limmitationes 2021 (Teil 1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Festival im s\u00fcdburgenl\u00e4ndischen Heiligenkreuz im Lafnitztal hat sich in diesem Jahr noch mehr Freir\u00e4ume als sonst gegeben. Vor allem die Interaktion der teilnehmenden K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler ist durch multimediale Pr\u00e4sentations- und Dokumentationsformen wesentlich st\u00e4rker als bisher zum innovativen Impuls der musikalischen Performances geworden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Somit waren die \u201eErgebnisse\u201c noch weniger \u201evorhersehbar\u201c als dies bereits bisher im Rahmen des integrativen Limmitationes-Konzeptes der Fall war. Das Line-up hat sich daher aus Solobesetzungen, Duos und gr\u00f6\u00dferen Ensembles aus der Dynamik der freien Improvisation heraus ergeben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Alexander von Schlippenbach (Piano), Paul Rogers (Kontrabass), Aki Takase (Klavier), Vincent von Schlippenbach (Electronics), Emil Gross (Drums + Electronics) u.a. Gestaltung: Gerhard Krammer<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: Reefer Songs im Jazz \u2013 Get High and Swing Low<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Henry Altmann. \u201eReefer\u201c, ein Slangwort f\u00fcr Haschisch, war Namensgeber einer ganzen Musiksparte der Swing \u00c4ra. So einige Songs sind \u00fcber und unter Drogen entstanden, die f\u00fcr Jazzmusiker*innen aus sozialen, beruflichen und pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden ein tempor\u00e4rer oder auch steter Begleiter waren. Gleichzeitig erlebten sie unter Harry Anslinger (von 1930 bis 1962 Chef des Federal Bureau of Narcotics), eine rassistisch motivierte, sektiererische und gnadenlose Verfolgung, die im Fall von Billie Holiday sogar bis an deren Sterbebett reichte. Die Reefer Songs erinnern an eine Welt aus Vergn\u00fcgen, Verfolgung und Verelendung.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 27.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Klangkunst: Heimatgef\u00fchle<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ira Had\u017eic. Mit: Maria de Faria, Hikaru Inagawa, Maco, Francesco Mancori, Carol McGuigan, Marco Montiel-Soto und Ira Had\u017eic. Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021. L\u00e4nge: 31\u201915. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aussprache als Musik: Sieben Stimmen sprechen denselben Text. Jede hat einen anderen Akzent. Aus den klanglichen Differenzen komponiert die K\u00fcnstlerin Ira Had\u017eic ein H\u00f6rst\u00fcck \u00fcber die Grenzen von Sprache und deren Aufl\u00f6sung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anschlie\u00dfend: Evacuation of Nada \u2013 Komposition von Nikolai Meinhold zum gleichnamigen Buch von Ira Had\u017ei\u00e6<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit: Nikolai Meinhold: Fl\u00fcgel, Zimbalon. Ira Had\u017ei\u00e6: Stimme, Live Elektronik. Hilary Jeffrey: Posaune. Elena Margarita Kakaliagou: Waldhorn. Ton: Christoph Schlimbach. Autorenproduktion 2019. L\u00e4nge: 14\u201914<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eHier steht ein bezugsfreies Wort, das sich nach Erf\u00fcllung sehnt.\u201c Dieses Wort steht in einem Text von Ira Had\u017eic. Mit seiner Hilfe erkundet die K\u00fcnstlerin, was Sprache bedeutet, wenn sie ihre Bedeutung verliert. Sieben Performerinnen und Performer sprechen Had\u017eics Text \u2013 im Chor, im Wechsel und allein. Ihre Stimmen sind gepr\u00e4gt von unterschiedlichen Lebenswegen und Akzenten. In einem gemeinsamen Sprechakt versuchen sie, zu einem Erfahrungsraum jenseits der Sprache zu gelangen. \u201eDort wird unser Zuhause ein Zuhause finden.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u201eHeimatgef\u00fchle\u201c ist Teil einer Werkreihe rund um Sprachkompositionen. Ira Had\u017eic wurde in Sarajevo geboren, Studium der Kulturanthropologie. Als K\u00fcnstlerin und Autorin lebt sie in Berlin. Im Spannungsfeld zwischen Literatur und (Klang)-Kunst erforscht sie Themen wie Bewusstsein, Wahrnehmung, Introspektion des sprachlichen Ausdrucks.<\/p>\n<p>00:10 bis 02:00 Uhr | BAYERN 2<br \/>\n<strong>Concerto bavarese<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Max Jobst<\/strong>: Violinkonzert, op. 19 (Conrad von der Goltz, Violine; N\u00fcrnberger Symphoniker: Heribert M\u00fcller-Veith); <strong>Widmar Hader<\/strong>: \u201eTochter der Sonne\u201c (Duo Concertante Ratisbona); <strong>Helmut Bieler<\/strong>: Zyklus in sechs S\u00e4tzen (Martin Kr\u00fcger, Gitarre; Bernd Kremling, Schlagzeug); <strong>Michael Kuntz<\/strong>: Zwei Partiten (Franz L\u00f6rch, Orgel); <strong>Karl Kolbinger<\/strong>: \u201eNostalgico Nr. 6\u201c (Dieter Salewski, Oboe; Barton Weber, Klavier); <strong>Wolfgang H\u00f6rlin<\/strong>: \u201eImprovisationen zu Skulpturen des Bamberger Doms\u201c (Wolfgang H\u00f6rlin, Orgel)<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Rarit\u00e4ten der Klaviermusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Rittersaal, Schloss vor Husum. Aufzeichnung vom 21.08.2021. <strong>Reynaldo Hahn<\/strong>: \u201eLe ruban denoue\u201c | <strong>Nikolaj Medtner<\/strong>: Zwei St\u00fccke f\u00fcr zwei Klaviere | <strong>Arnold Bax<\/strong>: \u201eThe Poisened Fountain\u201c f\u00fcr zwei Klaviere | <strong>Alexandre Tansman<\/strong>: Jazz-Suite f\u00fcr zwei Klaviere. <strong>Klavierduo Ancelle-Berlinskaya<\/strong>: Arthur Ancelle, Klavier; Ludmila Berlinskaya, Klavier<\/p>\n<p>22:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: \u201eDer Fehler liegt in der Terz\u201c \u2013 Hermann von Helmholtz und seine \u201eLehre von den Tonempfindungen\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast: Prof. Dr. G\u00fcnther Wess. Von Bettina Brand. Alles ist Schall. Bereits vor 150 Jahren r\u00e4umte der Universalgelehrte Hermann von Helmholtz mithilfe von Rechenschieber, Vibrationsmikroskop und Elektromagneten mit dem herk\u00f6mmlichen Musikverst\u00e4ndnis auf und bereitete der Unterscheidung von Konsonanz und Dissonanz, musikalischen Kl\u00e4ngen und Ger\u00e4uschen ein Ende. Im Jahr 1862 erschien sein Buch \u201eDie Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage f\u00fcr die Theorie der Musik\u201c. Physikalische Probleme waren es vor allem, die Helmholtz in der Medizin interessierten, so auch die Vorg\u00e4nge beim \u201eH\u00f6ren\u201c und \u201eSehen\u201c. Heute stehen seine Theorien in der Kritik, bilden aber dennoch die Grundlage der abendl\u00e4ndischen Harmonielehre. Gespr\u00e4chspartner der Autorin ist der Helmholtz-Spezialist Prof. Dr. G\u00fcnther Wess.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Spielraum: Bluestime \u2013 Neues aus Americana, Blues und Roots \u2013 <\/strong>Am Mikrofon: Tim Schauen<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Experimentelles bei den Limmitationes 2021 (Teil 2)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Team rund um Limmitationes-Kurator Udo Preis hat f\u00fcr das diesj\u00e4hrige Festival den eingeladenen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern \u201ekein Programm\u201c als Programm gegeben. Somit hat sich der Konzertsaal im Gasthaus Pummer im s\u00fcdburgenl\u00e4ndischen Heiligenkreuz noch mehr als sonst als zu bespielender Raum f\u00fcr frei improvisierte Musik angeboten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Schon allein durch die Lage \u2013 Heiligenkreuz \/ Lafnitztal ist nur 2 km von der ungarischen Grenze entfernt \u2013 ist der Ort ein Schmelztiegel der Kulturen am Puls eines regen Austausches zwischen Ost und West. Die Konzertmitschnitte in Solobesetzung, Duos und gr\u00f6\u00dferen Ensembles sind punktuelle Manifestationen von gemeinschaftlich kreiertem Material, \u2013 in jedem Fall interaktiv mit dem Livepublikum.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit dem Duo Peal, Emil Gross (Drums + Electronics), Paul Rogers (Kontrabass), Vincent von Schlippenbach (Electronics), Aki Takase (Klavier), Alexander von Schlippenbach (Piano) u.a. Gestaltung: Gerhard Krammer<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: Review \u2013 Jazz-Neuerscheinungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Wolf Kampmann. \u201eFile Under Jazz\u201c \u2013 mit diesem Hinweis versehen manche Plattenfirmen ihre Neuver\u00f6ffentlichungen, damit es nicht zu Missverst\u00e4ndnissen kommt in den Verkaufs-Regalen der CD-Gesch\u00e4fte und in den Sparten der Streaming- und Download-Portale. Was dann dort tats\u00e4chlich alles unter \u201eJazz\u201c einsortiert wird, ist immer noch extrem breit gef\u00e4chert: nicht nur stilistisch, sondern auch qualitativ. Selbst f\u00fcr Fans kann es da schwer sein, sich zu orientieren. Einmal in der Woche pr\u00e4sentierten deshalb die Autor*innen des ARD-Radiofestivals bemerkenswerte Neuerscheinungen aus der vielf\u00e4ltigen Welt des Jazz.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 28.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>19:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: Musikfest Bremen 2021 \u2013 Eine gro\u00dfe Nachtmusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der Er\u00f6ffnungsabend live aus dem Konzerthaus Die Glocke, dem Dom St. Petri, dem Haus der B\u00fcrgerschaft und dem Atlantic-Grand-Hotel<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Orchester \u201eLes Si\u00e8cles\u201c und die Sopranistin Sabine Devieilhe. Fran\u00e7ois-Xavier Roth dirigiert Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Das \u201eDunedin Consort \u201eunter John Butt mit Repr\u00e4sentationsmusiken von Georg Friedrich H\u00e4ndel und Henry Purcell. Das \u201efranz ensemble\u201c mit Werken von Ferdinand Ries und Ludwig van Beethoven. Shalosh mit \u201eBroken Balance\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In diesem Jahr ein wenig anders \u2013 aber die Gro\u00dfe Nachtmusik zur Er\u00f6ffnung des Bremer Musikfests findet statt: 18 Konzerte an neun Spielst\u00e4tten in zwei Zeitschienen \u00e0 60 Minuten. Das k\u00fcnstlerische Angebot ist vielf\u00e4ltig, Besucherinnen und Radioh\u00f6rer werden es genie\u00dfen.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik: Revisited Forum neuer Musik 2013 \u2013 Was ist das Eigene, was das Fremde?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Liza Lim<\/strong>: \u201eVoodoo Child\u201d | <strong>Samir Odeh-Tamimi<\/strong>: \u201eLi-Um-K\u00e1mel\u201d | <strong>Jorge Horst<\/strong>: \u201eCrisoles\u201d (UA). <strong>Ensemble Aventure.<\/strong> Leitung: Alexander Ott. Aufnahme vom 21.4.2013 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, K\u00f6ln<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Frank K\u00e4mpfer. Liza Lim, als Kind chinesischer Einwanderer in Australien geboren, wuchs im Sultanat Brunei auf der Insel Borneo auf. Sie versteht ihre Herkunft als \u201epazifisch\u201d. Samir Odeh-Tamimi lebt in Berlin, hier hat er zu seinen pal\u00e4stinensischen Wurzeln gefunden. Jorge Horst lebt in Argentinien \u2013 der deutsche Teil seiner Familie wanderte einst von der Wolga nach Brasilien aus. Alle drei eint als Urheber, dass sie die westeurop\u00e4ischen Kategorien des vermeintlich Eigenen und Fremden in Leben und Arbeit in Unordnung bringen. Das aber ist das besondere Potenzial der zeitgen\u00f6ssischen Kunst der komponierten Musik: dass sie n\u00e4mlich \u2013 so Programmbuchautor Thomas Beimel 2013 \u2013 \u201eunseren Blick zu erweitern und zu befreien\u201d vermag. Und dass sie heute keinesfalls mehr das wei\u00dfe und westliche Projekt darstellt, als dass sie lange Zeit galt. Vielmehr sind musikalische Urheber in der vernetzten Welt nicht mehr an die Rahmen gebunden, in denen sie aufwuchsen, und das Geflecht der von ihnen selbst gew\u00e4hlten kulturellen Bez\u00fcge kann sehr komplex sein.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 29.08.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>07:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Feiertag: Instrument des Jahres 2021 \u2013 Wie die Orgel die Welt erobert hat<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Jan-Hendrik Stens, K\u00f6ln. Katholische Kirche<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Interpretationen: 1700 Jahre j\u00fcdisches Leben in Deutschland \u2013 Fanal gegen Fanatismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Oper \u201eLa Juive\u201c von Jacques Fromental Hal\u00e9vy. Gast: Constantin Trinks, Dirigent. Moderation: Uwe Friedrich<\/p>\n<p>15:05 Uhr | Deutschlandfunk<br \/>\n<strong>Rock et cetera: Der Hohepriester des Heavy Metal \u2013 Judas Priest-S\u00e4nger Rob Halford zum 70.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Fabian Els\u00e4\u00dfer. Unter Heavy-Metal-Fans tr\u00e4gt Rob Halford schon seit Jahren den Spitznamen \u201eMetal God\u201c. Die Gr\u00fcnde sind offensichtlich: Seine Band Judas Priest, 1969 gegr\u00fcndet, bereitete mit wenigen anderen Formationen f\u00fcr das harte Genre den Weg zur Massenkultur. Halford selbst wurde mit viereinhalb Oktaven Stimmumfang und der F\u00e4higkeit, noch spitzeste Schreie harmonisch klingen zu lassen, zum Pionier des opernhaften Metal-Gesangs. \u00c4hnlich stilpr\u00e4gend waren seine Nieten- und Leder-Monturen. Ein Vorbild war er auch, als er sich, wenngleich sp\u00e4t, als erster Metal-Musiker zu seiner Homosexualit\u00e4t bekannte. Am 25. August feierte er seinen 70. Geburtstag. In der Sendung spricht er \u00fcber seine Pr\u00e4gung im britischen Arbeitermilieu der 60er-Jahre, \u00fcber musikalische Experimente und \u00fcber Freunde f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p>18:30 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel: Und alle Tiere rufen: Dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein vielstimmiges Requiem-Manifesto der ausgestorbenen Arten. Live-H\u00f6rspiel vom Kunstfest Weimar<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas K\u00f6ck. Mit: Astrid Meyerfeldt, Sarah Sophia Meyer, Nico Link, Janus Torp. H\u00f6rspielregie: Anouschka Trocker. Regie: Marie Bues. Produktion: Kunstfest Weimar \/ Deutschlandfunk Kultur 2021. L\u00e4nge: 75\u2019. (Ursendung)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die verschwundenen Tiere dieser Welt melden sich zu Wort. Ein vielstimmiger Abgesang an die Fauna und die Menschheit: ein Requiem-Manifesto. Ein H\u00f6rspiel \u2013 live \u00fcbertragen vom Kunstfest Weimar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dieses Manifest versucht, sich loszul\u00f6sen von den tagesaktuellen Diskursen, vom blo\u00dfen Ist-Zustand, es versucht, das Wirtschaftssystem hinter sich zu lassen und wieder aufs gro\u00dfe Ganze zu schauen \u2013 denn ist nicht auch die Menschheit nur eine Art auf dieser Welt? Thomas K\u00f6ck reflektiert in seinem neuen St\u00fcck einen anderen Begriff von Zeit(lichkeit), von Verantwortlichkeit. Denn gerade europ\u00e4ische Kolonialinteressen waren wesentliche Faktoren in der Geschichte des Artensterbens. Vielleicht k\u00f6nnte die Frage, wie wir eine Zukunft f\u00fcr Generationen nach uns gestalten, zu einem anderen Umgang mit Ressourcen f\u00fchren, als die blo\u00dfe Orientierung am Hier und Jetzt. Oder steht die Erde letzten Endes besser da, wenn die Art Mensch auch ausgestorben sein wird?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Live-Veranstaltung von der Open-Air-B\u00fchne am e-werk, im Rahmen des Kunstfest Weimar.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Thomas K\u00f6ck, geboren 1986 in Steyr, Ober\u00f6sterreich. Er wurde durch Musik sozialisiert und studierte Philosophie in Wien sowie Szenisches Schreiben und Film an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin. Er arbeitete beim theatercombinat wien, war mit einem Dokumentarfilmprojekt \u00fcber Beirut zu Berlinale Talents eingeladen, war Hausautor am Nationaltheater Mannheim, bloggt mit KollegInnen auf nazisundgoldmund.net gegen rechts und entwickelt mit Andreas Spechtl unter dem Label ghostdance konzertante readymades. F\u00fcr seine Theatertexte wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2018 und 2019 mit dem M\u00fclheimer Dramatikerpreis.<\/p>\n<p>19:22 \u2013 20:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: Geschichte eines Jazz-Standards (33) \u2013 Now\u2019s The Time<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J\u00fcrgen Schaal. Im November 1945 machte Charlie Parker, die Galionsfigur des Bebop, endlich seine erste Plattensession unter eigenem Namen. Mit auf dem Programm stand \u201eNow\u2019s The Time\u201c, ein (f\u00fcr Parkers Verh\u00e4ltnisse) minimalistisch gebautes Bluesst\u00fcck. Parker, der immer knapp bei Kasse war, verkaufte dem Plattenlabel an Ort und Stelle das Copyright an der Komposition. Die Plattenfirma machte daraufhin aus Parkers St\u00fcck eine erfolgreiche Rhythm-and-Blues-Nummer (unter diversen Titeln). Aber auch unter Jazzmusikern wurde \u201eNow\u2019s The Time\u201c zum Klassiker und sogar mehrfach betextet.<\/p>\n<p>20:03 Uhr | Deutschlandfunk Kultur<br \/>\n<strong>Konzert: BBC Proms \u2013 Royal Albert Hall, London. <\/strong><strong>Aufzeichnung vom 24.08.2021<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Samuel Coleridge-Taylor<\/strong>: \u201eHiawatha\u2019s Wedding Feast\u201c, Ouvert\u00fcre f\u00fcr Orchester | <strong>Fela Sowande<\/strong>: \u201eAfrican Suite\u201c f\u00fcr Orchester | <strong>Florence Price<\/strong>: Konzert f\u00fcr Klavier und Orchester in einem Satz | <strong>Samuel Coleridge-Taylor<\/strong>: Sinfonie a-Moll op. 8. Jeneba Kanneh-Mason, Klavier. Chineke! Orchester. Leitung: Kalena Bovell<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Anschlie\u00dfend: Edinburgh International Festival. Old College Quad, Edinburgh. Aufzeichnung vom 16.08.2021. <strong>Samuel Coleridge-Taylor<\/strong>: Nonett f-Moll op. 2. Chineke! Kammerensemble<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Chineke! Orchester und sein Kammerensemble haben es sich zur Aufgabe gemacht, die zu Unrecht vergessenen Werke britischer, US-amerikanischer und afrikanischer Komponistinnen und Komponisten zu spielen, die aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft marginalisiert wurden.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Jet Lag All Stars Radio Show \u2013 Radio aus den Parkl\u00fccken der Aufmerksamkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, pr\u00e4sentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespr\u00e4che, Reportagen und Essays vom \u00e4u\u00dfersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die B\u00fcgelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 34. Die ARD-Radio-Suchmaschine ist jetzt endg\u00fcltig Geschichte und tot. Die \u00dcbersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr. mo \u2013 23.08.2021 21:05 Uhr | Deutschlandfunk Musik-Panorama: \u201eAn ihrer Wiege stand Mahler, an ihrer Bahre Mengele\u201c Eine Wort-Ton-Collage mit Werken von Bach, Mozart, Mahler, Beethoven, Brahms, Sarasate u.a. zum Gedenken an die Geigerin Alma Ros\u00e9 Corinna Harfouch, Rezitation; Latica Honda-Rosenberg, Violine; Hideyo Harada, Klavier; Aufnahme vom 6.6.2021 aus dem Shalom Europa beim Mozartfest W\u00fcrzburg Am Mikrofon: Klaus Gehrke. Alma Ros\u00e9 ist die Nichte Gustav Mahlers. 1906 wird sie in Wien geboren. 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