{"id":25041,"date":"2021-06-27T12:00:14","date_gmt":"2021-06-27T10:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=25041"},"modified":"2021-06-25T20:43:54","modified_gmt":"2021-06-25T18:43:54","slug":"die-radiowoche-vom-28-06-2104-07-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/06\/die-radiowoche-vom-28-06-2104-07-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 28.06.21\u201304.07.2021"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 26. Die ARD-Radio-Suchmaschine steht komplett leer und still. Keiner antwortet auf Anfragen.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<h2>Jazz im Radio (Fernsehen)<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>SR2<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.sr.de\/sr\/sr2\/sendungen_a-z\/uebersicht\/jazznow\/index.html\">JazzNow<\/a> \u2013 Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr<\/li>\n<li><strong>BR-KLASSIK \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.br-klassik.de\/themen\/jazz-und-weltmusik\/jazztime-die-ganze-welt-des-jazz-100.html\">Jazztime<\/a><strong> \u2013 <\/strong>Von Montag bis Freitag t\u00e4glich um 23.05 Uhr<\/li>\n<li><strong>rbb-kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.kulturradio.de\/programm\/schema\/sendungen\/late_night_jazz.html\">Late Night Jazz<\/a> \u2013 Sa und So 23:04 \u2013 24:00 Uhr<\/li>\n<li><strong>hr2-kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.hr2.de\/musik\/jazz\/index.html\">Jazz in hr2-kultur<\/a> \u2013 t\u00e4glich<\/li>\n<li><strong>NDR Kultur <\/strong>\u2013 <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ndrkultur\/sendungen\/play_jazz\/index.html\">Play Jazz<\/a> \u2013 5x die Woche<\/li>\n<li><strong>SWR2<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/jazz\/startseite-mit-vorschau\/-\/id=659242\/did=13778140\/nid=659242\/13ttn4d\/index.html\">Jazz<\/a> \u2013 t\u00e4glich<\/li>\n<li><strong>Deutschlandfunk<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazz.747.de.html\">Jazz (\u00dcberblick)<\/a> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazz-live.822.de.html\">Jazz Live<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazzfacts.824.de.html\">JazzFacts<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/milestones.1805.de.html\">Milestones<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlandfunk Kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jazz.1142.de.html\">Jazz<\/a> \u2013 diverse Sendetermine<\/li>\n<li><strong>\u00d61 <\/strong>\u2013 <a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/programm\/\">diverse Sendetermine<\/a><\/li>\n<li><strong>ARTE TV<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/arte-concert\/jazz\/?xtor=AD-6-%5bMV_CFR_ARTE_DE_Google_GEN_GDN%5d-%5bGDN_GEN_Arte_Concerts_Jazz%5d-C-%5bjazz%20musik%5d\">Jazz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Periodika: Dauersendungen ohne gen\u00fcgend Infos \u2013 Tagesbegleitradio<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>SWR 2<\/strong> \u2013 <strong>SWR2 Jazz vor Sechs <\/strong>17:50 bis 18:00<\/li>\n<li><strong>hr2-kultur \u2013<\/strong> <strong>H\u00f6rbar \u2013 Musik grenzenlos <\/strong>19:04 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>NDR Kultur <\/strong>\u2013 <strong>Play Jazz! Das Jazzmagazin<\/strong> 22:30 bis 23:30<\/li>\n<li><strong>MDR Kultur \u2013 Jazz <\/strong>19:05 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>MDR Kultur \u2013<\/strong><strong>Jazz Lounge<\/strong> 19:35 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>WDR3<\/strong> \u2013 Jazz &amp; World \u2013 Improvisiertes zum Tagesausklang \u2013 Montag bis Freitag, 22.04 \u2013 0:00 Uhr<\/li>\n<li><strong>WDR 3 Pers\u00f6nlich mit G\u00f6tz Alsmann<\/strong> 13:04 bis 15:00 (Samstags)<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>mo 28.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21:30 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Einstand: Kreativ ohne Limit \u2013 Zentrum f\u00fcr Alte Musik K\u00f6ln f\u00f6rdert junge Ensembles<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sylvia Systermans. Das Zentrum f\u00fcr Alte Musik in K\u00f6ln hat sich neu ausgerichtet. Mit Zamus 2.0. wird es zuk\u00fcnftig auch junge Ensembles f\u00f6rdern. Vielversprechende Musikerinnen und Musiker werden in ihren Ideen best\u00e4rkt und auf dem Weg von der Hochschule in die Freiberuflichkeit im Rahmen einer \u201eArtists in Residence\u201c unterst\u00fctzt. In der Konzertreihe \u201eZamus:unlimited\u201c werden die ausgefallenen Pr\u00e4sentationen an ungew\u00f6hnlichen Orten ausprobiert.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Urauff\u00fchrungsreigen in Witten (3) \u2013 Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik 2021 (3). <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Suche nach neuen Pr\u00e4sentationsformen eines Live- und Radiofestivals. Ende April 2020 \u2013 Europa befindet sich seit einigen Wochen im strengen Lockdown. Doch die Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik fanden statt. Als reines Radiofestival des veranstaltenden WDR. In nur wenigen Wochen hatte das Team Wege gesucht, m\u00f6glichst viele St\u00fccke einspielen zu lassen. Auf unterschiedlichste Wege. Teilweise wurden Files hin- und her geschickt, zusammengebaut, erg\u00e4nzt. Kleinstbesetzungen wurden mit gro\u00dfem Abstand und Sicherheitskonzepten eingespielt. Um dann im Radio mit zahlreichen Interviews und Skype-Gespr\u00e4chen mit Komponierenden und Musikerinnen und Musikern erg\u00e4nzt zu werden. Heuer, so hofften die Kuratoren, sollte das Festival wieder physisch live vor Ort stattfinden. Doch man traute der Sache nicht ganz und sorgte vor. Und so fanden die Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik erneut im Radio statt. Und als WDR-Videostream. Beigetragen haben f\u00fcr die Produktionen der St\u00fccke neben dem WDR auch der SWR und der ORF mit \u00d61-Mitschnitten aus dem RadioKulturhaus und dem Wiener Konzerthaus. Teil 1 und 2 brachte im Mai 2021 die dort entstandenen Beitr\u00e4ge des Klangforum Wien, in diesen zwei weiteren \u201eZeit-Ton\u201c-Sendungen gibt es weitere neue Werke der Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik 2021 zu h\u00f6ren. Gestaltung: Nina Polaschegg<\/p>\n<p>23.30 \u2013 24.00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival Jazz: T\u00e4nzerisch um die Welt \u2013 Die portugiesische S\u00e4ngerin Maria Jo\u00e3o<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Haak. \u201eFado hat f\u00fcr mich eine gewisse Bedeutung, ist jedoch nicht das wichtigste Element. Ich brauche diese etwas lebendigeren, positiveren Sachen\u201c, sagt Mario Jo\u00e3o, die von Vokalgr\u00f6\u00dfen wie Lauren Newton und Bobby McFerrin dazu inspiriert wurde, ihren eigenen Weg zu gehen. Lange Zeit teilte sie diesen mit dem Pianisten Mario Laginha, mit dem sie 1994 ein Skizzenbuch der Weltoffenheit namens \u201eDan\u00e7as\u201c vorlegte. Seitdem verbindet die wichtigste Jazzk\u00fcnstlerin Portugals ihre Art des Jazz mit afrikanischer, brasilianischer und indischer Musik zu Amalgamen, die heute auch die Zutat Electronica enthalten.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di 29.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Neue Musik: Musik und Papier \u2013 Der Verlag Neue Musik Berlin im Wandel der Zeiten<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Michael Zwenzner. Auch im digitalen Zeitalter bleiben gedruckte Noten wichtige Grundlage zeitgen\u00f6ssischer Musikkultur. Das Gesch\u00e4ft mit der Neuen Musik geh\u00f6rt sicher zu den anspruchsvolleren Unternehmungen unserer Zeit. Denn nur selten lassen sich wirtschaftliches Denken und \u00e4sthetischer Anspruch in Einklang bringen \u2013 zumal in Zeiten von musikkultureller Diversifikation, Umsonst-Mentalit\u00e4t und Pandemie. Vor diesem Hintergrund liefert der Verlag Neue Musik Berlin bis zum heutigen Tag ein Beispiel des Gelingens musikverlegerischen Engagements. In der DDR 1957 vom Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler gegr\u00fcndet, gelang dem Unternehmen die Transformation vom staatlichen Verbandsorgan zur florierenden Plattform f\u00fcr internationale Komponistinnen und Komponisten bis in die j\u00fcngste Generation \u2013 beg\u00fcnstigt durch den Genius loci einer Stadt, die heute als globaler Brennpunkt der Gegenwartsmusik gelten kann.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Jazz Live: Easy Listening f\u00fcr Fortgeschrittene<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Trio Slowfox: Hayden Chisholm, Altsaxofon; Philip Zoubek, Klavier; Sebastian Gramss, Kontrabass; Aufnahme vom 7.2.2021 aus dem Loft, K\u00f6ln. Am Mikrofon: Karsten M\u00fctzelfeldt \u201eMelodische Avantgarde\u201c, so beschreiben Slowfox ihren lyrischen Kammerjazz mit Tiefgang. Damit beweisen die K\u00f6lner, dass avancierte Musik auch den Ohren schmeicheln kann. Der Bassist Sebastian Gramss, Altsaxofonist Hayden Chisholm und Pianist Philip Zoubek spielen seit 2013 zusammen \u2013 mit einer klar definierten Herangehensweise: \u201eEs muss f\u00fcr die Zuh\u00f6rer erst mal leicht sein, in die Musik reinzukommen. Und dann soll trotzdem noch Vieles, auch Unerwartetes, passieren. Es ist ansprechend, aber eben auch anspruchsvoll\u201c, sagt Gramss, Gr\u00fcnder und Komponist des Trios. Die \u00c4sthetik spiegelt sich auch im Bandnamen wider, denn der gleichnamige, durchaus anspruchsvolle Tanz steht f\u00fcr flie\u00dfende, raumgreifende, weiche Bewegungen mit einem gewissen Ma\u00df an Understatement. Beim Konzert ohne Publikum im Loft spielte die Band ein komplett neues Programm, das in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2021 auch auf CD erscheinen soll.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Urauff\u00fchrungsreigen in Witten (4) \u2013 Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik 2021 (4). <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Suche nach neuen Pr\u00e4sentationsformen eines Live- und Radiofestivals. Ende April 2020 \u2013 Europa befindet sich seit einigen Wochen im strengen Lockdown. Doch die Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik fanden statt. Als reines Radiofestival des veranstaltenden WDR. In nur wenigen Wochen hatte das Team Wege gesucht, m\u00f6glichst viele St\u00fccke einspielen zu lassen. Auf unterschiedlichste Wege. Teilweise wurden Files hin- und her geschickt, zusammengebaut, erg\u00e4nzt. Kleinstbesetzungen wurden mit gro\u00dfem Abstand und Sicherheitskonzepten eingespielt. Um dann im Radio mit zahlreichen Interviews und Skype-Gespr\u00e4chen mit Komponierenden und Musikerinnen und Musikern erg\u00e4nzt zu werden. Heuer, so hofften die Kuratoren, sollte das Festival wieder physisch live vor Ort stattfinden. Doch man traute der Sache nicht ganz und sorgte vor. Und so fanden die Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik erneut im Radio statt. Und als WDR-Videostream. Beigetragen haben f\u00fcr die Produktionen der St\u00fccke neben dem WDR auch der SWR und der ORF mit \u00d61-Mitschnitten aus dem RadioKulturhaus und dem Wiener Konzerthaus. Teil 1 und 2 brachte im Mai 2021 die dort entstandenen Beitr\u00e4ge des Klangforum Wien, in diesen zwei weiteren \u201eZeit-Ton\u201c-Sendungen gibt es weitere neue Werke der Wittener Tage f\u00fcr neue Kammermusik 2021 zu h\u00f6ren. Gestaltung: Nina Polaschegg<\/p>\n<p>23.30 \u2013 24.00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival Jazz: Junge Szene gro\u00df gedacht \u00a0\u2013 Luise Volkmann und ihr Ensemble \u00c9t\u00e9 Large\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Anja Buchmann. Die Saxofonistin und Komponistin Luise Volkmann, die in Leipzig, Paris und K\u00f6ln studiert hat, entfaltete auf dem ersten Album \u201eEudaimonia\u201c, das sie mit ihrem Ensemble \u00c9t\u00e9 Large eingespielt hat, eine Musik mit theatralischen Z\u00fcgen, gepr\u00e4gt von ihrem mehrj\u00e4hrigen Aufenthalt in der franz\u00f6sischen Hauptstadt. Deutlich rockiger klang das darauffolgende Album \u201eWhen the Birds upraise their Choir\u201c. Volkmann widmete die Aufnahme ihrem Vater und bezog sich musikalisch auf die Rock-\u00c4sthetik der 1968er-Generation.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi 30.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Chormusik: Closing the Gap \u2013 Diversit\u00e4t in der Chormusik<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast: Mary Ellen Kitchens, Dirigentin und Musikwissenschaftlerin. Moderation: Olga Hochweis. Diversit\u00e4t ist ein zentrales Anliegen unserer Gegenwart geworden. Black Lives Matter und die LGBTQ-Bewegung sind zwei von zahlreichen Bewegungen, die immer st\u00e4rker Teilhabe und Sichtbarmachung unterrepr\u00e4sentierter gesellschaftlicher Gruppen einfordern. Auch die Chorarbeit \u2013 schon strukturell mit gro\u00dfem Potential f\u00fcr Teamwork auf Augenh\u00f6he ausgestattet \u2013 wird davon gepr\u00e4gt. Viele Ensembles in den USA haben ihre Vereinsziele um Anti-Diskriminierungs-Statements erg\u00e4nzt. Auch in der deutschen Chorszene tut sich viel in Sachen Diversit\u00e4t. Unter dem Hashtag #chorliebestatthass setzt Die Deutsche Chorjugend \u00f6ffentlich Zeichen f\u00fcr kulturelle und religi\u00f6se Vielfalt, Inklusion, Gleichberechtigung und Antidiskriminierung. Der Bundesjugendchor veranstaltet Workshops zu diversit\u00e4tsbewusster Programmplanung. Einzelne Ch\u00f6re wie die Munich International Choral Society und der schwul-lesbische Kammerchor M\u00fcnchner Regenbogenchor betreiben Diversit\u00e4ts-AGs. Beide werden von der US-Amerikanerin Mary Ellen Kitchens geleitet, die sich intensiv mit neuen Konzertformaten und Inklusionsmodellen besch\u00e4ftigt. Sie ist heute unsere Gespr\u00e4chspartnerin. All Lives Matter \u2013 erst recht in der Chormusik.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph<\/p>\n<p>23.30 \u2013 24.00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival Jazz: Black Lives Matter \u2013 Hoffnung, Protest und Empowerment im Jazz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Sarah Seidel. Man k\u00f6nne den Jazz nicht trennen von Schmerz und Ungerechtigkeit, aber auch nicht von Freude und Triumph schwarzer Menschen in den USA, sagt der Saxofonist Joshua Redman. Auch Gregory Porters Songs handeln vom Schwarzsein, von Zuversicht, Heilung und Protest. Der Mord an George Floyd im Mai 2020 sei nichts Neues in der amerikanischen Geschichte, sagt Redman, aber er habe \u201eBlack Lives Matter\u201c erst richtig ins Rollen gebracht. Bereits f\u00fcr Redmans Vorbilder war Protest ein wichtiger Antrieb. Eine der St\u00e4rken, erg\u00e4nzt der Pianist Jason Moran, sei, dass \u201eBlack Lives Matter\u201c heute keine Anf\u00fchrer brauche.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do 01.07.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Neue Musik: Aufnahmen vom Festival \u201eLeicht \u00fcber Linz\u201c (2020)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Auswahl vorgestellt von Carolin Naujocks<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Historische Aufnahmen: Vervollkommnung der ungarischen Violintradition \u2013 Der Geiger und Dirigent Tibor Varga (1921 \u2013 2003)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Norbert Hornig. Er war ein Wunderkind auf der Geige und erhielt seine Ausbildung an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Nach dem Zweiten Weltkrieg startete Tibor Varga eine Karriere, die an Vielseitigkeit kaum zu \u00fcbertreffen ist. Als Virtuose und P\u00e4dagoge genoss er einen weltweiten Ruf, seine Interpretationen der Violinkonzerte von Bart\u00f3k, Berg und Sch\u00f6nberg ernteten h\u00f6chstes Lob. Fast vier Jahrzehnte lang war Varga Professor an der Hochschule f\u00fcr Musik in Detmold, im schweizerischen Sion gr\u00fcndete er eine internationale Streicherakademie. Am 4. Juli j\u00e4hrt sich der Geburtstag des K\u00fcnstlers zum 100. Mal.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Der Komponist Klaus Hinrich Stahmer \u2013 Ein Portr\u00e4t zu seinem 80. Geburtstag<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Sendung von Florian Heurich<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Zorn \u2013 Zappa \u2013 Omelchuck \u2013 Studio Dan beim Festival Acht Br\u00fccken (Teil 1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Der heutige Zeit-Ton pr\u00e4sentiert den ersten der beiden Auftritte von Studio Dan im Rahmen des Festivals \u201eAcht Br\u00fccken. Musik f\u00fcr K\u00f6ln.\u201c, das heuer in einer Online-Ausgabe \u00fcber die B\u00fchne gegangen ist. Das Wiener Ensemble zeichnete unter der Leitung von Daniel Riegler in Zusammenarbeit mit \u00d61 im Wiener RadioKulturhaus zwei Programme auf. Der heutige Mitschnitt enth\u00e4lt das erste Programm, das mit Daniel Rieglers \u201eThe Frank Zappa Memorial Barbecue\u201c aber schon einen Vorboten auf das zweite Programm \u2013 ein Frank Zappa-Tribute \u2013 enth\u00e4lt. Die Urauff\u00fchrung von \u201eHoly\u2026\u201c f\u00fcr Ensemble, dem Ergebnis eines Kompositionsauftrags des Festivals an die wei\u00dfrussische Komponistin Oxana Omelchuck steht im Mittelpunkt dieser Sendung und John Zorns \u201eCat O\u2019 Nine Tails\u201c f\u00fcr Streichquartett ist der dritte Teil dieses Programms. Nach dem WDR \u00fcbertr\u00e4gt nun auch \u00d61 den Mitschnitt dieses h\u00f6chst facettenreichen Konzertabends. Gestaltung: Xavier Plus<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: Die Sch\u00f6nheit der Vielfalt \u2013 Portr\u00e4t des Pianisten Felix Hauptmann<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Johannes Kloth. Schon als Jugendlichen erkannte man Felix Hauptmann auf Sessions sofort an seinem Lockenkopf. Aus dem Teenager, der seine ersten Jazz-Schritte in der saarl\u00e4ndischen Szene machte, ist mittlerweile ein etablierter K\u00fcnstler geworden. Ausgerechnet w\u00e4hrend der Corona-Pandemie hat der in K\u00f6ln ans\u00e4ssige Pianist sein Deb\u00fct als Bandleader ver\u00f6ffentlicht: das beim Saarl\u00e4ndischen Rundfunk produzierte Album \u201eTalk\u201c mit Bassist Reza Askari, Schlagzeuger Fabian Arends und Saxofonist Christian Weidner. Im Portr\u00e4t spricht Felix Hauptmann \u00fcber die Kunst des Erz\u00e4hlens und die Herausforderungen der Pandemie.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr 02.07.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Klangkunst: Magneto Mori: Vienna \u2013 Von Mark Vernon<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Komposition und technische Realisation: der Autor. Produktion: ORF Kunstradio 2020. L\u00e4nge: 46\u201944. In seiner Soundscape-Komposition feiert der Klangk\u00fcnstler Mark Vernon den morbiden Charme der Stadt Wien. Daf\u00fcr hat er Tonb\u00e4nder mit Stadtger\u00e4uschen im Untergrund vergraben, zerfallen lassen, wieder zutage bef\u00f6rdert und neu zusammengesetzt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gefundene Sounds und verlorene Kl\u00e4nge, vergrabene Erinnerungen, Magnetspuren: Mark Vernons Soundportr\u00e4t der Stadt Wien ist eine De-Komposition. Auf einem magnetischen Tonband nahm der Klangk\u00fcnstler Ger\u00e4usche der Stadt auf. Das Band zerst\u00fcckelte er und vergrub es zusammen mit K\u00fchlschrankmagneten. So wurden Teile der Aufzeichnungen gel\u00f6scht oder verzerrt. Die mutwillig gebrochenen Kl\u00e4nge aus dem Heute vermischte Vernon mit alten Aufnahmen der Stadt, gefunden auf Flohm\u00e4rkten, auf Diktierger\u00e4ten, Kassetten und Tonb\u00e4ndern. Mit solchen Techniken von Aneignung und Zerst\u00f6rung erz\u00e4hlt der Klangk\u00fcnstler Stadtgeschichten quer durch Zeit und Raum. Er zeigt akustisch, was entgegen aller Widrigkeiten bleibt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mark Vernon lebt als Klangk\u00fcnstler und Radiomacher in Glasgow, Schottland. Seine radiophonen Arbeiten umkreisen die Themen Klangarch\u00e4ologien, mediale Nostalgie, Erinnerung. Gemeinsam mit Barry Burns betreut er seit 2015 den experimentellen Sender \u201eRadiophrenia\u201c, der nur zeitweilig auf Sendung ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">F\u00fcr \u201eMagneto Mori: Vienna\u201c erhielt er den franz\u00f6sischen Radiokunstpreis Prix Phonurgia Nova 2020 in der Kategorie Sound Art.<\/p>\n<p>19:15 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Mikrokosmos \u2013 Die Kulturreportage. Schwerpunkt: Auf der Suche nach dem Wir (1\/4)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">K\u00fcnstlerische Visionen f\u00fcr die Zeit danach. Von Mhlanguli George, Ulrike Haage, Xiao He, Ezgi Kilincaslan, Phillip Schenker uvm.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Deutschlandfunk 2020. Zur\u00fcck zur Normalit\u00e4t sobald die Corona-Krise \u00fcberstanden ist, das w\u00fcnschen sich viele. Aber was hei\u00dft denn \u00fcberhaupt Normalit\u00e4t? Und wollen wir die wirklich zur\u00fcckhaben? Kunst- und Kulturschaffende aus verschiedenen Teilen der Welt haben sich vor einem Jahr dar\u00fcber Gedanken gemacht, wie es nach der Pandemie weitergehen kann und ihre Visionen als H\u00f6rspiel, Sketch oder Collage vertont. Eine Gemeinsamkeit haben die sehr unterschiedlichen Entw\u00fcrfe: Den Wunsch, nach mehr Miteinander, nach mehr gegenseitigem Austausch und Verst\u00e4ndnis. Was davon ist Realit\u00e4t geworden, was liegt noch immer in weiter Ferne? Diese Sendung entstand mit Unterst\u00fctzung des Goethe-Instituts.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>On Stage: Zu Hause aufgenommen \u2013 Der australische Singer-Songwriter Jaimi Faulkner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Tim Schauen. Der 1982 in Melbourne\/Australien geborene Singer-Songwriter Jaimi Faulkner hat 2004 sein Deb\u00fct ver\u00f6ffentlicht und war erfolgreich durch Australien und die USA getourt, bevor er vor gut zehn Jahren erstmals nach Europa kam \u2013 und blieb. Seitdem betreibt er hier, inzwischen in D\u00fcsseldorf lebend, seine Karriere als Komponist, Produzent und Musiker, der seinen Sound zwischen Americana, Folk und Rock gefunden hat. Zuletzt spielte er bis zu 200 Konzerte im Jahr \u2013 2020 und 2021 war aber auch er coronabedingt in Zwangspause und hat f\u00fcr den Deutschlandfunk ein Konzert \u201eZu Hause aufgenommen\u201d.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Lied- und Folkgeschichte(n). Grenzen \u00fcberfliegen \u2013 Die polnisch-ukrainische Band Dagadana<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Grit Friedrich. Es ist fast egal, was die beiden Frontfrauen von Dagadana singen \u2013 obwohl sie f\u00fcr ihr aktuelles Album monatelang in Archiven beiderseits der polnischen und ukrainischen Grenze recherchiert haben. Wichtig ist der zeitgen\u00f6ssische Gestus ihrer Aufnahmen mit traditionellem mehrstimmigen Gesang, Geige, Kontrabass, Bl\u00e4sern, Keyboards \u2013 und Rap. Dagadanas Musik bleibt schwer einzuordnen, eine Tatsache, \u00fcber die die polnische S\u00e4ngerin Daga Gregorowicz gl\u00fccklich ist. Ihre ukrainische Kollegin Bogdana Vynnytska hat sie 2006 in Krak\u00f3w kennengelernt. Musik ist f\u00fcr die beiden nicht nur Leidenschaft, sie ist ein Lebensstil, und wenn sich das Leben, wie 2020, pl\u00f6tzlich \u00e4ndert, muss sich der Stil der Musik anpassen. Bei Dagadana geschieht das auch mit Hilfe von kleinen tragbaren Samplern und Loopern. Das polnisch-ukrainische Quartett, vervollst\u00e4ndigt durch Bassist und Violinist Mikolaj Pospieszalski und Schlagzeuger Bartosz Mikolaj Nazaruk, spielt auf dem aktuellen Album \u201eTobie\u201c Avantgarde Folk mit starken slawischen Wurzeln.<\/p>\n<p>22:03 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Musikfeuilleton: Lumpensammler, Unruhestifter, Weltstar \u2013 Wieso Louis Armstrong jiddisch sprach<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Katalin Fischer. Sein Vater war weg und die Mutter hatte auch keine Kapazit\u00e4ten, sich um das Kind zu k\u00fcmmern \u2013 der kleine Louis Armstrong war von Anfang an auf sich selbst angewiesen. Bis sich die Familie Kanofsky seiner annahm. Louis war sechs oder sieben, als ihn die aus Litauen stammende j\u00fcdische Familie bei sich aufnahm. Louis und Vater Kanofsky zogen mit einem Handkarren durch die Stra\u00dfen von New Orleans, sammelten und verkauften Altmetall, und Louis durfte das Horn blasen, um die Anwohner aufmerksam zu machen. Wer konnte ahnen, dass das der erste Schritt zu einer Weltkarriere werden sollte? Bei den Kanofskys begegnet er auch der Musik \u2013 abends wurde gesungen, russische Lieder. Das entz\u00fcndete etwas in dem Jungen, was nie wieder verstummte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er lernte jiddisch sprechen. Er lernte Diskriminerung kennen. Er lernte, Musik zu machen. Nach einigen Jahren im Waisenhaus stellt sich der Junge auf eigene F\u00fc\u00dfe, spielt in Bars und auf Mississippi-Dampfern. Und \u00fcbertrifft bald seinen Mentor King Oliver, wie der beste Trompeter seiner Zeit genannt wurde. Er begegnet immer wieder j\u00fcdischen Musikern, die sich im Amerika der Rassenstrennung mit den Schwarzen solidarisieren. Bandleader wie Benny Goodman und Artie Shaw nahmen als erste afroamerikanische S\u00e4nger und Musiker in ihre Bands auf. Mit achtzehn ist Louis Armstrong ein Star, der fortan Musikgeschichte schreiben wird.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Vom Be-Bop Tango und Fahrradspeichen. <\/strong><strong>\u201eA Tribute To Frank Zappa\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im Rahmen des online stattfindenden Festivals \u201eAcht Br\u00fccken. Musik f\u00fcr K\u00f6ln\u201c pr\u00e4sentiert das Wiener Ensemble Studio Dan mit \u201eA Tribute To Frank Zappa\u201c ein umfangreiches Programm, das mit den Kompositionen und Ideen des Frank Zappa spielt. Zappa, der sich zwischen Rock \u2018n\u2019 Roll, Jazz und der Neuen Musik seine eigene Klangwelt geschaffen hat, gilt als einer der exzentrischsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Studio Dan widmet sich unter der Leitung von Daniel Riegler spannenden Arrangements von einigen Zappa-Klassikern und -Deepcuts sowie Eigenkompositionen der Ensemblemitglieder. Die heutige Sendung pr\u00e4sentiert dieses Konzert in der zweiten von zwei Zeit-Ton-Ausgaben, die die Auftritte von Studio Dan im Rahmen von \u201eAcht Br\u00fccken\u201c wiedergeben. Aufgezeichnet wurden die Auff\u00fchrungen in Kooperation mit \u00d61 im ORF RadioKulturhaus in Wien. Gestaltung: Xavier Plus<\/p>\n<p>23:30 \u2013 24:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>ARD Radiofestival. Jazz: Review \u2013 Jazz-Neuerscheinungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Thomas Loewner. \u201eFile Under Jazz\u201c \u2013 mit diesem Hinweis versehen manche Plattenfirmen ihre Neuver\u00f6ffentlichungen, damit es nicht zu Missverst\u00e4ndnissen kommt in den Verkaufs-Regalen der CD-Gesch\u00e4fte und in den Sparten der Streaming- und Download-Portale. Was dann dort tats\u00e4chlich alles unter \u201eJazz\u201c einsortiert wird, ist immer noch extrem breit gef\u00e4chert: nicht nur stilistisch, sondern auch qualitativ. Selbst f\u00fcr Fans kann es da schwer sein, sich zu orientieren. Einmal in der Woche pr\u00e4sentierten deshalb die Autor*innen des ARD-Radiofestivals bemerkenswerte Neuerscheinungen aus der vielf\u00e4ltigen Welt des Jazz.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa 03.07.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>00:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Blue Crime: Das Erdbeben in Chili \u2013 Von Heinrich von Kleist<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bearbeitung: Curt Langenbeck. Komposition: Winfried Zillig. Regie: Walter Knaus. Mit Walter Andreas Schwarz, Waltraud Salzmann, J\u00fcrgen Goslar, Liselotte K\u00f6ster, G\u00fcnter K\u00f6nig, Hannelore Hinkel, Trudik Daniel, Luise Glau, Maria Fauser, Arthur Ments, Kurt Ebbinghaus, Robert Seibert u.a.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Produktion: HR 1954. L\u00e4nge: 53\u201940<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Naturkatastrophen produzieren immer wieder die Frage nach dem Dasein, Wesen und Wirken Gottes. Kleists 1807 erschienene Novelle \u201eJeronimo und Josephe. Eine Szene aus dem Erdbeben zu Chili vom Jahr 1647\u201c z\u00e4hlt zu den Meisterwerken, die sich dieser Frage literarisch stellen. Jeronimo, ein Hauslehrer eines Edelmanns, hat mit dessen Tochter Josephe ein unrechtm\u00e4\u00dfiges Liebesverh\u00e4ltnis. Als sie ihr gemeinsames Kind w\u00e4hrend der Fronleichnamsprozession zur Welt bringt, wird beiden der Prozess gemacht. Das Erdbeben erm\u00f6glicht ihrer beider Flucht aus dem Kerker, sie finden in Gl\u00fcckseligkeit wieder zueinander, werden aber beim Dankgottesdienst der \u00dcberlebenden von der Menge erkannt und als Schuldige der Katastrophe gelyncht. Die zerst\u00f6rerische Kraft der Natur \u00fcberbietet Kleist mit der Wildheit des Menschen, zugleich aber wird die Frage nach der unbegriffenen Gottheit erz\u00e4hltechnisch in der Schwebe gehalten; sie bleibt unbeantwortet.<\/p>\n<p>01:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Deutschlandfunk Radionacht: Lied &amp; Chanson \u2013 Zu Gast: Tania Saleh<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Liederbestenliste: die Platzierungen im Juli. Global Sound: neue internationale Singer-Songwriter-Alben. Original im Ohr: ungew\u00f6hnliche Coverversionen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause. Tania Saleh ist eine der Wegbereiterinnen der unabh\u00e4ngigen alternativen Musikszene des Libanon und nennt ihren Stil \u201eIndie Arabic\u201c. Doch das ist eine viel zu enge Schublade f\u00fcr eine S\u00e4ngerin und Songwriterin, die sich zwischen Orient und Okzident bewegt und die Sinnlichkeit der arabischen Sprache und orientalische Kl\u00e4nge auf westliche Elemente wie Folk, Rock, Bossa Nova oder auch ein Streichquartett treffen l\u00e4sst. Auf ihrem aktuellen Album \u201e10 A.D.\u201c erz\u00e4hlt die 1969 in Beirut Geborene, was sie in den zehn Jahren seit ihrer Scheidung erlebt hat \u2013 das \u201eA.D\u201c. steht f\u00fcr \u201eAfter Divorce\u201c \u2013 und wie katastrophal nach wie vor die rechtliche Situation der Frauen im Libanon ist.<\/p>\n<p>09:05 \u2013 10:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Musikstunde<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit G\u00fcnther Huesmann. Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee gro\u00df geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem besch\u00e4ftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu \u00f6ffnen. So ist Jazz zu einer \u201eglobal language\u201c geworden. \u201eJazz across the border\u201c h\u00f6rt auf unterhaltsam-informative Weise hin.<\/p>\n<p>10:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Klassik-Pop-et cetera. Am Mikrofon: Die Harfenistin Silke Aichhorn<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Da das Repertoire f\u00fcr ihr Instrument begrenzt ist, hat Silke Aichhorn aus der Not eine Tugend gemacht. Sie arrangiert und vertreibt viele Kompositionen f\u00fcr Harfe selbst; mit eigenem CD-Label, Notenverlag und Onlineshop ist sie bestens ausgestattet. Vor Kurzem ist ihre 26. CD erschienen, darunter auch Aufnahmen f\u00fcr andere Labels. Ihren ersten Harfenunterricht erhielt Silke Aichhorn 1981 an der Musikschule in der bayerischen Kreisstadt Traunstein. Neun Jahre sp\u00e4ter begann sie ihr Hochschulstudium am Conservatoire de Lausanne, das sie 1997 in K\u00f6ln abschloss. Silke Aichhorn geh\u00f6rt seit \u00fcber zwei Jahrzehnten zu den herausragenden Solistinnen auf ihrem Instrument. Sie ist an zahlreichen Orten in Europa aufgetreten, ebenso in L\u00e4ndern wie Australien, Brasilien, Japan und den USA. Silke Aichhorn betrachtet ihren Beruf auch kabarettistisch. In ihrem Buch \u201eLebensl\u00e4nglich frohlocken\u201c berichtet sie \u00fcber Skurriles aus dem Alltag einer Harfenistin.<\/p>\n<p>22:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Atelier neuer Musik \u2013 Verlegenheit ist Energie \u2013 Der d\u00e4nische Komponist Niels R\u00f8nsholdt<\/strong><\/p>\n<p>Von Leonie Reineke. Die Musik des D\u00e4nen Niels R\u00f8nsholdt irritiert. Aber nicht, weil sie sperrig, komplex oder in verstiegenen Hyperintellekt gefasst w\u00e4re. Im Gegenteil: Seine St\u00fccke sprengen den Rahmen durch R\u00fchrung, Ber\u00fchrung oder Mitmach-Aktionen des Publikums. \u201eDas Ph\u00e4nomen des peinlichen Ber\u00fchrtseins finde ich faszinierend\u201c \u2013 sagt der 1978 geborene Komponist \u2013 \u201edenn es steckt eine Fragilit\u00e4t darin, etwas Zartes, Menschliches.\u201c Genau diese Energie evoziert Niels R\u00f8nsholdt bei den H\u00f6rern, wenn etwa eines seiner Mitmach-St\u00fccke aufgef\u00fchrt wird. Zuschauer werden dabei zu Performern, Performer werden zu unmittelbaren Dialogpartnern des Publikums. Das Klangspektrum solcher Aktionen reicht von Reminiszenzen an historische musikalische Formen bis hin zu prismenhaft gebrochenen Abbildern von Mainstream-Genres wie Chanson oder Country. Auch wenn all seine St\u00fccke dieselbe Handschrift tragen \u2013 R\u00f8nsholdt arbeitet bei jedem neuen Projekt mit anderen handwerklich-kompositorischen Methoden.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so 04.07.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>15:05 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>Interpretationen: \u201eIhrem Ende eilen sie zu\u201c \u2013 \u201eDas Rheingold\u201c von Richard Wagner<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gast: Marek Janowski, Dirigent. Moderation: Uwe Friedrich. (Wdh. v. 24.07.2016)<\/p>\n<p>18:30 Uhr | DEUTSCHLANDFUNK KULTUR<br \/>\n<strong>H\u00f6rspiel: Schallgestalten in bilderlosen R\u00e4umen \u2013 Oder: Wie Friedrich Knilli den Deutschen das H\u00f6rspiel aus dem Kopf schlug<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Jochen Mei\u00dfner. Mit: Uta Hallant, Wolfgang Condrus, Britta Steffenhagen, Thomas Fr\u00e4nzel, Ulrich Lipka<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Regie: Jochen Mei\u00dfner. Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011. L\u00e4nge: 87\u2019<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Vor 60 Jahren ver\u00f6ffentlichte der Medienwissenschaftlicher Friedrich Knilli sein Buch \u201eDas H\u00f6rspiel\u201c. Der Journalist und H\u00f6rspielkritiker Jochen Mei\u00dfner widmet sich diesem Einschnitt in der H\u00f6rspielgeschichte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eine Unzahl von Erz\u00e4hlern, von Reportern, Berichterstattern, Conferenciers, Blindenf\u00fchrern, Chronisten, dominierte das H\u00f6rspiel von Anbeginn bis in die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts \u2013 und t\u00e4te es wohl noch, wenn nicht der H\u00f6rspieltheoretiker Friedrich Knilli anno 1961 in seinem Standardwerk \u201eDas H\u00f6rspiel\u201d die Mittel und M\u00f6glichkeiten eines totalen Schallspiels beschrieben h\u00e4tte. Statt die metaphysische Anregung der H\u00f6rerseele durch den \u00c4ther im traditionellen Worth\u00f6rspiel zu feiern \u2013 wie es vor ihm der H\u00f6rspielpapst Heinz Schwitzke getan hatte \u2013, pl\u00e4dierte der Medienwissenschaftler f\u00fcr eine Synthese aller Schallk\u00fcnste im sogenannten Totalh\u00f6rspiel, das den Illusionismus des herk\u00f6mmlichen H\u00f6rspiels \u00fcberwindet und die B\u00fchne aus der Fantasie des H\u00f6rers in das Zimmer des Zuh\u00f6rers verlegt. Nicht mehr die innere B\u00fchne war Ort des H\u00f6rspiels, sondern seine Schallgestalten materialisierten sich im stereofon bespielten Raum. Vor 50 Jahren vertrieb Friedrich Knilli die H\u00f6rer aus ihrem engen Kino im Kopf und versetzte sie unter einen Himmel voller Frequenzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jochen Mei\u00dfner, geb. 1966 in Remscheid. Autor, Journalist und H\u00f6rspielkritiker. Er geh\u00f6rte mehreren H\u00f6rspieljurys an \u2013 unter anderen der des H\u00f6rspielpreises der Kriegsblinden und des H\u00f6rspielpreises der ARD \u2013 und ist seit 2008 Vorsitzender der Fachjury und Mitveranstalter des Berliner H\u00f6rspielfestivals \u2013 das Festival des freien H\u00f6rspiels. Seit 2012 betreibt er das Blog hoerspielkritik.de. Zuletzt im Radio: \u201eGes\u00e4nge, Ch\u00f6re, Kollektive \u2013 ein H\u00f6rspielrezitativ (DKultur 2016), \u201eVoyager 3 \u2013 Eine Reise durch den radiophonen Raum (SWR 2019, zusammen mit Frank Kaspar).<\/p>\n<p>19:40 \u2013 20:00 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz: Drum Story \u2013 Der Schlagzeuger Gene Krupa<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Pulsierende Rhythmen, variantenreiche Sounds auf Trommeln und Becken sowie \u00fcberraschende Breaks: Gene Krupa machte in seiner Heimatstadt Chicago schon w\u00e4hrend des \u00dcbergangs vom traditionellen Jazz zum Swing von sich reden. In der Big-Band-\u00c4ra wurde er wegen seines expressiven Schlagzeugspiels zu einem Star im Orchester des Klarinettisten Benny Goodman. Nach dem legend\u00e4ren Konzert in der New Yorker Carnegie Hall 1938 verabschiedete sich Krupa von Goodman. Der frenetische Beifall, den seine Drum-Beitr\u00e4ge damals ausl\u00f6sten, best\u00e4rkte ihn, fortan als Bandleader zu arbeiten.<\/p>\n<p>21:05 Uhr | DLF<br \/>\n<strong>Konzertdokument der Woche: Was denken die Frauen? Liederabend von Golda Schultz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Lieder und Ges\u00e4nge von Clara Schumann, Emilie Mayer, Rebecca Clarke, Nadia Boulanger und Kathleen Tagg. Golda Schultz, Sopran. Jonathan Ware, Klavier. Aufnahme vom 20.4.2021 aus dem Studio 2 des Bayrischen Rundfunks, M\u00fcnchen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Mikrofon: Dorothea Hu\u00dflein. Die S\u00fcdafrikanerin Golda Schultz hat eine der besten Sopran-Stimmen ihrer Generation. Erst mit Mitte 20 entschied sie sich f\u00fcr eine Karriere als Operns\u00e4ngerin und lie\u00df sich im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper ausbilden. In k\u00fcrzester Zeit sang sie sich an die internationale Spitze. Ihre B\u00fchnenpr\u00e4senz und Spielfreude sind gro\u00dfartig. Doch als Kontrast liebt sie Liederabende mit der Verdichtung von Text, Musik und Stimme. Ihr kongenialer Partner dabei ist der texanische Pianist Jonathan Ware. F\u00fcnf Komponistinnen stehen im Mittelpunkt ihres M\u00fcnchner Liederabends. Golda Schultz interessiert, was Frauen \u00fcber Liebe, Verletzungen, Entt\u00e4uschungen und all die gro\u00dfen menschlichen Themen denken. Clara Schumann, Emilie Mayer, Rebecca Clarke, Nadia Boulanger und Kathleen Tagg haben f\u00fcr sie etwas sehr Sch\u00f6nes dar\u00fcber zu sagen, \u201evoller Komplexit\u00e4t, voll Emotionen und Farbe und wirklich voller Musik\u201c.<\/p>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Records &amp; other Stuff: Daniel Riegler empfiehlt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Er arbeitet als freischaffender Posaunist und Dramaturg von Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, sowie als Komponist. 2005 hat er das Ensemble Studio Dan ins Leben gerufen, im Rahmen des ersten Festivals der JazzWerkstatt Wien. Begonnen hat das Ensemble als Big Band und tritt mittlerweile, dem Anlass entsprechend, in verschieden gro\u00dfen Formationen auf. Die Gruppe bewegt sich an den Grenzlinien avancierter Spielformen experimenteller und zeitgen\u00f6ssischer Musik, \u2013 zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz und Prog-Rock. Ebenso vielf\u00e4ltig k\u00f6nnte man das Schaffensfeld von Daniel Riegler umrei\u00dfen, der neben anderen mit George Lewis, Vinko Globokar, Elliott Sharp, Michel Doneda, dem Klangforum Wien und dem Ensemble die reihe, sowie mit Elektro Guzzi, koenigleopold und Dorian Concept zusammengearbeitet hat. Erg\u00e4nzend entstand im Umfeld von Studio Dan das Label Records &amp; other Stuff, das bereits drei Releases herausgebracht hat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Daniel Riegler gibt in diesem Zeit-Ton extended einen Einblick in die musikalische Welt, die ihn gepr\u00e4gt hat und begleitet. Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag in Zeit-Ton h\u00f6rten Sie das Studio Dan beim Festival Acht Br\u00fccken. Gestaltung: Astrid Schwarz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 26. Die ARD-Radio-Suchmaschine steht komplett leer und still. Keiner antwortet auf Anfragen. 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