{"id":24983,"date":"2021-06-13T12:00:47","date_gmt":"2021-06-13T10:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=24983"},"modified":"2021-06-10T10:49:59","modified_gmt":"2021-06-10T08:49:59","slug":"die-radiowoche-vom-14-06-2120-06-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2021\/06\/die-radiowoche-vom-14-06-2120-06-2021\/","title":{"rendered":"Die Radiowoche vom 14.06.21\u201320.06.2021"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 24. Die ARD-Radio-Suchmaschine steht komplett leer und still. Keiner antwortet auf Anfragen.<\/p>\n<p>Die \u00dcbersicht zum <a href=\"https:\/\/service.conbrio.de\/service\/download\/278\/\">Download als PDF<\/a>. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>Jazz im Radio (Fernsehen)<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>SR2<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.sr.de\/sr\/sr2\/sendungen_a-z\/uebersicht\/jazznow\/index.html\">JazzNow<\/a> \u2013 Sonntags von 20.04 bis 22.30 Uhr<\/li>\n<li><strong>BR-KLASSIK \u2013 <\/strong><a href=\"https:\/\/www.br-klassik.de\/themen\/jazz-und-weltmusik\/jazztime-die-ganze-welt-des-jazz-100.html\">Jazztime<\/a><strong> \u2013 <\/strong>Von Montag bis Freitag t\u00e4glich um 23.05 Uhr<\/li>\n<li><strong>rbb-kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.kulturradio.de\/programm\/schema\/sendungen\/late_night_jazz.html\">Late Night Jazz<\/a> \u2013 Sa und So 23:04 \u2013 24:00 Uhr<\/li>\n<li><strong>hr2-kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.hr2.de\/musik\/jazz\/index.html\">Jazz in hr2-kultur<\/a> \u2013 t\u00e4glich<\/li>\n<li><strong>NDR Kultur <\/strong>\u2013 <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ndrkultur\/sendungen\/play_jazz\/index.html\">Play Jazz<\/a> \u2013 5x die Woche<\/li>\n<li><strong>SWR2<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/jazz\/startseite-mit-vorschau\/-\/id=659242\/did=13778140\/nid=659242\/13ttn4d\/index.html\">Jazz<\/a> \u2013 t\u00e4glich<\/li>\n<li><strong>Deutschlandfunk<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazz.747.de.html\">Jazz (\u00dcberblick)<\/a> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazz-live.822.de.html\">Jazz Live<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jazzfacts.824.de.html\">JazzFacts<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/milestones.1805.de.html\">Milestones<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlandfunk Kultur<\/strong> \u2013 <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jazz.1142.de.html\">Jazz<\/a> \u2013 diverse Sendetermine<\/li>\n<li><strong>\u00d61 <\/strong>\u2013 <a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/programm\/\">diverse Sendetermine<\/a><\/li>\n<li><strong>ARTE TV<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/arte-concert\/jazz\/?xtor=AD-6-%5bMV_CFR_ARTE_DE_Google_GEN_GDN%5d-%5bGDN_GEN_Arte_Concerts_Jazz%5d-C-%5bjazz%20musik%5d\">Jazz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Periodika: Dauersendungen ohne gen\u00fcgend Infos \u2013 Tagesbegleitradio<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>SWR 2<\/strong> \u2013 <strong>SWR2 Jazz vor Sechs <\/strong>17:50 bis 18:00<\/li>\n<li><strong>hr2-kultur \u2013<\/strong> <strong>H\u00f6rbar \u2013 Musik grenzenlos <\/strong>19:04 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>NDR Kultur <\/strong>\u2013 <strong>Play Jazz! Das Jazzmagazin<\/strong> 22:30 bis 23:30<\/li>\n<li><strong>MDR Kultur \u2013 Jazz <\/strong>19:05 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>MDR Kultur \u2013<\/strong><strong>Jazz Lounge<\/strong> 19:35 bis 20:00<\/li>\n<li><strong>WDR3<\/strong> \u2013 Jazz &amp; World \u2013 Improvisiertes zum Tagesausklang \u2013 Montag bis Freitag, 22.04 \u2013 0:00 Uhr<\/li>\n<li><strong>WDR 3 Pers\u00f6nlich mit G\u00f6tz Alsmann<\/strong> 13:04 bis 15:00 (Samstags)<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2>mo \u2013 14.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>23:03 Uhr | SWR2<br \/>\n<strong>JetztMusik: Lieblingsst\u00fccke der Neue-Musik-Szene, quer durch alle Genres<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Studiogast: der brasilianische Komponist Ricardo Eizirik. Moderation: Leonie Reineke. Von franko-fl\u00e4mischer Vokalpolyphonie bis Free Jazz, von japanischer Noise Music bis Polit-Hiphop, von balinesischen Trancekl\u00e4ngen bis Glitch: Alles Alte und Neue hat seinen Platz in der Gegenwart \u2013 nicht nur im gigantischen Ged\u00e4chtnis des Internets, sondern auch in den K\u00f6pfen einzelner Individuen. Vor allem Akteure der Neuen Musik haben oft einen bemerkenswert viel- und abseitigen Musikgeschmack, der in alle Richtungen weist. Die JetztMusik-Reihe {Schnittmenge} ist ein Ort f\u00fcr solche raffinierten Geschmacksexplosionen: In kommentierten Playlists stellen K\u00fcnstler*innen ihre Entdeckungen vor.<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Von Webern bis Mitterer: 50 Jahre eXXj \u2013 Das Jubil\u00e4umskonzert des ensemble XX. jahrhundert unter Peter Burwik aus dem Wiener Konzerthaus<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gerade weil an Geburtstagen das Alter gefeiert und bedacht wird, redet man gerne und lieber vom jung sein und junggeblieben sein. Das ist auch bei Klangk\u00f6rpern so \u2013 und trifft auf das ensembe XX. jahrhundert (kurz: eXXj) jedenfalls zu. Und das keineswegs blo\u00df deshalb, weil zahlreiche seiner aktuellen Mitglieder im Gr\u00fcndungsjahr 1971 noch nicht einmal geboren waren. Die Pflege der Neuen Musik seit den Aufbr\u00fcchen und Umbr\u00fcchen nach 1900 sowie 1945 und parallel dazu die Geburtshilfe f\u00fcr Werke der unmittelbaren Gegenwart haben die von Peter Burwik ins Leben gerufene und bis heute geleitete Interpret\/innenschar zu einer Institution des \u00f6sterreichischen Musiklebens gemacht \u2013 zu einer Institution, deren Alter f\u00fcr das neugierige Publikum kein Thema an sich ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dennoch und gerade deshalb ist ein halbes Jahrhundert eXXj Grund zum Feiern, und auch \u201eZeit-Ton\u201c gratuliert: mit einem \u201eZeit-Ton extended\u201c, in dem Peter Burwik zu Gast ist (Sonntag, 13. Juni 2021), sowie mit dieser Ausgabe, die einen Mitschnitt des Geburtstagskonzerts aus dem Berio-Saal des Wiener Konzerthauses vom Dienstag, 8. Juni 2021 pr\u00e4sentiert. Mit Musik von Anton Webern und Karlheinz Stockhausen wirft das Ensemble dabei seinen stets frischen Blick auf zentrale \u00e4sthetische Positionen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, um mit Pierluigi Billone sowie einer selbst in Auftrag gegebenen neuen Komposition von Wolfgang Mitterer bereits das 21. Jahrhundert zu Wort kommen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Gelegenheitswerke: So nennt man gew\u00f6hnlich mit etwas apologetischem Unterton jene St\u00fccke, denen ein \u00e4u\u00dferer Ansto\u00df zur Existenz verholfen hat \u2013 und impliziert dabei, dass sich der innere Antrieb anderswo verwirklicht h\u00e4tte. Dabei zeigt ja etwa gerade die Geschichte Peter Burwiks und seines ensemble XX. jahrhundert, dass man sich Gelegenheiten auch selbst schaffen muss, um zu zeigen, was einem ein Anliegen ist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das Jubil\u00e4umskonzert zu 50 Jahren eXXj wird mit einem der gro\u00dfen Geburtstagsgeschenke der Wiener Schule eingel\u00e4utet, dem Konzert op. 24 von Anton Webern, das dieser 1934 Arnold Sch\u00f6nberg zu dessen Sechziger gewidmet hat: Komponieren mit einer Zw\u00f6lftonreihe, die aus vier Varianten eines einzigen Dreitonmotives besteht, der Keimzelle. Da ist der Schritt zu Karlheinz Stockhausens \u201eKontra-Punkten\u201c von 1952\/53 nicht weit, einem Schl\u00fcsselwerk des Serialismus: Von zehn gleichberechtigten Instrumenten und ihren punktuellen Einzelt\u00f6nen entwickelt sich diese Musik zu immer klareren Linien von immer weniger Teilnehmern, bis am Schluss das Klavier \u00fcbrigbleibt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">2012, in einer ganz anderen Welt also, hat sich Pierluigi Billone f\u00fcr \u201e???? Wall\u201c (\u201eDike Wall\u201c) von einer der griechischen Horen inspirieren lassen, drei G\u00f6ttinnen, die am Webstuhl sitzen und das menschliche Leben weben. Dike wacht dabei \u00fcber die moralische Gerechtigkeit, \u201eFeindin der Ungerechten, doch freundlich gesinnt den Gerechten\u201c (Orphische Hymnen). Steht ein solcher Drang zur Fairness im Widerspruch zu dem, was Wolfgang Mitterer mit seinem Titel \u201esorglos\u201c andeutet? Als \u201ea remix of different ideas\u201c bringt diese Urauff\u00fchrung eines Auftragswerks des eXXj jedenfalls mit Elektronik eine weitere Farbe ein und verspricht einen unbeschwerten Tonfall: eine willkommene Gelegenheit. Gestaltung: Walter Weidringer<\/p>\n<hr \/>\n<h2>di \u2013 15.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21:05 \u2013 22:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazz Session: My Favorite Discs<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Gerd Filtgen. Pers\u00f6nliche Lieblingsalben aus der \u00e4lteren oder j\u00fcngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe \u201eMy Favorite Discs\u201c regelm\u00e4\u00dfig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legend\u00e4re Klassiker oder weniger bekannte Favoriten \u2013 warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erkl\u00e4ren sie in dieser Sendung.<\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Zwischen Indie-Rock und Minimal-Music \u2013 Die Geigerin und Komponistin Sarah Neufeld<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Als Live-Geigerin der Indie-Rock Formation Arcade Fire erlangte sie Weltruhm: Sarah Neufeld. Die kanadische Geigerin und Komponistin ist aber auch Mitbegr\u00fcnderin des Bell Orchestre, einer Instrumentalband mit teils klassischen Instrumenten wie Kontrabass, Trompete und Horn, mit der sie im M\u00e4rz ein neues Album vorgelegt hat: \u201eHouse Music\u201c. Daneben k\u00fcmmert sich die 1979 geborene Musikern konsequent um ihre Solokarriere, die, wie sie sagt, von der Musik B\u00e9la Bart\u00f3ks und Steve Reichs beeinflusst ist. Nach Minimal-Music klingen sowohl \u201eHero Brother\u201c, das 2013 von Nils Frahm produziert wurde, \u201eThe Ridge\u201c von 2016 sowie \u201eDetritus\u201c, das am 14. Mai erscheint \u2013 aber eben nicht nur. Ihre Geige setzt sie sowohl als Rhythmus \u2013 als auch als Melodieinstrument ein und kombiniert sie immer wieder mit ihrer eigenen Stimme, die sie wie ein Fl\u00e4cheninstrument einsetzt. So erschafft Sarah Neufeld eine sanfte und aufgeschlossene Musiklandschaft, in der sich die H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer buchst\u00e4blich fallen lassen k\u00f6nnen. Eine Sendung von Frank Schwarz<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Analytische Tools f\u00fcr das H\u00f6ren Neuer Musik \u2013 Das 2. Streichquartett von Georg Friedrich Haas in einer Detail-Analyse<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Was haben ein brummender K\u00fchlschrank und mediantische Harmonik, welche nicht zuletzt bei Komponist\/innen wie Schubert Verwendung fand, gemeinsam? Sie dienen als Inspirationsquelle f\u00fcr Georg Friedrich Haas, im konkreten Fall f\u00fcr die Komposition seines 2. Streichquartetts, welches selbst, wie die darin enthaltenen Spuren tonaler Wendungen, einer Welt von gestern entstammt: komponiert Ende des letzten Jahrhunderts (1998) auf Anregung des Wiener Konzerthauses f\u00fcr das Hagen Quartett, verbindet das Werk \u201escheinbar historisierende Klangelemente mit mikrotonalen Verschiebungen, zeitlichen Dehnungen und Stauchungen und einem zum Teil virtuosen, flirrenden Klangbild. Immer wieder schimmert die Tradition durch, aber sie wird als etwas Verlorenes, Entferntes, Getr\u00fcbtes wahrgenommen werden\u201c, so der Komponist.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Thomas Wally, neben seiner T\u00e4tigkeit als freischaffender Komponist und Violinist auch an der Wiener Musikuniversit\u00e4t als Senior Lecturer in musiktheoretischen F\u00e4chern aktiv, betrachtet einzelne Passagen aus diesem Werk aus (h\u00f6r)analytischer Perspektive: Was h\u00f6ren wir, wenn wir dieses Werk h\u00f6ren? Worauf k\u00f6nnen wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den H\u00f6rer\/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem gesch\u00e4rften Fokus wahrgenommen werden kann. Gestaltung: Thomas Wally<\/p>\n<hr \/>\n<h2>mi \u2013 16.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>R\u00fcckblick, Vorschau und aktuelle Ver\u00f6ffentlichungen \u2013 Zeit-Ton Magazin <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jeden Mittwoch pr\u00e4sentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps f\u00fcr die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuver\u00f6ffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl<\/p>\n<hr \/>\n<h2>do \u2013 17.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>21.05-22.00h | DLF<br \/>\n<strong>Ganz Auge, ganz Ohr Der Schweizer Saxofonist Nicolas Masson \u2013 Von Karl Lippegaus<\/strong><\/p>\n<p>22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Horizonte: Zum 100. Geburtstag der israelischen Komponistin Chaya Arbel<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Chaya Arbel: \u201eDrama\u201c (G\u00fcnter Voit, Klarinette; Siegmund von Hausegger, Violoncello; Gabriel Rosenberg, Klavier); \u201eDas Tagebuch der Anne Frank\u201c (Veronika Farkas, Mezzosopran; Minguet Quartett); Leon Schidlowsky: \u201eAmerindia\u201c (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Juan Pablo Izquierdo); Chaya Arbel: \u201eRoots\u201c (Trio dell\u2019Arte); \u201eRemembrance\u201c (Markus Bellheim, Klavier)<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Shape Artist KMRU beim diesj\u00e4hrigen ORF musikprotokoll \u2013 KMRU im Zeit-Ton Portrait<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Diese Woche pr\u00e4sentiert das ORF musikprotokoll im steirischen herbst sein Festivalprogramm 2021 und auch dieses Mal haben wir wieder mehrere Musiker\/innen eingeladen, die heuer bei Shape dabei sind. Shape, das ist die Plattform f\u00fcr spannende neue Musik und audiovisuelle Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die Ende 2014 vom ORF musikprotokoll und f\u00fcnfzehn weiteren europ\u00e4ischen Festivals gegr\u00fcndet wurde. Jedes Jahr nominieren wir gemeinsam 48 K\u00fcnstler\/innen bzw. Kunstformationen, auf die dann zw\u00f6lf Monate lang unsere Scheinwerfer gerichtet sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu unseren zahlreichen Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlt auch ein j\u00e4hrlicher Shape Showcase bei einem befreundeten Festival au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union. 2017 f\u00fchrte uns dieser zu unserem ICAS Partner im ugandischen Jinja, zum Nyege Nyege Festival. Dort haben wir KMRU kennengelernt, dessen so feingesponnene Musik uns gleich aufhorchen lie\u00df. Mittlerweile gilt der urspr\u00fcnglich aus Nairobi stammende Musiker als einer der spannendsten Vertreter der ostafrikanischen Elektronikszene. Vergangenen Juli erschien auf dem renommierten Label Editions Mego sein Album \u201ePeel\u201c, seit vergangenem Herbst macht KMRU an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste in Berlin seinen Master im Studienlehrgang \u201eSound Studies and Sonic Arts\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neben seiner eigenen k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit engagiert sich KMRU auch sehr f\u00fcr seine Kolleg\/innen, stellt ihre Musik in Radiosendungen vor oder gibt sein Wissen im Rahmen von Workshops weiter. So hat er etwa in Nairobi eine Ableton User Group gegr\u00fcndet und er ist eine treibende Kraft hinter der Initiative \u201eBlack Bandcamp\u201c, \u2013 mehr dar\u00fcber gibt es dann am kommenden Sonntag in Zeit-Ton extended zu h\u00f6ren. Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>NOWJazz: Calls For Action \u2013 Die Projekte des New Yorker Kontrabassisten Harish Raghavan<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Ssirus W. Pakzad. Harish Raghavan wurde als Sohn tiefreligi\u00f6ser, aus S\u00fcdindien stammender Eltern in Illinois geboren. Er spielte zun\u00e4chst die Mridangam-Trommel, ehe er seinem \u00e4lteren Bruder nacheiferte und zu seinem Hauptinstrument fand. Heute z\u00e4hlt der in New York lebende 38-J\u00e4hrige zu den gefragtesten Bassisten der amerikanischen Jazzszene, er wurde schon von Charles Lloyd und Ambrose Akinmusire engagiert. 2019 erschien Raghavans Aufsehen erregendes Solo-Album \u201eCalls For Action\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<h2>fr \u2013 18.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>22.05-22.50h | DLF<br \/>\n<strong>Tal Farlow: Gitarren-Weltmeister wider Willen \u2013 Am Mikrofon: Michael Frank<\/strong><\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>NOWJazz: Freies Spiel und Kollektivkomposition \u2013 Der Schweizer Kontrabassist Peter K. Frey<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Nina Polaschegg. Peter K. Frey mag hierzulande weniger bekannt sein als seine einstige WG-Kollegin Ir\u00e8ne Schweizer. Aber auch er gilt als wichtiger Pionier des freien Spiels in der Schweiz. In den 1970er-Jahren gr\u00fcndete er mit Michel Seigner und Alfred Zimmerlin\u00a0 das Trio Karl ein Karl, in dem die Drei aufwendige Kollektivkompositionen entwickelten. Sein Kontrabass-Duo mit Daniel Studer verspr\u00fcht immer noch Energie. Nicht zuletzt ist Frey \u00fcber Jahre hinweg ein Lehrender gewesen. Und er war aktiv in der Reflexion \u00fcber freies Improvisieren als Mitorganisator der Improvisationstagungen Luzern. Alles Gute zum 80sten!<\/p>\n<p>23:03 \u2013 24:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Elisabeth Harnik. \u201einspiring the inspired\u201c. <\/strong><strong>Elisabeth Harnik. Aus H\u00f6rerfahrungen entsteht Musik.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">H\u00f6rerfahrungen des Publikums, ber\u00fchrende Klangereignisse werden zu Ausgangspunkten f\u00fcr das Improvisationsprojekt der steirischen Pianistin und Komponistin Elisabeth Harnik, das dann in der Zeit-Ton-Sendung zu erleben sein wird. Inspiriert wurde die Musikerin zu diesem Projekt durch eine Anekdote, die Gustav Mahler zugeschrieben wird. Als der Komponist in New York zu Gast war, hat er im Rahmen eines Trauerzuges auf der Stra\u00dfe vor seinem Fenster das Schlagen einer Basstrommel geh\u00f6rt. Dieser Klang hat Mahler emotional so ber\u00fchrt, dass er ihn drei Jahre sp\u00e4ter in den f\u00fcnften Satz seiner zehnten Symphonie integriert hat. Somit sind alle, die Lust haben, eingeladen ber\u00fchrende Klangereignisse \u2013 ob aus dem t\u00e4glichen Leben, aus dem urbanen Umfeld, Naturkl\u00e4nge, Kl\u00e4nge in oder aus Tr\u00e4umen \u2013 \u00fcber \u00d61 an die K\u00fcnstlerin zu \u00fcbermitteln. Das kann in Form von Zeichnungen, Fotografien sein, diese k\u00f6nnen aber auch in graphischer Notation, in herk\u00f6mmlicher Notenschrift oder durch Worte \u00fcbermittelt werden. Gestaltung: Franz Josef Kerstinger<\/p>\n<hr \/>\n<h2>sa \u2013 19.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>01.05-6.00h | DLF<br \/>\n<strong>Neuland: Warren Ellis, Erlend Apneseth, Elizabeth Bernholz u.a.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Nahaufnahme: \u201eZwischen Leere und \u00dcberfluss\u201c \u2013 Robert Ashleys Spoken Word-Album \u201ePrivate Parts\u201c (1977). Zeitreise: Hector Zazou, Linton Kwesi Johnson, Joan Armatrading u.a. Am Mikrofon: Michael Engelbrecht<\/p>\n<p>22:03 \u2013 23:00 Uhr | SWR 2<br \/>\n<strong>SWR2 Jazztime: Pionier der Weltmusik \u2013 Zum 100. Geburtstag des Klarinettisten Tony Scott<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Von Hans-J\u00fcrgen Schaal. Eigentlich war die Klarinette im Jazz der 1950er Jahre abgemeldet. Doch Tony Scott (1921-2007) gelang es, sich mit diesem Instrument im Bebop und Cool Jazz ganz nach vorne zu spielen. Fr\u00fch erwachte bei ihm aber auch ein Interesse an anderen Musikkulturen. Zunehmend begann er, orientalische und Balkan-Elemente in sein Klarinettenspiel einzubauen. 1959 verlie\u00df er die USA und bereiste ausgiebig Afrika und Asien. In der Folgezeit kombinierte er seine Klarinette mit den \u201eexotischen\u201c Klangfarben von Koto, Sitar, Oud, Shakuhachi oder Gamelan-Instrumenten und wurde zu einer Galionsfigur der \u201eWorld Music\u201c.<\/p>\n<p>22.04 \u2013 00.00 Uhr | WDR 3<br \/>\n<strong>Open Sounds: Studio Elektronische Musik \u2013 The Artist\u2019s Cut [08]: Synthesizertrio Lange \/ Berweck \/ Lorenz<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Entstehung von Elektronischer Musik ist meist von zwei Polen gepr\u00e4gt: Improvisation einerseits, langwierige Produktion (Komposition) andererseits.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Improvisation ist von der Lebendigkeit des Spiels gepr\u00e4gt, von der Kraft des Moments, von dem Unmittelbaren des Spielaktes. Aber sie ist auf den gl\u00fccklichen Augenblick angewiesen und daher von der Gunst der Stunde abh\u00e4ngig, nicht alles gelingt und manchmal machen Kleinigkeiten einen gro\u00dfartigen Spielzug zuschanden. Studioproduktion andererseits bietet die M\u00f6glichkeit Klangmaterialien neu anzuordnen, zu kombinieren und zu verfeinern um daraus einen eigenst\u00e4ndigen Organismus zu gestalten. Allerdings bedeutet das nicht selten, dass der Komponist f\u00fcr Wochen oder Monate in der Abgeschiedenheit des Studios einsam vor sich hin arbeitet, stets in Gefahr sich in den unendlichen M\u00f6glichkeiten zu verlieren oder durch permanente Editionsprozesse alle Lebendigkeit aus dem St\u00fcck zu schneiden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">\u00bbThe Artist\u2019s Cut\u00ab versucht einen Mittelweg, um den Atem der Spontaneit\u00e4t und ma\u00dfvolle Bearbeitung zu verbinden: Ein \u00bbArtist\u00ab begibt sich f\u00fcr einen Tag in ein Studio, wo ihm ein Produzent als Arbeitspartner und kritisches Gegen\u00fcber beim \u00bbCut\u00ab beisteht. Mit dieser Produktionsformen wird an die Pionierzeit von Elektronischer Musik angekn\u00fcpft, als Werke in vielstufiger Zusammenarbeit von Komponist und Technik entstanden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Silke Lange \/ Sebastian Berweck \/ Martin Lorenz \u2013 NN (2021) f\u00fcr drei Analog-Synthesizer<\/p>\n<hr \/>\n<h2>so \u2013 20.06.2021<\/h2>\n<hr \/>\n<p>22:08 \u2013 23:00 | \u00d61<br \/>\n<strong>Musik aus Ostafrika and beyond. Shape Artist KMRU empfiehlt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Diese Woche pr\u00e4sentiert das ORF musikprotokoll im steirischen herbst sein Festivalprogramm 2021 und auch dieses Mal haben wir wieder mehrere Musiker\/innen eingeladen, die heuer bei Shape dabei sind. Shape, das ist die Plattform f\u00fcr spannende neue Musik und audiovisuelle Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die Ende 2014 vom ORF musikprotokoll und f\u00fcnfzehn weiteren europ\u00e4ischen Festivals gegr\u00fcndet wurde. Jedes Jahr nominieren wir gemeinsam 48 K\u00fcnstler\/innen bzw. Kunstformationen, auf die dann zw\u00f6lf Monate lang unsere Scheinwerfer gerichtet sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Zu unseren zahlreichen Aktivit\u00e4ten z\u00e4hlt auch ein j\u00e4hrlicher Shape Showcase bei einem befreundeten Festival au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union. 2017 f\u00fchrte uns dieser zu unserem ICAS Partner im ugandischen Jinja, zum Nyege Nyege Festival. Dort haben wir KMRU kennengelernt, dessen so feingesponnene Musik uns gleich aufhorchen lie\u00df. Mittlerweile gilt der urspr\u00fcnglich aus Nairobi stammende Musiker als einer der spannendsten Vertreter der ostafrikanischen Elektronikszene. Vergangenen Juli erschien auf dem renommierten Label Editions Mego sein Album \u201ePeel\u201c, seit vergangenem Herbst macht KMRU an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste in Berlin seinen Master im Studienlehrgang \u201eSound Studies and Sonic Arts\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Neben seiner eigenen k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit, die im Zentrum des Zeit-Ton Portraits am vergangenen Donnerstag stand, engagiert sich KMRU auch sehr f\u00fcr seine Kolleg\/innen, stellt ihre Musik in Radiosendungen vor oder gibt sein Wissen im Rahmen von Workshops weiter. So hat er etwa in Nairobi eine Ableton User Group gegr\u00fcndet und er ist eine treibende Kraft hinter der Initiative \u201eBlack Bandcamp\u201c. Gestaltung: Susanna Niedermayr<\/p>\n<p>23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK<br \/>\n<strong>Musik der Welt: Die Natur der Traurigkeit \u2013 Am\u00e1lia Rodrigues, die gro\u00dfe Stimme des Fado<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Durch sie wurde eine Volksmusik zur Kunst, ein Gesang der einfachen Bev\u00f6lkerung gesellschaftsf\u00e4hig. Eine Musik des zwielichtigen Milieus kam auf die gro\u00dfe B\u00fchne. Am\u00e1lia Rodrigues machte den Klang Portugals international bekannt, und der Fado erlebte ab den 1950er Jahren seinen gro\u00dfen Aufschwung. Ihrerzeit war sie eine Revolution\u00e4rin dieser Musik, heute ist sie eine Klassikerin, und ihre Lieder werden von allen Fadistas gesungen. Am\u00e1lia machte aus der Musik, die in den Lissaboner Armenvierteln entstanden war, eine ausgefeilte Kunstform. Wichtige portugiesische Dichter schrieben Texte f\u00fcr sie. Sie verband das Popul\u00e4re mit dem Intellektuellen. Da sie selbst aus einfachen Verh\u00e4ltnissen stammte, konnte sie mit ihrer ausdrucksstarken, unverwechselbaren Stimme die Essenz des Fado mit seiner Mischung aus Weltschmerz und Lebenslust zum Ausdruck bringen, wie keine zweite. Wir zeichnen das Portr\u00e4t dieser Grande Dame des Fado, die den Weg geebnet hat f\u00fcr alle nachfolgenden Generationen. Eine Sendung von Florian Heurich<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Blick in die Radiowoche 24. Die ARD-Radio-Suchmaschine steht komplett leer und still. Keiner antwortet auf Anfragen. Die \u00dcbersicht zum Download als PDF. Alle Angaben ohne Gew\u00e4hr. 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