{"id":19422,"date":"2019-05-09T14:00:00","date_gmt":"2019-05-09T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/?p=19422"},"modified":"2019-05-09T14:00:00","modified_gmt":"2019-05-09T12:00:00","slug":"abschied-vom-einschaltradio-jazz-im-wdr-dialektisch-oder-digital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2019\/05\/abschied-vom-einschaltradio-jazz-im-wdr-dialektisch-oder-digital\/","title":{"rendered":"Abschied vom Einschaltradio \u2013 Jazz im WDR: dialektisch oder digital?"},"content":{"rendered":"<p>Es gab und gibt immer noch etwas Trubel um die \u201eReform\u201c der Jazz-Strecke beim Westdeutschen Rundfunk in K\u00f6ln. Neue Redaktion, neue Moderatorinnen, neue Programmausrichtung \u2013 alles neu, alles gut? Gl\u00fcckliche Ohren allenthalben? Martin Hufner hat sich die aktuelle Entwicklung im Detail angesehen.<\/p>\n<p>Jetzt sind alle vier Moderatorinnen der neuen Jazz-Strecke beim WDR im Einsatz gewesen, gleichwohl kann man \u00fcber die neue Ausrichtung einiges sagen ohne gleich auf die Personalver\u00e4nderungen eingehen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Seit dem 1. April wird die knapp zweist\u00fcndige Sendung \u00fcber jeweils f\u00fcnf Tage von jeweils einer Moderatorin \u201ebespielt\u201c. Was in den knapp zwei Stunden auf dem Programm steht, wei\u00df die H\u00f6rerin zuvor erst einmal nicht. So war es bis heute. Nun ist es etwas anders: \u00dcber \u201e<strong>Die Woche mit Ilka Geyer und Musik von Krzystof Komeda, GURLS, Don Cherry<\/strong>\u201c <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr3\/programm\/sendungen\/wdr3-jazz-world\/jazz-komeda-gurls-don-cherry-100.html\">darf man sich ein bisschen informiert<\/a> f\u00fchlen. Das Ganze nennt sich aus Gr\u00fcnden, die man nicht so leicht verstehen kann: \u201e<strong>Unsere Newsletter-Themen f\u00fcr die Woche vom 22.-26. April 2019<\/strong>\u201c. (Wo aber ist der Newsletter, den man abonnieren k\u00f6nnte? \u2013 Update: <a href=\"https:\/\/subscribe.newsletter2go.com\/?n2g=f4quynr7-wl5kkk53-2h3&amp;_ga=2.259837322.1804983500.1553606591-138074139.1552045369\">Habe den jetzt gefunden und abonniert<\/a> (nicht \u00fcber die Webadresse wundern \u2013 oder doch: Interessanterweise wird der Newsletter n\u00e4mlich nicht \u00fcber den WDR versendet, sondern \u00fcber einen anderen Anbieter (newsletter2go), was in jedem Fall aber ungew\u00f6hnlich f\u00fcr ein Haus wie den WDR, dass so einen Newsletter wohl nicht aus eigener Hard- und Software stemmen kann). Geschrieben hat diese News allerdings dann wieder nicht etwa Ilka Geyer, sondern Stefan Hentz (Redaktion: Tinka Koch \/ Stefan Heuger). Ob das da eine sich auf das andere bezieht, man wei\u00df es nicht. Die Hoffnung, unten auf der Infoseite \u201eDie Titel aus der Sendung\u201c vorab zu erfahren, f\u00fchrt \u201enur\u201c auf die Playlist der letzten Sendungen der anderen Moderatorinnen.<\/p>\n<h3>Kommunikationsmittel<\/h3>\n<p>Schleierhaft bleibt also, mit welchen Kommunikationsmitteln beim WDR operiert wird, falls \u00fcberhaupt. Kinderkrankheiten? Vielleicht. Vielleicht aber auch Absicht. So ein bisschen im Stile von \u201eLass\u2018 Dich \u00fcberraschen\u201c \u2013 nur ohne Rudi Carrell. \u00dcberraschenlassen d\u00fcrfte auch f\u00fcr die letzten Wochen das gro\u00dfe Thema gewesen sein. Manchmal auch f\u00fcr die Moderatorinnen. Denn so klingen manche Moderationen, die Dinge verbinden sollen, die dort auf der \u201eJazz\u201c-Strecke erklingen. Die Musik streift so ziemlich alles, was alt ist und was neu ist, was angesagt ist oder angesagt war, was politisch okay ist oder historisch interessant war oder irgendwie von irgendwem auch f\u00fcr die Playlist von irgendwem f\u00fcr irgendwen zusammengestellt wurde. Die Mischung gleicht einem Gemenge aus Pop, Jazz, \u201eelektronischer\u201c Tanz-Musik und so weiter. Das kann interessant sein, so wie man eben fr\u00fcher seine Mix-Kassetten zusammenbastelte und seinen besten Freundinnen oder Feindinnen in vager Hoffnung auf entstehende Freude zukommen lie\u00df. Allerdings unmoderiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19423\" aria-describedby=\"caption-attachment-19423\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"19423\" data-permalink=\"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/2019\/05\/abschied-vom-einschaltradio-jazz-im-wdr-dialektisch-oder-digital\/wdr3_jazzandworld\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?fit=2200%2C1310&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"2200,1310\" data-comments-opened=\"1\" data-image-title=\"wdr3 &amp;#8211; jazz als b\u00f6hmisches dorf?\" data-image-description=\"&lt;p&gt;wdr3 &amp;#8211; jazz als b\u00f6hmisches dorf?&lt;\/p&gt;\n\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;wdr3 &amp;#8211; jazz als b\u00f6hmisches dorf?&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?fit=840%2C500&amp;ssl=1\" class=\"size-large wp-image-19423\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?resize=840%2C500&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?resize=900%2C536&amp;ssl=1 900w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?resize=300%2C179&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?resize=768%2C457&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?resize=1320%2C786&amp;ssl=1 1320w, https:\/\/i0.wp.com\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/wdr3_jazzandworld.jpg?w=1680&amp;ssl=1 1680w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19423\" class=\"wp-caption-text\">wdr3 &#8211; jazz als b\u00f6hmisches dorf?<\/figcaption><\/figure>\n<p>So auch hier: Mittendrin dann immer wieder so eine musikalische Perle \u00fcber die man sich freut. Immer wieder gibt es auch Musikst\u00fccke, die man wahrscheinlich nirgendwo sonst zu h\u00f6ren bek\u00e4me und die einen umhauen. Das ist nat\u00fcrlich gro\u00dfartig. Aber ehrlich gesagt: Wie soll man das jeden Tag aufs Neue \u00fcber zwei Stunden auf die Reihe bekommen. Die einzigen Sendungen aus der Radio-Vergangenheit, die mir dazu einfallen, waren<\/p>\n<ul>\n<li>Bernd Leukerts \u201eAvantgardrobe\u201c in den 80er Jahren im Hessischen Rundfunk, die ein mal in der Woche oder im Monat kam<\/li>\n<li>Klaus Walters \u201eDer Ball ist rund\u201c \u2013 ebenfalls im hessischen Rundfunk (einmal die Woche)<\/li>\n<li>John Peels Radiosessions \u2013 BFBS (?) plus Wiederholungen (SFB?)<\/li>\n<li>Dope Beats auf MDR Sputnik (90er Jahre, Sonntag abend, vier Stunden)<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Durchregieren und durchmoderieren<\/h3>\n<p>Was damit gesagt sein will: Eine gute durchmoderierte Sendung mit \u201ePerlen\u201c der aktuellen Musikkulturen will ordentlich vorbereitet sein, muss von Menschen gestaltet werden, die die (jeweilige) Szene umfassend im Blick haben und sich dazu auch angemessen \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, \u00fcber den Tellerrand von Wikipedia oder sonstigen Fremdinformationen hinaus. Ohne den Moderatorinnen beim WDR zu nahe treten zu wollen, jeweils knapp 10 Stunden (f\u00fcnf Tage a knapp zwei Stunden) das zu leisten, ist eigentlich nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Also macht man es auch nicht (jedenfalls teilweise nicht), sondern nutzt Musikauswahlen von unter anderem von: Julian Brimmers, Steffen Irlinger, Markus Heuger, Karsten M\u00fctzelfeldt, Anja Buchmann, Martin Laurentius, Stefan Hentz, Cecilia Aguirre, G\u00f6tz B\u00fchler, Lennard Winschel, Theresa Nink, \u2026 (\u00dcbrigens gr\u00f6\u00dftenteils wohl diejenigen, <a href=\"https:\/\/jazzcity.de\/index.php\/news\/2289-jazz-kahlschlag-auf-wdr3\">mit denen angeblich die \u201eZusammenarbeit (\u2026) als sendungsgestaltende Autor*in\u201c beendet wurde<\/a> \u2013 so zitiert es Michael R\u00fcsenberg auf Jazzcity.de, <a href=\"http:\/\/www.nrwjazz.net\/jazzreports\/2019\/WDR3_Programmreform_Jazz_World\/\">siehe auch nrwjazz.net vom 20.3.2019<\/a>. Dazu gleich noch mehr \u2026) Darauf m\u00fcssen und d\u00fcrfen dann die Moderatorinnen mehr oder weniger geschickt ihre Texte stricken, so dass man sich fragt, wozu es dann diese vier Farben der Moderation gibt, wenn sie dann doch wieder auf fremdzusammengestelltes Material zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen. Irgendwie passt das alles nicht zusammen und so h\u00f6rt sich das dann eben auch an.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: WDR 3 ist das Zentrum des Jazz im WDR. Jeden Abend sind Sie hier bestens informiert \u00fcber regional und international interessante Szenen und Entwicklungen der improvisierten Musik. Sch\u00f6n w\u00e4re es.<\/p>\n<h2>Vielleicht ist es so, vielleicht ist es auch nicht so (B\u00fcchner)<\/h2>\n<p>Aber Moment mal, vielleicht ist es ja auch so? Im K\u00f6lner Stadt-Anzeiger vom 30. April gibt es einen umfangreichen Artikel zur Jazz-Ver\u00e4nderung beim WDR3. Dietrich Schlegel (danke daf\u00fcr) hat mir den Beitrag per Post zukommen lassen. Dort finden sich im Artikel von Horst Peter Koll auch O-T\u00f6ne von Programmchef Karl Karst und der neuen Redakteurin Tinka Koch. Karst beteuert darin:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs \u00e4ndert sich nichts an der Programmstruktur, nichts am Produktionsvolumen, nichts an unserer Intensit\u00e4t, den Jazz im Land zu dokumentieren. Das bleibt alles gleich.\u201c Zitiert nach: Horst Peter Koll, K\u00f6lner Stadt-Anzeiger vom 30. April, S. 21.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da stellt sich die Frage, wenn alles gleich bleibt, warum ver\u00e4ndert man es dann? Es ist eine echte Aporie, es sei denn, man versucht es auf dialektischem Wege zu interpretieren. Was mir aber wirklich nicht gelingt. Das \u201eProblem\u201c (?) wird aber verschoben. Tinka Koch greift da beherzt an, es gehe nicht um dialektisches, sondern um digitales Denken:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir alle m\u00fcssen digitaler denken. Doch w\u00e4hrend die Leute Angst haben, dass das Alte wegf\u00e4llt, kommt aus der Szene kein Impuls, den digitalen Wandel mitzugestalten.\u201c Zitiert nach: Horst Peter Koll, K\u00f6lner Stadt-Anzeiger vom 30. April, S. 21.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das sitzt. Es geht um einen digitalen Wandel, den der WDR gleich zu Beginn der Neufassung seiner Sendestrecke, die, obwohl neu, nix \u00e4ndert (Karst), vergeigt wurde. Keine Infos \u00fcber den Ver\u00e4nderungsprozess, keine Kommunikation auf den digitalen Kan\u00e4len (was jetzt nachgeholt wird), in der ARD-Rundfunk-Suchmaschine ebenfalls keine Infos. Das klingt wirklich glaubhaft.<\/p>\n<h2>Zukunft Podcasts? Oder Podkarsts?<\/h2>\n<p>Stattdessen deutet Karst an, dass man an Podcasts arbeite. Zitat aus dem K\u00f6lner Stadt-Anzeiger:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Redaktion muss jetzt schauen, wie sie ihn mit ihren Kr\u00e4ften und Mitteln entwickelt.\u201c Zitiert nach: Horst Peter Koll, K\u00f6lner Stadt-Anzeiger vom 30. April, S. 21.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich finde ja auch, man redet doch insgesamt viel zu viel \u00fcber die Musikszene, statt sie zu digitaliseren. Auch den Rundfunk kann man irgendwie ja aus dem \u00c4ther oder den Kabeln nehmen. Billiger, das \u00fcber das Internet laufen zu lassen. Dann ist die Frage der Rechte, die Karst daran anschlie\u00dft, nicht so sehr das Problem. Da muss man nur ein bisschen Lizenzen bei der GEMA erwerben, die man ja f\u00fcr den Funk aus dem Funkhaus ebenso ben\u00f6tigt. Man muss das doch nur durchrechnen. Und mit den neuen Podcasts kann man schlie\u00dflich auch wieder die alten Autoren ranlassen, denn Authentizit\u00e4t ist f\u00fcr Podcasts wichtiger als schnieke Moderation von Rundfunkstimmen. Warum nicht von Profis lernen? Spotify machts l\u00e4ngst vor. Podcasts boomen.<\/p>\n<h2>Ende vom Lied, ein altes Lied<\/h2>\n<p>Alles nur ein Sturm im warmgewordenen Drink. Die Dinge bleiben was sie sind, werden, was sie werden wollen. Dem WDR w\u00fcnsche ich viel Gl\u00fcck auf seinem weiteren Werdegang. Statt eines Schrittes nach vorn, geht es einen Schritt zu Seite. Die \u201eRevolution will not be rundfunkized\u201c. Ein Format hat ein anderes abgel\u00f6st. Das ist kein Fortschritt und kein R\u00fcckschritt. Dass ist blo\u00dfer medialer Austausch. Man verliert dabei vieles, gewinnt aber nur weniges dazu. Vielleicht H\u00f6rerinnen? Die W\u00e4hrung leider auch bei den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Quantit\u00e4t schl\u00fcge dann Qualit\u00e4t. So what. Ein altes Lied.<\/p>\n<p>Hier singen es Ekkehard Jost und Michael Naura im Jahr 1985. Ausschnitt aus einer Sendung des NDR. Hier geht es noch um die Publizistik, es trifft aber nat\u00fcrlich auf alle Formen der &#8222;Verbalisierung von Musik&#8220; zu. Denn &#8222;der kleine Moritz muss ja bedient werden&#8220; (Michael Naura).<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-19422-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/jost_naura_musikkritik.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/jost_naura_musikkritik.mp3\">https:\/\/www.jazzzeitung.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/jost_naura_musikkritik.mp3<\/a><\/audio>\n<p>Gegenwehr ist nicht zu erwarten. Schlie\u00dflich und endlich h\u00e4ngen ja alle am seidenen Faden dieser Art von Medienkultur. Innovation ist auch nicht zu erwarten, denn dazu fehlt es an Kreativit\u00e4t in den K\u00f6pfen der Programmmacherinnnen. Aufregung umsonst, alles l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Und alles l\u00e4uft auch auf anderen Sendern. SWR, HR und BR haben eigentlich eine ganz vern\u00fcnftige Programmstruktur gefunden, die den verschiedenen H\u00f6rbed\u00fcrfnissen ganz gut gerecht wird. Da gibt es neben Live-Sachen, Rezensionen und Autorinnensendungen \u201eauch\u201c kuratierte Spezialsendungen zu diesem oder jenem. Das machen teils die Redakteure, teils aber auch Autorinnen wie Marcus A. Woelfle, Ralf Dombrowski, Ssirus W. Pakzad etc. pp. Damit werden sie der Vielfalt dessen, was man unter Jazz und \u201eWorld\u201c findet, gewiss eher gerecht. In geringerem Ma\u00dfe (was den Umfang angeht), trifft das auch auf den Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab und gibt immer noch etwas Trubel um die \u201eReform\u201c der Jazz-Strecke beim Westdeutschen Rundfunk in K\u00f6ln. Neue Redaktion, neue Moderatorinnen, neue Programmausrichtung \u2013 alles neu, alles gut? Gl\u00fcckliche Ohren allenthalben? Martin Hufner hat sich die aktuelle Entwicklung im Detail angesehen. Jetzt sind alle vier Moderatorinnen der neuen Jazz-Strecke beim WDR im Einsatz gewesen, gleichwohl kann man \u00fcber die neue Ausrichtung einiges sagen ohne gleich auf die Personalver\u00e4nderungen eingehen zu m\u00fcssen. Seit dem 1. April wird die knapp zweist\u00fcndige Sendung \u00fcber jeweils f\u00fcnf Tage von jeweils einer Moderatorin \u201ebespielt\u201c. Was in den knapp zwei Stunden auf dem Programm steht, wei\u00df die H\u00f6rerin zuvor erst einmal nicht. So war es bis heute. Nun ist es etwas anders: \u00dcber \u201eDie Woche mit Ilka Geyer und Musik von Krzystof Komeda, GURLS, Don Cherry\u201c darf man sich ein bisschen informiert f\u00fchlen. Das Ganze nennt sich aus Gr\u00fcnden, die man nicht so leicht verstehen kann: \u201eUnsere Newsletter-Themen f\u00fcr die Woche vom 22.-26. April 2019\u201c. 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