Der „Jazz Pott“ 2014 geht an Georg Graewe

Essen. Zum Auftakt jeder neuen „Jazz in Essen“-Saison wird traditionell der „Jazz Pott“ verliehen. In diesem Jahr geht der Preis, der von Viktor Seroneit (†) und Niklaus Troxler initiiert wurde und mit dem seit 1998 unter dem Motto „best progressive artist“ innovative Jazzmusiker ausgezeichnet werden, an Georg Graewe. Womit sich nun auch ein Kreis schließt, denn Graewe gehörte zu den Geburtshelfern von „Jazz in Essen“: Im Duo mit Theo Jörgensmann eröffnete er 1984 die Konzertreihe, als Support von Steps Ahead. Da hatte der Pianist/Kompo­nist aus Bochum sich längst mit einem Quintett sowie mit seinem GrubenKlangOrchester einen Namen gemacht.


Georg Gräwe mit Ernst Reijseger und Gerry Hemingway.  Foto: Helmut Rizy
Georg Gräwe mit Ernst Reijseger und Gerry Hemingway. Foto: Helmut Rizy

Heute ist Graewe eine feste Größe in der internationalen Improvisations­szene, außerdem komponiert er Kammer-/Orchestermusik und Opern. Für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 entwarf er das ambitionierte Projekt „grubenklang.reloaded“, das mehrere Konzertreihen und Einzelkonzerte an wechselnden Spielorten umfasste.

Mit dem Cellisten Ernst Reijseger und dem Schlagzeuger Gerry Hemingway bildet Graewe seit 25 Jahren ein unorthodox besetztes Trio, das zu den aufregendsten der Jazzlandschaft gehört. Derzeit ist es auf Jubiläumstour und erntete beim Auftakt im Rahmen der Nickelsdorfer „Konfrontationen“ bereits enthusiastische Kritiken: „Den musikalischen Höhepunkt der 20 Konzerte lieferte das Trio Georg Graewe, Ernst Reijseger und Gerry Hemingway … So individuell jeder Einzelne, so homogen das Ganze. Ein Kuss auf die Ohren.“ (Kleine Zeitung) Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Konzertes des Trios am Sonntag, dem 12. Oktober ab 20 Uhr im Essener Grillo-Theater statt.

Unter den bisherigen „Jazz Pott“-Preisträgern sind Musiker/-innen wie Uri Caine, Dieter Ilg, Julia Hülsmann, Christof Lauer, Nils Wogram, Elina Duni oder Angelika Niescier – lauter Namen, die für den hohen Standard dieses außergewöhnlichen Jazzpreises sprechen. Georg Graewe wird der 17. Preisträger sein.

www.schauspiel-essen.de

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